Der Musterschüler

Verkaufsrang: 8265 (Video)
Actor: Sir Ian McKellen
Actor: Brad Renfro
Actor: Bruce Davison
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Autor: Stephen King
Binding: Videokassette
Director: Bryan Singer
EAN: 4011039264758
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Label: AVU
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: AVU
Verlag: AVU
Erscheinungsdatum: 2. Juni 2000
Spielzeit: 107
Studio: AVU
TheatricalReleaseDate: 23. Oktober 1998
von: Sir Ian McKellen (Hauptdarsteller), Brad Renfro (Hauptdarsteller), John Ottman (Komponist)
Preis: EUR 2,99

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Grundlage dieses Films bildet Stephen Kings echtes Talent dazu, Monster aus alltäglichen Gesichtern und Orten herauszuholen. Basierend auf einer Novelle aus der Sammlung von 1982, die auch Stand By Me und Die Verurteilten hervorbrachte, sieht Der Musterschüler zunächst aus, als könne er aus den psychischen Geschwüren, die aus einem südkalifornischen Goldjungen (Brad Renfro) und einem alternden Nazi-Kriegsverbrecher (Sir Ian McKellen) Seelenverwandte machen, wahrhaft aufschlussreichen Grusel herausholen. Angeturnt von einem High-School-Kurs über den Holocaust macht sich Todd Bowden (was für ein plumper Name für solch einen erstklassigen Soziopathen!) auf die Suche nach Kurt Dussander, einem früheren Gestapo-Killer, der sich im den Schatten des sonnigen Südkalifornien versteckt. Der Teenager erpresst den alten Mann, damit er ihm seine Völkermord-Geschichten aus erster Hand erzählt und bleibt in der virtuellen Realität der Erinnerungen des Monsters hängen. Es wird ein perverses Spiel damit getrieben, dass ein wissenshungriger Junge seinen längst im Ruhestand befindlichen Lehrer oder seinen Großvater wieder ins Leben zurückholen kann. McKellen ist wirklich großartig, wie schon als James Whale in Gods and Monsters, und verleiht dieser Stephen-King-Horrorshow ihre Subtilität. Sein saftloser Dussander ist wie eine Mumie oder ein Vampir, der von Todds Appetit auf Abscheulichkeiten wiederbelebt wird.

Einige bemerkenswerte Talente werden in Der Musterschüler vereint: Es ist der erste Film von Regisseur Bryan Singer seit der enorm populären, aber etwas herzlosen Thriller-Maschine Die üblichen Verdächtigen. Zur hervorragenden Besetzung zählt auch David Schwimmer (Friends) als jüdischer Berufsberater, der angesichts von Todds Talent zum Bösen lächerlich machtlos ist, und Bruce Davidson (Short Cuts) als Todds durch und durch amerikanischer Vater, dem sogar die Fähigkeit fehlt, sich etwas Böses nur auszumalen. Und die Story selbst hat das Potenzial, mitten in den USA ins Herz der Dunkelheit zu sehen. Aber Der Musterschüler wird einfach nur hässlich und schmutzig, als der Film sein Thema zu trivialisieren beginnt und den Horror des Holocaust damit gleichstellt, eine Katze in den Ofen zu stecken oder einen neugierigen Penner (Elias Koteas) anzugreifen. Den großen seelischen Abgrund, der in der Mitte des 20. Jahrhunderts klafft, auf billigen Horrorfilm-Kitzel zu reduzieren, ist tadelnswert. Sowohl Todd als auch die Drehbuchautoren von Der Musterschüler hätten sich besser an das Motto gehalten: Wer mit dem Teufel zu Abend essen will, sollte einen langen Löffel haben. --Kathleen Murphy

dkb.de

Amazon.de DVD-Bewertung

Was die Bild- und Tonqualität betrifft, handelt es sich um eine mehr als vorbildliche DVD, die den ganzen Reichtum von Bryan Singers Inszenierung (es gibt im Moment wenige Regisseure, die so stark mit Bild und Tonspur arbeiten wie er) auch zu Hause erfahrbar macht. Nur die sonstige Ausstattung lässt etwas zu wünschen übrig. Die auf der Hülle gar nicht weiter angekündigte Dokumentation ist eigentlich ein Witz, da sie nicht viel mehr bietet als einen durch ein paar Interview-Schnipsel aufgepeppten Trailer. --Kathleen Murphy

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Der Musterschüler'

Wer das Buch gelesen hat, nicht zugreifen! (23. Januar 2008)

Also ich vergleiche den Film mit dem Buch. Hier sind deutliche unterschiede zu erkennen! Vor allem das schlimmste ist das Ende. Ich weis nicht wer das veranlasst hat, aber im (sehr guten) Buch von Stephen King ist klar, der Junge muss am Ende sterben oder ins Gefängnis kommen und was klug ausgedacht wurde das der Pedagogische Berater ihn enttarnt. Aber in dieser schwachen Verfilmung passiert nichts mit Todd er ist weiterhin frei und lebt normal weiter. Todd kann den Ped. Berater damit überzeugen, dass Todd ihn mit in die Sache reinzieht, was völlig lächerlich ist. Also wer das Buch gelesen hat zuerst, der sollte nciht den Film gucken, andersrum geht das Super, wem der Film gefällt der muss das Buch einfach lesen weil es ums 1000 fache Besser ist.

