Verkaufsrang: 18076 (DVD)
Actor: Pierce Brosnan
Actor: Sophie Marceau
Actor: Denise Richards
AspectRatio: 2.35:1
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Director: Michael Apted
EAN: 4010232003867
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
Verlag: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 8. Dezember 2004
Spielzeit: 123
Studio: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH
TheatricalReleaseDate: 19. November 1999
von: Pierce Brosnan (Hauptdarsteller), Sophie Marceau (Hauptdarsteller), David Arnold (Komponist)
Preis: EUR 4,90
Aus der Amazon.de-Redaktion
In seinem 19. Leinwandabenteuer hat sich Ian Flemings Superspion in ein selbst angerichtetes Dilemma bugsiert: Als die langlebigste Kinofilmserie der Welt hat sich James Bond zu einer Figur entwickelt, die ihre Produzenten unbedingt beschützen wollen. Sie versuchen ein Format, das sich im Laufe von fast 40 Jahren entwickelt hat, am Leben zu erhalten, indem sie den Zuschauern das geben, was diese erwarten. Das Problem ist nur, dass auf diese Art und Weise eine Schablone entsteht, die echte Überraschungen ausschließt. Betrachtet man diesen Film sorgfältig, erkennt man, dass sich die Macher dieser Problematik bewusst gewesen sind. Daher haben sie Die Welt ist nicht genug weitaus düsterer und emotionaler gestaltet als seine direkten Vorgänger -- um diese Emotionalität und die damit einhergehende einnehmende Atmosphäre mit dem Showdown vollkommen zu vernichten!Dabei bricht dieser Film die Bond-Formel bereits in seinem starken Prolog, der nicht nur an einem Ort spielt, sondern im spanischen Bilbao beginnt, um schließlich in einem atemberaubenden Actionshowdown in London zu enden, wo gleichzeitig die Hauptgeschichte des Filmes eingeleitet wird. Bond 5.0, Pierce Brosnan, entpuppt sich in diesem Prolog als eine Person, bei der sich Abgründe auftun. Eine Person, die einerseits einen einnehmenden, unverbindlichen Charme versprüht, um auf der anderen Seite ohne jegliche Emotionalität als eiskalter Killer zu fungieren. Diese Widersprüchlichkeit war bislang nur von Sean Connerys Bond bekannt. Nicht nur Bond wird als eine überaus komplexe Persönlichkeit illustriert. Auch sein Gegenspieler Renard (Robert Carlyle) wie auch Elektra King (Sophie Marceau), die Frau, in die sich Bond verliebt, sind für einen Bond-Film überaus komplexe, in sich widersprüchliche, aber dadurch ungemein reale Charaktere. Diese heben den Film schauspielerisch aus dem Meer der Bond-Filme hervor, was vor allem der Inszenierung des Thriller-Experten Michael Apted zu verdanken sein dürfte, der immer dann zu Höchstleistungen aufläuft, wenn er nur seine Figuren inszenieren darf -- jenseits der Pyrotechnik, jenseits der Bond-Schemata. Die Geschichte selbst befasst sich mit dem Bau einer Pipeline von Kasachstan nach West-Europa. Diese Story aber dient nur als Aufhänger für viel komplexere Erzählungen über Verrat, falscher und wahrer Loyalität sowie der Schilderung einer Welt, in der Lügen und Wahrheiten oft näher beisammen liegen, als wir dies wahr haben möchten. Diese interessanten Ansätze werden nun auf zweierlei Art vernichtet. Da sind zum einen die periodisch auftretenden Actionszenen, die in diesem Film dramaturgisch überhaupt keinen Sinn ergeben. Sie wirken vielmehr als seien sie ein Best-Of-Medley der größten Bond-Stunts, die für diesen Film neu aufgelegt wurden -- wie eine Ski-Verfolgungsjagd, die man in dieser Form bereits in mehreren Bond-Filmen gesehen hat. Mit dem Unterschied, dass sie dramaturgisch betrachtet in diesen Filmen einen Sinn ergeben. Sie entbehren jeder Form von Humor, der sie vielleicht noch hätte retten können, was eben auch für den eher überflüssigen, zu sehr in die Länge gezogenen Showdown gilt, der weit hinter der Spannung früherer Bond-Filme zurück bleibt. Den Kardinalfehler begeht der Film jedoch auf der Seite der Charaktere. Schnell erfährt der Zuschauer, dass es zwischen Elektra und Renard eine Verbindung gibt: Renard hat Elektra, als diese noch ein Teenager war, entführt. Irgendetwas ist während dieser Entführung zwischen den beiden vorgefallen. Doch was? Die Antwort auf diese Frage ist vielleicht die große Überraschung des Filmes und damit der in der Beziehung zwischen Bond und Elektra alles entscheidende Moment. Ein Moment, der selbst einen James Bond für immer verändern könnte. Dies aber geschieht nicht, da Bond zuvor mit Doktor Christmas Jones (Denise Richards) noch schnell ein zweiter "Love Interest" zur Seite gestellt wird. Was immer nun also mit Elektra geschieht -- Bond hat ja noch ein Ersatz-Girl an seiner Seite.
