Comedian Harmonists

Verkaufsrang: 1495 (DVD)
Actor: Ben Becker
Actor: Heino Ferch
Actor: Ulrich Noethen
AspectRatio: 1.85:1
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: DVD
Brand: Universum
Director: Joseph Vilsmaier
EAN: 0743215989929
Technische Details: FSK 6
Format: Dolby
Format: Letterboxed
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Ufa/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Ufa/DVD
Verlag: Ufa/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 21. September 1998
Spielzeit: 124
Studio: Ufa/DVD
TheatricalReleaseDate: 1997
UPC: 743215989929
von: Ben Becker (Hauptdarsteller), Heino Ferch (Hauptdarsteller), Harald Kloser (Komponist)
Preis: EUR 6,75

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Product Description

Universum Film Comedian Harmonists, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 21.04.99

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Der aufstrebende Musikus Harry Frommermann (Ulrich Noethen)haust in einem Dachkämmerchen im Berlin der 30er Jahre. Natürlich ist er als aufstrebender Künstler und Vokalartist nicht nur arm, sondern auch schwer verliebt in die Tochter (Meret Becker) des jüdischen Besitzers eines Musikgeschäfts. Via Anzeige trommelt er ein Sextett nach dem Vorbild der amerikanischen Gesangstruppe Revellers zusammen, darunter Statisten, Kellner (Max Tidof) und einen Bohemien (Heinrich "Harald" Schafmeister), und sie gründen die "Comedian Harmonists". Außer in schönen Harmonien zu singen, gehört auch immer eine gute Portion Komödie zu ihren Auftritten, zu denen sie bald in die besten Säle der größten Städte landauf und landab und sogar nach Amerika geladen werden. Doch mit der Machtübernahme der Nazis hat die hochfliegende Karriere des teils jüdischen Ensemble ein bitteres Ende.

Joseph Vilsmaiers (Schlafes Bruder, Marlene) liebevolle, in Ausstattung und Aufwand epische Hommage an diese fröhlichen Sängerknaben der 30er Jahre, deren Lieder noch heute eine große Liebhaberschar haben, wäre beinahe für den Oscar vorgeschlagen worden und sahnte im eigenen Land beim deutschen und bayerischen Filmpreis kräftig ab. Zeitkolorit und die politische Stimmung sind detailliert wiedergegeben, und in die Aufsteiger-Story werden auch diverse Liebesgeschichten (im Zentrum das Liebesdreieck zwischen den von Noethen, Ben Becker und Meret Becker gespielten Figuren) miteingeflochten. Neben gefühlvollen Passagen sorgen auch komischen Momente, wie das allererste Vorsingen in Begräbnisstimmung und das anschließende Besäufnis mit Musikimprovisationen, für runde Mainstream-Unterhaltung. Exquisit nicht nur die Musik, sondern auch das Ensemble-Spiel der deutschen Schauspielelite (außer den genannten sind noch Heino Ferch, Kai Wiesinger und Katja Riemann zu nennen. Otto Sander gibt einen prägnanten Kurzauftritt). --Heike Angermaier

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Kundenrezensionen zu 'Comedian Harmonists'

Tolle Musik, aber leider ein etwas plakativer Film (23. November 2008)

Wenn man sich diesen Film angesehen hat, dann versteht man, warum deutsche Filme nur selten international durchschlagen. Wir haben hier eigentlich alles für einen großen Film: eine tragische Geschichte in einer komplizierten Zeit, einen tollen musikalischen Hintergrund, der noch heute begeistert, viele der besten deutschen Schauspieler und einen sehr guten Regisseur. Lässt man einmal die vielen Musikszenen außen vor, dann bleibt als etwas trauriges Ergebnis ein mittelmäßig unterhaltsamer Film, der kein Klischee auslässt.

Die Geschichte der Comedian Harmonists wird chronologisch, aber anekdotenhaft, oberflächlich und mit viel äußerem Aufwand erzählt. Von den sechs Mitgliedern der Gruppe treten eigentlich nur zwei wirklich in den Vordergrund, der Gründer Harry Frommermann, hervorragend gespielt von Ulrich Noethen, und sein Gegenspieler Robert Biberti, der von Ben Becker recht überzogen dargestellt wird. Die anderen vier Männer erscheinen im Handlungsstrang lediglich am Rande.

