Aus der Amazon.de-Redaktion
"Freundinnen müsste man sein" -- heißt ein Stück auf dem Album Freundinnen des norddeutschen Duos Queen Bee. Und dieses Thema begleitet das ganze Programm der beiden Frauen. Singend, klavierspielend und erzählend offenbaren sie einen Kosmos aus Liebe, Liebeskummer, Alkoholgenuss und dem schleswig-holsteinischen Landleben -- all dies präsentiert im teilweise bissigen, auf jeden Fall ironisch-neckenden, verbalen Schlagabtausch zwischen Edda Schnittgart (die am Klavier) und Ina Müller (die nicht am Klavier). Die Songs pendeln zwischen Chanson, Schlager, Pop, Rock und Jazz -- mal 1-stimmig, mal 2-stimmig, mal verschnupft ("Beide Dase däuft"), mal sehnsüchtig ("Romantik"), mal stolz ("Ich bin noch da") und mal übersäht mit Hieben gegen beide Geschlechter ("Homebanking").Musik und Texte sind nicht immer von Queen Bee selbst: Bernhard Bentgens, Cher, Caterina Valente, Thomas Pigor (Pigor & Eichhorn) oder Gerburg Jahnke (Missfits) haben ihre Finger mit im Spiel. Aber auch oder gerade die Coverversionen sind von einem eigenständigen, "queenigen" Charme. Ein Höhepunkt ist sicherlich der "Buten-Kluten Song", ein Lied über die Freuden und Leiden des übermäßigen Alkoholkonsums, nach der Melodie von "What's up" der Four Non Blondes, vorgetragen mit dem Wahnsinns-Organ von Ina Müller. Ansonsten suchen die beiden immer wieder gern im Publikum nach einem attraktiven Mann, aber bis jetzt scheinen sie noch keinen gefunden zu haben -- soweit man es auf der CD verfolgen kann. Vielleicht auch besser so, wenn diese Suche der Antrieb für derart witzige, nachdenkliche, melancholische und entlarvende Songs und Sketche ist. --Anja Buchmann
Kundenrezensionen zu 'Freundinnen...'
Genial - Musik-Kabaret vom Feinsten (27. März 2008)
Habe Queen Bee mal zufällig im Fernsehen gesehen und war sofort begeistert. Daraufhin direkt "Freundinnen" bestellt und rauf und runter gespielt. Fazit: Für meinen Geschmack die beste CD der beiden.Leider konnte ich sie nicht mehr live sehen :-(
Klassiker: Hafencafé, Hamburg
Muss: Friesen-Song...
Endlich mal etwas was meinen Geschmack trifft. (8. September 2005)
Ich finde die beiden sowas von Klasse,das ich es kaum beschreiben kann. Ich bin nämlich eigentlich überhaupt kein Comedy-fan,aber dies ist echt super und ich finde es sehr schade ,das die Beiden sich Ende des Jahres trennen.anne johannes
Und ich lehn an der Brüstung vom Balkon über`m Hafencafe... (2. Februar 2005)
Dieses bissige Damenduo ist weit und breit das Beste, was auf deutschen Kleinkunstbühnen zu sehen ist - und diese CD ist einer der vielen Beweise dafür...Meine beiden absoluten Favoriten sind die Hommage an DIE Stadt der norddeutschen Städte - "Hamburg" - und das total unter die Haut gehende "Hafencafe". Und beim Hören dieses wundervollen Liedes, das für mich zweifellos auf die TopTen-Liste der schönsten deutschen Lieder gehört, muss ich mich jedes mal fragen, wer es schöner singt - Ulla Meinecke oder Queen Bee.
Und jedes mal kann ich mich nicht entscheiden...
Doch überzeugt Euch selbst vom Talent von "der Dicken" und "der Dünnen"!
Witzig! (23. März 2004)
Gleich vorweg sei gesagt, daß diese CD nicht an die Vorgängeraufnahme "Wenn Du aufhörst, fang' ich an" herankommt. Trotzdem ist auch diese hier hörenswert. Das Duo ist mittlerweile noch perfekter aufeinander eingespielt als früher - die blonde Dicke (Edda) wirft der dunklen Dünnen (Ina) mit traumwandlerischer Sicherheit die Bälle zu, und umgekehrt.Die Texte sind witzig und äußerst selbstironisch - das Publikum im Tivolitheater kommt nicht unbedingt immer mit. Trotzdem ist die Stimmung insgesamt gut. Einige Sprechabschnitte scheinen jedoch leider herausgeschnitten worden zu sein, so daß man diese Aufnahme eher als reine Musik-CD bezeichnen muß und nicht als Kabarettprogramm.
Gleich zur Einstimmung eine Liebeserklärung an Hamburg - das norddeutsche Lebensgefühl empfängt einen also gleich. Musikalisch brilliant: Die dünne Dunkle (Ina) hat mit ihrer schmetternden Stimme und ihrer gespielt-unbeherrschten, ausladenden Art echte Diva-Qualitäten (!) Es herrscht perfekt abgestimmter Zweigesang, und die Blonde begleitet stets sehr einfühlsam und auch witzig auf dem Klavier.
Die größte Stärke der Beiden liegt aber offensichtlich im Adaptieren berühmter Melodien, die sie dann mit eigenen ironisch-sarkastischen Texten unterlegen ("Ich bin noch da", "Der Buten Kluten Song" - super!). Ein köstlicher Einfall auch das "verschnupfte Lied" (laßt Euch überraschen). Und wer einmal Friesisches Platt kennenlernen will, hat hier die Möglichkeit...
Fazit: Chaotisch, etwas anstrengend, aber zwischendrin Gänsehaut garantiert (!)






