Crazy

Verkaufsrang: 2519 (Video)
Actor: Robert Stadlober
Actor: Tom Schilling
Actor: Oona Devi Liebich
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Autor: Benjamin Lebert
Binding: Videokassette
Director: Hans-Christian Schmid
EAN: 4012050138516
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Label: VCL
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: VCL
Verlag: VCL
Erscheinungsdatum: 1. November 2001
Spielzeit: 93
Studio: VCL
TheatricalReleaseDate: 2000
von: Robert Stadlober (Hauptdarsteller), Tom Schilling (Hauptdarsteller), Christoph M. Kaiser (Komponist)
Preis: EUR 15,00

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Crazy, der erste Roman des jungen Autors Benjamin Lebert, war eine kleine Sensation, ein Bestseller aus dem Nichts, der bewiesen hat, dass auch bei uns Literatur ganz nah am Leben und am Lebensgefühl einer Generation möglich ist. Nach dem überwältigenden Triumph des Romans war eine Verfilmung praktisch unvermeidlich und damit die Gefahr groß, dass aus einer frischen, ungeheuer wahrhaftigen Geschichte, nur auf den schnellen Erfolg hin kalkuliertes Kino wird. Doch zum Glück hat sich Hans-Christian Schmid, der mit Nach fünf im Urwald und 23 schon sein untrügliches Gespür für Jugendliche und ihre Nöte bewiesen hat, des Stoffes angenommen.

Der 16-jährige Benjamin, den die Neuentdeckung Robert Stadlober mit einer beeindruckenden Sicherheit und einem untrüglichen Gespür für die Würde seiner Figur verkörpert, war immer ein Außenseiter -- und das nicht nur aufgrund seiner halbseitigen Lähmung. Als sensibler und introvertierter Beobachter hat er bisher nie richtig gelebt, sondern immer eher daneben gestanden. Doch das ändert sich, als er in einem Internat in der Provinz ankommt. Dort findet Benjamin in der Clique um den aufsässigen Janosch (Tom Schilling) recht schnell Freunde und verliebt sich in das schönste Mädchen der Klasse, die aber auch von Janosch umworben wird.

Von den Verwirrungen der Jugend, den Momenten des Glücks und der Enttäuschung ehrlich und doch voller Witz zu erzählen, ist schwieriger, als man zunächst denkt. Die Versuchung, sich so wie Harte Jungs ganz auf rüde Gags und peinliche Klischees zu verlassen, ist groß. Doch Hans-Christian Schmid erliegt ihr nicht für einen Moment. Selbst in den derberen Szenen, in den unter anderem ein Schokoladenkeks eine entscheidende Rolle spielt, bewahrt der Film seine Würde und die seiner Figuren. Gleichgültig, ob man nun im Alter von Benjamin und seinen Freunden ist oder ob man die Pubertät und ihre ganz eigenen Fallen schon ein paar Jahre hinter sich hat, mit Crazy kehrt man zurück in diese Phase und kann noch einmal von der ersten Liebe und den Abenteuern des Erwachsenwerdens träumen. --Sascha Westphal

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Crazy'

Crazy ..mehr ein Drama als eine Komödie (18. Mai 2004)

Es ist Jahre her, dass dieser Film in den deutschen Kinos lief, beim ersten Sehen war ich unglaublich enttäuscht, hatte ich mich in meinen jugendlichen Jahren doch auf eine richtig lustige Komödie alla "Harte Jungs" gefreut. Der Trailer, der, wenn man den Film kennt, absolut ungünstig war.

Aber, beim zweiten Sehen, ohne die Vorstellung die man an eine Teeny-Komödie hat, erkennt man einen stellenweise ziemlich tiefgründigen Film. Gut manche Szenen sind nur da, um die Ganze Thematik aufzulockern. Aber dennoch kann ich diesen Film jeden enpfehlen, der auch bereit ist, etwas mitzudenken und den Film auf sich wirken zu lassen.

