Wenn die Gondeln Trauer tragen

Verkaufsrang: 9866 (DVD)
Actor: Julie Christie
Actor: Donald Sutherland
Actor: Hilary Mason
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Autor: Dame Daphne Du Maurier
Binding: DVD
Brand: ARTHAUS
Director: Nicolas Roeg
EAN: 4006680022437
Technische Details: FSK 12
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Verlag: Kinowelt Home Entertainment/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 27. März 2001
Spielzeit: 105
Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
TheatricalReleaseDate: Januar 1974
von: Julie Christie (Hauptdarsteller), Donald Sutherland (Hauptdarsteller), Pino Donaggio (Komponist)
Preis: EUR 7,04

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Product Description

Arthaus Wenn die Gondeln Trauer tragen, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 26.03.01

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Noch springt das kleine Mädchen in ihrem knallroten Lackmäntelchen im Garten der Baxters fröhlich umher. Doch dann liegt es plötzlich leblos am Rande des Teiches -- vom roten Mäntelchen zugedeckt. So findet John seine ertrunkene Tochter und so beginnt ein Alptraum aus dem die Protagonisten nie wieder aufwachen. Schon in der Anfangssequenz ist klar, dass nichts an der folgenden Geschichte eine Verkettung unglücklicher Umstände ist. Alles ist von magischer Hand vorherbestimmt und führt auf ein unausweichliches Ende hin.

Gerade die Reise nach Venedig, die den Eltern John und Laura helfen soll, den Tod der Tochter zu vergessen, entwickelt sich zu einer intensiven Ausseinandersetzung mit dem Ende des Lebens: In Venedig trifft das Ehepaar auf zwei alternde Schwestern, die allein nur deshalb dort zu sein scheinen, um die Baxters mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten zu konfrontieren. John (Donald Sutherland als sensibler Mann am Rande des Wahnsinns genauso überzeugend wie als dekadenter Casanova von Fellini) verweigert sich deren Botschaften aus dem Jenseits vehement, obwohl er sich längst nicht mehr sicher ist, ob das Jenseits in der realen Welt nicht doch existiert. Denn ihm erscheint als habe er seine tote Tochter in ihrem knallroten Lackmäntelchen in den dunklen Gassen von Venedig gesehen.

Bis zum Schluss -- und auch dann noch -- lässt der Regisseur und ehemalige Kameramann Nicolas Roeg (Der Mann, der vom Himmel fiel) dem Zuschauer die Freiheit, den Alptraum ganz indivuell zu erleben. Eine Erklärung für die nicht gerade leicht zugängliche Geschichte, liefert er nicht. Zum Glück, denn sonst würde sich der Bann des perfekt inszenierten psychologischen Thrillers, in ein Logikwölkchen auflösen. --Annette Link

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Kundenrezensionen zu 'Wenn die Gondeln Trauer tragen'

Ein dunkles Meisterwerk auf katastrophaler DVD (2. Januar 2008)

Inhalt:

Das Ehepaar Baxter lebt zusammen mit seinen zwei Kindern in England, an einem Sonntag ertrinkt die Tochter, ihr Name ist Christine, beim Spielen im Gartenteich. An der Sache ist allerdings etwas mysteriös. John (Donald Sutherland), der Vater des Mädchens, hat während des Unfalls eine Art Vision, ahnt das Unglück, kommt aber zu spät am Teich an. Zwei Jahre später: Der Restaurateur John ist beruflich zusammen mit seiner Frau Laura, gespielt von Julie Christie, in Venedig. In einem Cafe begegnet den Beiden ein merkwürdiges Schwesternpaar, eine von ihnen ist Blind, und behauptet eine Verbindung zur toten Tochter zu haben. Laura glaubt der Blinden sofort, da diese Details kennt, die Sie anders gar nicht wissen könnte. John hält anfangs alles für Spinnerei. Gleichzeitig erschüttert Venedig eine Mordserie, bei der eine Person auftaucht, die genau den knallroten Regenmantel trägt, wie ihn Christine trug, als sie verunglückte.
Die Story kann man als Mystery-Thriller klassifizieren, sie enthält kleine Fantasy-Elemente esoterischer Art. Diese sind teilweise so geschickt im Film untergebracht, dass man sie selbst nicht wahrnimmt. Deshalb ist der Thriller auch für realitätsnähere Gemüter sehr interessant!

Der Film basiert auf einer 1971 von Daphne du Maurier verfassten Kurzgeschichte mit dem Namen "Not After Midnight", besser bekannt unter "Don't look Now", welcher dann auch der englische Filmtitel wurde.


