Janacek, Leos- Jenufa

Verkaufsrang: 58446 (DVD)
Actor: Roberta Alexander
Actor: Anja Silja
Actor: Philip Langridge
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Binding: DVD
EAN: 4006680102085
Format: PAL
Label: Naxos Deutschland GmbH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Naxos Deutschland GmbH
Anzahl Medien: 1
NumberOfItems: 1
Verlag: Naxos Deutschland GmbH
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 9. Juli 2001
Spielzeit: 118
Studio: Naxos Deutschland GmbH
TheatricalReleaseDate: 1989
von: Roberta Alexander (Hauptdarsteller), Anja Silja (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 26,50

Janacek, Leos- Jenufa bei Amazon kaufen

Suche:   

Kundenrezensionen zu 'Janacek, Leos- Jenufa'

Sternstunde (5. Oktober 2003)

Glücksfälle sind selten im heutigen Opernbetrieb. Doch wenn alle an einem Strang ziehen, kann man mit einer Sternstunde rechnen. Hier liegt eine Aufnahme vor, die top ist. Allen voran der Dirigent(Andrew Davis) und ein Regisseur(Nikolaus Lehnhoff), die die düstere Geschichte spannend erzählen. Die Figuren kämpfen um ein bisschen Glück und doch endet die Geschichte in der Katastrophe. Die Solisten singen und spielen(grandios) um ihr Leben, doch wenn Anja Silja die Bühne betritt, hält man den Atem an, selbst wenn sie nicht singt, ist sie der Mittelpunkt. Ihre kristallklare, schneidende Stimme, ohne jegliches Vibrato, hebt an und zieht das Publikum in seinen Bann. Zwei Stunden Hochspannung, die Herzklopfen verursachen. Selbst wenn man kein Tschechisch kann, diese Musik, hart und doch eigenartig singend, lässt einen nicht mehr los. Macht süchtig!

Artige Nacherzählung (7. August 2003)

Diese, an verschiedenen Orten gezeigte Inszenierung (zuletzt an der Deutschen Oper Berlin) von Nikolaus Lehnhoff, gilt als Modell-Inszenierung des Werkes. Warum eigentlich? Die Geschichte wird zwar ordentlich erzählt, aber eine wirkliche Ausdeutung der Oper bleibt Lehnhoff schuldig. Über ein artiges Nacherzählen der Story kommt seine Einrichtung nicht hinaus. Zu seinem Glück hat er mit Anja Silja eine Sänger-Darstellerin ersten Ranges als Küsterin zur Verfügung, die diesen Opernabend dennoch zu einem Erlebnis werden läßt. Auch Philip Langrigde überzeugt als Laca. Hingegen wirkt Roberta Alexander für die Titelrolle etwas zu reif. Musikalisch gibt es nichts zu bemängeln. Die Inszenierung ist an keiner Stelle wirklich ärgerlich oder störend, aber sie hat eben auch nichts, was begeistern könnte ... außer Anja Silja natürlich.

Packendes Musiktheater (7. Juni 2002)

Dies ist eine Produktion, die durch ihre packende Musikdramatik besticht: Die Saengerdarsteller sind nicht nur intensive Saenger, sondern auch dramatische Schauspieler, deren Spiel tief beruehrt. In den Gesichtern, Haltungen, Handlungen der Saengerdarsteller der vier oder fuenf tragenden Rollen sind unendlich viele Gefuehle und Regungen abzulesen, die allerdings auch alleine schon durch die Stimmen stark ausgedrueckt werden, aber deren Eindruck durch das visuelle Ereignis noch intensiviert werden. Ein Hoch auf die Personenfuehrung in der Inszenierung durch Lehnhof in Glyndebourne! Es handelt sich bei dieser Produktion nicht um einen Livemitschnitt, sondern eine Einspielung fuer Kamera und Mikrofon, sodass keine Publikumsgeraeusche stoeren, aber auch keinerlei sterile Athmosphaere merkbar wird.

Es wird durchweg klar, ausdrucksstark und intensiv gesungen (in Tschechisch), wobei ich keine(n) der Hauptdarsteller(innen) besonders hervor heben moechte. Die zum Teil doch sehr diffizilen schauspielerischen Aufgaben (z. B. eine Wandlung zu einer Kindsmoerderin, Verarbeitung der Nachricht des Todes des eigenen Kindes, eine Wandlung vom hasserfuellten Missgoenner zum aufrichtigen Ehekandidaten, Nichtbeachtung des eigenen Kindes durch den Vater) werden ueberzeugend mit Stimme und Spiel souveraen bewaeltigt.

Das Orchester spielt klangschoen und deutlich, aber man hat doch ein wenig das Gefuehl, es koennte etwas engagierter, intensiver musiziert werden (hier vergleiche ich mit der Mackeras-Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern). Die Aufnahmetechnik scheint mir kritikwuerdig: Alles klingt sehr hell, manchmal etwas schneidend, und das Bassfundament scheint nahezu beseitigt worden zu sein: Posaunen, Kontrabaesse und Tuben kommen im Klang nicht ganz natuerlich zur Geltung. Dies kommt zwar der Durchhoerbarkeit sehr zu gute, aber ein wenig Fundament fehlt im Gesamtklang. Es faellt auch auf, dass saemtlichen Saengerstimmen (die uebrigens sehr deutlich im Vordergrund stehen) der Stereoeffekt entzogen worden ist: Sie scheinen alle aus der Mitte zu kommen, auch wenn die Personen sich auf der Buehne bewegen.

Das Buehnenbild ist sehr klar gegliedert und konzentriert sich auf die wesentlichen Dinge des Dramas. Den Akteuren wird viel Platz zum Spielen gegeben. Die technische Ausstattung der DVD liegt auf dem ueblichen (hohen) Stand: einfuehrender Text, mehrere Sprachen als Untertitel, Direktanwahl von mehreren Dutzend Stellen. Die Spieldauer liegt ein wenig unter zwei Stunden.

Die Hoechstbewertung von fuenf Sternen scheint mir gerechtfertigt durch die Realisation eines packenden Musiktheaterereignisses mit exzellenten Saengerschauspielern und auch durch das Verdienst um diese in Deutschland viel zu selten gespielte Oper, auch angesichts der (geringen) klanglichen Einschraenkungen.

dkb.de

Ähnliche Produkte zu 'Janacek, Leos- Jenufa'

Verdi, Giuseppe - Aida
Preis: EUR 21,02

Verdi, Giuseppe - Aida bei Amazon kaufen

Verdi, Giuseppe - Nabucco
Preis: EUR 16,69

Verdi, Giuseppe - Nabucco bei Amazon kaufen

dkb.de