Verkaufsrang: 3966 (DVD)
Actor: David Bennent
Actor: Angela Winkler
Actor: Mario Adorf
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Autor: Günter Grass
Binding: DVD
Brand: ARTHAUS
Director: Volker Schlöndorff
EAN: 4006680017662
Technische Details: FSK 16
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Verlag: Kinowelt Home Entertainment/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 20. November 2001
Spielzeit: 136
Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
TheatricalReleaseDate: 11. April 1980
von: David Bennent (Hauptdarsteller), Angela Winkler (Hauptdarsteller), Maurice Jarre (Komponist)
Preis: EUR 7,16
Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Freie Stadt Danzig im Jahr 1927. Im Alter von drei Jahren erteilt Oskar Matzerath (David Bennent) mit einem Sprung von der Kellertreppe der Welt der Erwachsenen seine Absage. Er beschließt nicht mehr zu wachsen. Von nun an rebelliert er mit Hilfe seiner Blechtrommel hämmernd gegen die erdrückenden Werte des aufstrebenden Dritten Reiches. In der Gestalt eines ewigen Kindes erzeugt er Töne, die Glas zerspringen lassen. Mit dem Rhythmus seiner Trommel stört er die blind marschierenden Massen in ihrem Gleichschritt.Volker Schlöndorff (Die verlorene Ehre der Katharina Blum, Homo Faber) inszenierte diese Groteske nach dem gleichnamigen Roman des Nobelpreisträgers Günter Grass. Die 1979 unter deutscher Beteiligung produzierte Verfilmung wurde mit Preisen und Auszeichnungen nur so überschüttet, u.a. mit der Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar für den besten nichtenglischsprachigen Film. Die Blechtrommel gilt immer noch als eines der wichtigsten Werke des europäischen Kinos, dem es gelungen ist, den spießbürgerlichen Alltag innerhalb einer dem Wahnsinn verfallenden Gesellschaft ohne Schwarzweißmalerei zu demaskieren.
Der zwergwüchsige Held Oskar gehört zu den frühen Punks der deutschen Literatur. Mit Geschrei und Gehämmer wehrt er sich gegen die selbstverliebte Welt der Großen. Auch dem Zuschauer fällt es nicht immer leicht seine Sympathie auf der Seite des Protagonisten zu halten und findet sich dann nur zu schnell auf der falschen Seite wieder. So gehört Die Blechtrommel zu den irritierenden und beunruhigenden Kunstwerken, welche es ihrem Publikum nicht leicht machen, nach dem Konsum ohne Grübeln zum nächsten Tagesordnungspunkt überzugehen. --Peter Kuhn
Amazon.de DVD-Bewertung
Etwas mehr Material hätte man sich für den einzigen deutschen Oscar-Gewinner schon gewünscht. Neben einem Trailer und der Dokumentation "Erinnerungen von Volker Schlöndorff" ist der vom Regisseur des Films gesprochene Audiokommentar das Highlight der DVD. Doch gerade die darin erwähnten geschnittenen Szenen bleiben der Öffentlichkeit weiterhin verborgen. Auf der technischen Seite gibt es aber keinen Grund zum Tadel: Widescreen-Bild, deutscher Ton in Dolby Digital 5.1 und deutsche Gehörlosenuntertitel sind hier die Eckpfeiler. --Alex WernerKundenrezensionen zu 'Die Blechtrommel'
Faszinierend (7. August 2007)
Viele, die diesen Film sehen, tun ihm unrecht, schalten zum Beispiel nachder Hälfte gelangweilt oder angewidert ab und sagen, er sei überbewertet.
So einfach kann man es sich nicht machen!!!
Nicht umsonst war dieser Film viele Jahre lang der einzige deutsche Film, der im Ausland den Oscar als bester Auslandsfilm bekommen hat. Und auch wenn einem die ungewöhnliche Geschichte unbehaglich ist, lässt sich die
künstlerische Qualität nicht wegleugnen.
Auch wenn die pöbelhaften,ungebildeten Figuren den intellektuellen Betrachter mit Abscheu erfüllen - wie sonst gäbe der Film Sinn ? Schließlich ist es die Unzulänglichkeit der Erwachsenenwelt, die hier im
Mittelpunkt steht und weswegen der (hervorragend von David Bennent verkörperte) Oskar Matzerath beschließt, nicht dazugehören zu wollen und
dagegen trommelnd zu protestieren.
