Jurassic Park 3

Verkaufsrang: 3767 (Video)
Actor: Sam Neill|William H. Macy
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Joe Johnston
EAN: 3259190494435
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Format: Widescreen
Label: Universal/Polygram
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Universal/Polygram
Verlag: Universal/Polygram
Erscheinungsdatum: 6. März 2002
Spielzeit: 85
Studio: Universal/Polygram
TheatricalReleaseDate: 18. Juli 2001
von: Sam Neill|William H. Macy (Hauptdarsteller)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Jurassic Park und seine Fortsetzung Vergessene Welt gehören zu den großen Prestige-Produktionen Hollywoods in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Mit ihren Vorlagen von Michael Crichton und mit Steven Spielberg als Regisseur waren sie von Anfang an als Großereignisse geplant, die zumindest in Sachen Special Effects neue Maßstäbe setzen sollten und auch gesetzt haben. Aber selbst die grandiosen Effekte und die so aufwändigen wie beeindruckenden inszenatorischen Spielereien eines Steven Spielberg können nicht ganz darüber hinwegtäuschen, dass beide Filme klassische B-Movie-Geschichten erzählen.

Deswegen ist es umso erfrischender, dass sich Joe Johnston und seine beiden Autoren, Alexander Payne und Jim Taylor, bei Jurassic Park III ganz offen zu ihren Wurzeln bekennen. Sie schließen mit ihrem Dinosaurier-Abenteuer direkt an die Traditionen des alten B-Kinos an und haben damit den bisher spannendsten und unterhaltendsten Jurassic Park-Film erschaffen.

Dr. Alan Grant (Sam Neill), der seinen Aufenthalt im Dinosaurier-Themenpark auf der Insel Isla Nubarnur mit knapper Not überlebt hat, widmet sein ganzes Leben wieder der Erforschung fossiler Saurier-Funde und will eigentlich nie wieder etwas vom Jurassic Park hören. Doch um seine Arbeit fortsetzen zu können, benötigt er für sich und seine Studenten finanzielle Mittel, die ihm der Unternehmer Paul Kirby (William H. Macy) verspricht. Grant soll dafür nur Kirby und seine Frau Amanda (Téa Leoni) bei einem Flug über Isla Sorna, der zweiten Dinosaurier-Insel, begleiten. Doch die Kirbys spielen mit verdeckten Karten. Sie wollen auf der Insel landen und nach ihrem 14-jährigen Sohn Eric (Trevor Morgan) suchen, der vor acht Wochen bei einem Abenteuerausflug auf Isla Sorna gelandet ist.

Auch Jurassic Park III wartet wieder mit einigen spektakulären Effekten auf. Die Raptoren wirken noch beängstigender als in den vorherigen Filmen. Sie und die hier zum ersten Mal in Erscheinung tretenden prähistorischen Wesen, der gewaltige Spinosaurus und die Pteranodons, eine Rasse überaus gefährlicher Flugsaurier, beweisen einmal mehr, dass der Mensch längst nicht die Krone der Schöpfung darstellt. Aber trotz all der Effekte verliert Joe Johnston nie seine Figuren aus den Augen. Anders als bei seinen beiden Vorgängern sind in diesem Dinosaurier-Spektakel die Menschen wirklich die Hauptfiguren. Wie die früheren B-Film-Regisseure verzichtet Joe Johnston auf jedes überflüssige Beiwerk.

Jurassic Park IIIist reines Bewegungs- und Action-Kino, in dem sich die Figuren über ihre Handlungen definieren. So kann sich der großartige William H. Macy von einem Schwindler und Schwächling zu einem wahren Helden entwickeln, und Trevor Morgan kann als ein Teenager brillieren, der den Erwachsenen im Überlebenskampf eindeutig überlegen ist und doch nie altklug oder unrealistisch wirkt. --Sascha Westphal

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Jurassic Park 3'

Nahezu völlig misslungen (11. August 2008)

Gut ansehen kann man sich diesen Streifen, wenn man sich gerne Dinosaurier ansieht. Diese sind nämlich wieder exzellent gelungen (hat man aber auch nicht anders erwartet...), vor allem die neu dazugekommenen Flugsaurier, die wirklich bösartig wirken, wurden sehr gut umgesetzt. Schwierigkeiten habe ich mit dem zweiten "Neuling", dem Spinosaurus. Das liegt weder an seiner schieren Größe (war wohl tatsächlich so riesig), noch daran, dass er den T-Rex als mächtigsten Bewohner der Isla Sorna ablöst. Vielmehr ist es verwunderlich, dass die Menschen in Teil 2 soviel Zeit auf dieser Insel verbringen und nichts von diesem Riesen bemerken... Insgesamt sehnt man aber den ganzen Film über seine Auftritte herbei, wenngleich diese manchmal doch sehr unfreiwillig (?) komisch wirken (Stichwort: "Satellitentelefon-Szene").

