Verkaufsrang: 9812 (DVD)
Actor: Warren Beatty
Actor: Faye Dunaway
Actor: Gene Hackman
AspectRatio: 1.85:1
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Brand: Warner Home
Director: Arthur Penn
EAN: 7321921144233
Technische Details: FSK 16
Format: Mono
Format: PAL
Format: Widescreen
Label: Warner Home Video - DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Warner Home Video - DVD
NumberOfItems: 1
Verlag: Warner Home Video - DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 25. September 1998
Spielzeit: 107
Studio: Warner Home Video - DVD
TheatricalReleaseDate: 13. August 1967
von: Warren Beatty (Hauptdarsteller), Faye Dunaway (Hauptdarsteller), Charles Strouse (Komponist)
Preis: EUR 7,19
Inhalt
Sie wurden innerhalb kürzester Zeit zu Volkshelden im Amerika der wilden 20er Jahre. Bonnie und Clyde, das berühmt-berüchtigte Liebes- und Gangsterpaar aus dem Südwesten. Monatelang narrten sie die Polizei von ganz Texas und Louisiana. Sie plünderten Läden, raubten Banken aus und schossen auf alles, dass sich ihnen in den Weg stellte. Hervorragend besetzt durch die Hauptdarsteller Warren Beatty und Faye Dunaway mit Micheal J. Pollard, Gene Hackman und Estelle Parsons, die für ihre Leistung als Beste Nebendarstellerin mit dem Oscar® ausgezeichnet wurde. Einen weiteren Oscar® erhielt Burnett Guffrey für seine brillante Kameraführung. Action-Regisseur Arthur Penn inszenierte sensibel diese authentische, atemberaubende Geschichte, die zu einem Spiegelbild des amerikanischen Bewußtsein der 60er Jahre wurde.Kundenrezensionen zu 'Bonnie und Clyde'
am Ende von Liebe, Blut & Leidenschaft ... aufsteigend die Vögel (26. Juni 2008)
The Story of Bonnie and Clyde, eine bekannte Geschichte, für viele ein Mythos.1967, inmitten der, für die ganze Familie geeigneten, aalglatten Filme über eine intakte Gesellschaft platzt provokativ und schockierend die Bombe einer Revolution in Stil, Geschichte und Charaktere. Ohne weitere Erklärung und Definition des Verhaltenshintergrundes eines charmanten Clyde und einer attraktiven Bonnie wagt Arthur Penn in Zeiten von Weltwirtschaftskrise, Korruption, Vietnam, politischen und sozialen Unruhen zum ersten Mal in der amerikanischen Filmgeschichte in gewisser Weise sympathisierend die detaillierte, blutige und gewalttätige Darstellung eines rücksichtslosen Spiels mit und des Kicks von Risiko und Gefahr, basierend auf einem Paar, welches viele Amerikaner angesichts ihres Mutes und ihrer Verwegenheit besser kannten als ihre Präsidenten.
Die aufpolierte, langatmige und konfliktmeidende Kohäsion des damals etablierten Hollywoodstils verneinend verzichtete Penn auf Perfektion, gefeilte Dialoge und geschöntes Theater und Kulisse und wählte, gleich einem Affront zum gewohnten, erzählerischen Ordnungsprinzip, die kohärente Darstellung von in sich geschlossenen Elementen und Ereignissen als eine gelungene und prämierte Neuerung der cineastischen Mittel eines Wechsel von Tragik und Komödie, Gewalt und Humor für eine kompromisslos interpretierte und gelebte Utopie vom grenzenlosen Individualismus.