Ohne das Buch gelesen zu haben erlaube ich mir von einer bemerkenswerten Verfilmung zu reden, die ein Fest für Geist und Auge ist und an Feiertagen (an denen man genug Zeit hat) immer wieder mal in den
DVD-Spieler geschoben werden sollte.
Pervers und krankhaft wie das Nazi-Regime? (30. Juni 2007)
Ich habe das Buch nicht gelesen, aber dieses Machwerk 2 Mal gesehen, um meinen ersten Eindruck zu überprüfen. Und auch heute, wenn ich beim zappen den Film hier und da mal wieder ausschnittsweise im Fernsehen zu sehen bekomme, überkommt mich ein phänomenaler Würgereiz.Um nicht falsch verstanden zu werden, ich finde nicht, dass wir es hier mit einem schlechten Film zu tun haben, dennoch HASSE ich ihn aus vollem Herzen.
Dieses Machwerk ist so psychopatisch und pervers, dass ich dafür stimmen würde ihn mit dem Prädikat FSK18 zu versehen.
Dabei ist das meiner Ansicht nach genau das, was der Film erreichen sollte. In konsequenter Überzeichnung zeigt er den wahren Wahnsinn, den das Nazi-Regime darstellte. Niemand sollte erwarten hier eine Dokumentation über die typische deutsche Familie währdend der Zeit des Nationalsozialismus zu sehen zu bekommen.
Stattdessen ist es eine grausame surreale Inszenierung. Ein Einblick in eine monströse Psyche, wie sie wohl auch den großen Figuren der Nazis zu eigen gewesen sein muß.
Alles in allem Rate ich jedoch zur Vorsicht bei der Beurteilung dieses Films. Der Film ist eine fesselnde Überzeichnung, jedoch so dermaßen hoch, das das Gefühl aufkommen könnte er spiele nicht auf dieser Welt.
Hierdurch besteht die Gefahr, dass die dargestellte Monstrosität dazu verleitet das Nazi-Regime zu relativieren. Niemand kann sich wirklich vorstellen, dass es SO war. Und sicher war es das auch nicht, wenn man akzeptiert, dass es sich hierbei um eine Übersteigerung handelt. Übersteigerungen indes können zum einen Zusammenhänge stark verdeutlichen, oder aber eben Kopfschütteln und Abscheu hervorrufen.
Ich selbst sehe mich hier irgendwo bei der Mitte hin- und hergerissen und daher 3 Punkte.
Es war einmal ein Blechtrommler, der hieß Oskar (2. Mai 2007)
Dieser Satz, wird wohl vielen, die das Buch gelesen haben noch bekannt vorkommen, und vielleicht auch einigen die forsch dem Film gelauscht haben.Ich selbst kann einigen Vorrednern widersprechen.
Es ist egal, ob vorher Film, oder vorher Buch.
Egal welches Medium man sich zuerst zu Gute geführt hat, sollte man auf das andere neutral zugehen.
Ich persönlich habe den Film zuerst gesehen, eine Meisterleistung von Grass und vorallem Schlöndorff der den Film besser ungesetzt hat, als es irgendjemand anders auf dieser Welt hätte machen können.
Die Darsteller überzeugen zu 100% und die Sprache ist sehr gut gewählt, so, dass es möglich nahe an das Buch herankommt.
Nun gut, zum Film wollte ich nicht viel sagen, da das Meiste ja schon von Vorrednern gesagt wurde.
Mir geht es hier mehr um das "was zuerst?".
Also wie gesagt ich war vom Film beeindruckt und entschied mich wenige Tage darauf das Buch zu lesen.
Ich las einige Kritiken auf Amazon, wieder vollkommen falsche und flache Einschätzungen der Reszententen. Einige fanden das Buch zu schwer, sprachlich zu anspruchsvoll !?
Ich denke jeder der 4 Jahre die Schule besucht hat, versteht das Buch und kann dem Inhalt folgen.
Also ich las so einige negative Rezenssionen und irgendwie verging mir auch schon der Appetit, nachdem mir der Film sogut gefallen hatte, dachte ich, es kann nach diesen Reviews nur enttäuschend sein. Ich versuchte trotzdem neutral an das Buch heranzugehen, jedoch muss ich zugegeben, ich hatte echte Angst, das Buch könnte mir nicht gefallen.
