Der Teufelshauptmann

Verkaufsrang: 28181 (DVD)
Actor: John Wayne
Actor: Victor McLaglen
Actor: Joanne Dru
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Director: John Ford
EAN: 4006680017327
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Verlag: Kinowelt Home Entertainment/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2000
Spielzeit: 99
Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
TheatricalReleaseDate: 22. Oktober 1949
von: John Wayne (Hauptdarsteller), Victor McLaglen (Hauptdarsteller), Richard Hageman (Komponist)
Preis: EUR 6,89

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Product Description

Ei Fort im Westen, kurz nach der Schlacht am Little Big Horn. Angesichts neuer Indianer-Unruhen will der Kommandant Major Allshard, seine Frau und seine Tochter Olivia in den sicheren Osten schicken. Er bittet Captain Brittles, der zu einer Patrouille ausrückt, die beiden Frauen bis zur Postkutschen-Station mitzunehmen. Brittles, dessen Familie auf dem Fort-Friedhof begraben liegt, steht unmittelbar vor seiner Pensionierung; der bevorstehende Abschied von der Armee und die Aussicht auf eine ungewisse Zukunft bedrücken ihn; er fühlt sich, als würde er auf seine alten Tage aus seiner Heimat vertrieben. Die Patrouille rückt aus. Sie findet die Poststation zerstört vor, ihre Bewohner getötet. Brittles muß sich entschließen, die Frauen zum Fort zurückzubringen. Unterwegs wird klar, daß die Indianer sich zu neuen Angriffen sammeln. Brittles' Kundschafter stellen fest, daß der Kurier des Forts die Indianer mit Waffen beliefert; statt der Bezahlung wird er aber von einem Häuptling mit dem Tomahawk getötet.

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Teufelshauptmann ist der zweite Teil von John Fords berühmter Trilogie über die amerikanische Kavallerie, die auch die Filme Bis zum letzten Mann und Rio Grande umfasst. Dieser nachdenkliche Western zeigt erneut die Faszination, die das Verlöschen der Vergangenheit in der Geschichtsschreibung auf den Regisseur ausübt. Hier bietet John Wayne (Alamo, Rio Bravo) eine seiner sensibleren Schauspielleistungen in der Rolle des Hauptmanns Nathan Brittles. Dieser ist ein harter, aber doch sentimentaler Kriegsveteran, der Schwierigkeiten hat, sich mit seinem bevorstehenden Ruhestand abzufinden. Er verweigert seinen Abschied vom Militär, bis er seinen Verpflichtungen einem ansässigen Indianerstamm gegenüber nachgekommen ist, und ist sich den Schwierigkeiten, die damit auf ihn zukommen, voll bewusst.

Der Teufelshauptmann ist ein Film über Pflicht und Ehre, ebenso über Einsamkeit und die Gewissheit des Todes. Der mit dem Oscar ausgezeichnete Kameramann Winton C. Hoch fotografierte die Szenen in wunderbarem Technicolor, sich an die Ölgemälde des amerikanischen Künstlers Frederick Remington (1861-1909) anlehnend. Und niemals hat man solch beeindruckende, weite Himmel voller Wolkenformationen gesehen. Die Handlung, mit ihrer Verbindung von Melancholie und schwankhafter Posse -- Victor MacLaglen (der auch in den beiden anderen Filmen der Trilogie spielt) gibt einen großartigen Hofnarren ab -- mag an Stücke von Shakespeare erinnern. Die anrührendste Szene, in der Wayne mit den Tränen kämpft, als ihm seine Männer zum Abschied eine goldene Uhr überreichen, ist ein unvergessliches Stück bittersüßen Gefühlskinos. Sollte man die Trilogie hintereinander anschauen wollen, ist dieser Film ein würdiger Abschluss. --Bill Desowitz

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Kundenrezensionen zu 'Der Teufelshauptmann'

sentimental, aber schön (8. Juni 2007)