Die Welt ist nicht genug hätte das Zeug dazu gehabt, ein ganz großer Film zu werden. Indem er sich nicht traut, neue Wege zu beschreiten, hat er diese Chance vertan. --Sam Sutherland
Amazon.de DVD-Bewertung
Die DVD-Editionen der Bond-Filme sind auf ähnliche Weise mit Gimmicks ausgerüstet wie der berühmteste Geheimagent Ihrer Majestät. Die aufwendig animierten Menüs sind zudem im Design dem jeweiligen Film angepasst und bieten einen atmosphärischen Einstieg in die Welt von 007.Die Welt ist nicht genug bietet reiches Bonusmaterial. Den Machern war ein simpler Trailer durchaus nicht genug, deshalb gibt es auch eine viertelstündige Dokumentation des britischen Fernsehens samt Interviews mit Regisseur Michael Apted, Pierce Brosnan, Sophie Marceau und Desmond Llewelyn. Ergänzende Informationen bietet der 22-minütige "Bond Cocktail", in dem die Zutaten eines Bondfilmes aufgeschlüsselt und deren Verwendung und Umsetzung in Die Welt ist nicht genug erläutert werden: Exotische Schauplätze, schöne Frauen, schnelle Autos, wilde Action, Geheimwaffen und üble Bösewichte. "The Secrets of 007" ist eine Abfolge von 9 kurzen Clips, in denen die Stunts und Effekte des Films in ihrer Entstehung gezeigt werden. Filmszenen werden mit den jeweiligen Storyboards und Aufnahmen hinter den Kulissen analysiert. Näher eingegangen wird auf die Vortitelsequenz mit der Bootsjagd auf der Themse. "Bond Down River" zeigt über 25 Minuten eine ausführliche Anatomie des Spektakels. Die beiden Off-Kommentare zum Film werden keine Wünsche offen lassen: Einerseits plaudert Regisseur Michael Apted aus dem Nähkästchen, auf der anderen Seite berichten drei andere überaus wichtige Männer: Produktionsdesigner Peter Lamont, der zweite Regisseur Vic Armstrong (hauptsächlich für die Action- und Stunt-Sequenzen zuständig) und Komponist David Arnold. Dieser schrieb auch den Titelsong, der als Musikvideo der Gruppe "Garbage" zu sehen und zu hören ist. Abgeschlossen wird das Bonusmaterial mit einem filmischen Nachruf auf "Q"-Darsteller Desmond Llewelyn , der Ende 1999 starb: ein liebevoller Zusammenschnitt aller Auftritte des dienstältesten Bond-Mitwirkenden, wunderschön und passend unterlegt mit dem Titelsong aus Der Spion der mich liebte: "Nobody does it better".
Weitere Fakten zum Film bietet das Beiheft. Der englische, deutsche und spanische Ton sind in Dolby Digital 5.1. --Alexander Röder
Kundenrezensionen zu 'James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug'
Sophie Marceau ist nicht genug (12. November 2008)
Der Anfang des Films mit der Bootsjagd auf der Themse beinhaltet all die gewohnten technischen Spielereien und die später folgenden Skiszenen in den Bergen von Aserbeidschan erinnern ein wenig an Sir Roger Moores Einsatz in "In Tödlicher Mission". Beide Sequenzen gehören zu den wenigen Highlights in "Die Welt ist nicht genug".Ein Lichtblick ist Sophie Marceau in der Rolle der Elektra King. Sie ist klug, tatkräftig, verwegen und hübsch. Fast hat man das Gefühl, hier bahnt sich eine Heiratskandidatin für 007 den Weg durch Öl und Plutonium. Doch leider laboriert die Lady am Stockholm-Syndrom und hat ein Faible für mittelalterliche Folterstühle. Daher bleibt es bei einer "rein plutonischen Beziehung" (Bond).
