Così fan tutte

Verkaufsrang: 57901 (DVD)
Actor: Cecilia Bartoli
Actor: Agnes Baltsa
Actor: Liliana Nikiteanu
Actor: Roberto Sacca
Actor: Oliver Widmer
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Binding: DVD
Director: Brian Large
EAN: 0807280001396
Format: Classical
Label: Naxos Deutschland
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Naxos Deutschland
NumberOfItems: 2
Verlag: Naxos Deutschland
RegionCode: 0
Erscheinungsdatum: 2. Januar 2003
Spielzeit: 192
Studio: Naxos Deutschland
TheatricalReleaseDate: 2000
UPC: 807280001396
von: Cecilia Bartoli (Hauptdarsteller), Agnes Baltsa (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 24,91

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Bei insgesamt drei Opern hat Wolfgang Amadeus Mozart mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte zusammengearbeitet. Während der italienische Texter für Die Hochzeit des Figaro und Don Giovanni fremde Stoffe zum Ausgangsmaterial nahm und daraus gehaltvolle Handlungsverläufe gestaltete, beruhte Cosi Fan Tutte auf einer eigenen Erfindung -- und war denn auch inhaltlich viel schwächer.

In diesem Fall gelang Lorenzo da Ponte nur eine blutleere Geschichte über die Unzuverlässigkeit und fehlende Treue der Frauen. Sein Kommödchen, in dem zwei Frauen im Neapel des 18. Jahrhunderts von ihren Gatten in spe auf die Probe gestellt werden, kam bei den Zusehern der Uraufführung (26. Januar 1790) nicht besonders gut an. Seine satirische Darstellung der Liebe widerstrebte allzu sehr dem moralischen Empfinden des damaligen Bürgertums. Diese textlichen Mängel hielten Mozart freilich nicht davon ab, auch diese Vorlage da Pontes in ein grandioses Stück Musiktheater zu verwandeln. Der Salzburger Meister führte mit Cosi Fan Tutte die Gattung der Ensembleoper in bis dahin ungekannte Höhen. Die Nummer 588 im Köchel-Verzeichnis sprüht nur so vor melodischen Ideen und detailreichen Instrumentierungen.

Im Februar 2000 erlebte die komische Oper in zwei Aufzügen eine herrliche Neuinszenierung, die von Filmregisseur Brian Large dankenswerterweise auf Zelluloid gebannt wurde. In der Aufführung musizierten Chor und Orchester des Züricher Opernhauses, angeleitet vom Österreicher Nikolaus Harnoncourt, Mozarts Partitur mit einer belebenden Spritzigkeit. Und die Sangesformation stand dem in den zwölf Arien, 15 Ensembles und zwei Finali in nichts nach. Die mit Cecilia Bartoli (aus Italien), Agnes Baltsa (in Griechenland geboren), Liliana Nikiteanu (Rumänien), Oliver Widmer (gebürtiger Züricher) und Carlos Chausson (Spanien) international besetzte Vokalriege brillierte ausnahmslos mit einer Darbietung voller Vitalität und Verve.

Bühnenregisseur Jürgen Flimm, bekannt von seinen Arbeiten in Köln, München, Hamburg, Mannheim und anderen Städten, holte aus dem dünnen Libretto noch ein unterhaltsam in Szene gesetztes Spiel über die "Geometrie der Liebe" heraus. In seiner "Schule der Liebenden" (so der Untertitel der Oper) sind die klischeehaften Ränkespiele, Täuschungen und Verkleidungen aus da Pontes Libretto gar nicht mehr so schlimm. --Harald Kepler

dkb.de

Amazon.de DVD-Bewertung

Die Ausgabe auf Doppel-DVD hat eine Gesamtdauer von 275 Minuten und wartet mit diversen Extras auf. Dazu gehören Tonspuren in Stereo und Dolby Digital 5.1, Untertitel in Deutsch, Englisch und Französisch sowie eine 22 Minuten lange Dokumentation, die Blicke hinter die Kulissen gewährt. --Harald Kepler

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Così fan tutte'

ungluabliche auführung (22. April 2006)

