Aus der Amazon.de-Redaktion
Eine gewisse musikalische und inhaltliche Entwicklung kann man Master P in den letzten Jahren nicht absprechen. Auch wenn immer noch viele Rap-Fans, besonders in Europa, seine Tracks nicht sonderlich schätzen, gelingt dem Chef von No-Limit-Records mit Ghetto Postage eines der besten Alben seiner Karriere. Das liegt zum einen am neuen Produktionsteam Soulja Productions, das den typischen No-Limit-Stil deutlich weiterentwickelt hat, und natürlich an Master P, der diesmal bei vielen Tracks auf die schon obligatorische Unterstützung durch seine Posse verzichtet hat. Alte Bekannte wie C-Murder, Snoop Dogg, Silkk The Shocker und Slay Sean trifft man in Stücken wie "Bout Dat", "Golds In They Mouth" und "Poppin' Them Collars", einem der Hits der CD, natürlich trotzdem gerne. Doch Master P entwickelt gerade in Nummern wie dem mit Streicher-Sounds veredelten "My Three Uncles" und dem mit treibenden Beats unterlegten "I Don't Give Ah What", in denen er alleine aggiert, ungewohnte Qualitäten. Der beste Titel ist jedoch das mit R&B-Elementen angereicherte "My Babooski", bei dem der Meister von der Sängerin Tamar Braxton kongenial unterstützt wird. --Norbert SchieglKundenrezensionen zu 'Ghetto Postage'
The Master-P(iece) (29. November 2006)
Auch wenn es langsam mit dem No Limit-Imperium zu Ende ging, schaffte es Master P noch einmal, ein grandioses Album, zum Abschied des erfolgreichsten HipHop-Plattenlabels aller Zeiten, herauszubringen. Der 1999 eingeschlagene Weg wurde auch hier konsequent weitergeführt und auf die großen Stars, die eh fast schon alle abgewandert waren, verzichtet. Die ersten Songs "Bout Dat" mit Silkk The Shocker, "Doo Rags" mit Slay Sean, "Bitch I Like" und "Golds In They Mouth" mit C-Murder sind eher von materieller Natur, haben nicht all zu überzeugende Beats, dafür gute Rhymes und sind daher eindeutig Geschmacksache. Bei mir liegt es an der Tagesform, ob sie mir gefallen. "Poppin' Them Collars" ist ein richtig geil gewordener Westcoast lastiger Track mit Snoop Dogg, dessen grandioser Beat von Snoop's Homie und Dogg House-Produzent Fredwreck stammt. Dennoch muss ich wie mein Vorschreiber, Snoop Catt, sagen, dass P's Selbstbezeichnung als 'Black Slim Shady' völlig daneben ist. Richtig fett ist auch "I Don't Give A What". Bei diesem Track rappt P alleine über das geile Instrumental und zeigt, dass er seinen Flow deutlich weiterentwickelt hat. Meiner Meinung nach rappt er auf "Ghetto Postage" so gut, wie auf keinem anderen Album. Auch bei "Twerk That Thang", einem richtig derben Club-Banger, steht MP alleine am Mic. Was früher wohl etwas langweilig geworden wäre, ist hier richtig gelungen und man vermisst die Souljas nicht. Ein ruhiger, persönlicher Song ist "Life I Live". Die Lyrics sind hier etwas deeper und sehr gut. Besonders überzeugend ist Guestfeature Slay Sean, der eine sehr gute Performance abliefert. Etwas härter geht es wieder bei "Souljas" zu. Auch dieser Track ist verdammt gut und spiegelt Master P's Kreativität, wenn es ums Covern geht, wieder. Mit Magic ist einer der nur 4 Souljas der alten Garde (Silkk, Snoop und C sind die anderen) bei "Pockets Gone Stay Fat" vertreten. Auch dieses Lied ist ein fettes Club-Brett, das zeigt, dass nicht nur Master P, sondern auch Magic seinen Rapstyle verbessert hat und es damit zum meinem Lieblingstrack des Albums macht. Für etwas Abwechslung sorgen die R'n'B lastigen "My Babooski" feat. Tarnar Braxton, der kleinen Schwester von Toni Braxton, und "Soulja Boo" mit Neu-Soldierette Erica Fox. Einige mögen diese Songs als poppig abstempeln, ich finde sie jedoch ebenfals sehr gelungen. "Hush" ist noch mal ein richtig hart gewordenes Gangsta-Rap-Meisterwerk, bei dem vor allem Krazy überzeugt. Die restlichen Songs von "Ghetto Postage" kann man sich alle gut anhören, haben aber nicht den Hit-Charakter der vorherigen Lieder. Der letzte Track "Always Come Back To You" ist sehr emotional. Zwar wird einem klar, dass P weiterhin Platten produzieren wird, doch es besiegelt auch gleichzeitig das Schicksal eines der wichtigsten Rap-Labels. Master P hat mit diesem Album ein weiteres mal bewiesen, dass er sich ständig erfolgreich weiterentwickelt und verbessert. Dass er dabei so erfolgreich ist (1x Platin für "Ghetto Postage") macht diesen Fakt noch besser. Für No Limit Fans ist das Abschieds-Album ihres CEOs sicher ein Muss, aber auch andere können bestimmt Gefallen daran finden.Free Mac! Stay TRU!