Denise Richards als Raketenwissenschafterin Christmas Jones ist allerdings krass fehlbesetzt. Ihre Hot Pants eignen sich vielleicht zum Scharfmachen der russischen Soldaten, aber nicht zum Entschärfen von Nuklearsprengköpfen.
Ein Wiedersehen gibt es mit Robbie Coltrane als russischen Mafioso Zukovsky, den er schon in GoldenEye verkörperte. Und Robert Carlyle spielt den sadistischen Bösewicht Renard, dem eine Kugel langsam aber sicher ins Rückenmark wandert. Spannende Ausgangssituation, aber zu oberflächlich umgesetzt.
Was bei "Die Welt ist nicht genug" (1999) fehlt, ist der typisch britische Humor. Der Film wirkt zu Action lastig, zu amerikanisch. Und John Cleese als "Q"s Nachfolger "R" hat eine peinliche Rolle zu spielen; keine feine Klinge, sondern plumpe Gags. Auch das BMW-Cabrio ist in einem 007-Streifen fehl am Platz. Her mit Aston Martin, bitte sehr!
Die Story als Ganzes wirkt selbst für Bond-Filme dünn. Was bleibt ist ein unterkühlter Pierce Brosnan. Fazit: Sophie Marceau alleine ist nicht genug!
Enttäuschend (11. November 2007)
Was ziemlich gut beginnt, endet enttäuschend: Sobald sich entpuppt, wer der Böse ist wird die Story langweilig. Es gibt zwar weiterhin gute Action zu sehen; das allein sieht einen aber nicht aus dem Sessel. Für mich ist und bleibt "Goldeneye" der beste Brosnan-Bond.Der Tiefpunkt der Bond-Serie. (19. Juli 2007)
Was war ich froh als man Pierce Brosnan als JB besetzte. In "Remmington Steele" verkörperte er ja faktisch schon JB und Brosnan war einfach äußerlich der Idealtyp für die Rolle des bekanntesten geheimen britischen Secret Service Manns. Aber was zählen schön Äußerlichkeiten wenn der beste Actor ein zutiefst lachhaftes Drehbuch umsetzen muss das mehr der Verfilmung eines Grimm-Märchens für Kinder ähnelt denn einer 007-Story? Unsichtbare Autos, ein unverwundbarer Held im Armani-Look, harmlose Action à la Karl-May-Festspiele-Sägeberg und ein Product-Placement-Overkill der die Einblendung "Dauerwerbesendung" gerechfertigt hätte: "Die Welt ist nicht genug" war der definitive Tiefpunkt der Bond-Serie und hätte besser geheißen "Davon haben wir nun genug". Offensichtlich war es zum Glück auch so und man hat mit "Casino Royal" einen ganz neuen, ehrlicheren Bond geschaffen und damit die Serie vor dem Aus bewahrt, wieder zurück aufs Gleis gehoben. Die Welt ist nicht genug wird wohl (das unterstelle ich einfach mal) nur für Bond-Fans jüngeren Alters akzeptabel sein, die nur die Action sehen und den Vergleich mit einem um Welten besseren Ur-Bond wie Connery nicht nachvollziehen können. Wie gesagt: Brosnan als Bond ist gut aber die Drehbücher sind eine Schande für den guten Namen JB. K(einen) Stern für diesen Null-Null-7, den man besser in selbigem runtergespült hätte.Braucht man da wirklich die UE?? (18. Juli 2007)
Finde die SE von Bond 19 hat doch wirklich alles. Die Extras sind klasse. Ok der Film ist leider nicht so gut wie der letzte mit Daniel Craig, aberPierce macht seine Sache generell sehr gut.
Das einzige was allen Bondfilmen seit langen Jahren fehlt (bis auf Bond 21) ist eine Seele.
Die Actionszenen sind sehr routiniert inszeniert, aber weitaus weniger packend als in den früheren Tagen und das man Bond neu erfinden kann, haben wir mit Casino Royale sehen können.
4 Sterne warum?
Naja, die Bootsjagd auf der Themse ist sicherlich ein Knaller und wirkt durchaus mitreissend und zeigt nun mal, wo Bond draufsteht ist Bond drin, aber von da an gehts eher bergab als bergauf. Regisseur Michael Apted (Nell) spart etwas mit der Brachialgewaltaction des Vorgängers Der Morgen stirbt nie. Alles in allem können aber die Darsteller der etwas müder Story frischen Elan geben, allen Voran Sophie Marceau oder Robbie Coltrane der seine Rolle als Waffenhändler Zukovski nochmal zum Besten gibt und diesmal scheinen die beide fast sowas wie Freunde zu sein.
