Long Riders

Verkaufsrang: 5246 (Video)
Actor: Keith Carradine
Actor: David Carradine
Actor: Robert Carradine
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Walter Hill
EAN: 4010232002136
Format: PAL
Label: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
Verlag: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
Spielzeit: 96
Studio: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
TheatricalReleaseDate: 16. Mai 1980
von: Keith Carradine (Hauptdarsteller), David Carradine (Hauptdarsteller), Ry Cooder (Komponist)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Dieser großartige Western von Walter Hill (Red Heat, Nur 48 Stunden) verfolgt die Karrieren der Gebrüder James und Younger und nutzt die treffende Idee, diese Rollen ebenfalls mit schauspielernden Brüdern zu besetzen. So werden die Gebrüder James von Stacy Keach (Die Klapperschlange) und James Keach (Auf Messers Schneide) verkörpert und die drei Younger-Brüder von David Carradine (Kung Fu), Keith Carradine (Die Duellisten) und Robert Carradine (The Big Red One). Randy Quaid (Independence Day) und Dennis Quaid (Dreamscape) spielen die Gebrüder Miller und die beiden Fords sind Christopher Guest (Die Braut des Prinzen) und sein Bruder Nicholas (Nemesis).

Walter Hill, dem Ry Cooder (Last Man Standing, Crossroads) eine beschwörende Filmmusik komponierte, schuf einen Streifen, der atemberaubend spannend ist und durch die Weise, in der er jene Gesetzeslosen der Ära nach dem amerikanischen Bürgerkrieg behandelt, zugleich auch nachdenklich stimmt. Die Brüder Keach geben ihren Rollen als Frank und Jesse James einen überraschenden Grad an Würde, während David Carradine als Cole Younger ein echter Brüller ist. Und die beiden Quaids geben mit ihren Streitigkeiten unter den Brüdern Miller ganz einfach die Wirklichkeit zurzeit der Dreharbeiten wieder. Blutleer ist dieser Film also keineswegs -- in beiderlei Hinsicht. --Marshall Fine

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Kundenrezensionen zu 'Long Riders'

Jesse James & Co. (23. September 2003)

Long Riders beschreibt das Wirken der James und Younger Bande im Süden der USA nach dem Bürgerkrieg.
Er zeigt viel persönliches aus dem Leben von Jesse James und seinen Bruder Frank wie ihr Familienleben, das Farmerdasein etc. ohne dabei sentimental zu werden. Long Riders trifft und beschreibt die Situation von dem einstigen Südstaatenstolz und die Scharm der Niederlage sowie den Hass gegen die "besetzenden" Unions Truppen.
Der Film ist kein "Saubermann Western", sondern eher ein etwas harterer, gewaltätiger Western in dem dies auch realistisch gezeigt wird.
Die gezeigten Waffen sind durchaus realistisch und teilweise Personengetreu.
Es ist ein durchaus lohnenswerter Film den man auch gerne mehrmals anschaut.

Etwas zu viel Glorifizierung (28. März 2003)

Handlung (ohne zu viel zu verraten, z. B. keine Nebenhandlungsstränge):
Nach dem Bürgerkrieg beginnen Frank und Jesse James gemeinsam mit den 4 Younger Brüdern und einigen Kumpanen durch Bank- und Zugüberfälle ihr Konto aufzubessern. Dabei beschränken sie sich in den Südstaaten bewusst auf die wirtschaftlichen Vertreter des reichen Nordens oder reiten eben bis ins ehemalige Feindesland um dort zuzuschlagen. Die geschädigte Hochfinanz beauftragt die berühmte Pinkerton Agentur mit der Lösung des Problems - egal auf welche Art.
Der Film schildert neben dem beiderseits mit äußerster Brutalität und illegalen Mitteln geführten Kampf zwischen Pinkerton und den Outlaws - hinter denen natürlich auch diverse Gesetzesvertreter her sind - auch die politischen Hintergründe jener Zeit.
Denn nur der immer noch gärende Hass der besiegten Südstaatler ermöglichte es der James/Younger Gang nach erfolgreichen Raubzügen in aller Ruhe zu ihren Familien zurückzukehren und vorübergehend ein normales Leben zu führen. Denn ihre Nachbarn passten auf - sich nähernde Aufgebote wurden verraten, einzelne Ermittler schon mal durch eigentlich unbeteiligte Dritte erschossen.
Trotzdem kann ein Leben, dass weitgehend durch den Revolver finanziert wird nicht ewig gut gehen, und so erleben wir, wie die Bande nach und nach dezimiert wird und schlussendlich doch noch in die Katastrophe reitet.