über die Farbe rot und unscheinbare Details:

Der Anfang bzw. das Ertrinken der Tochter bildet die Grundlage für den Film, der Zuschauer wird mit einer zu Beginn klaren Story konfrontiert. Alles ändert sich schlagartig als die beiden in Venedig zu sehen sind. Denn genau so verworren wie die Kanäle dieser Stadt, wird dann auch die Geschichte. Der Regisseur Nicolas Roeg schafft es bis kurz vor Schluss den Zuschauer ohne Schockmomente zu fesseln. Auf sehr subtile Art und Weise wird dem Betrachter immer wieder der Tot des Mädchens vor Augen gehalten. Es tauchen Gegenstände, wie z.B. der Ball mit dem Christine gespielt hat, in einem Kinderhort wieder auf. Die Tochter trug beim Ertrinken einen roten Regenmantel, dieser ist in zweierlei Hinsicht wichtig: Bei einem der Morde beobachtet John eine Gestalt mit eben genau diesen Regenmantel, welche er natürlich versucht zu verfolgen. Des Weiteren wird im Film extensiv mit der Farbe rot gespielt. Ganz bewusst werden im winterlich grauen Venedig nur blasse Farben eingesetzt, dadurch stechen in Szenen mit roten Gegenständen diese noch mehr heraus. So schleicht sich der Todesfall immer wieder ins Bewusstsein des Zuschauers, und zieht sich wie der sprichwörtliche rote Faden durch den Film.


Spannung und Oho - Sex:

Der Mystery-Thriller besitzt einen optimalen Spannungsbogen, es kam die ganzen 105 Minuten kein bisschen Langeweile auf. Wie es sich gehört, erhält man erst zum Schluss den kompletten Durchblick, und damit ist nicht nur das Rätsel um den Mörder gemeint. Die ganze Story erfährt eine Wendung - ein echter "Aha-Effekt" also. Eine Szene im Film hatte bei Erscheinen, also vor ca. 34 Jahren, besonders für Aufsehen gesorgt. Es handelt sich um eine Liebesszene zwischen Donald Sutherland und Julie Chirstie. Nun werden viele, die den Film noch nicht kennen, sicher denken, dass das heute wohl kaum noch für Furore sorgen würde. Dem muss ich aber aus zwei Gründen widersprechen: Erstens ist der Liebesakt auch für jetzige "Spielfilmverhältnisse" äußerst intensiv dargestellt, Zweitens ist die Schnitttechnik besonders erwähnenswert. Roeg alterniert in den Cuts ständig zwischen den Liebesakt selbst sowie dem Anziehen danach. Ich finde diese Darstellungsart äußert interessant und kann auch nichts wirklich Anstößiges daran erkennen. Wenngleich es verständlich ist, dass eine solche Szene zumindest im prüden Amerika für Publicity gesorgt hat.


zur DVD:

Eine neue Veröffentlichung wäre auf jeden fall angebracht und dann bitte auch gleich ein neues Cover! Leider gibt es außer einem Trailer absolut kein Bonusmaterial. Die Bild- und Tonqualität waren auch in meinem sehr bescheidenen Heimkino nicht gerade berauschend. Alles in allem ist die DVD sehr verbesserungswürdig!
Die Süddeutsche Zeitung hat in Ihrer Reihe SZ-Cinemathek den Film ebenfalls veröffentlicht, da hat sich aber an der Bild- und Tonqualität auch nichts geändert. Allerdings sind auf dieser Ausgabe wenigstens ein paar Extras zu finden.


Fazit:

Jeder der anspruchsvolles Kino liebt, sich gerne in Situationen hineinversetzt, auf Charaktere und eine gute Story Wert legt, dabei aber auf "moderne" Schockelemente und Blutspritzer verzichten kann, wird diesen Film mögen! Die DVD allerdings ist stark verbesserungswürdig. 8/10 (4 Sterne)


Interesting film, delectable Julie Christie, wretched audio quality on this DVD (16. Oktober 2007)

The movie has its moments - I particularly liked the sex scene which was interspersed with moments thereafter as the two (characters of Donald Sutherland and Julie Christie) are getting dressed and ready to go out for dinner. I found that somehow poignant. Mr Roeg (the director) has definitely come up with some fascinatingly different approaches to making a movie. That said, the plot (as others have noted here) is indeed rather tangled (tho' I'd say that was definitely intentional) and at the end somewhat disappointing. I do think, however, seeing it on the large screen of a 1974 movie cinema would be most impressive and moving.