Was dem Film völlig fehlt, sind die großen Emotionen, die aber doch hier ohne jeden Zweifel eine bedeutende Rolle gespielt haben müssen. Große Filme erzählen nicht formal und oberflächlich wie hier eine Geschichte, sie erzählen die Emotionen, die mit der Geschichte verbunden sind.

Dass das bei diesem Film überhaupt nicht funktioniert, zeigt die Figur der Erna, die erst Frommermann zu lieben vorgibt, dann zu Biberti zieht und schließlich doch mit Frommermann Deutschland verlässt. Das wird einfach steril dahin erzählt. Der Zuschauer erfährt zwar verbal wie Erna fühlt, aber er erlebt es nicht, und er kann nur ahnen, warum sie am Ende doch mit Frommermann, der sich ja inzwischen nicht verändert hat, verschwindet.

Die Kostüme sind toll, die Autos ebenso und die Kulissen nicht minder. Die Nazis sind blöd und sehen grandios hölzern aus. Wenigstens bei der Darstellung der höheren Nazi-Chargen werden komplexere Verhaltensweisen zugelassen.

Fazit.
Wäre nicht die hinreißende Musik, dann hätten wir es hier mit einem gepflegt dahinplätschernden Film zu tun. Es ist schade, dass man die einmalige Chance dieser großen Geschichte so bieder hat verfallen lassen. Der Film ist nicht schlecht, er hätte aber wesentlich besser sein können.

...ein episches Geschichtsdrama als ein einfühlsames Zeitdokument (5. November 2008)

Im Dezember 1927 von Harry Frommermann in seiner Wohnung in Berlin gegründet und knapp 8 Jahre später auf der Höhe ihres Erfolges nach einem letzten Konzert in München im Rausch von politischen Absurditäten zerschlagen, zeigt dieses spielerische Dokument in zum Teil bewegenden Szenen direkt und ohne leise Zwischentöne oder feine Nuancen geschichtliche Anekdoten der Comedian Harmonists von nackter Existenzangst, glamourösen Erfolgen und erzwungenem, bedrückendem Ausstieg.

Szene für Szene sorgfältig balanciert, ohne Form von Theatralik als Fakten und Fiktionen plakativ aneinanderreihend inszeniert Vilsmaier, bei allen intra- und interindividuellen Problemen, Spannungen und Schicksalen der Ensemblemitglieder, als eigentlichen Motor des Filmes jedoch die einzigartige, mitreißende Musik dieser weltberühmten, deutschen A-Capella-Gruppe, von den 6 klug ausgewählten Hauptdarstellern fabelhaft, gewitzt und mit einem wunderbaren Gefühl für die Belle-Epoche gespielt.

"In einem kühlen Grunde" - "Ich kann das nicht!" - ein ehrlicher und gekonnter, deutscher Beitrag zur deutschen Musik(er)geschichte


*** Die Mitglieder des Ensembles:
1. Tenor: Ari Leschnikoff (1897 - 1978)
2. Tenor : Erich A. Collin (1899 - 1961)
3. Tenor : Harry Frommermann (1906 - 1975)
Bariton: Roman Cycowski (1901 - 1998)
Bass: Robert Biberti (1902 - 1985)
Pianist: Erwin Bootz (1907 - 1982)
Wie zu sehen überlebten alle sechs Mitglieder den Zweiten Weltkrieg, traten aber nie wieder gemeinsam auf.

*** Bekannte Lieder /u.a.:
1930 Ein Freund, ein guter Freund (Heymann/Gilbert)
1930 Ich hab' für Dich 'nen Blumentopf bestellt (Bootz/Karlick)
1930 Liebling mein Herz läßt Dich grüßen (Heymann/Gilbert)
1930 Veronika, der Lenz ist da (Jurmann/Rotter)
1931 Das ist die Liebe der Matrosen (Heymann/Gilbert)
1932 Der Onkel Bumba aus Kalumba (Hupfeld/Rotter/Robinson)
1932 Irgendwo auf der Welt (Heymann/Gilbert)
1932 Schöne Isabella aus Kastilien (Bootz/Karlick)
1933 Kleiner Mann, was nun? (Bootz)
1933 So ein Kuß kommt von allein (Grothe)
1934 Gitarren spielt auf (Schmidseder/Siegel)
1934 Mein kleiner grüner Kaktus (Dorian/Herda)

Fällige Jubiläumsveröffentlichung ? (23. Oktober 2008)

