Michael Collins

Verkaufsrang: 3729 (DVD)
Actor: Liam Neeson
Actor: Aidan Quinn
Actor: Stephen Rea
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Director: Neil Jordan
EAN: 7321921142055
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Label: Warner Home Video - DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Warner Home Video - DVD
Verlag: Warner Home Video - DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 25. September 1998
Spielzeit: 127
Studio: Warner Home Video - DVD
TheatricalReleaseDate: 11. Oktober 1996
von: Liam Neeson (Hauptdarsteller), Aidan Quinn (Hauptdarsteller), Elliot Goldenthal (Komponist)
Preis: EUR 6,89

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Michael Collins gehört zu den großen Helden Irlands im Kampf gegen die britischen Kolonialherren. Von 1916 an, also seit dem berühmten Osteraufstand, der mit brutaler Härte niedergeschlagen wurde, bis zum Beginn des Bürgerkrieges 1922 war Collins neben Eamon de Valera, dem Führer der irischen Befreiungsbewegung, die treibende Kraft im irischen Freiheitskampf. Einer, der der bewegten, an Tragödien reichen Geschichte der grünen Insel seinen Stempel aufgedrückt hat. Im Prinzip war es Collins, der als Gründer der IRA die Geschicke seines Landes bis in unsere Zeit geprägt hat, indem er eiskalte Attentate und Terror zum entscheidenden Mittel des revolutionären Kampfes erhoben hat. Deshalb und weil er 1921 den Vertrag mit den Briten unterzeichnet hat, der Irland bis heute teilt, ist Collins immer noch sowohl unter Iren als auch Briten eine äußerst umstrittene Figur.

Neil Jordan porträtiert Michael Collins in seinem gleichnamigen Historien-Epos als den großen Gegenspieler de Valeras, den Alan Rickman hier als intriganten, letztlich verkommenen Machtmenschen verkörpert. Liam Neesons Michael Collins kennt keine Verstellung. In den Jahren der Revolution ist er von seinem Weg, dem rücksichtslosen Einsatz von Gewalt und Terror, genauso überzeugt wie später von der Notwendigkeit des Friedens, auch um den Preis von sechs Grafschaften der Provinz Ulster. Neil Jordan setzt der Geschichte Irlands mit seiner nicht alle historischen Fakten ganz genau nehmenden Filmbiografie eine Utopie entgegen, deren Träger Collins ist. Dies hat Michael Collins sehr viel Kritik eingetragen, aber es ist seine eigentliche Stärke. Jordan betreibt hier eben keine blinde Heldenverehrung, dafür ist sein Collins viel zu pragmatisch, sondern zeichnet das Leben eines Revolutionärs als große Tragödie nach. Collins benutzt die Gewalt, ohne sie selbst zu lieben. Und er weiß, dass sie irgendwann ein Ende haben muss. Doch als er dieses Ende herbeiführen will, wird er in den Augen seiner Schüler zum Verräter und schließlich zum Opfer der von ihm aufgebrachten Strategien des terroristischen Kampfes. --Sascha Westphal

dkb.de

Amazon.de DVD-Bewertung

Die DVD von Michael Collins ist eine der problematischsten auf dem deutschen Markt. Auf der einen Seite steht als Zusatzmaterial die sehr informative und gutgemachte Dokumentation The South Bank Show's Michael Collins. Auf der anderen Seite eine nicht wirklich überzeugende Bildqualität und als größtes Manko, dass der Film auf Seiten gepresst wurde und man die DVD umdrehen muss -- eine bei diesem Medium unnötige und damit ärgerliche Unterbrechung des Filmvergnügens. --Sascha Westphal

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Michael Collins'

ACHTUNG!!! ACHTUNG!!! 2SEITIGE DVD!!! (6. November 2008)

