Kundenrezensionen zu 'The World S Gone Mad/Best of V'
Einzigartiger Boogie-Metal aus der NWOBHM-Zeit (6. Juli 2006)
Vardis habe ich immer besonders geschätzt. Sie kamen auf im Zuge der "New Wave Of British Heavy Metal" im Jahre 1980 und existierten bis 1986. 5 Alben haben sie in der Zeit aufgenommen, auf denen Mastermind Steve Zodiac alle Songs schrieb und diese auf seiner Gitarre gekonnt und stets mit enthusiastischen Soli darbrachte. Unterstützt wurde er dabei von Alan Selway (Bass) und Gary Pearson (Drums).Vardis waren klar Heavy Metal mit einer deftigen Boogie-Schlagseite und einer Prise Punk, annäherungsweise klang das dann manchmal wie eine schnelle und harte Version von Status Quo. Dabei stand Steves Gitarrenarbeit unübersehbar im Mittelpunkt, der dem Ganzen mit seiner unverwechselbaren und klaren Stimme die Krone aufsetzte.
Jede Menge Hits haben sie geschrieben, kaum Ausfälle. Und auf dieser Doppel-CD "The Wold's Gone Mad" sind alle Tracks der Alben "The World's Insane" (1981) und "Quo Vardis" (1982), sowie ausgesuchte Tracks des 1980er-Debüts "100 M.P.H." (ein Live-Album übrigens, denn Vardis waren stets eine spielfreudige und ungekünstelte Live-Band) und einige andere Tracks von Singles und Samplern. Einzig vom letzten Album "Vigilante" (1986) ist kein Song enthalten, wahrscheinlich weil das Album unter schwierigen Umständen (Business-Querelen, neue Plattenfirma) entstanden war und daher von der Band wenig geliebt wurde. Dennoch finde ich auch dieses Album grandios. Kurz danach kam leider, leider die Auflösung.
Letztendlich vereint diese Complitaion wirklich einen mit Highlights gespickten Querschnitt durch das Schaffen von Vardis, und das erstmals auf CD. Und das dürfte wohl auch eine Art Abgesang sein auf eine fabelhafte, stets unterbewertete Band aus England.
Boogie-Metal, wie es ihn so nie mehr gab!