...ein genialer Film mit Traumbesetzung und ohne Happy End eines, mit 10 Oscar-Nominierungen und 2 Oscars zu Recht ausgezeichneten, revolutionären Wegbereiters der Filmgeschichte
Die Geburt des New Hollywood - auf Blu-Ray (20. August 2007)
BONNIE UND CLYDE läutete eine neue Ära im amerikanischen Film ein, und bis heute hat der Film nichts von seiner rohen, emotionalen und künstlerischen Kraft verloren. Die Geschichte des berühmten Gangsterpärchens, das raubend und mordend durch das Amerika der Depressionszeit zieht und ein brutales Ende findet, entzieht sich jeder moralischen Haltung, jeder Verurteilung seiner Antihelden und ist aufgeladen mit deutlich sexuellen Motiven und drastischen Gewaltdarstellungen. Arthur Penns filmischer Stil ist ungeschminkt, roh und intensiv, die Darsteller liefern Meisterleitungen ab. Allein die erste Sequenz, in der die junge - damals unbekannte - Faye Dunaway als Bonnie nackt und bis zum Zerreißen nervös in ihrem Zimmer darauf wartet, dass irgend etwas in ihrem tristen Leben passiert, ist ein Paradebeispiel für Penns Inszenierung. Er befindet sich immer hautnah an den Charakteren und schert sich nicht darum, sie für das Publikum sympathischer oder gefälliger zu machen.Hauptdarsteller Warren Beatty war als Produzent mitverantwortlich, dass der Film überhaupt entstehen konnte, nachdem das Drehbuch von jedem Hollywood-Studio abgelehnt worden war. Als das fertige Werk das Licht der Leinwand erblickte, tobten die Kritiker vor Entrüstung, und das Publikum blieb scharenweise aus. Als der Film etwas später durch Warren Beattys Betreiben wieder aufgeführt wurde, wurde er unerwartet zu einem Massenphänomen und ein überwältigender Erfolg, der sämtliche Kritiker zwang, ihre ursprüngliche Meinung zu revidieren und ihn als das zu feiern, was er war und noch ist - die Geburtsstunde eines neuen, jungen und wilden Hollywood.
Zur Blu-Ray: Der Klassiker hat auf Blu-Ray eine überraschend gute Umsetzung erfahren, wenn man das Alter des Films und seinen Low-Budget-Hintergrund bedenkt. Das Bild ist klar und sauber, die Farben sind natürlich und warm. Kleinere Details (Aufschriften, Texturen) sind jetzt besser sichtbar. Natürlich hält er einem Vergleich mit einer modernen Produktion nicht Stand (insofern sollte man nicht zuviel erwarten), aber dennoch wurde hier sorgfältig ge- und bearbeitet. Einige Grobkörnigkeiten sind zu verschmerzen. Die Blu-Ray-Version ist der "normalen" DVD in punkto Bildqualität klar überlegen. Der Ton ist dagegen unverändert mono in allen Sprachen.
Die Extras der Blu-Ray sind identisch mit der gleichzeitig erschienenen Special Edition. Zu sehen sind eine Doku über die echten Bonnie und Clyde (ca. 45 Minuten), der Kino-Trailer, ein neu produziertes, einstündiges Making Of, in dem alle Beteiligten von damals (Dunaway, Beatty, Penn, Hackman, etc.) ausführlich zu Wort kommen. Dazu gibt es noch zwei Deleted Scenes und Warren Beattys Kostümprobe. Alles in allem ist dies eine lohnende Veröffentlichung eines der wichtigsten Filmwerke des New Hollywood.
Tabubruch in Hollywood (3. März 2007)
Was an diesem Film aus den 60-er Jahren auch heute noch fasziniert, ist sein durch und durch rebellischen Geist. Erzählt wird die Geschichte einer Frau und eines Mannes im ländlichen Amerika zur Zeit der Großen Depression. Es sind tragische Jahre: Oberflächlich herrscht tiefe, gelähmte Langeweile, unterschwellig zornige Verzweiflung. Die Farmer verlieren zu Tausenden ihre Farmen an die Banken und damit buchstäblich den Boden unter den Füßen. Bessere Zeiten sind nicht in Sicht. Bonnie und Clyde sind nicht gewillt, ihr Leben in schäbiger Verzweiflung versickern zu sehen. Als sie aufeinander treffen, entsteht sehr schnell hochexplosiver Sprengstoff.Als Warren Beatty mit diesem Drehbuch zu Arthur Penn kam, zögerte dieser, obwohl ihm die Handlung gut gefiel. Man war in den Sechzigern und der Vietnamkrieg tobte; dennoch pflegte Hollywood nach wie vor den Stil der seligmachenden fünfziger Jahre. Penn wusste, dass er, wenn er diesen Stoff nach seinen Vorstellungen verfilmen würde, etliche Tabubrüche riskieren musste. Man durfte zum Beispiel nicht zeigen, wie jemand eine Pistole abfeuerte und der andere getroffen zu Boden sank. Helden starben grundsätzlich nicht. Unter diesen und anderen Aspekten, zeugt das Ende von Bonnie und Clyde, deren Körper eine Ewigkeit lang von Kugeln durchlöchert und geschüttelt, einen makaberen Todestanz aufführen, von viel Mut. Es war eine Kriegserklärung an Hollywood durch einem Soldaten des Zweiten Weltkriegs, der mehr gesehen hatte, als er jemals sehen wollte. Die Menschen, die trotz des beginnenden Siegeszug des Fernsehens noch sehr häufig ins Kino gingen, nahmen den Film nur sehr zögerlich an. Heute ist dieser Film ein Klassiker - völlig zu Recht. Mit dieser Outlaw-Story wies Penn den kommenden, jungen und "wilden" Regisseuren wie Coppola oder Scorsese die Richtung. Er stand für den Anfang einer Entwicklung, die dazu führte, dass Hollywoods Regisseure Amerika zunehmend schonungslos einen Spiegel der tatsächlichen Verhältnisse im Land vor Augen hielten. Immer wieder erzählte Arthur Penn Geschichten von einem versehrten Land, das seine Konflikte mit Gewalt zu lösen versucht und ihre Folgen nicht ermessen kann. Die Filme des heute Vierundachtzigjährigen sind in gewisser Weise zeitlos.
