Henry & June

Verkaufsrang: 60478 (DVD)
Actor: Fred Ward
Actor: Uma Thurman
Actor: Maria de Medeiros
AspectRatio: 1.66:1
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Director: Philip Kaufman
EAN: 4030521310346
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Columbia/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Columbia/DVD
Verlag: Columbia/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2000
Spielzeit: 131
Studio: Columbia/DVD
TheatricalReleaseDate: 5. Oktober 1990
von: Fred Ward (Hauptdarsteller), Uma Thurman (Hauptdarsteller), Alan Splet (Komponist)
Preis: EUR 7,35

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Kundenrezensionen zu 'Henry & June'

Was Amerikaner sich nur in Paris trauen (17. Dezember 2007)

Erst einmal ein Lob für Uma Thurman. Dies ist ein Film, den sie 1990 gedreht hat, nur etwa zwei Jahre nach dem Auftritt in "Gefährliche Liebschaften" mit dem sie berühmt geworden ist. Und im Gegensatz zu "Gefährliche Liebschaften" vermittelt sie hier deutlich mehr als ihr herausragendes Aussehen. Zwar ist Sie im Film für ihren Gatten Henry Miller schon sehr eine Projektionsfigur - genauso wie für Anais Nin, die sich in Henry und auch in June verliebt. Ihre Präsenz auf der Leinwand macht aber die Faszination der beiden berühmten Autoren für June völlig verständlich. Und es gelingt Uma Thurman auch sehr gut darzustellen, warum ihre Figur June nicht mit dieser Rolle zwischen den beiden Egomanen leben kann.

Der Film erzählt die Geschichte von zwei amerikanischen Ehepaaren, die sich zwischen den Weltkriegen in Paris treffen und dort Teil der Boheme werden. Insbesondere Henry und Anais sind aus den moralischen Beschränkungen der amerikanischen Heimat mehr oder weniger bewusst geflohen. In Paris können beide nun das ausleben, wozu sie sich in der Heimat nicht in der Lage sahen. Der Film wird dabei im Wesentlichen aus der Sicht von Anais Nin erzählt. Sie hat zu Beginn noch etwas Naives. Für sie haben Henry Miller - und auch June - den Reiz des Freien, des Kreativen. Sie will so sein wie sie. Doch nichts ist so perfekt wie es scheint und schnell wird sie in die Konflikte des Ehepaars hineingezogen. Während sie selbst eine Art von sexueller Reifung durchmacht, erlebt sie auch der Konflikte der beiden von ihr geliebten Menschen. Und ihr eigener Mann leidet währenddessen unter der Tatsache, dass er in ihrem Leben eine immer kleinere Rolle einnimmt.

Ob die realen Menschen hinter dieser Geschichte am Ende wirklich noch Lust auf Dreiecksbeziehungen hatten? Henry Miller und Anais Nin sind jedenfalls durch ihre umstrittenen Bücher berühmt geworden. Beide haben nicht unwesentlich zu der sexuellen Revolution nach dem zweiten Weltkrieg beigetragen. Heute sind ihre Bücher nicht mehr ganz so bekannt und aktuell, die Kommerzialisierung der Erotik lässt vieles im Rückblick brav erscheinen.

Wie man der Rezension bis hier her schon anmerkt, habe ich den Film nicht wirklich als Erotikfilm gesehen. Dazu sind die Menschen, die Ereignisse und die Verbindung der Story zu Wirklichkeit zu spannend, um den Film auf die Nacktszenen zu reduzieren. Aber soviel sei gesagt - der Film hat viele sehr erotische Situationen und man nimmt den Schauspielern ab, dass das mit dem Sex schon eine besondere Bedeutung hat im Leben der Protagonisten. Und insbesondere die beiden Frauen sind schon sehr schön anzusehen.

