La strada

Verkaufsrang: 11777 (DVD)
Actor: Giulietta Masina
Actor: Anthony Quinn
Actor: Richard Basehart
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Brand: ARTHAUS
Director: Federico Fellini
EAN: 4006680018751
Technische Details: FSK 12
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Verlag: Kinowelt Home Entertainment/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 1. November 1999
Spielzeit: 104
Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
TheatricalReleaseDate: 16. Juli 1956
von: Giulietta Masina (Hauptdarsteller), Anthony Quinn (Hauptdarsteller), Nino Rota (Komponist)
Preis: EUR 7,16

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Product Description

Arthaus La Strada, USK/FSK: 12+

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Aus der Amazon.de-Redaktion

La Strada wird von vielen für Federico Fellinis schönsten und ausdrucksstärksten Film gehalten. Er enthüllt zum ersten Mal die schauspielerische Bandbreite von Guilietta Masina, Federico Fellinis Ehefrau, deren eindringliche Darstellung als die kindliche Gelsomina an Charlie Chaplins Tramp erinnert.

Die temperamentvolle, heimatlose Gelsomina ist liebenswert, aber naiv und wird an den groben und tyrannischen starken Mann des Zirkus, Zampano (Anthony Quinn), als Dienerin und Assistentin verkauft. Obwohl er sie nicht besser als ein Tier behandelt, verliebt sich Gelsomina in das Scheusal Zampano. Als sie sich einem kleinen Zirkus anschliessen, treffen sie auf Il Matto (Richard Basehart), einen Clown, der Gelsomina verzaubert und Zampano unbarmherzig verhöhnt. Dessen Unfähigkeit, seinen Hass auf Il Matto (wörtlich: Der Narr) zu kontrollieren, führt zu ihrer Vertreibung aus dem Zirkus und letztendlich zum verhängnisvollen Ende des Films. Masina bricht Ihnen als großäugige Unschuld das Herz. Ihr großzügiges Wesen und ihre Liebe zum Leben führt sie dazu, den Versuch zu unternehmen, Quinns gefühllosen und brutalen Zampano zu retten.

Obwohl der Film von mythischen und biblischen Dimensionen durchdrungen ist, verliert Fellini seine Figuren nie aus den Augen. Sie sind liebevoll mit all ihren Schwächen und Fehlern gezeichnet. Fellinis lyrischer Stil greift auf die einfache Schönheit seiner neorealistischen Filme zurück und weist auf die impressionistischen Fantasien seiner späteren Filme hin. In dieser einzigartigen Periode in Fellinis Schaffen kombinieren sich beide Stile und schaffen ein poetisches und tragisches Meisterwerk. --Sean Axmaker

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Kundenrezensionen zu 'La strada'

La strada - Das Lied der Strasse (5. August 2007)

Zampano kauft Gelsomina für 10000 Lire von ihrer Mutter. Dann zieht der Kettensprenger mit dem einfältigen Mädchen weiter von Dorf zu Dorf. Zwischen den beiden ungleichen Menschen entsteht eine seltsame Beziehung. Die schüchterne, aber hingebungsvolle Gelsomina lernt begierig Kunststücke. Sie bewundert den groben "Direktor" des schäbigen Dreiradkarren-Zirkus. Doch Zampano will nicht merken, wie viel ihm das Mädchen mit den großen Augen bedeutet. Und weil der große Zampano nur Augen für sich hat, läuft Gelsomina ihm eines Tages davon. In dem Hochseilakrobaten Matto trifft sie einen, dem sie ihre ganze Liebe schenkt. Aber Zampano klopft sich auf die Brust und schleppt sein Eigentum Gelsomina wieder in die Schaubude zurück. In der Zeit danach kommt es ein paar Mal zu Auseinandersetzungen zwischen Zampano und Matto. Der Koloss spürt die Gefahr, die von seinem unbeschwerten Konkurrenten auf dem Drahtseil ausgeht. Er ahnt nun auch, dass er das Mädchen braucht. Aber weil er ein grober Klotz ist, säuft er sich voll und verprügelt sie. Und eines Tages tötet er Matto. Gelsomina wird ohnmächtige Zeugin der Tat. Sie erkrankt schwer. Zampano fackelt nicht lange, schließt sie in seinen klapprigen Karren ein und zieht rastlos weiter. Auftreten kann er nicht mehr, denn Gelsomina beklagt im Fieber lautstark das Verbrechen. Und schließlich lässt der starke Zampano den Karren mitsamt dem Schaugeschäft stehen und flieht vor dem zerrütteten Mädchen wie vor dem eigenen Gewissen. Jahre später erfährt er, wie Gelsomina starb. Und endlich überfällt ihn das Entsetzen vor sich selbst. Von Reue und verspätetem Liebesschmerz durchgeschüttelt, bricht er am Meer zusammen. Einer, der nun doch nicht ganz umsonst unterwegs war. Aber dennoch ein Gestrandeter der Straße.