Helga Kurz
New Hollywood! (19. Februar 2004)
Arthur Penns Film „Mickey One" ist im Endeffekt dafür verantwortlich, dass Penn auch bei „Bonnie and Clyde" - Regie führen durfte, erinnerte sich Beatty doch an den Regisseur als ihm zwei Jahre später das Drehbuch zu „Bonnie and Clyde" über einige Umwege in die Hand fiel (sehr informativ zur Entstehung des Drehbuchs und den verschlungenen Pfaden, auf denen es wanderte bis es Beatty und Penn bekamen, die Dokumentation „Easy Riders, Raging Bulls). Ein Glücksfall, denn Bonnie and Clyde ist formal ein Hochgenuss. Allein schon der spartanische aber effektvolle Vorspann und die knapp gehaltene Einleitung: Wunderbar. Penn lässt seine Titelhelden einfach aufeinandertreffen, ohne große Annäherung geht Bonnie mit Clyde mit, er verzichtet auf jegliches lange Rumgeschwafel. Brillant. Ich würde mir wünschen, dass ein heutiger Hollywoodfilm mal so direkt und zügig beginnen würde. Vor allem wirkt das ganze auch noch glaubhaft. Man - zumindest ich - hinterfragt gar nicht, warum Bonnie jetzt mit Clyde, einem Ganoven, mitgeht, weil man Warren Beatty einfach die Ausstrahlung und Faye Dunaway einfach die Abenteuerlust und Faszination abnimmt.Leider hält der Film die hohe Qualität des Anfangs nicht ganz durch. Clydes Potenzprobleme erfüllen zwar ihren Zweck in der Geschichte, wirken aber trotzdem etwas störend. Estelle Parsons als Schwägerin von Clyde soll zwar nerven, aber macht dies so penetrant, dass ich die ganze Zeit gehofft habe, dass Bonnie sie über den Haufen schießt (und dabei gewann sie sogar noch einen Oscar). Macht Bonnie leider nicht. Gene Hackmans wurde für seine Rolle auch für den Oscar nominiert, doch sie wirkt auf mich etwas unnötig und teilweise eher störend, ganz im Gegensatz zum dritten Kompagnon C.W. Moss (gespielt von Michael J. Pollard, der mich immerzu an „Spence" aus der Serie „King of Queens" erinnerte). Durch die Anwesenheit von Hackman und Parson fand ich einige Szenen, so zum Beispiel die Diskussionen im Haus, etwas ermüdend.
Großartig dagegen wieder das Finale und insgesamt ist der Film, auch wenn ich hier jetzt stark auf die Schwächen eingegangen bin, absolut sehenswert und zu Recht ein Klassiker. Acht von zehn Punkten.
Guter Film, wenig Extras (28. Dezember 2002)
Das hervorstechendste an diesem Film sind die glänzend aufgelegten Schauspieler, allen voran Faye Dunaway. Aber auch alle anderen "Hauptfiguren" sind perfekt.Eigentlich hätte der Film mindestens 1 Stunde länger dauern müsssen, um die Aktionen der "Helden" plausibler zu machen. So gesehen hat der Film an sich die eine oder andere Macke...
(Punktabzug)
Richtig ärgerlich ist das Zusatzmaterial, was gegen 0 tendiert!
Ungewöhnlich für Warner. Da ist man ansonsten besseres gewohnt.
Macht insgesamt 2 Punktabzüge!
Es sieht so aus, als ob Warner den Film nochmal herausbringen muß!
:)