Meine Rezension ist keine inhaltliche Kritik am Film "Michael Collins". Ich vergebe hier nur einen Stern, da ES SICH HIER UM EINE ZWEISEITIGE DVD-VERSION HANDELT. AMAZON ERWÄHNT DIES HIER MIT KEINEM WORT! MAN MUSS MITTEN IM FILM AUFSTEHEN UND DIE DISK UMDREHEN, was ich bei aktuellen DVD-releases für eine absolute Unverschämtheit halte. Ich habe diesen Film am 24.09.08 erworben.
Wenn möglich, versucht also eine andere Version dieses grandiosen Machwerks zu erwerben, diese hier ist eine Frechheit für jeden Filmliebhaber.

Irland (28. August 2008)

ist immer ein interessantes Thema, nur mir ist der Film zu einseitig.
Der Kampf der IRA und der Freiheitskämpfer Collins...
Ist halt eher massentaugliches Kino nach bekanntem Hollywoodstrickmuster. Dafür ist der Film aber wirklich gelungen. Liam Neeson überzeugt als "Michael Collins" und die Handlung ist durchaus fesselnd.

Die Umsetzung auf DVD ist auch gelungen.

...ein Konflikt, der (inzwischen) seit fast 800 Jahre andauert... (1. November 2007)

...und immer noch ist keine der beiden Parteien bereits, etwas mehr auf die andere Seite zuzugehen, oder ernsthaft zu versuchen, einen so für alle doch ganz gütlichen Kompromiss zu erzielen ... nein, lieber werden dann eben beinahe tagtäglich sowohl Todesopfer als auch vollkommen desolate Zustände - mit - dadurch in Kauf genommen, und, sich halt nur (noch) weiterhin schön gegenseitig die Köpfe eingeschlagen !?



Auch für jeden geschichtlich weniger interessierten bzw. informierten wird dies etwas stark "gerafft" gleich zu Anfang über einen eingespielten Lauf - Text verdeutlicht:

" ...England, die ehemalige *Königin* und Beherrscherin sämtlicher Weltmeere, Halterin von - damals bzw. für lange Zeit - 6/10 aller Rostoffvorkommen der Erde, mit Kolonien in weit - vom *Mutterland* - entfernten Regionen wie z.B. Indien ... und/oder heute Pakistan, Asien (China), in Afrika, auf dem nordamerikanischen Kontinent usw.usf. ,- hat immer wieder Probleme gehabt, und mehrmals seine absolute Kontrolle verloren über die einzige Nation, die ihr - und dabei mal nur rein geografisch betrachtet - eigentlich immer am nächsten gelegen hat ... eben Irland..."

Tja, und über die sprichwörtliche Freiheitsliebe bzw. das Streben nach Eigenständigkeit / Unzuverlässikeiten genauso wie "Verrat" - in Kriegen und/oder der Weltgeschichte - vieler Iren ... wissen die meißten hier z.B. nur mal durch die sehr gelungenen (wie ebenfalls nur reichlich witzigen, unterhaltenden) Darstellungen der diversen, einzelnen Schauspieler in Mel Gibson's "BRAVEHEART" oder auch unlängst durch den Film "Gods & Generals" zumindest noch ganz gut Bescheid.



"So" ungefähr beginnt dann auch die allgemeine Rahmenhandlung dieses Film's hier bzw. der ernsthafte Versuch / die durchaus zutreffende Biografie - Verfilmung von einem Widerstandskämpfer wie Michael Collins, der...

(Vergleichbar nur zu gut mit z.B. Steve Biko, Nelson Mandela, "Mahatma" Ghandi, "Che" Guevara, - Sir - William Wallace und wie sie alle sonst noch heißen mögen, abgesehen mal von den ständigen, oftmals einseitigen bzw. falsch und unzutreffenden Darstellungen dieser Personen in diversen Streifen, sowie dann auch nicht nur zwingend in der Verbindung mit und über England !)