State:
Obwohl der Regisseur Walter Hill sich wie bereits in "Geronimo" nahezu 100%tig (Der Grad der von den Outlaws angewendeten Gewalt wird auf ein erträgliches Niveau gebracht) an die historische Wahrheit hält, gehört dieser Film zu den spannendsten Western überhaupt.
Die Schießereien sind unvergleichlich gut in Szene gesetzt - Action Sequenzen oft in der Leinwand füllenden Totalen aufgenommen - Kostüme, Lebensumstände und Politik historisch korrekt dargestellt, ergo stimmig rübergebracht - man muss einfach den Hut vor dieser filmischen Meisterleistung ziehen.
Einziges Manko - für meinen Geschmack wird diese Mördertruppe ein wenig zu sehr glorifiziert. Man sollte nicht vergessen, dass das Gros ihrer Opfer einfache Bürger waren, die lediglich ihre Ersparnisse bis aufs Blut verteidigten (Ein Rückversicherungssystem der Banken gab es damals nicht. Wurde eine ausgeraubt, zerstörte das oft auf einen Schlag Dutzende von Existenzen und hemmte das Wirtschaftswachstum einer Region/Stadt auf Jahre hinaus). Ferner verschweigt der Film zwar nicht, dass die Anführer der Bande während des Krieges mit "Bloody" Bill Anderson und William Quantrills "Bushwackers" ritten, doch welch schreckliche Verbrechen deren Milizen an der Zivilbevölkerung begingen bleibt im Dunkeln.

Die DVD:
Das Bild liegt in Widescreen 16x9 im Verhältnis 1.85:1 vor, ist leider kein Highlight, weist aber auch keine echten Mankos auf.
Der Ton dagegen ist eine echte Enttäuschung: DD 1 Kanal sprich Mono.
An Extras gibt es lediglich den O-Trailer - eindeutig zu wenig für das Medium.
Diese DVD wird dem Spitzenfilm nicht gerecht - daher ein Stern Abzug.

Fazit:
Der Film ist für jeden Western Fan ein klares "Muss".
Doch auch Action Puristen und Hobbyhistoriker werden durchaus auf ihre Kosten kommen.

Anmerkung:
Wer in Filmform mehr über die reale Vergangenheit der Gang erfahren möchte, sollte sich unbedingt "Ride with the Devil" anschauen (Auf DVD FSK16 erhältlich). Dieser Film handelt u. a. von Andersons Milizen und der Art ihrer Kriegsführung. Dabei wird auch das vermutlich schlimmste Kriegsverbrechen des amerikanischen Bürgerkrieges (1863 Lawrence/Kansas) beschrieben. Daran war die spätere Frank James und 2 der Younger Brüder beteiligt; Cole war einer der Unterführer. "Ride with the Devil" erzählt allerdings eine andere Geschichte und geht auf die Mitglieder der Gang nicht näher ein. Trotzdem ist seine Handlung eine wertvolle Ergänzung zu "Long Riders"

Zeittafel am Beispiel Jesse James, 05.09.1845 bis 03.04.1882 (fehlt ja leider auf der DVD)
1864 - Jesse James schließt sich BB Anderson an, 27.09.1864 - Doppel-Massaker in/bei Centralia/Missouri, 1866 - erster bekannter Banküberfall in Liberty/Missouri (auch der erste in den USA, der am helllichten Tag in Friedenszeiten stattfand), 21.07.1873 - erster bekannter Zugraub, 1874 - Eisenbahnbarone schalten Pinkerton ein, 1874 - Heirat (später 2 Kinder), 1875 - Pinkerton Leute töten einen behinderten 9jährigen Bruder und verstümmeln die Mutter von Jesse und Frank (einige der Beteiligten werden später von Unbekannten ermordet), 07.09.1876 - Fiasko für die Gang in Northfield/Carolina, Jesse lässt die 3 überlebenden Younger Brüder (von insgesamt 19 Kugeln getroffen) im Stich - und verschwindet vorerst spurlos. Ab 10/1879 begeht er gemeinsam mit seinem Bruder und wechselnden Gefolgsleuten weitere Raubüberfälle. 03.04.1882 - Eine Kugel beendet sein Leben.
Entgegen den verklärenden Darstellungen in älteren Western wird sein Tod nicht von Frank gerächt. Tatsächlich wurde sein Mörder 1892 von einem aufgebrachten Farmer getötet.
Quellen: "Sie starben in den Stiefeln" von Dietmar Kügler (erhältlich), "Billy the Kid und seine Brüder" von Bill O'Neal

Einer der besten Western (21. März 2001)

Ist schon länger her, daß ich diesen Film gesehen habe. Ist meiner Meinung nach einer der besten Western die ich gesehen habe. Ohne viel Schnörkel, Ausdrucksstark und gut gefilmt, verkörpert nicht gerade den "American Way of Live" was immer das heute noch bedeuten mag, etc.

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