In jeder Hinsicht eine der besten Cosi Aufführungen, die ich je gesehen habe! Vorallem das eher konventionelle Bühnenbild von Jürgen Flimm hat mich sehr überzeugt.
Die Sänger sind allesamt hervorragend, wobei Bartoli vielleicht nich ganz die richtige Besetzung für die Fiordiligi(die sie einerseits als eine etwas naive aber andererseits doch fest entschlossene Frau darstellt) da ja sie eigentlch ein Mezzosopran ist. Ihre Koluraturen sind jedoch excellent und man kann richtig die Verzweiflung der Fiordiligi mitfühlen bei ihrer Arie "per pieta ben mio predono".
Agnes Baltsa spielt eine ganz tolle Despina, obwohl man ihrer Stimme doch schon etwas anmerkt, dass sie nicht mehr die jüngste ist.
Auch Nikiteanu spielt ihre Rolle der Dorabella mit Bravour. Das einizige was vielleicht auszusetzten wäre ist, dass ihre Stimme nicht richtig gut zu Bartolis passt bzw eher umgekehrt. Aber vielleicht bin ich da zu kritisch.
Hervoragend ebenfalls Roberto Sacca als Ferrando: Vorallem das wunderbare weiche Timbre seiner Stimme lässt einen gerade zu versinken während er "un aura amorosa" singt. Auch schaupielerisch kaum zu toppen, stellt er den Ferrando als einen von sich durch und durch überzeugten und vor Lebensmut strozenden Jüngling da, der aber freilich auch zu tiefst verletzt ist, als er von der Untreue seiner Dorabella hört. Ganz toll inso fern die Arie: "Tradito! schernito"
Oliver Widmer hat mich hingegen als Guglielmo nicht ganz überzeugen können, weil sein ganzes Auftreten(außer an einigen wenigen Stellen)doch sehr gekünstelt aussah.
Am besten ist für mich ganz klar die Rolle des Alsfonso von Chausson verkörpert, der ihn als einen extrem zynischen, beinahe teuflischen Lehrer der zwei jünglinge spielt. Das passt sehr zu meiner Ausfassung dieses Charakters, denn schließlich ist es wahrlich keine schöne sache die beiden Liebhaber anzustacheln die Treue ihrer Verlobten in vertauschten Rollen mit abermals und abermals wiederholten Liebesschwüren zu testen.
Harnoncourt dirigiert wiedereinmal außerordentlich und das Tempo der ganzen Oper, Das einige für zu langsam halten, ist für meinen Geschmack gerade richtig.
Eine insgesammt höchst empfehlenswerte Aufnahme.

Empfehlenswert trotz z.T. fragwürdiger Besetzung (5. Januar 2006)