Lässt sich das Böse untersuchen? (24. November 2007)

Todd Bowden hört an der High School zum ersten Mal von dem Holocaust und ist tief bewegt. Der überdurchschnittlich begabte Schüler ist von diesem Thema magisch berührt. Er glaubt im Bus den gesuchten Nazi Kurt Dussander erkannt zu haben und begingt diesem nachzuspionieren. Todd sammelt Beweise für seine Identität.

Als er genügend Fakten gegen Dussander zusammen getragen hat, geht er nicht zu den zuständigen Stellen um ihn zu denunzieren. Todd sucht Dussander auf und konfrontiert ihn mit mit den ihn bekannten Beweisen. Für sein Schweigen will Todd authentischen Berichte über das Leben und Sterben im Lager erfahren. Dussander gibt sich nicht kampflos geschlagen und ein verbaler Machtkampf zwischen den beiden entsteht. Am Ende steht Todd als vorläufiger Gewinner da und Dussander berichtet Tag für Tag aus seiner Nazizeit. Dies geht über einen längeren Zeitraum. Todds schulische Leistungen fallen ab. Zum Elterngespräch beim Vertrauenslehrer erscheint Dussander und gibt sich als Todd's Großvater aus. Die Eltern hätten eine Ehekrise und er kümmere sich um den Jungen. Die dreiste Lüge trifft und Todd erhält eine Chance das Versäumte nachzuholen. Doch nun hat der Erpresste auch Todd in der Hand und ein neuer Kampf um Vormachtstellung begingt zwischen den beiden.

Die Geschichte wird spannend erzählt. Der verbale Machtkampf zwischen den beiden Kotrahenten wird ausgezeichnet in Szene gesetzt. Die eingesetzten Mittel sind einfach aber äußerst beeindruckend. Ein glänzender Film mit sehr guten Dialogen.

bryan singer ist mein held ! (25. April 2007)

ich kenn den steven king roman nicht, kann daher keine vergleiche zum buch ziehen, allerdings bin ich kein so übergroßer steven king fan !
ein großer fan von bryan singer und von ian mckellen bin ich aber schon - erwartungsgemäß gut hat mir der film auch gefallen
kurzbeschreibung
ein äußerst guter schüler macht recherchen über den holokaust und entdeckt zufällig in seiner nachbarschaft einen untergetauchten kriegsverbrecher.
der neugierige schüler beginnt den alten mann zu erpressen um die sadistischen greultaten aus erster hand geschildert zu bekommen... es beginnt eine sonderbare ausbildung zum bösen die viel schauriger ist als alles was ich bis dahin gesehen habe...
keine optischen sesselheber kaum action, die ganze spannung entwickelt sich aus den kranken erzählungen des teuflischen mannes und ihre wirkung auf den gelehrigen burschen...

Ein Film,der erst durch seine Darsteller etwas besonderes wird... (28. Juli 2006)

Das Buch (falls es wirklich besser-wie es i.d.R. eigendlich "immer" der Fall ist-beschrieben ist,als es der Film darzustellen in der Lage ist) habe Ich in diesem Fall hier mal nicht weder vorher noch nachher gelesen...

...allerdings bin Ich persönlich der Meinung,das Ian McKellen entgegen seines durch "Herr der Ringe" aufgeprägten Klischees hier wunderbar die Abgründe der menschlichen Seele zu zeigen vermag.

Auch sonst bietet der Film,für jeden,der sich für dieses düstere Kapitel der jüngsten Geschichte interessiert,noch genug Spannung und hat somit doch noch einen durchaus hohen (wenn auch schaurigen) "Unterhaltungswert" -KAUFTIP !

Düsteres Kammerspiel (15. Mai 2006)

Die Genialität dieses Filmes liegt in den Zwiegesprächen der beiden Hauptdarstellern, die auch letztendlich den ganzen Film bestimmen. Es gibt so gut wie keine Neberollen und wenn doch, sind sie kaum der Rede wert. Der Film nimmt einem den Atem und zeigt die menschlichen Abgründe sowie deren Hang zur Perversität!
Ein Stephen King-Film, der ähnlich wie "Misery" den subtilen, alltäglichen Horror des Lebens widerpiegelt!
Und genau das sind die Geschichten von Stephen King, die mich immer wieder beeindrucken und in ihren Bann ziehen!!!
Für jeden Cineasten ein MUSS!!!

dkb.de

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