Von den drei Filmen der Kavallerie-Trilogie, die John Ford 1948-50 mit John Wayne drehte, ist dies der sentimentalste und künstlerisch schwächste. Trotzdem ist "Der Teufelshauptmann" (so der idiotische deutsche Titel) ein schöner Film. Was fehlt, ist ein wirklicher Konflikt. Die Rivalität zwischen den beiden Leutnants, passabel gespielt von John Agar und Harry Carey jr., um die schöne Joanne Dru ist allzu stereotyp und gewinnt kein echtes Interesse. Victor McLaglan ist in den anderen beiden Filmen komischer. Anders als in "bis um letzten Mann", wo eine ganze Reihe von Personen detailliert und plausibel charakterisiert wird, bleiben die Figuren hier überwiegend skizzenhaft. Am ehesten gewinnt noch Ben Johnson als Sergeant mit Südstaaten-Vergangenheit eigenes Profil.
Bleibt John Wayne, hier so weit vom Haudegen-Klischee entfernt wie irgend möglich. Und Wayne, der ein Jahr zuvor (in "Angel and the Badman") noch den jugendlichen Liebhaber gegeben hatte, spielt den pensionsreifen Hauptmann Brittles mehr als nur respektabel. Man gönnt ihm den guten Ausgang von Herzen, obwohl dieser durch die vorangehende Handlung nicht motiviert ist, sondern durch einen alten Dramatikertrick, den "reitenden Boten des Königs" (bzw. hier des Präsidenten) herbeigeführt werden muss. Wayne gibt dem alternden Brittles genug Festigkeit und Haltung, um die Geschichte nicht völlig ins Rührselige abdriften zu lassen, und spielt die vielen leisen Szenen mit Wärme und Innigkeit. Sehr schön insbesondere die Szenen mit ihm und Ben Johnson, in denen die von gegenseitigem Respekt bestimmte Beziehung dieser beiden Personen nur verhalten angedeutet wird. Wayne, und die grandiosen Bilder, ermöglichen es dem Zuschauer, sich auf diesen Film einzulassen, obwohl seine Handlung nicht wirklich fesselnd genannt werden kann. Und wer sich einlässt, dem ist ein schöner, etwas bittersüßer Filmabend gewiss.

Ein Edelwestern auf beispielhafter DVD (20. Oktober 2006)

Inspiriert von den Kurzgeschichten des Journalisten und Drehbuchschreibers James Warner Bellah schuf Meisterregisseur John Ford seine Filmtrilogie über die 7. US-Kavallerie: „Bis zum letzten Mann“ (1948), „Der Teufelshauptmann“ (1949) und „Rio Grande“ (1950). In allen drei Werken stehen sowohl John Wayne wie auch das britische Unikum Victor McLaglen gemeinsam vor der Kamera. Und an deren Seite gleich eine ganze Riege hochkarätiger Schauspieler wie z.B. Henry Fonda, Shirley Temple, Joanne Dru oder auch Maureen O`Hara.

„Der Teufelshauptmann“ (Originaltitel: She Wore A Yellow Ribbon) ist der mittlere Film dieser außergewöhnlichen Trilogie, insbesondere aber der einzige, welcher damals schon in Farbe aufgenommen wurde. Für die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen des Monument Valley – als Hauptschauplatz der Handlung – erhielt Kameramann Winton C. Hoch auch prompt den begehrten Oscar. Sehr verdient, denn dieser Edelwestern ist insgesamt fantastisch fotografiert. Der Film lebt nicht zuletzt von jener Symbiose zwischen Darsteller und schier unendlich weitem Land. Unvergeßlich die Gewitterszene des Kavallerie Trupps vor solch gigantischer Kulisse.

Rührend aber auch die Dialoge des Hauptmann Nathan Brittles (John Wayne) am Grab mit seiner verstorbenen Frau. Und die schon obligatorischen verbalen Scharmützel mit seinem Sergeanten Quincannon (Victor McLaglen) vor dem morgendlichen Appell. Oder auch das freundschaftliche Gespräch im Indianerlager mit dem alten Häuptling Springender Fuchs (Chief Big Tree), um den Aufstand der Rothäute doch noch zu verhindern. Nur wenige Western bieten eine solche Harmonie von glaubwürdiger Handlung, gescheiten Dialogen, humoristischen Einlagen und richtig dosierter Actionszenen. Angeblich auch der einzigste Film in der langen Karriere des Duke, in dem er künstlich älter geschminkt werden mußte. Als die Dreharbeiten am 27.Oktober 1948 begannen, war John Wayne gerade mal 41 Jahre jung.