Was Amerikaner sich nur in Paris trauen (4. Februar 2007)

Erst einmal ein Lob für Uma Thurman. Dies ist ein Film, den sie 1990 gedreht hat, nur etwa zwei Jahre nach dem Auftritt in "Gefährliche Liebschaften" mit dem sie berühmt geworden ist. Und im Gegensatz zu "Gefährliche Liebschaften" vermittelt sie hier deutlich mehr als ihr herausragendes Aussehen. Zwar ist Sie im Film für ihren Gatten Henry Miller schon sehr eine Projektionsfigur - genauso wie für Anais Nin, die sich in Henry und auch in June verliebt. Ihre Präsenz auf der Leinwand macht aber die Faszination der beiden berühmten Autoren für June völlig verständlich. Und es gelingt Uma Thurman auch sehr gut darzustellen, warum ihre Figur June nicht mit dieser Rolle zwischen den beiden Egomanen leben kann.

Der Film erzählt die Geschichte von zwei amerikanischen Ehepaaren, die sich zwischen den Weltkriegen in Paris treffen und dort Teil der Boheme werden. Insbesondere Henry und Anais sind aus den moralischen Beschränkungen der amerikanischen Heimat mehr oder weniger bewusst geflohen. In Paris können beide nun das ausleben, wozu sie sich in der Heimat nicht in der Lage sahen. Der Film wird dabei im Wesentlichen aus der Sicht von Anais Nin erzählt. Sie hat zu Beginn noch etwas Naives. Für sie haben Henry Miller - und auch June - den Reiz des Freien, des Kreativen. Sie will so sein wie sie. Doch nichts ist so perfekt wie es scheint und schnell wird sie in die Konflikte des Ehepaars hineingezogen. Während sie selbst eine Art von sexueller Reifung durchmacht, erlebt sie auch der Konflikte der beiden von ihr geliebten Menschen. Und ihr eigener Mann leidet währenddessen unter der Tatsache, dass er in ihrem Leben eine immer kleinere Rolle einnimmt.

Ob die realen Menschen hinter dieser Geschichte am Ende wirklich noch Lust auf Dreiecksbeziehungen hatten? Henry Miller und Anais Nin sind jedenfalls durch ihre umstrittenen Bücher berühmt geworden. Beide haben nicht unwesentlich zu der sexuellen Revolution nach dem zweiten Weltkrieg beigetragen. Heute sind ihre Bücher nicht mehr ganz so bekannt und aktuell, die Kommerzialisierung der Erotik lässt vieles im Rückblick brav erscheinen.

Wie man der Rezension bis hier her schon anmerkt, habe ich den Film nicht wirklich als Erotikfilm gesehen. Dazu sind die Menschen, die Ereignisse und die Verbindung der Story zu Wirklichkeit zu spannend, um den Film auf die Nacktszenen zu reduzieren. Aber soviel sei gesagt - der Film hat viele sehr erotische Situationen und man nimmt den Schauspielern ab, dass das mit dem Sex schon eine besondere Bedeutung hat im Leben der Protagonisten. Und insbesondere die beiden Frauen sind schon sehr schön anzusehen.

Ich bestelle dann mal die Biographien als Buch und schreibe dann in ein paar Wochen noch ein paar Rezensionen...

nicht nur ein schreib-wettkampf ... (16. Februar 2005)

