Verkaufsrang: 5435 (Video)
Actor: Tenzin Thuthob Tsarong
Actor: Gyurme Tethong
Actor: Tulku Jamyang Kunga Tenzin
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Martin Scorsese
EAN: 4019236003125
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Label: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
Verlag: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
Erscheinungsdatum: 2. November 1998
Spielzeit: 128
Studio: Arthaus/Kinowelt Home Entertainment
TheatricalReleaseDate: 25. Dezember 1997
von: Tenzin Thuthob Tsarong (Hauptdarsteller), Gyurme Tethong (Hauptdarsteller), Philip Glass (Komponist)
Preis: EUR 4,44
Aus der Amazon.de-Redaktion
Es wäre falsch, Kundun eine Enttäuschung zu nennen, oder einen Film, dem Martin Scorsese nicht gewachsen war. Beide Aussagen könnten für einige Zuschauer zutreffen -- die aber übersehen das höhere Ziel hinter Scorseses künstlerischen Absichten und tun einem Film Unrecht, der in jeder Hinsicht einmalig ist. Beim Aufzeigen des Lebens des 14. Dalai Lama widersetzt sich Kundun konventionellen Erzählformen zugunsten eines episodischen Ansatzes und präsentiert eine regelmäßige Folge von Ereignissen aus dem Leben des jungen geistigen Oberhauptes des buddhistischen Tibets. Von dem Moment, da er 1937 als die Reinkarnation des 13. Dalai Lama erkannt wird, bis hin zu seiner Flucht aus Tibet vor der chinesischen Invasion, wird der Dalai Lama als erleuchtete spirituelle Gallionsfigur dargestellt. Das verleiht dem Film seine besondere Note der Bedächtigkeit und Verehrung, verwehrt uns dabei allerdings das Privileg, den Dalai Lama als faszinierende menschliche Persönlichkeit zu bewundern.Es herrscht ein Gefühl der leichten Distanz zwischen dem Film und seinem Publikum, seine optische Fülle bietet jedoch reichlich Ausgleich. In enger Zusammenarbeit mit dem Kameramann Roger Deakins (Ausnahmezustand) filmte Scorsese Kundun mit großem Prunk und Zeremoniell und peinlich genauer Rücksicht auf Details bei den Kostümen, den Farben und dem Einsatz von echten buddhistischen Mönchen bei den Aufnahmen im Palast des Dalai Lama. Einige Szenen werden noch lange im Gedächtnis verweilen, so auch die alptraumhafte Vision des Dalai Lama, in der er zwischen hunderten von toten Mönchen steht, deren Leben im friedlichen Widerstand gegen die chinesische Aggression geopfert wurden. Als politisches Drama und elegante Geste der Ergebenheit ist Kundun ein hochwertiger Film von inspirativer Schönheit -- einen, den möglicherweise kein anderer als Scorsese hätte drehen können. --Jeff Shannon
Kundenrezensionen zu 'Kundun'
Sehr guter Film (7. September 2008)
Der Film erzählt das Leben des 14. Dalai Lama in sehr eindrucksvollen Bildern. Die Biographie ist zwar nicht ganz korrekt, kommt ihr aber sehr nahe. Sehr schön auch die vielen Zitate aus Shantidevas Buch.Wer sich für Buddhismus, Tibet oder den Dalai Lama interessiert, sollte diesen Film gesehen haben.
