Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit It Takes a Nation of Millions ließ der Hip-Hop eine Bombe explodieren. Diese CD aus dem Jahre 1988, so radikal, hart und ausdrucksstark wie eine Rede von John F. Kennedy, lieferte einen Klassiker nach dem anderen: dichte, vielschichtige Stücke voller wilder Harmonien. Chuck D. deklamiert wie ein Volksredner, während im Hintergrund Flavor Flavs Stimme um seine eigene herumschwirrt. Die beiden haben die typische Energie von Leuten, die um ihr Leben kämpfen, und so drückt alles auf diesem Album -- angefangen von der aufgedrehten Rhetorik ("Prophets of Rage") über das fast paramilitärische Auftreten der Gruppe, bis hin zu den Sirenen und kreischenden Saxophonen, die in fast jedem Track auftauchen -- den Ernst und die Dringlichkeit ihrer Absichten aus. Dieses Album hat Rap-Geschichte gemacht, und es sorgt nach all diesen Jahren immer noch für eine Gänsehaut. --Douglas WolkKundenrezensionen zu 'It Takes a Nation of Millions'
möglicherweise die beste Hip Hop-Platte aller Zeiten! (11. September 2007)
Das waren noch Zeiten! Anno 1988 war Hip Hop noch Hip Hop und nicht Pop mit Sprechgesang, so wie das heute leider der Fall ist. Sozialkritisch und politisch sind die Botschaften von Public Enemy, die zwar heute keinen mehr interessieren aber noch genauso aktuell sind wie damals. Rassismus ist das zentrale Thema in PE's Texten und den wird es ja geben, so lange es Menschen gibt. Heutzutage kaufen auch die Schwarzen lieber Eminem-CD's und PE sind der jungen Hip Hop-Generation kaum noch ein Begriff. Aber PE wird es noch geben, wenn es die Eminems und 50 Cents dieser Welt schon lange nicht mehr gibt, mit "It Takes A Nation..." haben sich Public Enemy ein Denkmal für die Ewigkeit gesetzt!Oldschool Hit!!! (24. Dezember 2006)
Mit diesem Album haben Public Enemy Hip-Hop Geschichte geschrieben.Die harten , agressiven Beats vom Bombsquad und Terminator X untermalen dabei perfekt die sehr politischen, wütend vorgetragenen Texte von den
MC's Chuck D und Flavor Flav.
Alle Songs sind gelungen und zum mehrmaligen Hören geeignet.
Wer also mit den sehr agressiven Texten und Beats sowie der politischen Haltung von PE kein Problem hat sollte sich dieses Album kaufen.
Für alle Public Enemy Fans ist es sowieso ein Pflichtkauf.
HipHop Geschichte... (20. September 2006)
...hat kaum eine andere Formation so nachhaltig geschrieben wie Public Enemy und "It Takes a Nation of Millions to Hold us Back" ist dabei das wichtigste Kapitel. Als ich angefangen habe HipHop zu hören war diese Scheibe noch immer Aktuell ("Fear of black Planet" stand aber bereits in den Startlöchern). "Rebel without a Pause" war einer der ersten HipHop Tracks den ich überhaupt gehört habe und seitdem ist mein Musikgeschmack irreperabel verhunzt ;)Was einen hier erwartet ist ein Soundgewitter, eine Sample-Collage die heute entweder unbezahlber wäre, oder zu einem langjährigen Gefängnisaufenthalt wegen Urheberrechtsverletzung führen würde. Die Bombsquad, das hauseigene Produzententeam hinter der Gruppe, erzeugt zusammen mit DJ Terminator X eine wütende und trotzdem funkige Attacke, die auch heute noch viel von ihrer Wirkung behält. Chuck D's Reime werden mit einer nicht minder starken Wut und einer gehörigen Portion Skill vorgetragen und Flavor Flav's eigenwilliger Reimsupport lockert das Ganze noch mit der nötigen Portion Humor auf.
