Platinum [UK-Import]

Verkaufsrang: 8466 (Musik)
Artist: Mike Oldfield
Audio CD
EAN: 0724384937621
Format: Original Recording Remastered
Format: Import
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Virgin UK (EMI)
UPC: 724384937621
Preis: EUR 458,12

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Kundenrezensionen zu 'Platinum [UK-Import]'

Der Lückenbüßer? (3. Oktober 2007)

Nun, die Hintergründe zu diesem Album sollten einigermaßen bekannt sein, deshalb hier nur nochmal die Kurzfassung: Mike hat sich durch die "Incantations"-Tour völlig verausgabt, braucht Geld und haut mal eben ein Album raus.

"Platinum" als Titel birgt die (damals wohl nicht ersichtliche) Gefahr, ein Best-of-Album zu vermuten. Da dies nicht vorliegt, kann man auch nur mutmaßen, warum Oldfield seine Alben und Lieder auf einmal nach Edelmetallen benennt. "Platinum" nennt sich nämlich auch gleich der vierteilige instrumentale Titelsong, der nach später häufig kopiertem Muster ("Five Miles Out", "Crises") die A-Seite füllt. Reichlich rockig mit viel Distortion-Gitarre beginnt er ("Airborn"). Im zweiten Teil missfallen mir allerdings die bis zum Erbrechen totgenudelten Gitarrenlicks und die Doo-wap-Gesänge. Dafür holt der dritte Teil ("Charleston") wieder auf und erzeugt mit Funk-Bläsern, Discobeat und disharmonischem Chorgesang eine bizarre postmoderne Stimmung, die wohl den damaligen Zeitgeist reflektiert. "North Star" als Abschluss des Stücks baut auf dem wenige Jahre zuvor erschienenen gleichnamigen Chorstück des amerikanischen Komponisten Philip Glass auf (das es heute wohl auf zahlreiche "Klassik zum Entspannen"-Compilations schafft) und sorgt für einen hymnisch-bombastischen Abschluss des Titelsongs (in der Art des ersten Teils von "Tubular Bells").

Die B-Seite stellt kürzere Stücke zur Schau. "Woodhenge" ist eine minimalistische Instrumentalnummer, "Sally" (schreibt Oldfield das seiner Schwester?) ist recht lustig mit einem gesampleten Rhythmus uns seinen Backgroundchören, aber nicht wirklich weltbewegend. Nun folgt der Höhepunkt des Albums, das satirische Instrumental "Punkadiddle". Zu einem stampfenden Rhythmus präsentiert Oldfield immer wieder neckische Gitarren- und Keyboardsoli zwischen Genie und eben punkigem Dilettantismus, unterbrochen durch Samples eines begeisterten Publikums. Dabei ist das Lied gar nicht mal so abwechslungsreich, hat aber seinen unbestrittenen Reiz. "I got Rhythm", eine Gershwin-Coverversion, lässt das Album ruhig ausklingen.

Was lässt sich also sagen? Der Titelsong hat im zweiten Teil Längen, ist aber in den Parts 1, 3 und 4 grandios und modern. Von der B-Seite sticht vor allem "Punkadiddle" heraus. Mir ist dieses Album insgesamt vier Punkte wert, da es zahlreiche gute Momente aus der Oldfield'schen Kult-Küche gibt und kein gravierender Schwachpunkt vorkommt.

Übrigens ist "Platinum" wesentlich kurzweiliger (mit Betonung auf "kurz") und leichter zugänglicher als "Incantations" und eignet sich daher bestens als Einstieg in das Oldfield'sche Schaffen. Meine Empfehlung!

Schwach (18. April 2007)

Manche Alben aus den 80-er Jahren hören sich mit dem inzwischen gegebenen zeitlichen Abstand gar nicht mehr so schlimm an, wie man sie in Erinerung hatte. Leider gilt dies aber nicht für "Platinum".
Diese Veröffentlichung muss man auch aus heutiger Sicht als einen der wirklich ganz schwachen Momente in dem Schaffen von Mike Oldfield werten.
Ein Longtrack, der weder Fisch noch Fleisch ist und sich klanglich versucht an die damals aufkommeden Syntheticsounds anzulehnen, ein paar vernachlässigbare Popliedchen, mehr ist da leider nicht...