Nun gehören Logikfehler seit jeher zu Filmen im Allgemeinen und zu Jurassic Park im Speziellen, jedoch verwunderte es schon bei "Vergessene Welt", wie sehr eine solche Geschichte an den Haaren herbei gezogen werden kann. Teil 3 macht es leider nicht besser. Allein schon die Eröffnungssequenz mit dem Gleitschirm, der von einem Boot gezogen wird, wirkt völlig aus der Luft gegriffen. Da fährt das Boot durch eine aus dem Nichts auftauchende, unecht wirkende Nebelbank, es ruckelt ein wenig am Schirm und plötzlich ist der Steuermann verschwunden - wohin erfährt man nicht. Das ist ähnlich unsinnig wie der T-Rex in Teil 2, der irgendwie alle Menschen auf dem Frachtschiff tötet und danach trotzdem wieder in seinem Gefängnis ist. Ein anderes Beispiel ist der hartnäckige Spinosaurus, der nach einem Kampf gegen den T-Rex (beste Szene im Film, leider viel zu kurz) lieber die kleinen, zweibeinigen Häppchen um die ganze Insel jagt, anstatt sich an seinem gefallenen Gegner zu laben. Wir wissen heute zwar nicht wirklich viel über das Verhalten von Dinosauriern, aber das wirkt doch sehr unglaubwürdig und nur als Ausrede, um den heimlichen Star des Filmes öfters im Bild zu haben.

Die Story ist diesmal eine Rettungsmission, natürlich wieder von einer völlig unzureichend ausgerüsteten Expedition durchgeführt, die gleich zu Beginn drastisch reduziert wird. Ein Kind, das schlauer ist als alle Erwachsenen ist konsequenterweise ebenfalls wieder mit von der Partie - verständlich, da ja die junge Zielgruppe bedient werden will. Anstelle von Jeff Goldblum darf diesmal Sam Neill die Hauptrolle spielen, was exakt den gleichen Effekt wie in "Vergessene Welt" hat: einer ohne den anderen funktioniert in Jurassic Park offensichtlich nicht. Diesmal sind allerdings die übrigen Schauspieler nicht ganz so farblos wie in Teil 2, jedoch trotzdem allesamt weit entfernt von einer oscarverdächtigen Leistung. Die Dialoge wirken großteils aufgesetzt und unausgegoren, um nicht zu sagen dümmlich.

Auch der Schluss schafft es wieder nicht, die goldene Mitte zu treffen, obwohl das bei einem derart misslungenen Film kaum noch eine Rolle spielt. War das Ende von Teil 2 noch viel zu langatmig, wird hier nach nur 80 Minuten umso überhasteter und unrealistischer abgebrochen, was dem Ganzen Trauerspiel zumindest die passende Glaubwürdigkeitskrone aufsetzt und den Zuschauer sinnierend hinterlässt, ob der geplante vierte Teil diese Leistung noch einmal unterbieten wird.

Und es geht weiter...und weiter...und weiter... (18. Februar 2008)

Langsam wird Jurassic Park wirklich langweilig, was die Story angeht. Auch im dritten Teil ist es immer dasselbe: Die Schauspieler versuchen zu fliehen und werden dabei entweder vom T-Rex oder den Raptoren gejagt und das ganze immer nach Schema F, sprich zuerst ausruhen, dann ein "plötzliches" Auftreten der Dinos und wieder rennen, entweder in den Wald oder in zurückgelassene Forschungseinrichtungen...
Außerdem muss immer ein Kind dabei sein und einen lächerlichen Auftritt haben, hier rettet Eric Kirby (Trevor Morgan), der seit acht Wochen ALLEINE auf "Isla Sorna" überlebt hat (unwahrscheinlich!), Dr. Alan Grant (Sam Neill) in Gestalt eines Überlebenskünstlers mit "Tarnumhang" und Rauchgranaten...
In Part III treten auch zum ersten Mal Flugsaurier auf, von denen man aber in den zwei Vorgängern nichts mitbekommen hat.
Etwas armselig ist zudem noch die "Raptorpfeife", aber ich möchte nicht zu viel verraten, falls man "Jurassic Park III" noch nicht gesehn hat.
Die schauspielerischen Leistungen sind in Ordnung, wobei in "Jurassic Park" Gefühle fehl am Platz sind bzw. durch Schreien ausgedrückt werden.
Mein Fazit: "Jurassic Park III" ist ein 08/15-Film, er bietet Spannung und Action, aber das nur sehr mäßig. Wem die Vorgänger gefallen haben, dürfte sich auch mit Teil 3 zufrieden geben, wenn nicht, darf man Hoffnung auf eine bessere Fortsetzung haben, da Teil 4 auch schon in Arbeit ist...
Für meinen Geschmack ist das Thema "Dinosaurier" langsam genug durchgekaut!