Die Zürcher Produktionen der Da Ponte-Opern Mozarts werden von Publikum und Presse beinahe unisono gelobt. Dabei ist besonders zu betonen, dass es den Protagonisten offensichtlich um eine ernste Auseinandersetzung mit Mozarts Werken ging und nicht um den alljährlich fälligen Wettbewerb um die skandalträchtigste Inszenierung (die dann mit dem eigentlichen Werk nichts mehr zu tun hat). Das durchweg gelungene Resultat einer Werktreue im besten Sinne kann man besonders in der vorliegenden Cosi fan tutte-Inszenierung erleben. Werktreue richtig verstanden bedeutet ja nicht ein sklavisches Nachahmen alter und veralteter Operntradition. Werktreue bezieht sich v.a. auf den Geist, den Sinn des Werkes, und der ist vom Zürcher Ensemble in Regie, Bühnenbild und musikalischer Gestaltung mit behutsamer Modernisierung voll erfasst worden.
Die musikalische Gestaltung wirft allerdings trotz des flexibel reagierenden Orchesters und der sehr guten Ensemble-Arbeit eine kritische Frage auf: Ist es wirklich sinnvoll, alle weiblichen Hauptrollen mit Mezzosopranen zu besetzen? Die Idee, Despina als ältere, lebenserfahrene Frau mit dazu passendem Mezzosopran darzustellen, halte ich für einen interessanten Ansatz, der von Agnes Baltsa wunderbar umgesetzt wird, auch wenn ihre Stimme hörbare Verschleißerscheinungen zeigt. Dafür ist sie die einzige, die es in puncto schauspielerischer Präsenz mit Cecilia Bartoli aufnehmen kann. Die verschiedenen Charaktere der beiden Schwestern hingegen hat Mozart in der Konzeption der Partien musikalisch genau umgesetzt. Die temperamentvolle, zupackende aber auch etwas oberflächlichere Dorabella ist als Mezzosopran, mit dunklerer, herberer Stimmfärbung konzipiert. Die distanziertere, ernsthaftere Fiordiligi als Sopran, mit seinem "edleren", helleren Ton. Ich halte Cecilia Bartoli aus diesen musikalischen Gründen als Mezzosopran für falsch besetzt. Dies gilt ungeachtet der Tatsache, dass Fiordiligi auch sehr tiefe Töne singen muss. Die klangliche Differenzierung in Mozarts Partitur haben alle namhaften Aufnahmen dieser Oper berücksichtigt. Die Paarungen Elisabeth Schwarzkopf/Christa Ludwig oder Gundula Janowitz/Brigitte Fassbaender stehen beispielhaft für diese sinnvolle Tradition. Dazu kommt, dass ich die Lobeshymnen auf Bartolis Sangeskunst gerade in dieser Sopranpartie nicht teilen kann. Ihre Stimme ist durch und durch Mezzosopran mit einer guten Höhe. Aber es ist eben ein Unterschied, ob eine Sängerin nur einzelne hohe Töne in einer sonst recht tief gelagerten Partie singen muss (typisch für einen Mezzo) oder ob sie ständig in einer ohnehin hoch gelagerten Partie Spitzentöne draufsetzen muss (typisch für Sopran). Man spricht hier von der "Tessitura". Nach meinem Empfinden ist die Tessitura der Fiordiligi für C. Bartoli zu hoch, so dass manch hoch liegende Passage mit zu viel Kraft erzwungen werden muss, was auch zu einem kehligen Klang der Stimme führt. Ein weiteres Problem sind Bartolis Koloraturen. Die Kunst der Koloratur sieht eigentlich vor, dass eine Serie von Tönen auf einem Atem (sehr oft auch auf einem Vokal) ohne Abbrechen des Atemstromes aneinandergereiht werden. Die Kunst besteht darin, dabei die einzelnen Töne weder unsauber ineinander zu verwischen noch zu stark voneinander zu trennen. Genau letzteres macht aber Bartoli seit Jahren. Sie erzeugt ihre Koloraturen dadurch, dass sie jeden Ton durch einen heftigen Atemstoß vom nächsten trennt. Dies ermöglicht ihr zwar ein erhebliches Tempo, aber die Linie wird dabei brutal zerhackt. Die Koloratur wird bei Bartoli zu einem nähmaschinenhaften Rattern. Besonders schmerzlich im Triolenteil der berühmten "Felsenarie" im ersten Akt: Statt "spera-a-a-a-a-anza" ertönt "spera-ha-ha-ha-ha-hanza". Man höre sich einmal Montserrat Caballe - wahrlich keine Mozart-Spezialistin - an, um zu erkennen, mit welcher stimmtechnischen Brillianz und Eleganz man hier zu Werke gehen kann und wie mühelos einem Sopran die Spitzentöne gelingen, zudem in der richtigen Stimmfarbe. Im Vergleich dazu fällt Bartoli deutlich ab, man sollte sich dabei auch nicht durch ihre beeindruckende Bühnenpräsenz ablenken lassen.
Ich möchte mit meinen etwas ausschweifenden Anmerkungen nun niemanden abschrecken, die vorliegende DVD zu erwerben, sondern lediglich den Blick auf einige Details lenken, die für die näher Interessierten vielleicht von Bedeutung sind. Für die Aufnahme spricht neben den schon erwähnten Vorzügen der Inszenierung auch die gute bis sehr gute Besetzung der Männerrollen und Harnoncourts Dirigat.
Fazit: Im Zürcher Mozart/Da-Ponte-Zyklus ist Cosi fan tutte sicherlich am besten gelungen, und hebt sich damit trotz der Kritik an der Besetzung überaus positiv von nahezu allem ab, was uns sonst oftmals unter dem Titel "Opern-Event" zugemutet wird. Deshalb vier Sterne!!!