Schwing das Tanzbein! (5. September 2006)

Nur ein Jahr nach der sehr schwer verdaulichen Doppel-LP "Incantations" veröffentlichte Mike Oldfield "Platinum", und ich denke, zu diesem Zeitpunkt muss dieses Album ein ziemlicher Schock für die Fans gewesen sein, ist es doch auf den ersten Blick so ganz anders als seine Vorgänger. Oldfield liebäugelt hier ganz eindeutig mit tanzbaren Disco-Rhythmen, ohne jedoch auf Tiefgang zu verzichten. Das in vier Sektionen geteilte Titelstück ist von Anfang bis Ende typisch Oldfield - und es fährt einem sofort in die Beine. Die ersten zweieinhalb Minuten von "Part 1 (Airborne)" dürften mit das Geilste sein, was Oldfield jemals eingespielt hat. "Part 2 (Platinum)" kreist um sein melodisches Zentrum, ohne auch nur eine Sekunde langweilig zu sein. Spätestens wenn die Bläser in "Part 3 (Charleston)" einsetzen, beginnt sich die Diskokugel zu drehen, und sie stoppt auch nicht beim auf Phillip Glass' "North Star" aufgebauten "Part 4 (Platinum Finale)". Kurz: es macht einfach Spaß, "Platinum" (das Stück) zu hören, und bei aller oberflächlichen Freude auch immer wieder raffiniert nach ganz hinten oder ganz links oder rechts gemischte Arrangement-Gimmicks zu entdecken.
"Woodhenge" bietet das totale Kontrastprogramm: ein stimmungsvolles, fast hypnotisches Stück, und im Grunde "Incantations light" in vier Minuten. Es folgt das gänzlich verzichtbare "Into Wonderland" (auch auf dieser Remaster-Ausgabe immer noch fälschlicherweise als "Sally" etikettiert; die erste Auflage der LP enthielt tatsächlich den etwas originelleren, aber auch nicht wesentlich besseren Song "Sally", der jedoch bei allen weiteren Pressungen und dann eben auch auf CD durch "Into Wonderland" ersetzt wurde, ohne dass die Tracklist dahingehend korrigiert worden wäre). "Punkadiddle" scheint bei vielen Oldfield-Fans ein Favorit zu sein, mir gibt das Stück recht wenig. Schließlich die Gershwin-Komposition "I Got Rhythm" - auch nicht meine Sache, zumal die Sängerin Wendy Roberts genau so eine Stimme hat, die ich gar nicht ertragen kann. Aber ok - Geschmackssache.
Trotz der deutlich schwächeren zweiten Hälfte des Albums fünf Punkte für das Titelstück. Tanzt, Oldfield-Fans, tanzt!

Super schlechte CD (25. Januar 2006)

Ich hatte mir die CD´s Platinum und QE2 von Mike Oldfield mir zu schicken lassen. Beide Titel habe ich auch auf LP und als MP3. Platinum und QE2 gehören zu Mike Oldfield besten Scheiben, allerdings sind die Remastered Versionen von 2000 das schlimmste was ich bis jetzt gehört habe. Das sind die einzigsten CD`s die meine Boxen zum dröhnen gebracht haben (Verstärker und CD Player von Marantz, Boxen von Canton) selbst im Auto ist der Sound schlecht. Der Bass und die E-Gitarre wurden auf Teufel komm raus nach vorne geholt. Die CD´s hören sich kalt, hart und unnatürlich an. Ich war schwer enttäuscht von den CD´s. Wer sich die beiden Titel zulegen möchte, sollte auf ältere Versionen (vor 2000) zurückgreifen!

unglaubliches Album (15. Januar 2006)

Mike Oldfield hat in seiner langen Karriere schon viele gute Alben auf den Markt gebracht. Jedes davon erzählt seine eigene Geschichte und ist im eigenen Kontext zu betrachten.
Was ihm 1979 mit Platinum gelungen ist, zählt ganz bestimmt zu den absoluten Highlights! Gerade die ersten 4 Tracks (Platinum 1-4) ziehen dich in ihren Bann, so genial, so wunderschön. Was nicht heißen soll, dass die Tracks 5-8 schlecht sind, aber sie stehen doch im Schatten der Platinums.
Man kann Platinum keinesfalls mit den letzten Platten von Mike Oldfield vergleichen, denn obwohl er musikalisch immer seinen eigenen Weg gegangen ist, erkennt man beim Hören aus welcher Zeit seine Werke stammen. Am ehesten (aber auch nur tw.) hat Platinum Ähnlichkeiten mit seinem ersten Werk "Tubular Bells". Und doch sind die beiden Alben kaum vergleichbar. Mike Oldfield ist eben jedesmal wieder einzigartig!

dkb.de

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