eindrucksvoll (20. Oktober 2007)
Sehr eindrucksvoll wird in diesem Film die Geschichte des 14. Dalai Lamas erzählt. Von dem Zeitpunkt seiner Auffindung als Vierjähriger bis zu seiner Flucht aus Tibet begleitet der Film den Dalai Lama durch die verschiedenen Stationen seines Lebens. Weder unbeschwerte Tage seiner Kindheit noch die schwerwiegende Entscheidungen, die er in noch sehr jungen Jahren zu treffen hatte werden dabei ausgespart. Sein Alltag, sein Lebensumfeld, all das wird in eindrucksvollen Bildern gezeigt. Einzig seine Persönlichkeit hätte für meinen Geschmack noch etwas mehr herausgearbeitet werden können.Guter Film, aber Finger weg von dieser DVD! (23. August 2007)
Filmemacher, die sich dem etwas entlegenen Thema Tibet nähern UND ein größeres Publikum erreichen wollen müssen sich für einen Spagat zwischen eher kommerziellem Kino und einer realitätsnahen aber dafür vielleicht weniger attraktiven Darstellung entscheiden - dies gelingt mal mehr, mal weniger.Martin Scorsese, eigentlich als Meister des Genrekinos mit Schwerpunkt Mafia bekannt, bewegt sich hier auf ungewohntem Terrain. Dennoch kann er das Duell der fast zeitgleich erschienenen Tibet-Großproduktionen "Kundun" und "Sieben Jahre in Tibet" (von Jean-Jacques Annaud) insgesamt für sich entscheiden. "Kundun" überzeugt vor allem durch die fast ausschließlich tibetischen Darsteller, den ernsthafteren Duktus und die alles überragende Minimalmusik von Philip Glass, der dem Film (anders als John Williams in "Sieben Jahre in Tibet") eine geradezu spirituelle Note zu verleihen vermag.
Der weniger erfreuliche Teil dieser Rezension befasst sich mit der DVD selbst, die absolut unzulänglich ist: zum wiederholten Mal wird hier ein Film im falschen Bildformat präsentiert - im Kino auf der grossen Leinwand in 2,35:1 und auf dieser DVD in 1,77:1 - das bedeutet einen Verlust von rund einem Viertel (!) der gesamten Bildinformation.
Manch einer mag nun sagen, dass sei ihm egal - aber ich werde nicht müde es zu predigen: Ihr kauft doch auch kein Buch, bei dem auf jeder Seite ein Viertel des Textes fehlt, also: Finger weg von dieser DVD!
Buddhaseidank hat Kinowelt für den 12.10.2007 eine Neuauflage im Rahmen der Reihe ARTHAUS Collection angekündigt, bei der dem Film endlich ein Transfer in 2,35:1 anamorph gewährt wird - der Dalai Lama hat also doch meine Gebete erhört!
Ein ernsthafter und aufwendiger Film (28. Oktober 2006)
Dieser Film ist ein wunderbar ernster Spielfilm ueber das Leben des 14. Dalai Lamas. Es erzaehlt die Geschichte von seiner Auffindung als vierjaehriger Junge bis zu seiner Flucht nach Indien in den 50er Jahren.Gezeigt werden die wunderschoensten bunten herrlichen Aufnahmen aus Tibet, Ritualszenen, Tradition. Dazu eine sehr gute schauspielerische Besetzung fuer die verschiedenen Jugenstadien des Dalai Lama.
Was von anderen Rezensenten kritisiert wurde, naemlich ein zu ernst dargestellter Dalai Lama, der nicht lache, wie wir es von ihm selbst, dem noch lebenden Dalai Lama doch kennen - diese Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin mir sicher, dass der junge Dalai Lama in den Umstaenden seines Aufwachsens nicht derselbe war, der er heute, unter dem Einfluss westlicher Tradition, geworden ist. Sicherlich war er damals ernster, seiner Religion zugewandt und in viel unmittelbarerem Maße seinem Volk verpflichtet. Schwierige Umstaende, Invasion der Chinesen, Morde an seinem Volk liessen ihn sicherlich damals nicht gleichermassen ausgeglichen sprechen wie heute. Auch wenn der Vertreter Buddhas heute Froehlichkeit und Lebensfreude praktizieren kann, bin ich mir sicher, dass auch er einen Wandel durchmachen durfte in seinem Leben, ermoeglicht durch Meditation, Erfahrung, Reife und Umgebung.
Vorliegender Film erzaehlt moeglichst detailgetreu von seiner Jugend und seinen jungen Mannesjahren. Es ist ein Film, der nicht uebertreibt und keine Partei ergreift, der jedem noch Gutes tut und versucht, jede Perspektive verstaendlich zu machen.
Mir persoenlich hat der Film ausserordentlich gut gefallen.
Sein kommerziellerer Bruder "Sieben Jahre in Tibet" schliesst aussergewoehnlich gut an diesen Film an, wie ich finde.
Moechte man sich also mit Tibets Geschichte und der Geschichte des Dalai Lama beschaeftigen, kann ich beide Filme - den bunten , kommerziellen, aber auch den ernsthafteren 'Kundun' - sehr empfehlen.