Streit (18. Juni 2005)

Schöne Cosi-Aufführung, fein musiziert; die Sänger/innen nicht wirklich ein ausbalanciertes Ensemble.
Dem Herrn Kaplan aus der amazon-Redaktion ist aber zu sagen: dass Cosi das schwächste Libretto von da Ponte für Mozart sei, ist völliger Unsinn; die Oper ist brillant als Ganzes. Selbstverständlich muss nicht jeder alles verstehen und kann sowieso meinen, was er will; nur wärs wohl richtiger, sich auf die Beurteilung der Aufführung zu beschränken; peinlich eigentlich, so eine nassforsche Privatmeinung um die Ohren zu kriegen zu einem Werk, dessen Rang doch inzwischen außer Frage steht.

Bartoli als Sopran (6. Februar 2005)

Jürgen Flimm beschränkte sich in seinem Züricher Mozartzyklus auf die drei da Ponte Opern.
Die Inszenierung der Cosi ist wohl der gelungste Abend des Zyklus. Durchaus stringent und behutsam modernisiert legt Flimm diese komische Tragödie aus.
Sonderbar nur, daß an diesem Abend kein Sopran zu hören ist, die Fiordigligi wird von Cecilia Bartoli, die Despina von Agnes Baltsa gesungen.
Im Fall von Agnes Baltsa ist dies ein kleines Problem. Sie ist so wohl körperlich als auch stimmlich zu alt für die Rolle. Zwar vermag sie szenische Akzente zu setzen, doch kranken gerade die Arien an ihrer etwas abgesungen Stimme.
Dies gilt nicht für Cecilia Bartoli, sie beherrscht die Szene und zelebriert ganz im Zenit der Stimme Mozartgesang par excellent. Der Rest fällt etwas ab. Liliana Nikiteanu Mezzo ist etwas flackrig, Oliver Widmer als Gugliemo spielt etwas zu viel. Stimmlich ist er gut,fällt aber im Vergleich mit Bartoli oder Roberto Sacca als Ferrando etwas ab.
Nikolas Harnocourts Dirigat ist eigenwillig, nicht immer partiturgetrreu passt sich aber der Inszenierung an.
Im Ganzen ist die Aufnahme zu empfehlen, trotz kleinere stimmlicher Mängel.

"Bravo" für die 3 Hauptdarstellerinnen.... (28. September 2003)

... die sich wacker in Mozarts wohl berühmtester Verwechslungskomödie schlagen. Cecilia Bartoli (Fiordiligi), Liliana Nikiteanu (Dorabella) und Agnes Baltsa (Despina) haben ein Problem! Alle drei sind Mezzosopranistinnen, es gibt in dieser Oper jedoch nur eine Rolle für diese Stimmlage. Und das ist die der Dorabella, die bezaubernd von Liliana Nikiteanu dargeboten wird. Cecilia Bartoli und Agnes Baltsa müssen also mit den Sopranpartien kämpfen, was man ihnen anssieht, was ihnen aber auch super gelingt. Die Bartoli scheint ganz in ihrem Element versunken und scheint beim singen vor Rührung zu sterben. Auch Liliana Nikiteanu, bekannt aus vielen Hosenrollen wie der Hänsel in Humperdincks "Hänsel und Gretel" oder Cherubino aus "Die Hochzeit des Figaro, ist diesmal ein Vollblutweib in ganzer Hinsicht und ist die stolze Schwester an Cecilia Bartolis Seite. Die Baltsa jedoch kommt dem äußerlichen Erscheinungsbild einer "Zofe Despina" weniger näher, denn sie ist wohl "leidergottes" zu alt für die Rolle. Aber, Schwamm drüber... Auch die männliche Seite der Oper gibt viel her. Die beiden Liebhaber werden wunderbar komödiantisch verkörpert und passen perfekt zum Rest des Ensembles. Als Baß in der Rolle des "Don Alfonso" überzeugt vor allem Carlos Chausson. Der gebürtige Spanier glänzte schon als "Figaro" in der gleichnamigen Oper in Zürich (ebenfalls auf Doppel-DVD erschienen). Im großen und ganzen eine gelunge Bühnenversion die sich sehen lassen kann!!!

dkb.de

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