Beeindruckend bei dieser DVD aus dem Hause Kinowelt ist ferner die unglaublich gute Bild- und Tonqualität für einen alten Streifen aus dem Jahre 1949. Man mag bei der vorliegenden Farbbrillianz und Tiefenschärfe kaum glauben, daß dieses Material schon weit mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat. Die deutsche Tonspur bietet übrigens die Originalsynchronisation der Simoton Film GmbH Berlin aus dem Jahre 1953 an. Mit dem Dialogbuch und der Regiearbeit von Richard Busch gibt es ein Wiederhören vieler bekannter Synchronschauspieler jener Tage, die mit ihren markanten und einfühlsamen Stimmen maßgeblich zur Sympathie des Films beitrugen. John Wayne hier mit der Stimme von Ernst-Wilhelm Borchert und Victor McLaglen mit dem unverkennbaren Organ des Eduard Wandrey zu hören.

Sogar das Bonusmaterial dieser Ausnahme-DVD glänzt mit Raritäten: Die Trailer zu „Der Teufelshauptmann“, „Bis zum letzten Mann“ und „Der Sieger“ sind die deutschen Original-Kinotrailer!!! Alleine diese zusätzliche Kostbarkeit ist schon den Kauf wert.

Fazit: Ein Edelwestern auf beispielhafter DVD – besser geht es nicht. Die beiden anderen Filme der Trilogie sind ebenfalls bei Kinowelt erschienen. Eine lohnenswerte Investition für alle Cineasten des Genres.

Melancholisches Meisterwerk (26. April 2001)

Der Film ist der Mittelteil von John Fords erster sogenannter Kavallerietrilogie. Der Streifen, im Originaltitel wesentlich romantischer "She wore a yellow Ribbon", bildet die Trilogie zusammen mit "Fort Apache" und "Rio Grande". In berauschenden Farb- und Bildkompositionen ist er den Gemälden des Malers Frederick Remington nachempfunden. Erzählt wird die Geschichte des alternden Captains Nathan Brittles. John Wayne glänzt hier in einer seiner zweifellos schönsten Rollen. Er stellt den ergrauten, verwitweten Brittles mit einer sensiblen, anrührenden Melancholie dar. Regisseur Ford schildert das militärische Leben im Posten Brittles anhand zahlreicher genialer filmischer Vignetten. Kameramann Winton Hoch erhielt den Oscar für seine fantastische Farbfotografie. Dieser Western ist sicherlich eines der Meisterwerke des Genres.

Wunderschön, aber ansonsten durchwachsen (6. Dezember 2000)

Es ist schon merkwürdig mit den Werken von John Ford, die bisher als DVD erschienen sind. Was ich sofort einsehe, ist sein Ruf als Bildermagier. Man kann sich kaum schöner konstruierte Szenerien vorstellen als z.B. hier im "Teufelshauptmann". Auch was er aus seinen Schauspielern rausholte (hier John Wayne in einer Klasseleistung), ist absolut sehenswert. Aber John Ford, der geniale Geschichtenerzähler? Ich hatte so meine Probleme, der Handlung überhaupt zu folgen. Das fängt schon damit an, daß ich die beiden Leutnants kaum voneinander unterscheiden konnte, so blaß sind sie beide. Auch die Liebesgeschichte, die dem Film immerhin seinen Originaltitel gab ("She wore a yellow ribbon"), scheint eher Nebensache. Unmotiviert auch die komischen Einlagen des irischen Faktotums. Ford hat zudem offenbar den Drehbuchautoren wichtige Szenen eigenmächtig rausgeschnitten. Was diesen Western sehenswert (und sehr unterhaltsam) macht, sind tatsächlich die fantastischen Bilder und eine überzeugende Leistung des Duke. Immerhin gibt er hier nicht den Rassisten wie im angeblichen Meisterwerk "The Searchers" ("Der Schwarze Falke").

Die DVD-Ausgabe ist allerdings einwandfrei, ein hervorragendes 4:3-Bild (das war das Originalformat) und ein ordentlicher Ton wahlweise in deutsch oder englisch, dazu optional deutsche Untertitel (warum keine englischen dazu?). Als Bonus ein 65-minütiges Interview mit einem schon recht senilen John Ford, wenige Jahre vor seinem Tod, ausgerechnet durch einen sehr eigenwilligen britischen Reporter, mit dem es auch etliche Verständigungsprobleme auf verschiedenen Ebenen gab. Trotzdem eine hochinteressante Dreingabe (englisch mit zublendbaren deutschen Untertiteln). Also ein seltenes Lob für die "Kinowelt"; bin mal gespannt, ob die weiteren erhältichen Titel ("Der Sieger", "Rio Grande") ähnlich gut aufbereitet sind.

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