Aus der Amazon.de-Redaktion
Wenn im Jahr 2000 in den USA etwas als die neue R'n'B-Sensation abgefeiert wird wie Lucy Pearl, ist mittlerweile Zurückhaltung angebracht. Denn was in der zweiten Hälfte der Neunziger dem traurig vor sich hin dämmernden Genre neue Impulse gab, ist mittlerweile austauschbar geworden, schematisch, superclean, teuer -- und langweilig. Wenn das bei Lucy Pearl nun nicht so ist, dann hat das u.a. damit zu tun, dass die Initiatoren des Projekts zu denen gezählt werden müssen, die die musikalischen Substanzen bereitstellten, die heuer allzu häufig zum gleichen lauen Instant-Süppchen verrührt werden.Ali Shaheed Muhammad war DJ von A Tribe Called Quest, die Ende der '80er mit Alben wie Midnight Marauders und The Low End Theory den Hip Hop revolutionierten. Raphael Saadiq kommt von der hochangesehenen Funk-Soul-Combo Tony! Toni! Toné! und Dawn Robinson ist En Vogues verlorene vierte funky Diva. Dieses, ihr Debüt-Album, ist ein wunderbares Stück unprätentiöser moderner Popmusik, das R'n'B nicht einfach als Format benutzt, sondern sich auf die eigenen Traditionen bis zurück in die '60er bezieht. Der kreative Input ist erheblich, der Spaß am Tun in jeder Sekunde spürbar, die tanzbaren Einheiten sind ebenso wenig funktionalisiert wie die Balladen sich in seifigem Pathos verirren. Was Lucy Pearl aber vor allem auszeichnet, ist ihre ebenso offene wie dem Kitsch ferne Emotionalität, das Besinnen auf etwas, das dem Genre seinen ersten Namen gab: Soul. --Rolf Jäger
Kundenrezensionen zu 'Lucy Pearl'
Moderner R'n'B - ansprechend aber nicht herausragend (11. Februar 2007)
Der Hype um dieses Debüt war gross. Der Kauf der CD beruhte auf den fast schon euphorischen Empfehlungen diverser Kritiker. Teilweise groovt zwar der Sound, die Stimmen sind aber manchmal einfach zu flach, um den coolen Sound den angemessenen Vibe zu verleihen. Es gibt natürlich auch eine wirklich gute Songs: "Everyday", "Can't stand your mother", "You" zusammen mit Snoop Dogg ist auch gut. - GROSSARTIG ist allerdings "DON'T MESS WITH MY MAN.Insgesamt hat die Band nicht das Stimmvolumen, um den guten Sound auf das notwenige "Extralevel" anzuheben. Wegweisend für modernen R'n'B ist diese CD leider nicht.