Sehen Sie den Film selbst und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!

Kann man sich sparen (15. Februar 2008)

Also "Jurassic Park 3" hätten die Macher sich schon sparen sollen, doch da die es schon nicht getan haben, kann man es zumindest als Zuschauer, denn dieser 3. Teil ist alles andere als ein würdiger Nachfolger.
Ein bisschen Spannung ist zwar drin, doch die Story ist leider einfach nur aufgewärmt und nicht gerade sehr interessant und mitreißend und Téa Leoni nervt ganz schön und wirkte auf mich sehr unsympathisch. Die Landschaftsaufnahmen sind natürlich wieder beeindruckend und auch die Tatsache, dass man hier, nachdem er im zweiten Teil gefehlt hat, wieder den sympathischen Sam Neill gewinnen konnte, gibt einen kleinen Pluspunkt, doch auf mehr als zwei Sterne kann das den Film leider auch nicht retten.
Ich empfehle stattdessen lieber mehrmals den echt genialen ersten Teil anzusehen, statt sich von diesem hier langweilen zu lassen.

Sehenswert vor allem für Dino-Fans (13. Oktober 2007)

Der Film hat zwar einige wenige Schwachpunkte, z.B. endet er ziehmlich abprubt und ist etwa eine halbe Stunde kürzer als die beiden anderen Filme. Speziell zum ersten Angriff des Spinosaurus muss man sagen: ein sauberer Spannungsaufbau sieht anders aus. So ist das Flugzeug gerade einmal fünf Minuten auf der Insel gelandet, als ohne jede Ankündigung urplötzlich und völlig unterwartet der riesige Spinosaurus wie aus dem Nichts auftaucht und fast die halbe Mannschaft tötet.
Jedoch ist dies vielleicht auch besser, als irgendein langes Vorgeplänkel zu bringen, das wahrscheinlich sowieso keinen interessiert.
Alles in allem muss Ich sagen, "Jurassic Park 3" ist der vielleicht beste Dinosaurier-Film, denn ich bisher gesehen habe.
Vor allem der Spinosaurus, aber auch die überarbeiteten Raptoren und Flugsaurier, wirken sehr realistisch und machen den Film sehr beindruckend. Im Vergleich zu den beiden Vorgängern wirkt dieser Film rasanter und actionreicher.
Besonders interessant finde ich auch, dass die Macher des Films neue Erkenntnisse über Dinosaurier in dem Film eingearbeitet haben, so z.B. der Spinosaurus.
Unter den Dino-Forschern und Dino-Fans gibt es eine Diskussion darüber, welcher Carnosaurier nun der größte Fleischfresser und damit der "König der Dinosaurier" war.
Nachdem man ein Jahrhundert lang den T-Rex für den größten Raubsaurier hielt, wurde in den 90er Jahren mit Giganotosaurus, einem Nachfahren des Allosaurus aus der Jurazeit, erstmals ein noch größer Räuber gefunden.
Anders als Giganotosaurus ist der Spinosaurus keine Neuentdeckung, sondern schon seit etwa hundert Jahren bekannt. Man glaubte zunächst, Spinosaurus sei fast so groß wie T-Rex, jedoch leichter gebaut und schwächer gewesen.
Durch neue Forschungsergebnisse wurde jedoch bekannt, dass Spinosaurus in Wirklichkeit deutlich größer und stärker als bisher angenommen war, und sogar den bisher größten fleischfressenden Dinosaurier Tyrannosaurus (und auch Giganotosaurus) an Größe übertraf.
Auch sind heute die Forscher der Meinung, dass kleine Raubdinosaurier Warmblüter waren und deshalb über ein Federkleid verfügten.
So wird in diesem Film der Velociraptor mit Ansätzen eines Federkleides dargestellt.
Zwar ist der Velociraptor in diesem Film etwas zu groß geraten und seine Intelligenz wird wohl eher übertrieben dargestellt. Wenn es innerhalb der Dino-Forscher auch viele verschiedene Meinungen gibt, so glauben nach meinem Kenntnissstand die meisten Wissenschaftler, dass auch der intelligenteste Dinosaurier (Troodon, ein Verwandter des Velociraptors) nur etwa auf dem Niveau eines heutigen Haushuhnes dachte.
Aus dramaturgischen Gründen haben die Macher des Films dem Velociraptor kurzerhand die Größe seines größeren Verwandten Deinonychus verpasst.
Diese Spitzfindigkeit ist jedoch weniger von Bedeutung, da dafür die entscheidenden Stärken der kleinen Raubdinosaurier, ihre Schnelligkeit und Geschicklichkeit, sehr anschaulich dargestellt werden.
Der Film ist daher sehr gut geeignet, das Interesse für Dinosaurier zu wecken und dem Zuschauer auch neue Arten nahezubringen.
Meiner Meinung nach ist dieser Film eine würdige Fortsetzung des legendären ersten Teils.
Er ist insgesamt besser als der zweite Teil. Der Teil II hatte zwar auch einige interessante Neuerungen zu bieten, wie etwa eine Meute von tödlichen Mini-Raubsauriern und ein T-Rex Baby, jedoch war die Handlung teilweise übertrieben und unglaubwürdig und der Film wirkte ein bißchen als wäre er eiligst heruntergekurbelt worden, um die schnelle Mark zu machen.
Von dem merkwürdigem Öko-Touch, der den zweiten Teil wie ein roter Faden durchzog, ist im drittem Teil nicht mehr viel zu spüren.
Ich habe auch den Eindruck, dass in Teil 3 auch mehr Sorgfalt und Aufwand für die Rekonstruktion der Dinos aufgebracht wurde und diese insgesamt realistischer wirken.
Natürlich besteht bei einem Film wie "Jurassic Park", in dem der Fokus so sehr auf die Urzeittiere gerichtet ist, die Gefahr, dass Handlung und Personen vernachlässigt werden. Ich finde jedoch, dass die Persönlichkeiten in dem vorliegendem Film durchaus symphatisch und glaubwürdig sind, auch wenn die Story von der Rettungsaktion etwas seltsam anmutet.
Positiv hervorheben möchte ich auch, dass der Film durch die Verwendung des Charakters Alan Grant eine enge Verbindung zum erstem Teil aufbaut.

