Aus der Amazon.de-Redaktion
Für Travis markiert The Invisible Band keinen nennenswerten Richtungswechsel, aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Wenn man Travis als die am einfachsten gestrickte Band aus der Nachhut von Radiohead bezeichnet, dann klingt das nicht unbedingt wie ein herzliches Kompliment, aber ihr so unglaublich wirkungsvolles Erfolgsrezept ist zweifellos hier wieder einmal zu finden. The Man Who wurde ganz schlicht und einfach wegen der ganz einfachen, fröhlichen Schlichtheit zu einer der populärsten Indie-Rockplatten der 90er-Jahre.Wenn man den Text von "Side" hört, der ihren Umgang mit einem einfachen Bild über die Wirkung des Wetters zeigt -- "The grass is always greener on the other side/The neighbour's got a new car that you wanna drive" ("Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner/Der Nachbar hat ein neues Auto, das du auch einmal gerne fahren würdest"), dann wird sofort klar, dass die Fans von Travis so weit gebracht wurden, dass sie bei dem dritten Album keine mutigen musikalischen Abenteuer mehr erwarten. Was aber überhaupt nichts ausmacht, denn The Invisible Band ist eine derart liebenswerte und total lockere Platte, dass man sich selbst wie ein Flegel vorkäme, wenn man sie beschimpfen würde.
"Sing" eröffnet das Album und klingt so wie bei ihren ersten Anfängen, es fehlt hier eigentlich nur noch ein Banjo. Das blumige "Flowers In The Window" erinnert an McCartneys schönste Beatles-Kompositionen und bei dem von Synthesizern dominierten "The Humpty Dumpty Love Song" offenbaren Travis sentimental Herz und Schmerz. "I'd pray to God if there were heaven" ("Ich würde zu Gott beten, wenn es einen Himmel gäbe") singt Fran Healy bei "Pipe Dreams", "But heaven sounds so very far from here..." ("Aber Himmel klingt so weit entfernt von hier..."). Und genau deswegen bleiben Travis so populär: Sie sind die bescheidenen Jungs von nebenan, die mit beiden Beinen auf der Erde stehen, die immer noch ihre so einfachen Liedchen singen, bei denen Banalitäten auf einmal so richtig schön klingen. --Louis Pattison
Kundenrezensionen zu 'The Invisible Band'
Fröhlich und traurig zugleich (9. August 2006)
Erst mal vorweg... diese Cd braucht Zeit um sich zu entfalten, aber wenn man erst ihre gesamte Schönheit entdeckt hat lässt sie einen nicht mehr so leicht los.Fran Healy packt so viele Emotionen in seine Stimme, es ist gewaltig.
zB. bei Dear Diary hört man richt den Schmerz aus seiner Stimme, er verleiht seiner Traurigkeit so richtig Ausdruck, während uns zB das nächste Stück Side verzückt mitwippen und mitsummen lässt,
Dieses Album ist auf jeden Fall den Kauf wert und ist ein perfekter Begleiter in jeder Lebenslage.
Meisterwerk (14. April 2005)
Eine der schönsten "Britpop"-Platten überhaupt und noch mal eine Steigerung zum großartigen Vorgänger "The Man Who". Was Atmosphäre, Texte und Komposition anbelangt, stecken sie Bands wie Coldplay oder Starsailor mühelos in die Tonne. Was bleibt, ist die Gefahr, sich zu schnell an den Songs sattzuhören, da sie nunmal ziemlich eingängig sind. Das mindert selbstverständlich in keinster Weise deren Qualität. Beste Songs: Save, Humpty Dumpty Love Song.Mit dem Nachfolger "12 Memories" konnten Sie an dieses Niveau leider nicht mehr anknüpfen, aber ich denke (hoffe) "The Invisible Band" war aber auch noch nicht alles... Thumbs up!
mir gehn die superlative aus.. (2. Januar 2005)
unglaubliche Travis Cd.. einfach schööön. nur schön. wunderbar. =)Sing -> erste Single, wirklich wirklich wirklich toll, einfach eben.. Travis *g*
Dear Diary -> ruhige Stimmung, schöner Text = spitze
Side -> wiederum klasse Text usw. usf. =)
Pipe Dreams -> gewöhnungsbedürftig, aber dann gut
Flowers in the Window -> kitsch as kitsch can! aber trotzdem, wer könnte schon diesem zuckersüßen, schmachtenden Fran Healy widerstehen?!!
The Cage -> auch.. gewöhnungsbedürftig. aber wenn man's oft genug gehört hat, mag man auch dieses Lied.
