Mein Leben in Rosarot

Verkaufsrang: 13441 (Video)
Actor: Michèle Laroque
Actor: Jean-Philippe Ecoffey
Actor: Hélène Vincent
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Alain Berliner
EAN: 4019236003064
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Label: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
Verlag: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
Erscheinungsdatum: 2. September 1998
Spielzeit: 85
Studio: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
TheatricalReleaseDate: 26. Dezember 1997
von: Michèle Laroque (Hauptdarsteller), Jean-Philippe Ecoffey (Hauptdarsteller), Dominique Dalcan (Komponist)
Preis: EUR 16,80

Mein Leben in Rosarot bei Amazon kaufen

Suche:   

Aus der Amazon.de-Redaktion

Alain Berliners Mein Leben in Rosarot, einer der liebenswertesten europäischen Filme der 90er Jahre, ist die Geschichte Ludovics (von George DuFresne mit unermüdlicher Direktheit gespielt), eines unschuldigen kleinen Jungen, der ein Mädchen sein möchte. Davon überzeugt, dass er das Ergebnis einiger an die falsche Stelle geratener Chromosomen ist (in einer der vielen wunderschönen Tagtraum-Sequenzen stellt er sich das Durcheinander bildlich vor), beschließt er, den Fehler dadurch auszugleichen, dass er Kleider und hochhackige Schuhe trägt und mit Lippenstift und Make-up herumexperimentiert. Die an sich freundliche Vorstadt-Nachbarschaft erschrickt angesichts dieser Verwirrung der Geschlechter.

Bezeichnenderweise erhält er die grausamsten Schläge nicht von seinen ihn hänselnden Mitschülern, sondern von intoleranten Erwachsenen. Eine Szene erinnert an den mit Fackeln und Mistgabeln bewaffneten, wütenden Mob aus den Frankenstein-Filmen. Ludo bemüht sich aufrichtig darum, männlich zu sein, doch er kann seine Natur nicht verleugnen - besonders dann nicht, als er eine verwandte Seele trifft: ein kleines Mädchen, das ihr Kleid gerne gegen seine Hose und sein Hemd eintauscht.

Die bittersüße Mischung aus unschuldigen Fantasie-Szenarien und der Grausamkeit der Kindheit hat ihre traurigen Momente voll erdrückender Missverständnisse, aber der Grundton des Films ist liebevoll und wird von Zärtlichkeit beherrscht. Am Ende gipfelt er in Akzeptanz und einem Gefühl der Zusammengehörigkeit. Während die Familie strampelnd und stolpernd versucht, Ludo so wie er ist zu akzeptieren, entdecken sie etwas Besonderes in ihm: Eine unschuldige Überzeugung, die so mächtig und rein ist, dass sie ansteckend wirkt. Ludo wird vielleicht nicht, wie er hofft, groß werden, um sich in ein Mädchen zu verwandeln, aber sein Glaube ist so stark, dass man ihm diese Möglichkeit einfach nicht ganz verweigern kann. Der Film erinnert uns daran, dass für ein Kind alles möglich ist. --Sean Axmaker

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Mein Leben in Rosarot'

Mein Leben in Rosarot (8. August 2004)

(Keine Inhaltsangabe)

Sehr schöner Film. Kein Meisterwerk, aber gehobene Unterhaltung. Berührend, niemals langweilig und das problematische Thema gut umsetzend. Auch wenn es so etwas wie ein glückliches Ende in diesem Film gibt, so wird doch klar, eine wahre Lösung ist unmöglich. Ich möchte allerdings auch betonen, dass es hierbei wohl weniger um Homo- oder Transexualität geht (allein das Alter Ludovics verbietet dies), sondern um den Gegensatz von kindlicher Unbefangenheit und "erwachsenem" Rollendenken, zwischen Phantasie und Wirklichkeit, und um das hier schließlich in extreme, ja lächerliche Intoleranz umschlagende Bedürfnis der Menschen sich eine schöne, vollkommene, ordentliche, heimelige Umgebung zu schaffen. Die stärkste Seite des Films ist aber ohne Zweifel die ästhetische. Die wundervoll, fast parodistisch überzeichnete Welt des Viertels, in das die Familie zieht, ist wohl eine der besten Verwendungen eines heute sehr verbreiteten filmischen Ästhetizismus, der anderswo teilweise ins Lächerliche umschlägt (zwei Leute betreten ein -laut Plot- monatelang leerstehendes Haus, die Scheiben glänzen als seien sie vor zwei Stunden geputzt), hier aber wundervoll die Umsetzung des Themas trägt.

Ein Film zum Nach-Denken und Träumen (17. Juni 2001)

Ludovic ist ein Junge. Leider. Denn eigentlich lief ja nur bei der Verteilung der X und Y - Chromosome etwas schief. Und überhaupt: Was ist eigentlich so schlimm daran einen Jungen heiraten zu wollen und schöne Kleider tragen zu wollen und zu dem wunderbaren Lied "Rose" von Zazie mit der Omi zu tanzen --- als Junge? Wenn es nach den Erwachsenen geht: Alles! Und das schildert dieser Film. Und er zeigt auch, wie es richtig gemacht wird: Der Umgang mit einer ganz eigenen Sexualität. Und die Akzeptanz, die von allen verlangt wird, wenn es eben nicht darum geht, ob Ludovic Fussball spielt, oder ob er lieber tanzt.

Ein warmherziger,grossartiger Film (8. April 2001)

Ich kann den Film jeden empfehlen,es war seid Langem einer der schönsten Filme,den ich sah. Besonders beeindruckend das Spiel von Geoerges Du Fresne in der Rolle des Ludovic Fabre.Er kam zerbrechlich und doch entschlossen rüber.Ich fand ihn bezaubernd.

Ein total bewegender Film ! (6. November 2000)

Ich war von diesem Film sehr begeistert, wie vorher von sehr wenigen Filmen! Alle Schauspieler spielen sehr überzeugend, vor allem der kleine Ludovik ist Klasse! Das Thema finde ich sehr wichtig und in diesem Film ist es sehr gut verarbeitet. Den Film kann ich allem empfehlen - auch denen, die sich mit diesem Thema nicht beschäftigen.

dkb.de