Der Rest ist das übliche McDonalds Maxi-Menü ohne Apfeltasche, Bond kam, sah und siegte, die 4 Sterne zeigen einen sehr guten Actionfilm mit einem sehr guten Bösewicht, aber dennoch fehlt das gewisse Etwas.
Sehr gut gemacht, aber leider halt nicht TOP!
jw
Bond zwischen zwei Frauen (30. Januar 2007)
Im Rückblick betrachtet war Brosnans Karriere wohl doch eher ein Auf und Ab, als dass durchgehend starke und überzeugende Filme entstanden wären. So beginnt seine Zeit mit "Goldeneye", in dem er einen eleganten und agilen Eindruck hinterlässt und manchmal sogar an Roger Moores Humor anknüpfen kann. Danach folgte mit "Der Morgen stirbt nie" ein Tiefpunkt, in dem Brosnan etwas hilflos durch ein schlechtes Drehbuch irrt. Mit "Die Welt ist nicht genug" folgt aber dann einer der stärksten Bondfilme.Diesmal macht Brosnan wieder eine gute Figur. Schon in der Eröffnungssequenz, die mit einer furiosen Jagd zweier Boote auf der Themse in London endet, sehen wir wieder den Geheimagenten, den wir alle lieben: Physisch stark, dynamisch, nie um eine schnelle, kreative Lösung verlegen und mit mehr als einer Spur von Selbstironie ausgestattet (die Krawatte wird auch unter Wasser gerichtet). Und nicht viel später wird das eigentliche Thema eingeführt. Bond darf sich verlieben. Nein, nicht nur eine Bettgeschichte. Er ist richtig verknallt, und seine rationale Seite weis auch noch, dass diese Liebe schlecht für ihn sein wird. Und natürlich hilft ihm dieses Wissen nicht weiter. Gezwungenermaßen handelt er dann auch gegen den Befehl vom M. Und natürlich macht Liebe blind und Bond durchschaut daher nicht die Spiele der Bösen in diesem Drama.
Die Böse, soviel sei hier verraten, wird von Sophie Marceau ebenfalls überzeugend gespielt. Kaum etwas erinnert hier noch an "La Boom", in dem Sie als 14-jährige ihre erste Liebe erleben durfte. Nein, als Electra King ist sie ganz Frau, extrem erotisch, wundervoll angezogen, selbstbewusst und unberechenbar. Kein Wunder, dass Bond sich verliebt. Ich hätte es auch getan. Und wie sie sich nackt unter der Bettdecke räkelt, ohne dass man auch nur eine kritische Stelle Haut sehen kann, ist auch eine Kunst. Als es schließlich am Schluss zu einer Art Folterszene kommt, weis man nicht, was Bond mehr weh tut, der komische Stuhl oder die Tatsache, dass Sie vor dem Stuhl steht. Aber selbst das ist alles nicht ohne eine gewisse Erotik dargestellt.
Der Witz des Films besteht nun darin, dass mit dem All-American-Girl Denise Richards das maximale Kontrastprogramm zu Sophie Marceau gefahren wird. Statt der geheimnisvollen, unberechenbaren Europäerin spielt die Richards den Sexy-Kumpeltyp, statt hautengen, eleganten Abendkleidern sehen wir Hot Pants und Wet T-Shirt. Sie ist nett, sie ist ein Partner, sie ist einfach die Gute. Aber wir wissen, dass Bond zwar am Ende des Films eine Nacht mit ihr verbringen wird, vielleicht auch mehrere, aber sie sein Leben nicht wirklich beeinflussen wird. Eine Ablenkung auf Zeit, so schön sie auch sein mag.
Neben diesem Dreiergespann sehen wir noch einen für Bondverhältnisse eher durchschnittlichen Bösen. Leider liegen die Zeiten eines Curt Jürgens oder eines Gert Fröbes als Goldfinger ja schon lange hinter uns. Dafür gibt es einige herausragende Tricks, so darf hier eine Kaviarfabrik durch einen Hubschrauber überzeugend zerlegt werden. Ein BMW Z8, wirklich ein wunderschönes Auto, darf auch eine Rolle spielen. Ein Glück, dass man hier auf die Computertricks des nachfolgenden Films weitgehend verzichtet hat.
Kurz: Ich habe mich großartig unterhalten.