Wer vermisst schon die Pubertät? (12. Oktober 2003)

Normalerweise wäre dieser Film wohl allerhöchstens im Nachmittagsprogramm im ZDF gelaufen. Für 14jährige Mädchen mag das genau der richtige Stoff sein. Für Erwachsene ist diese Rückkehr in die Pubertät aber schwer erträglich. Diese gewollte Melancholie! "Manchmal habe ich Angst" - "ich weiß, was Du meinst". Das mag an der Buchvorlage liegen, die bekanntlicherweise von einem Kind stammt, aber viel besser ist der Film auch nicht. Einzig die Schauspieler sind herausragend. Robert Stadlober ist sehr hübsch und spielt sehr sehr gut.

Schön, wahr, sensibel und sehr amüsant (3. August 2003)

Crazy schlägt jeden Hollywood-Teenagerfilm um Längen. Denn er kann und bietet viel mehr als das typische Strickmuster, die immer selben Gags und die belanglosen Beauty-Problemchen durchgestylter Kids ... in Crazy geht es um ein echtes Lebensgefühl und nicht um ein vorgegaukeltes. Crazy ist echt.
Crazy macht Spaß. Crazy regt zum Nachdenken an. Crazy lädt zum Mitfühlen ein. Crazy belehrt nicht. Crazy ist einfach ein superschöner Film über das Älterwerden, über das Leben junger Menschen über Reife und Zwischenmenschliches.
Nicht perfekt in Allem ... aber ein Film der weit herausragt aus dem dünnen Allerlei.

Gefühlvoll und doch in der Wirklichkeit (10. Januar 2003)

Der halbseits gelähmte Benjamin wechselt an ein Internat, um die Mittlere Reife zu wiederholen. Dort erwarten ihn unheimlich große Probleme mit seinem Zimmergenossen, Klassenkameraden und seinem Mathelehrer, aber auch einfach die Tücken seitens der Pubertät. Nur schwer gewöhnt sich Benjamin in das neue Lebenein; und erfährt allmählich, daß er nicht als einziger Sorgen hat.

Der Film ist von der Story her als solcher nichts ungewöhnlich Neues - nur von der Zusammenstellung verschiedener Elemente. Und dennoch schafft er es, die Gefühle - die Ängste und die Hoffnungen - sowie die damit verbundenen Schwierigkeiten gut rüberzubringen. Dazu tragen v.a. auch die Charaktere Robert Stadlober und Tom Schilling bei.
Die DVD features sind interessant, aber nichts besonderes.

Fazit: empfehlenswert

Völlig überschätzt (17. Oktober 2002)

Buch wie Film sind völlig überschätzt! Wo gibt es das heute noch, dass ein Klischee das nächste jagt? Der Held in Crazy passt aber auch in jede Klischee-Außenseiter-Schublade unserer Zeit: er ist behindert, seine Eltern trennen sich gerade, ergo kommt er ins Internat, wo ihn (natürlich!) alle erst mal hänseln und er sich (noch natürlicher!) in das tollste Mädchen verliebt, das (natürlich, was sonst??) aber auch von einem anderen aus seiner Clique, in die er (natürlich!) dann doch gekommen ist, begehrt wird. Ein vorhersagbares Klischee folgt dem nächsten, wo bitte ist da die angebliche Originalität von "Crazy"? Ich rede hier gar nicht über die schauspielerische Leistung, die kann durchaus überzeugen, aber was will uns dieser Film sagen, wo ist da die Message, warum war dieses Buch von B. Lebert so erfolgreich? Was ich gesehen habe, ist eine aufgeblasene Folge von "Unser Lehrer Dr. Specht" aus Schülersicht. Originalität des Scripts? Fehlanzeige! Da helfen auch die Szenen vom Keks-Wi**sen und die Sex-Nr. aus der Umkleidekabine nicht. Wenn das die ach so neue Sichtweise der Jugend bzw. der Generation post-X ist, dann hat sich seit den 80ern nicht viel verändert. Doch, halt! Nur das Erfolgsrezept ist Millenium-typisch: Mache 'nen Riesen-Wirbel (neudeutsch: Hype) um 'ne alte "Schloss Schreckenstein-Nummer", baue einen Quoten-Behinderten ein und ein herzzerreißendes Eheproblem und du hast einen Nr. 1 Hit - weil das Publikum zu doof ist, es zu merken. Sorry, aber der eine Stern ist noch fast zuviel.

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