Diese märchenhaft-schlichte, wenn auch tragische Geschichte des jungen Federico Fellini wäre Kolportage geblieben, wenn ihre Verwandlung und Vertiefung in poetische Bilder, hintergründige Milieuschilderung, grandioses Spiel der Darsteller und ein an Shakespeare erinnernder Reichtum an Einfällen den Film nicht so bemerkenswert gemacht hätten. Ein trauriger Film, trotz vieler humorvoller Sequenzen. Aber von einer Traurigkeit, die den Kopf nicht sentimental verklebt, sondern ihn für selbstkritische Wahrnehmung befreit. Von einer Traurigkeit, wie sie alte Märchen und Volkslieder besitzen, deren Ausdruck einfach, melancholisch und genau ist. Und ein sparsamer Film, der beim Sehen reich macht. Dieses auf so märchenhafte Weise tragikomische Gesellenstück Fellinis versetzte dem vorherrschenden italienischen Heimatfilm, der in den 50er Jahren zwischen Po, Busen und Vesuv richtungslos herumfuhrwerkte, den Gnadenstoß. Und den in enge Pullover und kurze Höschen eingeklemmten Sexbomben, die mit ihren Reizen in Reisfeldern posierten, trat die Hauptdarstellerin Giulietta Masina frech in den Hintern. Drollig verschmitzt, kindlich naiv, ängstlich und unbedarft betrat Giulietta Masina die abgewrackte Zirkuswelt des Films. Ein Rettichkopf, in seiner rührenden Hässlichkeit schöner als die Sexgöttinnen des Kintopps.

Die 1921 in Bologna geborene Akademikertochter und promovierte Archäologin hatte zwar nie Schauspielunterricht genommen, war aber schon vor "La Strada" in mehreren Filmnebenrollen aufgetreten, zum Beispiel in Alberto Lattuadas "Ohne Gnade" (1948). Als Gelsomina wurde sie zu einer legendären Figur der Filmgeschichte. Ihr Ehemann Federico Fellini sollte ihr später noch einige Rollen genau auf den Leib schreiben. Das entsprach seiner Verehrung für diese begnadete Schauspielerin und zugleich seiner Arbeitsmethode, die Filmfiguren immer den Darstellern anzupassen. Die einzige Ausnahme von dieser Regel machte er in "La Strada". Er zwang das feuerwerkartige Temperament seiner Frau in die stilisierte Rolle der vor Schüchternheit und Unerfahrenheit geduckten Gelsomina. Diese Kino-Gestalt hatte das Ehepaar gemeinsam entwickelt. "Gelsomina", sagte Giulietta Masina, "ist gewachsen wie ein Kind in den mehr als zehn Jahren unserer Ehe, in denen mein Mann mich sehen und beobachten konnte und nach und nach eine Person, ein Wesen entdeckte, das unbewusst in mir schlummerte." Nach endlosen Schminkproben, Haarschnitten mit der Gartenschere und Kleidersitzungen war Gelsomina fertig. In einem Soldatenrock aus dem 1. Weltkrieg, den die Fellinis auf dem römischen Flohmarkt an der Porta Portese aufgetrieben hatten, stand sie wie ein Strich in der ausgedörrten Landschaft des ersten von insgesamt sechzig Sets, und das Drehen konnte beginnen.

