Verkaufsrang: 4579 (DVD)
Actor: Tobey Maguire
Actor: Jeff Daniels
Actor: Joan Allen
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: DVD
Brand: Concorde
Director: Gary Ross
EAN: 4010324020192
Technische Details: FSK 6
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Concorde Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Concorde Video
Verlag: Concorde Video
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 4. April 2000
Spielzeit: 123
Studio: Concorde Video
TheatricalReleaseDate: 23. Oktober 1998
von: Tobey Maguire (Hauptdarsteller), Jeff Daniels (Hauptdarsteller), Randy Newman (Komponist)
Preis: EUR 6,14
Aus der Amazon.de-Redaktion
Der fantastische Autor Gary Ross (Big, Dave) macht ein vielversprechendes Debüt mit dieser begeisternden und seltsam anrührenden Komödie über zwei Kids der 90er Jahre (Tobey Maguire und Reese Witherspoon), die in die schwarzweiße Fernsehwelt von Pleasantville gestoßen werden, eine Art von Leave it to beaver, einer amerikanischen Sitcom, gepaart mit Gartenzäunen, dem kleinen Laden an der Ecke und warmen Schokoladenkeksen. Als eine etwas ungewöhnliche Fernbedienung (besorgt vom Fernsehmechaniker Don Knotts) sie aus der faden realen Welt in das ohne Altersbeschränkung freigegebene Fernsehland transportiert, sind Maguire und Witherspoon dazu gezwungen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und Bud und Mary Sue, die gehorsamen Kinder von George und Betty Parker (William H. Macy und Joan Allen) zu spielen. Maguire, ein begeisterter Fan der Serie, versteht, dass die natürliche Balance der Geschichte nicht kippen darf; Witherspoon auf der anderen Seite beginnt damit, die Stadt durcheinanderzubringen. Dies wird am deutlichsten, als sie den Footballspieler Skip (Paul Walker) in moderne Spiele und Spass einführt. Es dauert nicht lange, bis die Teens aus Pleasantville Sex und - oh Schreck - Rock and Roll, freies Denken und das alles verändernde Technicolor entdecken.Angefüllt mit entzückenden und scharfsinnigen Sitcom Attributen (keine Toiletten, keine Doppelbetten, die Stadt besteht nur aus zwei Straßen), ist Pleasantville ein Film, den Sie sich gerne ansehen werden. Nicht nur wegen der komödiantischen Aspekte, sondern auch wegen der bahnbrechenden visuellen Effekte und der erstaunlichen Ausstattung, wenn die Stadt nach und nach aus den scharfen schwarzweiß Konturen in die großartige Farbe übergeht. Ross lässt die Geschichte ungefähr zur Mitte des Films ein bisschen aus dem Ruder laufen, wenn er die Aussage des Films über die Unberechenbarkeit des Lebens mit überladenem und offensichtlichem Symbolismus verdeckt, als die schwarzweißen Bewohner der Stadt sich gegen die "Farbigen" zusammentun und Verhaltensregeln aufstellen um ihre engstirnige Stadt engstirnig zu halten. Trotzdem wird Sie die Darstellung der phänomenal guten Besetzung gefangen halten - besonders die der unterdrückten Hausfrau Allen und die des Kioskbesitzers Jeff Daniels, die mit das Beste abliefern, was sie in ihrer bisherigen Laufbahn gezeigt haben - bis Sie am Ende des Films die ganze Pracht der Technicolor-Farben erstrahlen sehen. --Mark Englehart
Kundenrezensionen zu 'Pleasantville'
Unglaublich "perfekter" und runder Film (20. Mai 2008)
Wenn ich mir "Pleasantville" ansehe, kommt mir v.a. immer wieder ein Gedanke: es ist unglaublich, wie "perfekt" und rund dieser Film wirkt. Irgendwie passt hier alles zusammen. Alles wirkt stimmig, nichts gekünstelt. Obwohl der Film knapp zwei Stunden geht, gibt es keine Längen oder uninteressanten Abschnitte. Man kann sich den Film immer wieder ansehen und es wird nicht langweilig. Das kann man wirklich nur von sehr wenigen Filmen behaupten.Das faszinierende an "Pleasantville" ist, dass er in so vielen Bereichen überzeugen kann. Der Film strahlt eine wunderbare Ästhetik aus - eigentlich wie ein Kunstwerk. Der Mix aus schwarz-weiss und Farbe ist wirklich einzigartig und lässt alles irgendwie "leicht" wirken. Auch die Story ist sehr gelungen und beinhaltet einige soziale und philosophische Fragestellungen. Es geht dabei v.a. um Stillstand, Veränderung, Akzeptanz und Ausgrenzung. Darüber hinaus spielen auch Selbstfindung und die Fähigkeit, sich selbst zu entwickeln, eine zentrale Rolle (erst dann wird man "farbig" ;-).
