Bach: Goldberg Variations

Verkaufsrang: 2385 (Musik)
Artist: Murray Perahia
Audio CD
EAN: 5099708924324
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Sony Class (Sony BMG)
Spielzeit: 73
von: Johann Sebastian Bach (Komponist)
Preis: EUR 11,84

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Product Description

Goldberg Variationen BWV988. Klassik-CD. AV

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Der russische Gesandte am kursächsischen Hof zu Dresden, Graf Hermann Carl von Keyserling, litt an Schlaflosigkeit. Und so ließ er einen Schüler von Johann Sebastian Bach namens Goldberg antreten, damit ihm dieser die langen schlaflosen Stunden mit seinem Klavierspiel erträglicher mache. Der Graf bat Bach, ihm dafür einige Stücke zu komponieren und so entstand die schwierigste aber auch beliebteste Klavierkomposition Bachs: Die Goldberg-Variationen.

Bei Murray Perahia kommt der Graf erst recht nicht zur Ruhe -- denn zum Schlaflied taugt Perahias Interpretation der himmlischen Aria und ihren 30 Variationen nun wirklich nicht. Perahia beglückt durch große innere Ruhe und geradezu spirituellem Spiel. Unverwechselbar auch hier wieder sein lyrisch empfindsamer Anschlag, der organische Fluss seines Vortrags und die noble musikalische Geste -- man kann regelrecht von einem "Perahia-Sound" sprechen. Im Gespräch sagt Perahia: Ihn interessiere bei Bach zu erfahren, wie der Kontrapunkt zur Harmonie werde. Wichtig sei es, den Punkt zu finden, an dem die Stimmen zueinander gelangen. Deshalb betone er mehr das lineare, das melodische Element als das vertikale, das kontrapunktische.

Selten hat ein Künstler seine eigene Interpretation theoretisch so zutreffend beschrieben und dabei in der Praxis auch verwirklicht. --Teresa Pieschacón Raphael

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Kundenrezensionen zu 'Bach: Goldberg Variations'

Es kann nur EINEN geben (17. November 2008)

Eine untadelige Aufnahme, die mich allerdings trotzdem nicht so vom Hocker haut wie die drei von Glenn Gould, die ich besitze (es gibt wohl noch eine vierte obskure Live-Aufnahme aus dem Jahr 1954). An Goulds singuläre Fähigkeit, die einzelnen Stimmen mittels eines ungeheuer differenzierten & subtilen Anschlages dynamisch & klanglich vollkommen transparent & analytisch von einander abzusetzen, kommt auch Perahia mit der Hilfe modernerer Tontechnik nicht heran.

Der Neben-Gott (27. Oktober 2008)

Mein Bach-Gott ist ja eigentlich Glenn Gould, ganz besonders, was seine Aufnahmen der Goldberg-Variationen angeht, wobei ich die von 1981 den früheren vorziehe. Ich hatte zwischenzeitlich weitere Aufnahmen der GV, die auch sehr gut waren, von denen ich mich aber wieder getrennt habe, weil ich sie einfach nach dem Kennenlernen nicht mehr hörte (z.B. Schiff, Stadtfeld - jawohl, die fand' ich gut!). Behalten habe ich neben Gould nur die Aufnahmen von Angela Hewitt und Murray Perahia, weil sie, wenn auch beide ganz unterschiedlich zu denen von Gould, einfach die unglaubliche Schönheit dieser Musik wunderbar vermitteln und das Hören jedesmal zu einem kleinen Wunder machen. Beide sind vom Ansatz her lyrischer, leiser und weniger "exzentrisch" (und natürlich langsamer...) als Gould und geben so ihren Interpretationen einen eigenen Rang - technisch brilliant und makellos sind Pianisten dieses Ranges ja sowieso. Es kann durchaus sein, dass in Zukunft noch neue Einspielungen dazukommen, von Hewitt und Perahia trennen werde ich mich aber ganz sicher nie!

unerträglich! (15. November 2005)

Murray Perahias Interpretation der Goldbergvariationen gehört zweifellos zu den besten im Katalog. Die, auch bereits von anderen Rezensenten erwähnten, permanenten Nebengeräusche ("Klicken" und "Knacken") machen das Hören allerdings zu einer Tortur und verderben den Genuss an dieser Aufnahme gründlich.

