Video Jakob Kurzinhalt
Alexander leidet an der Geschwätzigkeit und der materiellen Verblendung der Menschen. Er meint, man solle aufhören zu reden und endlich etwas tun. Eines Tages ereignet sich die Katastrophe: der Atomkrieg. Er kann das Unabänderliche nicht hinnehmen und glaubt an die rettende Kraft der Tat...

DVD & Video Report
Ein Mann zieht sich auf eine Insel zurück. Angesichts der drohenden nuklearen Katastrophe bietet er sich Gott als Opfer an. Mehrfach preisgekröntes letztes Werk des eigenwilligen russischen Regisseurs Tarkowskij.© Entertainment Markt

Kurzbeschreibung
Alexander leidet an der Geschwätzigkeit und der materiellen Verblendung der Menschen. Er meint, man solle aufhören zu reden und endlich etwas tun. Eines Tages ereignet sich die Katastrophe: der Atomkrieg. Er kann das Unabänderliche nicht hinnehmen und glaubt an die rettende Kraft der Tat...

Kundenrezensionen zu 'The Sacrifice [UK IMPORT]'
Das Opfer, sich diesen Film anzusehen, lohnt nicht! (23. April 2005)
Ich möchte mich ja hier nicht als Verächter von Kunstfilmen outen, ganz im Gegenteil. Gerade Andrej Tarkovsky hat einige große Filme gedreht, erinnert sei hier nur an den bildgewaltigen "Andrej Rublov" oder an "Solaris" (obwohl mir die Neuverfilmung von Soderbergh besser gefallen hat, da das Original doch schon etwas angestaubt wirkt). Auch diese beiden Filme waren ohne Zweifel Kunstfilme, aber bei "Opfer" hat der Regisseur doch etwas übertrieben. Schöne Bilder aneinanderzureihen, reicht halt nicht aus. "Opfer" ist streckenweise schrecklich langatmig, obendrein höchst verstörend, wobei die Verwirrungsspiele weder an die Spannung noch an die Bildsprache eines "David Lynch" heranreichen. Kurz gesagt, es lohnt nicht, sich diesen Film anzutun!!!Zwischen Wahrheit und religiösem Wahn (18. April 2001)
Im neunten und letzten Film Andrej Tarkowskijs erfolgt eine Zuspitzung des Themas, das sich schon in den früheren Filmen (Stalker, Nostalghia) angekündigt hatte: nichts weniger als die Rettung der Welt vor ihrem drohenden Untergang. Dem Materialismus und der Oberflächlichkeit der Welt setzt Tarkowskij Geistigkeit und Glauben entgegen, wobei seine Ideen stark an denjenigen traditionell antiwestlicher russisch-orthodoxer Kreise angelehnt sind (Florenskij, Solowjew). Trotzdem ist dem Film außer hervorragender Bilder und der von anderen Regisseuren kaum überbietbaren geistigen Tiefe im Grunde kein rettendes Konzept für die wirkliche Welt zu extrahieren. Dennoch keine Frage: Tarkowskij ist und bleibt der größte Regisseur, den die mittlerweile fast 1 Jahrhundert alte Filmgeschichte hervorgebracht hat. An Tarkowskij vollzieht sich der Übergang des Films von der Massenbelustigung zur autonomen Kunstform. Nach "Nostalghia" und "Stalker" ist wohl "Opfer" derjenige Film, der auch für ein größeres Publikum "verständlich" ist. Die Radikalität seiner Opposition zum Mainstream läßt sich vielleicht auch dadurch erklären, daß Tarkowskij während der Dreharbeiten von seinem nahen Ende wußte. Schon zur Preisverleihung konnter er nicht mehr anwesend sein.Ein Meisterwerk des ruhigen künstlerischen Films (20. Oktober 2000)
Tarkowskys letzter Film bevor er starb. Prosaisch, voller wunderschöner ruhiger Bilder. Nichts für actionverwöhnte Hollywoodfans. Mystisch manchmal knapp am kitschigen vorbei, wenn die Haushälterin (Maria) durch ihre Bereitschaft zur Liebe die Welt rettet. Auch wenn Sie manchmal etwas hölzern wirkt, das Thema an sich, die Aufarbeitung verdienen vier Sterne. Vor allem die nervige Ehefrau ist prima umgesetzt. Nur "Stalker" und "Solaris" von Tarkowsky sind besser.