...doch im Grunde auch nichts anderes wollte, als ein eigenes Land, mit seiner seperaten Regierung, und vor allem eben die vollständige wie unabhängige Autonomie seines jeweiligen Heimatlandes bzw. der eigenen Nation durch den Regisseur Neil Jordan ("Zeit der Wölfe", "Mona Lisa", "Interview mit einem Vampir").



Nämlich mit dem (heute) sogenannten "Osteraufstand" in Irland, der sich im Jahre 1916...

- und übrigends bzw. nur mal zur Verdeutlichung ... England "verheizte" damals auch und gerade besonders "bevorzugt" eben nur jene Männer aus seinen Kolonien bzw. aus seinem Machtbereich in Irland und Indien im heute so bezeichneten *1. Weltkrieg* ... anderes Beispiel, Amerika wiederholte das ganze dann später auf eine ganz änlichen Art und Weise mit vorwiegend den Schwarzen im folgenden *2. Weltkrieg* und / oder auch im Vietnam - Konflikt, wärend es ihnen zeitgleich "zuhause" nicht mal die primitivste Menschenrechte zubilligte ... empfehlenswert wären in dem Zusammenhang hier auch die Filme: "Men of Honor" oder "Hamburger Hill" ! -

...zugetragenen hat, ein erneuter und auch gleich wieder zum kompletten scheitern verurteilter Versuch, nun endlich die Bevormundung bzw. Fremdbesetzung durch England abzuschütteln ... wobei (und, hier dann eben unbedingt, nicht ganz ausser Beachtung zu lassen) zu der Zeit dieser Unabhängigkeitskampf bereits schon seit knapp ca. 700 Jahren andauerte.



Die Gründung der Irisch Republikanischen Armee (oder halt auch nur im Kürzel "I R A"), an deren Enstehung bzw. Ausbildung Michael Collins...

[so wie er hier sehr gut und ebenfalls auch nur mit ganz wenigen Überhöhungen - Glorifizierungen, durchaus absolut nur glaubhaft mit realistischer Darstellung vom Schauspieler Liam Neeson ("Krull", "Schindler's Liste") verkörpert wird]

...in den ersten Jahren sogar sehr erfolreich und immer noch - fast - ohne die heutzutage nun leider üblichen, ganz extrem unversönlichen terroristischen Strömungen bzw. jetzt völlig weg von Verhandlungen zielenden Einflüsse (ebenfalls gut - genug - dargestellt durch Prat Pitt und Harrison Ford im Film "vertrauter Feind") als treibende Kraft beteiligt war ... bis zu seinem vorzeitigen Tod durch die eigenen, ehemaligen Kampfgenossen, wäre also immer noch verhinderbar gewesen oder hätte sich zumindest nicht derart eskaliert wie es inzwischen der Fall zu sein scheint !?


Aber nein, so endete alles mit einer, inzwischen bis heute anhaltenden Patt - Situation bzw. einem immer wieder mal eskalierenden, trügerisch / nur vermeintlich sicheren Schwebezustand, und Hoffnung bzw. echte Aussichten auf einen dauerhaften Frieden wurden verspielt und stehen als wirklich ernsthafte Option bis heute (noch) nicht (entgültig) fest.


FAZIT: - Sehr - empfehlenswerter Film, besonders geeignet und immer wieder nur äusserst lehrreich für jeden, der weniger gesteigerten Wert auf Metzeleien/tumbe Actionszenen legt und dem nur sehr gute Darsteller, Autentizität usw. dann doch noch immer viel wichtiger sind.


Oder ... und um abschließend auch nochmal eine etwas gängigere *Formel* zu nennen: zu sehen ist ... " die Revolution, die ihre eigenen Kinder frisst ".


Kauf - bzw.- Ausleihtip !

Packendes Historiendrama (31. Mai 2007)

Spannender kann man die Geschichte des Unabhängigkeitskampfes der Iren in den Jahren 1916-23 nicht darstellen. Tolle schauspielerische Leistung von Liam Neeson und bis in die Nebenrollen (Charles Dance, Stephen Rea) gut besetzt (obwohl Julia Roberts als "love interest" recht überflüssig ist).