Fazit: einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Eine absolute Top-Empfehlung !
höchst originell (12. März 2008)
Eine Persiflage mit ironischen Seitenhieben auf die Heile-Welt-Soaps US-amerikanischen Zuschnitts der 40er und 50er Jahre.Mit einer magischen Fernbedienung gelangt ein Geschwisterpaar (Tobey McGuire und Reese Witherspoon) mitten in diese vermeintlich perfekte Welt hinein. Während McGuire, der diese Serie liebt, sich wie im 7. Himmel fühlt, leidet seine eher rebellische Schwester unter dem spiessigen Muff der neuen Umgebung. Sie gedenkt sich auch nicht damit abzufinden und kämpft an gegen die serientypischen Klischees: die Mutter (Joan Allen), deren einziger Lebenszweck darin zu bestehen scheint, am Herd zu stehen und permanent Essen für ihre Familie zu kochen; der Vater (William H. Macy), der von der Arbeit nach Hause kommt und nur auf sein Essen fixiert ist...oder auch der Betreiber eines Eiscafees (Jeff Daniels), der über seine alltäglichen Handlungen nicht hinauskommt - alle werden von der ungestümen jungen Lady kräftig durchgewirbelt (auch ihr Bruder besinnt sich nach kurzer Zeit und bringt frischen Wind in das graue Alltagseinerlei der Einwohner von Pleasantville), und je mehr alle Beteiligten aus ihren starren Rollen ausbrechen und sich und ihre Situation in Frage stellen, je mehr sie neue Dinge wie z.B. Sex erfahren, desto mehr ziehen Farben ein in diese einst so schwarz-weisse Welt.
Das dies natürlich auch Gegenreaktionen von denen provoziert, die alles beim Alten lassen wollen, liegt auf der Hand und ist eine unausweichliche Folge.
Höchst amüsant, höchst originell, mit witzigen Dialogen bestückt und blendend aufgelegten Schauspielern besetzt; es ist stets von Neuem ein Vergnügen, sich diesen Film anzusehen!
Ein paar kleine Logikfehler gibt es zwar, so ertönt im Eiscafe die Melodie von Dave Brubeck's Take Five, ein Stück von 1959, allerdings befinden wir uns im Pleasantville von 1958! Man fragt sich zudem, wie eine TV-Fernbedienung bei einem Gerät der 50er Jahre funktionieren kann, ohne Remotesensor. Egal, über diese Kleinigkeiten kann man hier wirklich wegsehen!
Besuch aus einer anderen Welt - aber wer sind die Aliens? (3. Oktober 2007)
Der Film macht uns klar : Die Welt einer Soap-Serie ist im Vergleich sich zum normalen Leben wie eine Welt auf einem anderen Planeten. Als ein "normales" Geschwisterpaar in diese Welt versetzt wird, kommt es sich so vor, als sei es in der Welt in der die "Körperfresser" oder eine andere Alienrasse regieren. Andererseits werden auch sie selbst wie fremdartige Wesen mißtrauisch betrachtet. Natürlich siegt am Ende die normale Menschlichkeit.Das ist alles sehr liebevoll dargestellt. Reese Witherspoon und Tobey Maguire als Geschwisterpaar geben ihr (damals) Bestes und Jeff Daniels und William H.Macy machen aus den Nebenrollen kleine Kabinettstückchen der Schauspielkunst. Sehr gute Unterhaltung, vor allem für Familien in denen regelmäßig Soap-Serien gesehen werden.Fünf-Sterne-Märchen mit wunderschöner Gesellschaftskritik (6. April 2007)
In Pleasantville scheint immer die Sonne, alles ist Friede, Freude, Eierkuchen, die Feuerwehr weiß gar nicht, was Feuer ist, sondern holt höchstens mal eine Katze vom Baum, alles ist heile Welt, 50-er Jahre. Es gibt keine Ehebetten, sondern nur getrennte Einzelbetten für verheiratete Paare, Frauen sind Hausfrauen und stellen das Essen auf den Tisch, wenn der Mann nach Hause kommt. Und, in Pleasantville gibt es keine Farben. In der "realen Welt", der Ausgangswelt des Films, ist Pleasantville eine Schwarzweiß-Fernsehserie. David (Toby Maguire) ist ein großer Fan der Serie, seine Schwester Jennifer (Reese Witherspoon) und er streiten sich ums Fernsehprogramm, die Fernbedienung wird zerstört, aber sofort taucht ein geheimnisvoller älterer Fernsehtechniker auf, gibt ihnen eine neue (magische) Fernbedienung, der Streit geht weiter, und schwupps, sind beide in Pleasantville gelandet, ebenfalls als Schwarzweiß-Figuren "Bud" und "Mary-Sue" fest in eine solche Musterfamilie integriert.Es dauert nicht lange, bis Jennifer in ihrer neuen Identität einiges auf den Kopf stellt, indem sie etwa einen Jungen verführt, küsst, usw. und auch ihrer neuen "Mutter" erzählt, was Sex ist. (Im Film nicht explizit.) David hingegen als "Bud" bringt, ohne große Absicht, den Hamburger-Buden-Besitzer (Jeff Daniels) auf völlig neue Gedanken, nämlich Maler zu werden. Man ahnt es: Farben beginnen eine phantastische Rolle zu spielen. Zuerst ist es nur eine rote Rose, dann tauchen hier und da immer mehr kleine Farbtupfer auf, etwa die Zunge eines Mädchens, das deswegen einen Arzt aufsucht, bis diese kleinen Farbgebungen allmählich ein Problem werden.
