23 - Nichts ist so wie es scheint

Verkaufsrang: 8812 (DVD)
Actor: August Diehl
Actor: Fabian Busch
Actor: Dieter Landuris
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Director: Hans-Christian Schmid
EAN: 4009750296189
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Euro Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Euro Video
Verlag: Euro Video
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 23. August 2001
Spielzeit: 95
Studio: Euro Video
TheatricalReleaseDate: 1998
von: August Diehl (Hauptdarsteller), Fabian Busch (Hauptdarsteller), Enjott Schneider (Komponist)
Preis: EUR 7,99

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Karl Koch (Neuentdeckung August Diehl, mit unglaublich viel Charisma, der mit einem Filmband in Gold ausgezeichnet wurde) glaubt an die Magie der Zahl 23 und an die Arbeit der Illuminaten, ein Geheimbund, der im Hintergrund die Fäden im politischen und wirtschaftlichen Weltspiel zieht. Er ist gerade mal 19 und ein genialer Computerhacker und König des Netzes. Mit seinem Freund David (Fabian Busch) macht er sich einen Spaß daraus, diverse Firmensysteme zu knacken. Aus dem Spaß wird Ernst, als die Kleinkriminellenkumpel (Dieter Landuris und Jan Gregor Kremp) gehackte Informationen an die Russen verkaufen wollen. Karl zieht sich immer mehr aus der Realität zurück, arbeitet nur noch am Rechner. Um sich wach zu halten, nimmt er Drogen, und steigert sich in die Buchwelt von Illuminatus hinein.

Ein intelligentes und vielschichtiges Drama über das Erwachsenwerden, das Regisseur und Ko-Autor Hans-Christian Schmid auch in Nach fünf im Urwald und in Crazy eindringlich schildert. Hier nahm er sich den realen Hacker- und Industriespionage-Fall von Karl Koch als Vorbild, der in den 80er Jahren von den Medien aufgekocht wurde. Mit Autor Michael Gutmann recherchierte er den Fall sehr ausführlich, bemühte sich aber vor allem dem Menschen Karl gerecht zu werden. Sehr schön gefilmt (einschließlich Archivmaterial aus Fernsehnachrichten der Zeit) und mit gutem Soundtrack bestückt, funktioniert der erwachsene Film, mit etwas über 680.000 Zuschauern übrigens einer der erfolgreichsten deutschen Filme des Jahres 1999, auch als spannender Politkrimi. --Heike Angermaier

dkb.de

Kundenrezensionen zu '23 - Nichts ist so wie es scheint'

Genialer tiefgründiger Film, der sich nicht verstecken muss (11. August 2007)

Dieser Film ist ein Meilenstein der deutschen Filmgeschichte. Zum einen setzt er den 80er Jahren in Deutschland ein Denkmal, zum anderen den Anfängen des Heimcomputers und Internets. Aber in erster Linie überzeugt er mit seiner packenden Story nach wahrer Begebenheit, um den jungen Teenager-Rebell Karl, der über die noch junge Hackerszene ohne es zu wollen in einen Strudel der Kriminaltät gerät. Dies alles wird in beeindruckender Weise präsentiert: Kamera, Musik, Kulissen, Besetzung; besser hätte man es nicht machen können.
Dieser Film braucht keinen Mitleidsbonus, nur weil er aus Deutschland kommt. Er packt einen von der ersten Minute an und wird einen beim Abspann geplättet auf der Couch zurücklassen. Klare Kaufempfehlung.



Realitätsnah in Szene gesetzt. (1. April 2007)

Es sind die wilden 80ziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Westdeutschland. Die Szene der Computerhacker formiert sich. Noch ist alles primitiv und recht einfach. Der neunzehnjährige Karl und sein gleichaltriger Freund David betreiben Hacken professionell und suchen nach Aufmerksamkeit in den Medien. Sie geraten an zwei Kleinkriminelle, die die Informationen an die ehemalige DDR verkaufen. Das Spiel geht eine zeitlang gut, wird aber zunehmen riskanter.

Karl hat ein Drogenproblem und glaubt an Verschwörungstheorien. Er liest entsprechende Literatur und triftet zunehmend aus dem realen Leben. Die tatsächliche Verfolgung durch westdeutsche Einrichtungen, die auf sie aufmerksam wurden, verstärkt dies noch.