wer einen film in braun-tönen und nur in englischer sprache akzeptiert, der kann sich zwei stunden lang vielleicht mit genuß hineinfühlen in jene zeit um 1931, in der henry miller und anais nin eine art wettrennen darum veranstalteten, wer das bessere buch über erotik zustande brächte. natürlich bleibt dieser ringkampf nicht nur auf der ebene des papiers, sondern verlagert sich in die betten, die bars, auf die straßen der amüsierviertel von paris. anais, die zu beginn der begegnung von henry miller als kindlich-naiv abgetan wird, nimmt den fehde-handschuh auf und lässt sich in alle spielarten der liebe mit hineinziehen: in kinos, tanzbars, bordelle - und in die lesbische liebe mit der ehefrau millers, june. die dementsprechenden filmszenen (zwischen anais und june) sind ausgiebiger als jene in salma hayeks FRIDA KAHLO-verfilmung, passagen des films HENRY & JUNE sind vielleicht bedrückend wie solche in ingmar bergmanns SCHWEIGEN (man versteht den film übrigens auch bei ausgeschalteter tonspur) - die karnevals-szenerie erinnert gar an FELLINI: im hintergrund des ziemlich diabolisch wirkenden straßen-spektakels (welches die nacktheiten des heutigen karnevals in RIO fast überbietet) - im hintergrund wird anais vergewaltigt - zu den trommeln eines brasilianers, während ein BÄR auf einer heißen eisenplatte tanzt - vergewaltigt von ihrem eigenen ehemann. der hat als BANKER einen beschwerlichen weg zu gehen, ertragend den wissensdurst seiner ehefrau. so zieht er sich denn auch zuweilen, während sie ihrem sexuellen erkundungsdrang nachgeht, zurück an die gitarre oder bongos: jene geräte, die er in seiner kindheit im karneval RIOs erlebte - parallel neben anderem, was ihn ängstigte - und nur die ruhe seines vaters ließ ihn damals durchhalten und daran glauben, dass der spuk irgendwann vorüber sein würde. das ist er auch gegen ende des filmes: june fühlt sich von den erotischen treffen mit anais nur ausgenutzt - ähnlich wie ihr ehemann henry sie nur ausgenutzt habe für seine schreibziele. stimmt vielleicht. henry millers buch WENDEKREIS DES KREBSES / TROPIC OF CANCER, das in dieser phase entstand, durfte 27 jahre lang in den USA nicht publiziert werden, anais nin immerhin ging in die literatur-geschichte ein mit ihren publizierten tagebüchern als erste frau, welche erotik und sexualität erfolgreich darzustellen in der lage war. der ehemann der anais, hugo, schaffte den sprung ins museum of modern art von NEW YORK: mit einer serie von kurzfilmen. solche kleinen, kurzfilm-ähnlichen augenweiden machen auch den film henry & june interessant: und seien es nur die automobile der 30er jahre, die anderen karnevals-sitten - oder jene nächtliche gaslaternen-gasse mit kopfsteinpflaster und mehrmals benutzter bank - an der schemenhaft ab und zu ein dreirädriges postfahrrad mit anhänger vorbeihuscht ...

Ein abgerundeter Film.. (8. Januar 2005)

Ich muss gestehen, als ich die Bücher von Anais Nin gelesen habe, hatte ich ein anderes Bild von ihr und bei der ersten Betrachtung scheint es auch so, als würden die Film-Anais und die reale Person nicht übereinstimmen, aber bei genauerer Betrachtung fällt einem auf,dass im Film eigentlich ganz geschickt eine neue Facette dieser Person dargestellt wird und facettenreich war diese Frau auf jeden Fall. Ich finde die Hauptdarstellerin gibt der Figur genau die Verletzlichkeit, die man in den Büchern erahnt, zeigt aber auch die Stärke einer Frau, die Mut beweist in die Tiefen der Seele zu tauchen. Der Film zeigt ein interessantes Bild der Boheme der Zeit, hat interessante Filmmusik zu bieten und unterhält in schönen, aber nicht oberflächlichen Bildern. Wenn sich jemand natürlich einen Porno erwartet, ist er hier nicht gut bedient. Hier findet Kunst der Verführung statt, Erotik, die es schafft Spannung zu erzeugen, die letztendlich auch die Dramatik des Films würzt.
Empfehlenswert für Genießer mit Kopf.

Gelungener und Anspruchsvoller Film (4. Juli 2004)

"Henry und June" schildert die Dreiecksbeziehung zwischen dem Autor Henry Miller, seiner Frau June und der Schriftstellerin Anais Nin. Vor Allem durch die überzeugende Darstellung von Maria de Medeiros (Anais Nin) und die gelungen einfühlsame Kameraführung ein durchaus gelungener Film.
Einzige Störfaktoren sind Fred Ward (Henry Miller), der mit seiner Rolle völlig überfordert scheint, und eine noch nicht wirklich überzeugende Uma Thurman.
Der Film fällt mehr in die Kategorie "Anspruchsvoll" und eignet sich daher nicht für einen gemütlichen Chill-out Videoabend.

Die DVD enthält einiges an Hintergrundinformationen sowohl zu den historischen Personen, als auch zu den Schauspielern. Da die DVD-Qualität meiner Meinung nach eher durchschnittlich ist gibts einen Stern Abzug.

dkb.de

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