Safe -> hat mir zuerst nicht so gefallen, jetzt aber eins meiner Lieblingslieder auf dem Album. Besonders der Anfang des Liedes .. wundervoll.
Follow the Light -> schöner Text, insgesamt sehr positiv und einfach schön (It's alright, just follow the light and don't be afraid of the dark, in the moonlight you'll dance till you fall and always be here in my heart *seufz*).
Last Train -> hat mir gar nicht gefallen. Obwohl mir das Lied mittlerweile besser gefällt, ist es für mich der Schwachpunkt auf dem Album.
Afterglow -> ach.. was kann ich sagen?
Indefinitely -> siehe Afterglow =))
The Humpty Dumpty Love Song -> AHHH!! DIE ultimative Ballade, obwohl der Text eigentlich von einer zerbrochenen Beziehung handelt, aber einfach alles in allem.. - Zucker!
eine geschlossene Einheit (12. Juni 2004)
Mit ihrem 3. Album taten Travis genau das, was so ziemlich jeder von ihnen nach dem durchschlagenden Erfolg von "The man who" erwartete: an den Vorgänger anknüpfen.Das soll jetzt kein Vorwurf von wegen mangelnder Innovativität oder so was sein, sondern ein Kompliment, denn es ist Fran Haley und seinen Jungs gelungen, 12 Songs zusammenzustellen, die qualitativ mit dem Vorgängeralbum allemal mithalten können.
Der gewohnte Stil wurde beibehalten; die Gitarren dominieren in einem perfekt produzierten Rock/Pop-Sound, in den auch mal gerne zusätzliche Klangelemente wie zum Beispiel Streicher eingefügt werden. Melancholische bis gelegentlich psychopatisch anmutende Texte und Fran Haley's schmachtender Gesang erzeugen eine Atmosphäre, die zwar düsterer ist als bei vielen anderen Interpreten, die für Melancholie stehen, doch es wäre überzogen, Travis in eine Depri-Ecke zu stellen, denn allein durch die überzeugenden Melodien schwingt bei jedem Song noch genug Lebensfreude mit.
"The invisible band" scheint zwar beim erten Hören mit weniger hitverdächtigem Material gespickt zu sein als "The man who" (damals wurden "Driftwood", "Writing to reach you" und vor allem "Why does it always rain on me?" zu wahren Radio-Hits), jedoch klingt die Platte deutlich geschlossener und zusammenhängender, was zum großen Teil durch ein konstant starkes Songwriting im gesamten Albumverlauf bewirkt wird.
Des weiteren ist "The invisible band" eines dieser Alben, dessen Songs einfach nicht in einen anderen Zusammenhang gestellt werden dürfen, denn sie bilden eine perfekte Einheit, durch die auch recht unscheinbare Stücke einen unabstreitbaren Reiz erhalten. Beispiele hierfür sind das dezente "Dear diary", das freundlich wirkende "The cage" oder die hypnotischen, verschlafenen Abschlusssongs "Indefinitely" und "The humpty dumpty love song", die sich allesamt zwischen objektiv gesehen stärkeren Stücken wie "Sing", "Side" oder "Flowers in the window" als unersätzliche Unterstützer der Gesamtstimmung im Albumzusammenhang erweisen.
"The invisible band" enthält keine Ausnahmesongs, aber was Stimmung und Atmosphäre angeht, passt hier alles zusammen.
Ein absolutes Pflicht-Album für den Rock/Pop-Fan.
das war wohl nichts (15. Januar 2004)
Ich mag Travis, wirklich, hab sie auch schon mehrere male live gesehen, aber mit diesem Album kann ich einfach nicht warm werden obwohl es seine lichten momente hat. Es ist, als würde man einen zu süßen kuchen essen, er schmeckt ja im grund gut, wäre da nichts diese unmengen an zucker.So ist es auch mit dem invisible band. Es beginnt wirklich toll mit Sing, einer abolut schönen Travis single, auch Side und Pipe Dreams wissen zu überzeugen, doch dann schmeckt man die wahre süße und nach den ersten leckeren Bissen beginnt der Kuchen auf den Magen zu schlagen und kann sich auch nicht mehr aus dem süßlichen Morast herrausziehen.
Drei Punkte hat es sich trotzdem verdient, da es diese drei tollen Momente mit den oben erwähnten Liedern hat. Live klingt das übrigens alles wesentlich besser, und wer die Möglichkeit hat Travis live zu sehen sollte sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen.