ABER -->
So ist es nicht, das Buch ist flott und interessant, machmal auch traurig komisch und überzeugt (fast noch mehr) als der Film. Soviele Details im Film über die man richtig lachen oder aber auch weinen kann, kommen erst nach dem Lesen des Buches zum Vorschein, ich habe den Film nun mindestens neun mal gesehen und immer wieder identifiziere ich einige Passagen des Films mit denen des Buches, stelle Vergleiche auf, einfach köstlich.
Also was ich damit sagen will, es ist egal, was man zuerst sieht, Buch oder Film.
Sieht man den Film zuerst und man findet gefallen, wird einem auch das Buch gefallen, jedenfalls muss man sich danch nocheinmal den Film anschauen, um wirklich alle Zusammenhänge richtig verstehen zu können.
Dem Trompeter oder dem Gemüseändler von nebenan, wird im Buch keine besondere Rolle zugeteilt, im Buch füllt das Leben dieser aber Seiten, Seiten, die man nicht missen möchte.
Nun aber zum anderen Fall, liest man das Buch und findet gefallen, wird auch der Film gefallen. Es ist genau, wie man es sich vorgestellt hat, die Schauplätze sehr detailgetreu nachgebaut (Persil) die Schauspieler authentisch, einfach alles passt.
Also abschliessend kann gesagt werden, gefällt das eine Medium, gefällt auch das andere, egal, welches man zuerst konsumiert.
Gefällt einem das eine nicht, oder ist es zu anspruchsvoll, wird es sich so auch andersrum verhalten.
Ich hoffe ihr habt mein Gedankenwirrwarr entschlüsseln können.
Trommelschläge gegen das Regime (3. Januar 2007)
Wer Günter Grass doch recht umfangreichen (und anspruchsvollen) Schmöker nicht lesen möchte, ist mit dieser äußerst gelungenen Verfilmung wirklich gut bedient!(Schande über mich - auch ich kenne das Buch nur auszugsweise!)
Die Besetzung ist absolut geglückt.
Der erst 12jährige "Gnomen-Darsteller" bietet die vielleicht größte Kinder-Schauspieldarbietung aller Zeiten.
Auch die anderen Akteure wissen zu überzeugen.
Höhepunkte hat die Geschichte, filmisch gesehen, zu genüge.
Zum Beispiel bringt Oskar (der "Gnom") die Militärkapelle mit seiner Blechtrommel aus dem Takt - bis schließlich aus einem militärischen Marsch, Josef Strauß "An der schönen blauen Donau" wird. Alle schunkeln mit erhobenem rechten Arm im Takt mit!
Oder: Wie Oskars Vater sein Nazi-Brustemblem loszuwerden versucht, als die Russen sie aufspüren. Doch Oskar (in den Armen des Vaters) steckt es ihm immer wieder aufs Neue an - schließlich bohrt er es in des Vaters Hand! (In weiterer Folge können ihn sie sowjetischen Soldaten identifizieren und erschießen ihn...)
Vielleicht wäre Grass Bekenntnis zu seiner Nazi-Vergangenheit ein weit weniger aufregendes Ereignis gewesen, wenn sich so mancher "Die Blechtrommel" genauer zu Gemüte geführt hätte.
Der aufmerksame Zuseher (und wohl auch Leser) wird bestimmt einige Vergangenheitsbewältigungselemente in diesem Film wiederfinden!
"Die Blechtrommel" ist für mich zweifelsohne einer der Top-5 der deutschsprachigen Filme des 20. Jahrhunderts.
HERVORRAGEND!
ein Junge, der nicht mehr wachsen will - die Blechtrommel (24. August 2006)
Kurz vor dem zweiten Weltkrieg: der kleine Oscar hat die Erwachsenen satt und stürzt sich die Kellertreppe hinunter. Von nun an wird er nicht mehr wachsen und sieht die Welt mit anderen Augen.- den ganzen Film über von einer Frau erzählt.
Wenn der schweigsame Oscar schreit platzen die Fenster und Gläser. Solche und andere urkomische Situationen machen die Blechtrommel zu einer wunderbareb Literaturverfilmung, die den Auslandsoscar bekam. Ein Film, der zum Hineinversetzen einlädt und dabei den Alltag des Krieges schildert. Und Oscar immer in Begleitung seiner Blechtrommel...wer das Buch gelesen hat, wird auch den Film lieben!


