Charlie Chaplin - Ein König in New York

Verkaufsrang: 61771 (DVD)
Actor: Dawn Addams
Actor: Michael Chaplin
AmazonMinimumAge: 144
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: DVD
Director: Sir Charles Chaplin
EAN: 4006680022048
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Verlag: Kinowelt Home Entertainment/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 18. Juli 2000
Spielzeit: 101
Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
TheatricalReleaseDate: 21. Dezember 1973
von: Dawn Addams (Hauptdarsteller), Michael Chaplin (Hauptdarsteller)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Charlie Chaplins vorletzter Film -- in dem er zum letzten Mal in einer Hauptrolle zu sehen war -- wurde 1957 gedreht. In den USA wurde er allerdings erst in den späten 70er-Jahren offiziell herausgebracht, wobei er überraschenderweise einen Oscar für die beste Filmmusik bekam (die von Chaplin selbst stammt). Warum hatte es also so lange gedauert?

Wegen seiner politischen Ansichten und seines unorthodoxen persönlichen Lebensstils war Chaplin in den späten Fünfzigern zu einem in Amerika gründlich gehassten Regisseur geworden. Wäre der Film allerdings besser gewesen, hätte ihn wahrscheinlich irgendjemand dennoch früher über den großen Teich gebracht. Chaplin spielt den König Shahdov von Estrovien, der sich auf der Flucht befindet, nachdem die Revolution sein Königreich erfasst hat. Trotz gelegentlicher Schmach wird er in New York königlich aufgenommen, bis er sich mit den staatlichen Kommunistenjägern anlegt -- eine Handlung, die sich in der damaligen Zeit viel zu kritisch mit den tatsächlichen politischen Begebenheiten in den USA auseinandersetzte (man erinnere sich, dass Chaplin mit seinem Film Der große Diktator in seiner kritischen Auseinandersetzung mit Hitler-Deutschland allen anderen weit voraus war). Es gibt einen genialen Moment, nämlich als Shahdov im Lärm eines Edelnachtklubs sein Dinner bestellt; insgesamt wirkt die Satire jedoch zu grell. Auch lassen Chaplins Ansichten über Dinge wie Technologie und Popmusik ihn endgültig als alten, altmodischen Kauz erscheinen. --David Kronke

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Kundenrezensionen zu 'Charlie Chaplin - Ein König in New York'

So aktuell wie eh und je ... (17. Dezember 2002)


... ist Charlie Chaplins Abrechnung mit der Bigotterie der US-amerkanischen Gesellschaft. Unspektakulär aber schonungslos decouvriert er Dummheit, Unmenschlichkeit und Oberflächlichkeit, die sich allzu oft hinter einem heiter bis glamourösen Lebensstil verbergen. Auch wenn er als König Shadov selbst nicht ohne Fehl und Tadel ist (Geldgier und persönliche Eitelkeit sind ihm keineswegs fremd), gelingt es ihm dennoch, die Grenze zwischen dem McCarthy-Amerika und der Zivilisation deutlich zu machen.

In zahlreichen Szenen erinnert Chaplin mit Mimik, Gestik und Bewegungen an seine große Stummfilmzeit. In König Shadov steckt niemand anders als der liebenswerte Tramp von einst ...

Alles in allem kommt der Film recht leise daher, was die Ernsthaftigkeit seines Anliegens nur unterstreicht. Neben seinem zweifellos vorhandenen Unterhaltungswert stellt er auch ein hervorragendes Lehrmaterial für das Fach Staatsbürgerkunde dar!

Immer wieder sehenswert! (4. März 2002)

Chaplin drehte diesen Film, nachdem er während des Kalten Krieges des Kommunismus bezichtigt worden war und sich infolgedessen gezwungen sah, die USA zu verlassen.

"Ein König in New York" ist eine schonungslose Abrechnung mit dem sog. "American Way of Life": Nach einem Putsch flieht König Shadov von Estrovia (Chaplin) aus seiner Heimat, um im New Yorker Exil zu leben. Da er ohne Staatskasse mittellos ist und einen extravaganten Lebensstil pflegt, muss er bald einen Weg finden seinen Unterhalt zu verdienen. So macht er sich auf die Suche nach einer Erwerbsmöglichkeit und gelangt dabei in die Werbebranche, wo er zum Star avanciert. Im weiteren Handlungsverlauf freundet er sich mit einem kleinen Jungen an, dessen Eltern linksgerichtete Dissidenten sind und von der Regierung verfolgt werden. Bei dem Versuch, dem Jungen zu helfen gerät der König selbst ins Zentrum der Kommunistenhatz.

Auch wenn "Ein König in New York" ein Tonfilm ist, so handelt es sich, ähnlich wie bei einem Stummfilm, weniger um einen kohärenten Film als um eine Serie komischer Episoden, die allein für sich genommen schon absolut sehenswert sind: So z.B. die Szene, in der der Werbespot für "Royal Crown Whiskey" gedreht wird, oder König Shadov diverse Einrichtungen besucht wie die Praxis eines Schönheitschirurgen, eine progressive Jungenschule, ein Kino oder ein Restaurant.

Trotz der z.T. nicht mehr ganz zeitgemäßen Themen, denen sich der Film annimmt, hat "Ein König in New York" auch nach einem halben Jahrhundert nichts an Spritzigkeit verloren. Dabei gelingt es Chaplin auf unaufdringliche Weise, kritische Töne über den amerikanischen Lebensstil der 1950er anzubringen. Alles in Allem: Ein unterhaltsames Zeitdokument und absolut sehenswert!

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