White Pony

Verkaufsrang: 23164 (Musik)
Artist: Deftones
Audio CD
EAN: 0093624766728
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Wb (Warner)
UPC: 093624766728
Preis: EUR 5,63

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Product Description

WHITE PONY STANDARD EDITION

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Als sanft und sinnenfroh konnte man die Aggro-Band Deftones nun wirklich nicht bezeichnen -- bis White Pony antrabte. Bei seiner dritten Veröffentlichung hat das Quintett seine akustische Durchschlagskraft gemildert und abgedämpft. Songs wie "Digital Bath" erhalten so eine verhaltene, abgestuftere Wirkung. Bei White Pony rückt der Sound näher an Tool als an Pantera heran, tatsächlich kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem Sänger von Tool und A Perfect Circle, Maynard James Keenan, bei dem packenden "Passenger". Fans der früheren, härteren Alben der Band brauchen jedoch nicht über diese neuen Trends zu weinen. "Elite" ist voll von klotzigen Riffs, und Anleihen aus dem Metal/Rap Bereich fehlen hier auch nicht, während "Korea" Stein erweichend und hektisch klingt. Noch beeindruckender ist jedoch ein Song wie das exzentrische, futuristische, hitzig-temperamentvolle "RX Queen" und der dezente Song "Teenager". Alles in allem ist dieses Album nicht ganz so geeignet für den Moshpit wie ihre vorhergehenden Alben Adrenaline und Around The Fur. Stattdessen ist es ein vielseitiges, dynamisches und ungestümes Album, das vorgefasste Vorstellungen vom Sound der Deftones links liegen lässt und es schafft, einen Eindruck davon zu vermitteln, was diese Band in Zukunft noch alles zu Wege bringen kann. --Katherine Turman

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Kundenrezensionen zu 'White Pony'

Ein Glanzstück der Musikgeschichte und für jeden individuell (9. September 2008)

Damals mit 14 Jahren als ich zum ersten Mal dieses düstere Video Change (In The House Of Flies) im Fernsehen sah, war ich noch nicht gebannt aber schon sehr interessiert. Eines führte zum anderen und ich besaß dieses kleine, weiße Pony. Ich verliebte mich in die düstere Atmosphäre des Videos, in die Klänge dieser Musik und in die Stimme des Mannes, der mich noch immer nach 8 langen Jahren begleitet und fesselt.
Erst gestern habe ich die CD wieder hervorgekramt und sie mir angehört. Es ist so, als würde man ein Lied hören. Alle Lieder passen perfekt zusammen und harmonieren so gut, obgleich sie unterschiedlicher zum Teil nicht sein könnten. Bei manchen Texten habe ich inhaltlich versucht sie zu interpretieren oder zu verstehen aber Chino lässt jedem seine indivudielle Fantasie und Fantasterein - nichts wird dir vorgegeben, Knife Prty kann für mich etwas total anderes bedeuten als vielleicht für dich. Diese Lieder trotzen nur vor Intensität, Lust und Widerwillen - wie ein Pferd, dass sich aufbäumt. Man kann das Pony nicht zähmen, man will es auch nicht, man will einfach nur auf ihm reiten und in Abgründen verschwinden, die allein durch die Musik/Instrumente (ich zähle Chinos Stimme dazu) erzeugt werden.
Nicht jeder kann etwas mit den Deftones anfangen aber die die es können, wissen was sie an ihnen finden. Für manche sind sie schlichtweg depressiv oder verloren aber für mich ist es immer noch die tollste und größte Untergrundband der Welt...

Glücksgriff (29. Januar 2008)

Ohne die Deftones großartig zu kennen, habe ich mir dieses Album mal mitgenommen, da der Preis so günstig war.
Mittlerweile steht es unter meinen Top 10 der besten Platten und 3 weitere Deftones-CDs sind anschließend in meinen Schrank gewandert. Absolut lohnenswert, bei dem Preis sogar ein MUSS.

White Pony (29. September 2007)

"Erfrischend" ist wohl das Wort, das den Sound der Deftones zu "White Pony" Zeiten, gerade im Vergleich zu Genreverwanden Veröffentlichungen, am besten beschreibt.
Trotz (oder gerade wegen) seiner Sperrigkeit und offensichtlich stark experimentellen Ausrichtung kommt "White Pony" völlig homogen daher und bringt seiner Zeit frischen Wind in eine Szene der langsam vor Eintönigkeit und gegenseitigem Ideenklauen gewaltig die Puste ausgeht.
Die Deftones schaffen es mit "White Pony" gleichzeitig sich enorm weiterzuentwickeln, ihrem Stil treu zu bleiben, den Anspruch in die harte Musik zurückzubringen und gleichzeitig das beste Album ihrer gesamten Karriere abzuliefern!

In Experimentierlaune! (13. August 2007)