Interessanter Einblick in die Geschichte der IRA (20. Januar 2006)

1. Handlung:
Der Film erzählt wichtige Ereignisse aus dem Leben des IRA-Anführers Michael Collins.

2. Der Film:
Der Film, der 1996 in die Kinos kam, wurde größtenteils in Irland gedreht. Regie führte Neil Jordan („The Crying Game“, „Interview mit einem Vampir“). Jordan schrieb auch das Drehbuch zum Film, basierend auf dem Leben des Michael Collins. Der Film musste mit dem niedrigen Budget von 25 Millionen Dollar auskommen. Die Statisten auf den Straßen brachten teilweise ihre Filmkleidung selbst mit, da bei dieser Produktion an jeder Ecke gespart werden musste. Der Film lief in Irland sehr erfolgreich und wurde zum zweit-erfolgreichsten Film, der in Irland gezeigt wurde. Die Filmmusik stammt von Elliot Goldenthal („Interview mit einem Vampir“, „Final Fantasy“, „Frida“, „Colleteral“). Einer der Songs im Film wird von Sinead O’Connor gesungen.

3. Die Darsteller:
Die Titelrolle spielt Liam Neeson.
In einer Nebenrolle: Alan Rickman als irischer Präsident Eamon De Valera. In weiteren Rollen: Stephen Rea, Aidan Quinn und Julia Roberts.

4. DVD-Extras:
Der Film befindet sich auf einer beidseitig beschichteten DVD, d.h. man muss die DVD etwas im letzten Drittel des Films wenden. Warum das so ist, ist mir schleierhaft, normalerweise passen bis zu 4 Stunden auf eine Seite einer DVD drauf und der Film hat nur 127 Minuten.
Es gibt außerdem noch Texttafeln mit Informationen über den Film, die Schauspieler und den Regisseur, leider jedoch nur in Englisch. Irgendwie hat man sich hier nicht die Mühe gemacht, die Texte zu übersetzen.
Die DVD enthält eine 53-minütige BBC-Dokumentation zum Film aus der Reihe „The South Bank Show“. In dem Film werden in Interviews mit dem Regisseur Vergleiche zwischen dem echten Michael Collins und dem im Film angestellt.

5. Kommentar:
Einziger Kritikpunkt wäre, dass es sich bei dem echten Michael Collins um eine ambivalente Person handelte, die einerseits zwar um eine friedliche Lösung des Konflikts bemüht war, andererseits aber einen gewaltsamen Guerillakrieg führte, in dem zahlreiche Gegner ermordet wurden. Etwas problematisch ist, dass Liam Neeson als Michael Collins besetzt wurde – schauspielerisch ist er natürlich top – nein, das Problem liegt darin dass Neeson ein Sympathieträger ist, der dem Zuschauer schnell ans Herz wächst und die radikale Seite des echten Michael Collins vergessen lässt. Man sollte sich daher nach dem Film die BBC Dokumentation auf der DVD ansehen, um sich ein Bild vom echten Michael Collins machen zu können.
Im englischen Original wird mit irischem Akzent gesprochen, für deutsche Ohren ist das manchmal etwas schwer zu verstehen, nach einer Weile hat man sich aber daran gewöhnt. Bei den amerikanischen Darstellern wie Julia Roberts ist manchmal der amerikanische Akzent etwas herauszuhören.
Trotz des niedrigen Budgets wirkt der Film niemals billig. Im Gegenteil: man nimmt dem Regisseur ab, dass der Film im Irland der 20er Jahre spielt. „Michael Collins“ ist einer der interessantesten Filme, die ich je gesehen habe. Die Kulissen und die Filmausstattung sind so authentisch wie möglich gestaltet.

dkb.de

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