Für den 1920 in Rimini geborenen Fellini bedeutete "La Strada" ebenfalls den Durchbruch zur Weltkarriere. Der Drehbuchautor Roberto Rosselinis für "Rom, offene Stadt", "Roma, Citta Aperta" (1945) und "Paisa" (1947) hatte seine erste Regiearbeit zusammen mit Alberto Lattuada 1950 abgeliefert, "Lichter des Varietes", eine Chronik aus dem Leben reisender Varietekünstler. Das Milieu des fahrenden Volkes tauchte in allen zukünftigen Filmen des Regisseurs Fellini zumindest als Anspielung immer wieder auf. So auch in "La Strada". Und auch Fellinis typische Schauplätze erscheinen schon im Bild: das Meer, die Strände, die nächtlichen Plätze der Städte und kleinen Dörfer - Orte, an denen innere Entscheidungen von Menschen fällig werden. "Die Kunst Fellinis", schrieb die französische Tageszeitung "Le Monde" nach der Uraufführung von "La Strada" 1955, "liegt darin, dem ganzen falschen Literarischen ebenso wie dem ganzen fadenscheinigen Pathos den Rücken gekehrt zu haben. Seine Poesie ist absolut natürlich, sein Mysterium ohne jede Künstlichkeit". Und Fellinis Kunst war doppelbödig. Menschen, Landschaften, Gesten und Gegenstände sind konkret und gleichzeitig überhöht. Sie sind gemeint und sprechen ihre eigene, ungeheuer sinnliche Sprache. Aber darüber hinaus verweist alles auch auf ein dahinter stehendes allgemeines Schicksal, dem nicht beizukommen ist.

Fellini war sehr vorsichtig in der Inszenierung. Nichts wirkt gewollt, nichts belehrend. Das Geschehen nimmt wie von selbst seinen Lauf. Bild und Schnitt, Musik und Sprache lassen den Regisseur hinter der Kamera nicht erkennen. Die Form des Films ergibt sich beiläufig. "La Strada" ist die Kunst des Realen. Wenn Gelsomina weint, weint Gelsomina. Deshalb war "La Strada" von einer besonderen Art des Realismus. Dem Realismus der Rossellini, de Sica, Visconti, die Italiens Film nach dem 2. Weltkrieg groß gemacht hatten, fügte er eine neue, wichtige Nuance hinzu. Fellinis Film entwickelte die Haltung eines verklärten Neorealismus. Eines Realismus des Persönlichen, nicht nur des Sozialen. Ein Realismus, der die neorealistische Oberfläche der Abbildungen durchdringt und dahinter die bitter-süße Welt existenzieller und auch wunderbarer Wahrheiten zeigt. Ohne das realistische Detail aufzugeben. "La Strada" zeigt das Leben als märchenhaftes und auch grausames Abenteuer. Das Leben als Reise. Die Reise als Veränderung. An deren Ende: das Erkennen der persönlichen Identität. Die Straße als Startbahn ins eigene Leben. "La Strada" ist deshalb ein frühes "Road Movie", in dem die Straße jedoch nur ein Schlachtfeld der Stimmungen ist.