Dieser wunderbare Film ist nunmehr zehn Jahre alt, aber selbst zum Jubiläum dieses neuen deutschen Meisterwerkes ist weit und breit keine überarbeitete Fassung in Sicht - weder als DVD, geschweige denn als Blu-Ray.
Dabei ist ein neuer Transfer überfällig, schließlich war der Film schon 1998 technisch ein Anachronismus: kein anamorphes Encoding, falsches Bildformat (1,85 anstelle des originalen CinemaScope 2,35). Angeblich hat Vilsmaier diesen Videotransfer selbst erstellt; wenn ja, muss dieses Verhalten bei einem gelernten Kameramann als stümperhaft bezeichnet werden! Es ist richtig, dass in den USA eine korrekt geframte Abtastung erschien (2,35:1, anamorph); leider ist der Film aber um 10 Minuten und einige wichtige Szenen gekürzt. In Frankreich erschien im Jahre 2000 ebenfalls eine korrekt geframte Fassung und zwar des vollständigen Films, die aber vrständlicherweise inzwischen vergriffen ist. Lediglich im Herstellungsland warten wir vergebens auf einen vernünftigen Transfer, während inzwischen jeder Mist auf DVD erscheint und häufig eine bessere Qualität aufweist als dieser Klassiker.

Informative Abendunterhaltung, aber zu sehr dahingeplänkelt (31. Juli 2008)

Die Figuren sind in diesem Film leider zu oberflächlich gezeichnet. Innere Stürme verursacht durch Liebe, Politik, Verrat und Streit werden mehr oder minder unbeschrieben als Voraussetzung genommen und für die Handlung aufgegriffen, ohne daß die Emotionen und Bindungen durch die Filmcharactere überzeugend aufgebaut worden wären.

Als treue Hörerin der Comedian Harmonists hat mir hat der Film durchaus gefallen und vor allem Ulrich Noethen auf der Bühne war ein echter Genuß. Da wünscht man sich eine Zeitreise, nur um "Veronika der Lenz ist da" mal Life erleben zu dürfen. Aber der Film hinterläßt trotz des Potentials der Geschichte keinen tiefen Eindruck.

Fiktion und Wirklichkeit (29. Juni 2008)

Vilsmaier hat sich ,wie kein zweiter, mit deutscher Vergangenheit befasst, meist im Zusammenhang mit der Nazi-Zeit.

Die Geschichte der comedian harmonists ist auch eine aus dieser Zeit, wenn auch die Geschichte vorher anfing. Das ensemble ist auch ein typisches ensemble der Weimarer Zeit, ihre Arrangements passten hervorragend in das kulturelle Klima des Berlin der zwanziger Jahre.

Mit einer Spitzenbesetzung deutscher Schauspieler dreht er die Geschichte der comedian harmonists, die heute noch Kult-Status besitzen, der nie wieder erreicht wurde, so oft man versuchte ,ihn zu kopieren. Nicht einmal der in Arier und Nicht-Arier aufgeteilten Truppe gelang es ab 1935 an diesen Riesenerfolg der comedian harmonists anzuknüpfen.

Das Hauptproblem für einen Film wie diesen ist die hervorragende Dokumentation von Eberhard Fechner, die dieser mit den originalen Mitgliedern dieser Truppe gemacht hat. Nach einer solchen Dokumentation, wie dieser, kann man nur noch mit Mühe einen Film machen, der dieses Thema zum Gegenstand hat.

Gegenüber der Dokumentation ist dieser Film holzschnittartig verfälschend.
Keinesfalls waren die Arier die bösen, die Juden die guten. Wenn man überhaupt solche Kategorien benutzen will, gingen dies quer durch die Truppe hindurch. Biberti war vielleicht ein Bösewicht der Truppe, aber auch Harry Frommerman war ein schwieriger Charakter. Fechner schildert uns durch perfekten Zusammenschnitt einer Unmenge von Materialien Entstehung und Geschichte der comedian harmonists. Mit wieviele Facetten war dieses ensemble versehen, die in grosser Könnerschaft aufgeblättert werden.

Vilsmaier wird dem gegenüber den zweiten Platz einnehmen. Für Menschen, die Fechner und die Dokumentation nicht kennen, mag es ein Blick auf diese berühmte Truppe geben , aber auch ein eher unzutreffendes Bild.

Erfreulich, dies am Rande, dass Vilsmaier nicht andere Sänger die Titel der comedian harmonists singen lässt. Sie wären kein angemesser Ersatz gewesen.

Die comedian harmonists waren singulär.

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