Fazit: ein beindruckender Film, der vielleicht nicht die Erwartungen jedes anspruchsvollen, intellektuell veranlagten Filmkritikers erfüllen kann, jedoch für Dinosaurier-Interessierte absolut sehenswert ist.

Kitschige Handlung, gute Action, nichts "Griffiges" (6. Oktober 2007)

Hallo,

107 Rezensionen gibt es schon: was kann man hierzu noch ergänzen? Wohl kaum etwas.

Trotzdem möchte ich mich auch zu dem Film auslassen.

Ich habe eigentlich die 3er Box, also alle Filme und die "Beyond-CD", aber dazu kann ich nicht mehr sagen, als zu den einzelnen Filmen, denn Zusatzmaterial interessiert mich selten.

So, nun zum Film:
Da ich immer gedacht hatte, daß es sich bei diesem Teil nur um einen billigen "Nachschlag" handelt, habe ich die beiden anderen Filme schon x-mal, diesen aber noch nie angesehen. - Bis gestern: da habe ich ihn eingelegt, weil mir ein Freund vor ein paar Wochen erzählt hatte, er sei nicht schlecht.

Also, zum Film an sich nur ein paar Sätze:

zunächst einmal: er ist - was die Action betrifft - besser als gedacht. - Die Dinos sehen gut aus, und gerade auch die Szenen mit den Flugsauriern machen den Film auch "gruseliger".

Die Geschichte ist schwach, die Darsteller auch. - Mrs Kirby ist die Nervtante Nummer 1, Mr. Kirby macht zwar eine "bessere Figur", ist aber sicher nicht "der Held des Films". - Ihr Sohn wirkt ein bisschen wie Robin Hood: der Abenteurer, der im Leben ohne Eltern besser zurecht kommt, als mit. Billy - Grants Mitarbeiter - wirkt bisweilen etwas fehlplatziert, und birgt eine gewisse Unberechenbarkeit in sich, wie jemand, dem man nicht trauen kann. - Grant selbst scheint den "Dinoparcour" ordentlich satt zu haben, und ist im Film der "Held wider willen". Und die drei ausbedungenen Expeditionshelfer sind ja sowieso nur dabei, um gefressen zu werden.