Auch alle Figuren dieses für die 50er Jahre filmrevolutionären Werks bedeuten mehr, als sie selbst sind. Sie sind Verkörperungen von Seelenzuständen, Stimmungen und zeitloser Zeiterfahrung. Deshalb - oder dennoch - machen sie uns noch heute betroffen. Auf das Publikum der 50er Jahre wirkten sie in ihrer Verkörperung durch Giulietta Masina, Anthony Quinn, Richard Basehart u. a. vor allem deshalb so schockierend neu, weil sie zugleich alltäglich realistisch und abstrakt waren, weil sie als Charaktere roh und "niedrig" erschienen und sich der Film dennoch die Zeit nahm, ihre tief vergrabenen Gefühle als komplizierte Gefühle ernst zu nehmen und unerhört behutsam ans Licht zu holen. Und weil die Dramen, die in diesen Figuren rumoren, ganz in ihrem verschlossensten Inneren stattfinden, so dass kaum einmal Geste und Mimik, nur manchmal ein Blick oder die Stimmung einer von der Kamera eingefangenen Landschaft von dieser bescheidenen und verkrusteten seelischen Welt sprechen. Das faszinierte Publikum und Kritik gleichermaßen. Die von Kitsch, Kommerz und auch eitler Kunst überrumpelten Kinogänger verstanden in seltener Einhelligkeit die Botschaft des hintergründigen Leinwand-Meisterwerks: Die Straße ist das Leben. Die Reisenden und Flüchtenden, das sind wir. Und das Italien der Bretterbuden, des Niemandslands, der heruntergekommenen Wirtshäuser, trostlosen Landschaften und kaputten Gefühle, das war die ganze erbärmliche Nachkriegszeit.

Schauen Sie sich die italienische Fassung an! (22. März 2004)

Am Anfang war ich doch etwas enttäuscht: das Filmbild war einfach schlecht, d.h. unscharf und verwaschen usw. Dannach habe ich allerdings unter EXTRAS die original ungekürzte italienische Fassung entdeckt. Ich war begeistert! Das Bild, das sich mir bot, war klar, scharf und rauschfrei. Man fragt sich allerdings, weshalb man nicht gleich darauf zurückgegriffen hat und so auch in den Genuß einer deutschen Tonspur bei dem klasse Bild gekommen wäre. Naja, manchmal sind die Wege von Arthaus unergründlich ...

One of the best films ever produced. (9. März 2001)

Fellini explores one of mankind's most urgent themes: Is salvation possible? The male protagonist doesn't need anyone, yet, when it may be or may not yet be too late, because Gelsomina - embodying "love wich does not ask why (Meister Eckart), he perhaps discovers that even he (the rude and the brute) is a relational being, and that through unselfish love salvation may in the end be possibe although not neccessary. This story is simplistic, direct yet poetic, truly beautiful and wonderful, to be seen, and cherished over and over again. Arguabely the best film ever produced.

Ein Klassiker, aber mäßige DVD (2. Februar 2001)

Der Film ist trotz seines Alters immer noch anrührend: Guiletta Masina, die fast ständig schweigt, so dass man manchmal geneigt ist, sie für stumm zu halten, hat eine dafür um so beeindruckendere Mimik. Und auch Anthony Quinn als grobschlächtiger Zampano, der seine Gefühle nicht artikulieren kann und statt dessen in Gewalt ausbricht, beeindruckt mit seinem Spiel. Vielleicht ist die Musik hier und da ein wenig aufdringlich, aber das kann man angesichts der anderen Qualitäten des Films leicht verzeihen. Was nun die DVD betrifft, so muss man Arthaus wahrscheinlich dankbar sein, dass ein solcher Klassiker überhaupt noch auf DVD aufgelegt wird. Die Ausstattung ist jedenfalls gelinde gesagt mager: ein paar Trailer für andere Filme, eine Doppelseite Infos zum Film - besonderes Kuriosum ist die italienische ungekürzte Sprachfassung des Films mit optionalen deutschen Untertiteln. Kurios deswegen, weil man an sie nicht über die Sprachanwahl, sondern über „Extras" gelangt. Folgerichtig ist die italienische Fassung auch nicht in einzelne Kapitel untergliedert.

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