The sound on the DVD I had was atrocious. I have no idea who remixed/digitized the audio track, but they did a vile job. Voices are loud then suddenly soft and sound scratchy. The music often sounds as if it's overamplified/overdriven. Perhaps the person in charge set up a series of filters and just ran the track through them automatically without bothering to check how the final result sounded...

I would, however, recommend seeing the film. It definitely has its moments - the acting (and appearance) of Mr Sutherland and Ms. Christie, as well as the distinctly unsettling 2 English sisters, one of which is a blind psychic.

Pasty Morant, Berlin

Die Grusel-Referenz! (26. Juli 2007)

Subtiler Horror der einen wirklich erschaudern lässt!
Wer als Gruselfan das Alter der Pickel und der Teenie-Schocker / Splatterlangweiler hinter sich gelassen hat, muss diesen Film gesehen haben.
Unter den unzähligen Gruselfilmen (es waren auch ein paar gute dabei!) die ich gesehen habe, ist "Wenn die Gondeln.." die Nr.1.

Wahrnehmung und Realität (2. Juli 2007)

Ich finde es sehr schwierig, diesen Film zu bewerten, doch handelt es sich sicherlich nicht um pseudo-intellektuelles Kino. Nicolas Roeg unternimmt den Versuch, verschiedene Ebenen der Wahrnehmung filmisch zu verbinden, aber eben auch gegeneinader auszuspielen, wodurch einige Verwirrung entstehen mag. Kommt man jedoch der tatsächlichen Funktionsweise des Films auf die Spur, erscheint er umso faszinierender. Wer sich fragt, welche Bedeutung die Farbe rot hat, was die beiden alten Frauen repräsentieren, warum John Baxter ausgerechnet eine Kirche restauriert, warum der Bischof so desinteressiert wirkt und der Inspektor so nüchtern und distanziert reagiert und vor allem, was eine Mordeserie in Venedig mit dem Tod eines kleinen Mädchens in England zu tun hat, sollte sich diesen Film mehrmals anschauen und dabei auf die Perspektive achten. (Warum lässt der Regisseur jede Szene, nachdem die Charaktere bereits abgegangen sind immer noch für ein paar Sekunden bestehen?) Alle diese Fragen lassen sich durch genaue Beobachtung beantworten und führen so zu einem Erklärungsansatz für die zunächst verworren erscheinende Situation. Ein Gefüge aus von Schuldgefühlen dominierten psychischen Zuständen, einer merkwürdigen Prophezeiung und einer (scheinbar?) objektiven Realität wird sehr gekonnt und ungezwungen in ein besonderes Filmerlebnis verwandelt. Das hervorragend in Szene gesetzte venedig dient dem als Kulisse.
Die Darsteller überzeugen durchweg (auch wenn Sutherland vielleicht nicht unbedingt einem Schönheitsideal entspricht, scheint es doch unangemessen, seine Rolle nach disem Kriterium zu bewerten) und der Film versteht es, die nötige Atmosphäre für seine nicht unbedingt lineare Handlung zu schaffen. Wer in diesem Film die Handlung bzw. Story vermisst, der sollte vielleicht an weniger offensichtlichen Orten nach Entscheidenden Momenten suchen.
Wer am Ende des Films nicht in der Lage ist, o.g. Fragen zu beantworten, dem ist vermutlich Wesentliches verborgen geblieben und es ist daher kein Wunder, dass er wenig herzugeben scheint und "nur" Verwirrung zu stiften vermag. Das darf natürlich nicht selektiv verstanden werden, der Film ist definitiv jedem zugänglich (man bedarf keiner besonderen Voraussetzungen); einzig Zeit sollte man haben, da dieser Film um verstanden zu werden, ein wenig Nach(denk)bereitung erfordert...

...na ja..... (24. August 2006)

Also die Euphorie von vielen hier, kann ich nicht teilen.

Ja - der Film hat etwas mysthisches, aber leider nichts fesselndes, schon gar nicht für Zuseher im Jahr 2006.

Der Film ist langatmig, die Hintergrundmusik fehlt oder ist unpassend und die Story selbst ist recht verworren (nicht zu verwechseln mit: spannend). Tolle Ansichten von Venedig erkenne ich auch nicht, überwiegend werden zerfallene Häuserfassaden gezeigt.....
Und: sicher ist es kein Augenschmauss, Donald Sutherland recht lange (und unpassend) splitternackt von vorn + hinten zu sehen....
Dennoch: mindestens 1x sollte man den Film, der sehr selten im TV gezeigt wird, gesehen haben.....

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