Der Film fußt auf realen Ereignissen und versucht den damaligen Protagonisten möglichst nahe zu kommen. Dies gelingt auch zeitweilig und sorgt für Spannung und zahlreiche überraschende Wendungen.

Kalter Krieg und Geheimbünde (31. August 2006)

Als bekennender Dan-Brown-Fan bin ich auf diesen Film aufmerksam geworden, denn die Hauptfigur Karl Koch beschäftigt sich, wie ich gelesen hatte, mit dem Geheimbund der Illuminaten, und in der Tat, mein Herz hüpfte spätestens zu dem Zeitpunkt, als Koch seiner Freundin erklärt, der gelockte Mann auf der Dollar-Note sei nicht George Washington, sondern Adam Weißhaupt, der Gründer der Illuminaten (1776), dessen Foto tatsächlich identisch ist mit dem Bild auf der Dollarnote. Ich mag halt Verschwörungstheorien!!!

Na ja... eigentlich ging es in dem Film aber um die Hackerszene der 80er Jahre, und wie eine Gruppe Jugendlicher sich in allerhand interessante Computer (z.B. CIA) einhackte und das Material für viel Geld dem KGB übergab. Und das auf Ataris und Commodores! Das Geld wurde übrigens fast ausschließlich für Koks investiert.

Das Interessanteste an dem Film ist eigentlich, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Ich habe im Internet etwas über Karl Koch und seinen "Chaos Computer Club" recherchiert. Wie das Leben so spielt, er flog auf, weil im Pentagon ein Buchhalter 75 Cent nicht ordnungsgemäß verbuchen konnte und durch seine Nachforschungen entdeckte, dass in den Computer des Pentagon gehackt worden war. Dieser Buchhalter hat seinerseits ein Buch veröffentlicht: "Kuckucksei, die Jagd auf die deutschen Hacker, die das Pentagon knackten", außerdem wurde diese Geschichte auch vom amerikanischen Fernsehen verfilmt mit dem Titel "Der KGB, der Computer und ich". Ich hoffe, dieser Film ist irgendwann im Fernsehen zu sehen, denn wie schon erwähnt, die Geschichte ist wirklich spannend.

Toller Soundtrack, besonders der Song am Anfang des Films, "Child in Time" von Deep Purple. Dafür bin ich den Filmemachern besonders dankbar, ich habe den Song schon 25 Jahre nicht mehr gehört und habe direkt eine Sehnsucht nach den allen Rocksongs meiner Jugend in den 70ern entwickelt.

Einen Stern Abzug gibts für die schlechte Tonqualität, für 15,99 darf man mehr erwarten.

Höchstnote! (27. April 2006)

Toller Film, tolle DVD! So lässt sich das Ganze gut beschreiben. 23 wurde 1999 mit dem deutschen Filmpreis bedacht, und das zurecht. Der Film ist für eine deutsche Produktion sehr schnell geschnitten, erinnert daher eher an Hollywoodproduktionen. Die Erzählweise, durch Voiceover, wurde von Filmen wie "Goodfellas" inspiriert.

Auf der DVD befinden sich zwei Kurzausschnitte aus einem Interview des Filmteams, ein informativer und lustiger Audiokommentar und eine Trailershow.

Noch eine Sache zum Soundtrack: Der Film enthält das Lied "Deep Purple - Child in Time". Es wurde hier also nichts ausgetauscht! Was sie hiermit erhalten ist die deutsche Originalkinofassung!

Bild und Ton sind außerdem sehr gut. Diese DVD-Veröffentlichung ist sehr weiterzuempfehlen!

Packende Story - interessanter Hintergrund (15. April 2006)

Der Film verarbeitet Verschwörungstheorien und den Stand der Computertechnik der 80er Jahre auf interessante Weise. Der Hauptdarsteller beschäftigt sich mit Verschwörungen und ordnet alle seine Wahrnehmungen in dieses vorgefertigte Bild ein. Als Computerfreak läßt er sich schließlich vom Ostblock instrumentalisieren, um westliche Computer zu hacken. Dabei wird er jedoch immer mehr drogenabhängig. Letztenendlich stürzt er über seine Drogensucht völlig ab.
Die Verarbeitung von Verschwörungstheorien ist hier wohl in Deutschland das erste Mal filmisch so umfassend geschehen.

dkb.de

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