Das Album beginnt mit einem Konzertmitschnitt aus London, von dem sich einzelne Fetzen über den ganzen Rest der Scheibe verstreut wieder finden. Danach folgt Musik-Terrorismus der schließlich in "Rebel without a Pause" gipfelt. Dabei werden von Chuck D auch durchaus kritikwürdige Aussagen getroffen (der Farrakhan Vers in Bring the Noise etwa; oder das leicht frauenfeindlich anmutende "She watch Channel Zero").
"It takes a nation..." ist der unumstrittene Klassiker im HipHop schlecht hin. Jeder der HipHop mag sollte ihn zumindest mal gehört haben. Ich finde sowohl "Fear of a Black Planet", als auch "Apocalypse 91" noch besser. Aber das ändert nichts an der Klasse, die diese Scheibe hat. Wer sich an den mitunter radikalen Texten und dem manchmal etwas bizarren und fragwürdigen Welbild nicht stört, das PE präsentieren, sollte dieser Musik jedenfalls eine Chance geben. Von den neueren Releases der Gruppe muss ich allerdings eher abraten.
DAS ist Hip Hop!!! (26. Februar 2005)
Was Chuck D , Flava Flav und ihre Leute hier rausbringen ist der Hammer. Nix da, mit poppigen Beats+Refrains oder Texten darüber, wieviel Kohle und Frauen man hat.Ein Album das ganz klar den eigentlichen Sinn der Hip Hop- Bewegung beinhaltet, nämlich auf politisch und soziale Ungerechtigkeiten (besonders in Amerika gegen die Schwarzen) aufmerksam zu machen und Wiederstand zu leisten.
Toll finde ich auch, dass das HipHop- Element des DJing's und Turntabling's auf dieser Scheibe so gut zum Ausdruck kommt.
Auf Tracks wie ,,Terminator X to the edge of panic", ,,Mind Terrorist" oder ,,Show Em Whatcha Got" leistet der DJ von Public Enemy (Terminator X, einer der für mich besten DJ's) nämlich sehr gute Arbeit.
Die Beats und der Flow sind auch erste Sahne.
Chuck D und Flava Flav wissen wircklich wie man rappt und etwas wütendere, ernstere Aussagen so rüberbringt, dass der Hörer Spaß dabei hat.
Sollte jeder einmal reinhören!!!
Sollte man kennen (13. November 2002)
Die meisten Leute halten "fear of a black planet" für das "beste" P.E.Album, aber mir gefällt dieses 2. Album " it takes a nation of millions to hold us back" musikalisch sowie als auch inhaltlich am besten. Es klingt eindeutig professioneller als das Vorgängeralbum ( welches das erste P.E. Album war) , aber trotzdem noch sehr rau und unverbraucht, wie es typisch ist für Public Enemy. Die Beats sind einfach nur geil und machen Laune, dazu kommt die raue und laute Stimme von Chuck D, dessen Massage für Frieden, Toleranz und Gleichberechtigung zwischen den Menschen wohl leider nie an Aktualität verlieren wird.Mein absoluter Lieblingstrack ist "dont believe the hype", der auf die heutige Medienlandschaft noch mehr zutrifft als er es schon 1988 getan hat. Durchgehend beeindruckend ist die spürbare Wut von Chuck D auf die Gesellschaft und das System, welches Ihn an den Pranger stellt als Terroristen und so versucht Ihn zu kriminalisieren. Ich kenne keine Band und keinen Künstler der sich so wie Public Enemy glaubwürdig politisch engagiert und gleichzeitig auch noch so geile Mucke macht. Bezeichnend dafür ist wohl, dass es kein einziges auch nur ansatzweise kommerzielles "Liebeslied" oder so ein Quatsch gibt.Somit empfehle ich dieses Album allen aufgeschlossenen Musikinteressierten , allen die einen Eindruck bekommen möchten wie wütend eine Minderheit werden kann wenn man sie Unterdrückt, und allen die mal was anderes als die übliche langweilige Nichtsaussagende blabla Mucke aus den Charts hören wollen.