Zentrum des Aufruhrs wird Lovers Lane, ein Ort, wo Jugendliche mit dem 50-er Jahre-Autos rausfahren um "Händchen zu halten", sowie die Burger-Bude mit Musik usw. Die schwarzweiß zementierten gesellschaftlichen Strukturen drohen unter der neuen Farbgebung zu zerbrechen, als auch Menschen plötzlich farbig werden bzw. Dinge tun, die ihnen vorher fremd waren. Der Film bietet ein unglaubliches künstlerisches Erlebnis verbunden mit einer sozialkritischen Vorstellung davon, wie engstirnig und freudlos die 50-er Jahre auf viele Menschen gewirkt haben, ohne zu verurteilen. Die Konservativen, sind hier nicht einfach die Bösen, auch sie wollen eine schöne harmonische geordnete Welt haben, eben ein Pleasantville, aber Harmonie kann auch eine in Eintönigkeit erstarrte Welt bedeuten, in der keine Freiheit mehr bleibt, von gesellschaftlichen Normen, täglichen Routinen usw. abzuweichen. Einige für eine Komödie doch krasse Szenen, in denen Bücher verbrannt und farbige (= entartete) Kunstwerke zerstört werden, wecken unangenehme Assoziationen mit der Gleichschaltungs- und Vernichtungspolitik des Dritten Reiches und anderer Diktaturen.
So unangenehm wird Pleasantville jedoch nicht, alles nimmt ein gutes Ende. Für manchen mag der Film zu langweilig sein, er ist kein Action- oder Science-Fiction-Film wie etwa "Zurück in die Zukunft" mit Michael J. Fox, sondern ruhiger, künstlerischer mit vielen wunderbaren stillen und romantischen Momenten. Ein Märchen eben, das das hohe Ideal des American Way of Life der 50-er Jahre auf die Schippe nimmt. Zwar gibt es zum englischen Originalton nur ausblendbare deutsche Untertitel, natürlich auch eine deutsche Tonspur, sowie einen nicht untertitelten Audiokommentar des Regisseurs (auf Englisch), aber die DVD macht Spaß: Animierte Menüs, ein Musikvideo von Fiona Apple "Across the Universe", deutsch untertiteltes Making-of, Interviews, Trailer, US-Kinortrailer, sowie Bonustrailer zu "Die Legende vom Ozeanpianisten", "Die rote Violine" und "Mit aller Macht".
Warum kennen nur so wenige diesen wunderbaren Film? (1. Januar 2006)
Obwohl dieser Film von 1998 ist, habe ich ihn jetzt erst kennen gelernt - und auch in meinem Bekanntenkreis ist dieser außergewöhnlich gute Film gänzlich unbekannt.Das sollte sich ändern, denn der Film ist wirklich sehenswert - mit tiefen Botschaften, die jugendfrei umgesetzt wurden!
Der unter der Scheidung seiner Eltern leidende David liebt die TV-Serie "Pleasentville" aus den 50ern, in der alle Menschen nett zueinander sind. Sie leben im Gegensatz zu ihm in einer "heilen Welt", in der es keine Probleme zu geben scheint.
Als er und seine Schwester Jennifer mittels einer mysteriösen Fernbedienung in die Schwarz-Weiß-Welt der Serie versetzt werden, ist er restlos begeistert.
Jennifer hingegen verhält sich nicht wie erwartet. Sie bleibt skeptisch und will überhaupt nicht "brav" sein, wie es ihre Rolle eigentlich vorschreibt.
Sie weiht die naive Jugend des Ortes in die Geheimnisse des Sexes ein.
Dadurch gerät die starre Ordnung in Pleasentville ins Wanken.
Die Menschen werden unberechenbar - Spontaneität macht sich breit - ebenso wie Verhaltensweisen, die zuvor gar nicht bekannt waren.
Das Leben der Menschen ändert sich nach und nach - die Schwarz-Weiß-Welt wird langsam bunt und farbig.
Ein wunderbarer Film, der zum nachdenken anregt.
Es lohnt sich, ihn in seiner DVD-Sammlung aufzunehmen und ich verstehe nicht, warum er nicht bekannter ist.