Triumph des Klangs - Vorteil Perahia! (5. Februar 2003)

Zuerst: Mir fehlen die Grundvoraussetzungen als nicht studierter Musikwissenschaftler, um die Einspielung Perahias en detail aus dieser Warte zu beurteilen. Noch bin ich in der Lage, die unzähligen Einspielungen der Goldberg-Variationen mit der von Perahia zu vergleichen. Ich will daher gleich auf den Kern kommen und ganz ehrlich sein: Wir alle, die die Goldberg-Variationen kennen und mögen, werden alle Klavier-Einspielungen (vergangene, gegenwärtige und zukünftige) mit den legendären Glenn Gould-Einspielungen aus den Jahren 1955 (ungestüm, revolutionär und richtungsweisend) und 1981 (ein Meilenstein, das Vermächtnis Gouldschen Musik- und Aufnahmeverständnisses) vergleichen. Es führt kein Weg daran vorbei, muß man ehrlich sein. Gould ist und war die Meßlatte für Bachs Goldberg-Variationen.
Doch was beschert uns Murray Perahia, der Mann, der das Klavierspielen nach einer harmlosen Verletzung 1996 fast schon aufgeben musste? In Zusammenarbeit mit den erstklassigen Sony-Technikern zaubert er eine Einspielung, die schlicht meisterlich und als der neue Maßstab zu nennen ist. Perahias präzises Spiel offenbart neue Details der Variationen. Sie ist in ihrer klanglichen Vielfalt derart beeindruckend, daß man geradezu verzückt ist, neue Innenansichten der Goldberg-Variationen zu entdecken, die vorher offenbar verdeckt waren. Perahias Können zeigt eindrucksvoll, wie Empfindsamkeit auf Virtuasität trifft.
Klart, direkter und präziser sind die Goldberg-Variationen wohl in nächster Zeit nicht einzuspielen. Und vorallem: Nie wirkt Murray Perahias Stil steril oder aseptisch. Wirklich ein Triumph für den Barock-Enthusiasten Murray Perahia.
Kompliment auch an Sony Classics, die den zwei legendären Gould-Aufnahmen der Goldberg-Variationen aus den eigenem Hause (!) nun eine weitere wahrhaft exzellent Aufnahme hinzufügten.
Früher hieß meine Gleichung: Goldberg-Variationen=Glenn Gould. Ohne Diskussion. Heute stelle ich fest, daß ich ihn durch Murray Perahia ersetzt habe. Bei ihm gibt es bei jedem erneuten Hören etwas Neues zu entdecken. Kann es ein schöneres Komliment geben?Noch ein Tipp zum Abschluss: Die SACD ist gar noch einen Moment präziser in der Darstellung.

mein klassiker (27. November 2002)

das ist musik in ihrer schönsten form und es ist reminiszenz an die erfindung des piano forte. nie wieder möchte man diese musik von einem anderen gespielt hören, geschweige denn auf einem cembalo, denn perahia gelingt es, der in ihrer musikalischen struktur zweifelsfrei brillianten komposition eine weitere, emotionale ebene hinzuzufügen, wie ich dies in keiner zuvor gehörten aufnahme je empfunden habe. die aufnahme ist technisch perfekt, es irritieren lediglich leichte klickgeräusche, die wie digitale aussetzer klingen, doch nach längerem überlegen kam ich darauf, dass es wohl die fingernägel des meisters sein müssen. das begleitheft, nicht eben berauschend gestaltet enthält einen text, der es dem normal gebildeten menschen ermöglicht, in knapper form den inhalt und die umsetzung des themas in den variationen nachzuvollziehen. völlig ausreichend, denn für eine weitere exegese empfielt sich ja der kauf einer entsprechenden literatur.

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