"Deftones? - Der letzte Müll, wenn du mich fragst..."
Wer angesichts einer solchen Situation schon ähnliches gehört hat, wenn es darum ging, seinen eigenen Musikgeschmack den kritische Kollegen zu beschreiben, der möge bitte die Hand heben.
Gut, ich kann leider nicht sehen wieviele Hände gerade oben sind, aber es werden ohne Zweifel viele sein.
Und damit sind wir auch gleich beim Problem, vor dem eine Band steht, die ihren bis dahin größten Erfolg mit einem Album hatte, dass ohne Ausnahmen in die damaligen Musiktrends gepasst hat. "Around the Fur" drückte und drückt auch heute noch die Deftones in eine Schublade, der sie längst entwachsen sind. NuMetal ist seit seinem Tod als wichtigtuerische Entartung von ein paar postpubertären großen Kindern verschrien, allen vorran ein gewisser Fred Durst, der mehr durch großspurige Reden als durch Taten auf sich aufmerksam machte (nicht umsonst bezeichnete Wes Borland bei seinem Austieg die Band als "sell out"). Dieses Prinzip trifft auch auf die meisten dieser fragwürdigen Acts zu. Aber eben nicht auf alle, was nur leider die wenigsten wissen. So verwundert es dann nicht, dass Äußerungen wie die o.g. gemacht werden, ohne dass die betreffenden Personen überhaupt den entsprechenden Horizont dafür hätten, sich solche Behauptungen anzumaßen.
Mit diesem Problem haben die Deftones auch heute noch zu kämpfen, Mit erscheinen dieser Scheibe im achso schicksalhaften Jahr 2000 aber noch mit einem anderen...
Denn das, was die Band da in den letzten drei Jahren ausbaldowert hatte, entzog sich bei Erscheinen jeder geläufigen Beschreibung. Die ersten Tracks des Albums enthalten z.T. Spielereien mit ungeraden Takten und es wechseln sich gnadenlose harte mit eher rockigen, teils sogar sanften Songs ab. Die beiden größten Ausreißer bilden "Knife Party" und "Passenger", zu dem auch M.J. Keenan von Tool einen nicht gerade unerheblichen Beitrag leistete. Noch nie waren die Gesangsparts in einem Deftones-Werk so abgehoben und dominant wie in diesen beiden Tracks. Die beiden anderen wirklich besonderen Stücke sind "Korea", welches von einem der Wohl treibendsten Gitarrenriffs geführt wird, die jemals in eine Produktion einflossen und in dem man die Deftones in ihrer gewohnten Stärke wiedererkennt, und "Change", welches ungeheuer viel aufwühlende Melancholie führt und eine Spannung erzeugt, die sich praktisch anfassen lässt.
Warum hat sich der Sound in großen Teilen so geändert? Das ist relativ einfach zu erklären: Chino Moreno hat aufgehört zu rappen und Frank Delgado kam endlich als offizielles 5tes Bandmitglied hinzu. Delgado hatte schon auf den ersten Produktionen Teilstücke zu Songs beigesteuert, aber mit seiner offiziellen Aufnahme ins Bandgefüge ermöglichete ihm das vollkommen neue und vor allem weitläufige, kreative Ansatzpunkte - was den übrigen 4 Jungs in ihrem schaffen zweifellos nicht geschadet hat.
Delgado ist nicht mit den üblichen 08/15-DJs zu vergleichen, wie sie Bands wie Linkin Park oder Limp Bizkit "aufwerten". Beschränken sich diese Herren praktisch auf sinnfreie Scratch-Sessions (damit sie überhaupt mal etwas zu melden haben) und lieblos eingewürfelte HipHop-Beats, steckte in Delgado allem Anschein nach von Anfang an der Musiker, der es perfekt versteht, sich in das Bandgefüge zu begeben und Instrumental- sowie Gesangsparts stimmig zu akzentuieren. Seine mächtigste Waffe ist dabei bis heute der Synthesizer, der den Songs einen sehr warmen Schub verleiht und insbesondere sehr gut mit Chi Chengs Bass harmoniert. Dabei dienen die eingestreuten Samples auch heute mehr der Atmosphäre und weniger dem Gesamtkonzept, sozusagen das i-Tüpfelchen. Dies alles trug dazu bei, dass alle Arrangements etwas schwebendes und sehr erhabenes und plötzlich ein vollkommen neues Niveau erhielten, wie man es bis dahin nicht gewohnt war.
Und hier stand die Band vor einem weiteren Problem: so groß die Anerkennung zu dieser Weiterentwicklung war, so groß war bei den alteingesessenen Fans der ersten Tage auch die Enttäuschung über die fehlende Aggressivität und die Nagelkeule, die plötzlich eher Streicheleinheiten als Schläge austeilte (bestes Beispiel der Rezensent unter mir). Es dauerte eine Zeit lang, bis das Album vollständige Anerkennung fand. Und ich muss selbst zugeben, dass es sich um ein ausgeprochen sperriges Stück Arbeit handelt, eine wertvolle Flasche Wein, die ihr ganzes Aroma erst mit intensivem, maßvollem Genuß preisgibt. Der Begriff "Progressive" drängt sich auf...
Wem sich das Album aber ersteinmal erschlossen hat, der wird feststellen, dass es sich zweifellos um eines der besten Deftones-Werke überhaupt handelt. Und deshalb appelliere ich an alle, die in Schubladen denken oder von dieser CD vor den Kopf gestoßen sind (auch an den Herrn unter mir): wenn ihr die Deftones bisher nicht mochtet kauft dieses Album! Und wenn ihr es schon habt und nicht so recht etwas damit anzufangen wisst, hört es rauf und runter, zehnmal, zwanzigmal. Irgendwann werdet ihr bemerken, was ihr bisher verpasst habt.

Punk ? Krach !!! Oder eine Mischung - versucht, aber leider nicht gelungen. (12. August 2007)

Meine 1. und sicherlich auch letzte CD der DEFTONES. Da habe ich wirklich schon besseren Punk / Heavy Metal gehört. Diese Stücke sind mir zu experimentell und oft nicht ausgegoren genug, kein hoher Wiedererkennungswert. Mit "Feiticeira" geht es ja noch ganz gut los, aber dann ? Was soll denn das sein ? Für mich sind solche Songs auf Dauer nicht anhörbar (wilde Instrumente, kreischender Gesang). Erst mit "Korea" kommt wieder ein besseres, sogar gutes Stück, auch "Change (in the house of flies)" ist akzeptabel. Deshalb, und weil das Booklet alle Texte beinhaltet, gerade noch 3 Sterne.

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