Die Dinos sind ordentlich, der Spinosaurier der "relativ böse Spitzbube", der allerdings sehr "anhänglich" zu sein scheint, denn er taucht immer wieder auf. - Die Raptoren wirken - leider - nicht mehr besonders bösartig, und zum Schluß lassen sie sich - natürlich von Dr. Grant - auch noch austricksen. Und schließlich haben wir noch ein paar Flugsaurier, die insgesamt am besten wegkommen, da sie scheußlich, unberechenbar, und richtig böse sind.

Sonstige Dinos sind nur Beiwerk, denn sie tauchen nur ganz kurz auf, und sollen - bestenfalls - ein wenig "Unruhe" erzeugen.

Aber das wars dann auch schon. - Drei Sorten Dinos spielen die Hauptrollen. Und sie sorgen für eine Menge Action und Unterhaltung.

Aber nach den ca. 90 Minuten Spielzeit hat man dann auch genug, denn es ist immer wieder das gleiche: Action, einige Minuten Pause mit "Zwischenmenschlichem", dann wieder Action usw..


Folgende Punkte möchte ich herausstellen, die mir aufgegangen sind:

1. Die Handlung ist - wie hier schon 107mal zu lesen -: dünn. Und wenn Sie nicht so dünn, und der Film nicht ein "Nachschlag" wäre (den sowieso kaum jemand mehr ernst nimmt), dann könnte man darin eine gewisse Kritik an den Regierungen der USA und Costa Ricas sehen, denn: Mr. Kirby sagt am Anfang, sinngemäß: "unser Sohn und ein Freund sind auf der Isla Sorna verloren gegangen, und die Regierungen der USA und Costa Ricas haben uns gesagt, daß das Sperrgebiet sei, und sie keinen Finger krumm machen werden, um nach den beiden Vermissten zu suchen". Doch als am Ende dann der Wissenschaftler Alan Grant - und seine "Expeditionsreste" von der Insel abzuholen sind, dann tauchen da plötzlich amerikanische Kriegsschiffe und "Marines" mit Landungsbooten auf. - Was ein Widerspruch! - Insofern könnte der Film sozialkritisch sein, aber natürlich ist er das nicht, denn diese - Entschuldigung - "jämmerliche" Geschichte dient ja nur als "Aufhänger" für eine neuerliche Jurassic-Park-Folge.

2. Auch, daß sich Mr. Kirby als Inhaber eines Baumarktes und nicht als Chef eines Megakozerns ("Kirby Enterprises") entpuppt, macht den Film ungewöhnlich, und eben lächerlich: kein Mensch auf der von Hollywood-Filmen und - vor allem! - -werten geschaffenen Kinowelt interessiert sich für das Schicksal eines Installateur-Sohnes.
Insofern wird die Geschichte zwar menschlicher, denn es geht ja - platt gesagt - schlicht um "Elterninstinkte" / Elternliebe, die diese Verzweiflungstat hervorbringt. Menschlicher, aber eben uninteressanter.

Damit setzt sich der Film auch von den beiden Vorgängern ab: im ersten ging es um eine Vision, die in Scherben zerbrach: der Visionär war John Hammond, charismatischer Chef einer großen Firma; der zweite handelte einerseits von "Naturschutz" (Hammond) und purem Kapitalismus (Hammonds Neffe), bei dem der "Naturschutz" schließlich siegte. - Aber wieder waren die Hauptbeteiligten große Kapitalisten und Wissenschaftler.

Im dritten ist die "kapitalistische Seite" verschwunden und das "Zugpferd" blieb der Wissenschaflter Grant. - Wäre dieser Sam Neil nicht, würde sich kein Mensch für den Film interessieren....... - denn er ist uns zu banal: keine wichtigen Menschen? Keine "Schlagzeilen".

3. Anschließend an den 2. Punkt: im ersten und zweiten Film waren die Dinos die Attraktion und das auch gerade für die "Weltbevölkerung" des Films. Im Dritten ist Isla Sorna eine "vergessene Insel", für die sich kein Mensch mehr interessiert. - Wie wenn es irgendwo Alligatoren und Schildkröten gäbe. - Nichts besonderes. - Das ist derartig unnatürlich, daß man sich fragt: worum geht es denn eigentlich? - Das Bemerkenswerte ist doch: auf der Insel leben "glücklich und zufrieden" Geschöpfe, die es seit zig Millionen Jahren nicht mehr gegeben hat, und kein Mensch soll sich dafür interessieren? Lächerlich!
Hier sieht man, wie die Werte verzerrt und verbogen werden, nur um noch einen Film nachdrehen zu können.
(Wahrscheinlicher wäre es doch wohl, daß sich tausende oder gar millionen Menschen für die Insel und deren Bewohner interessieren würden, und daß es dicke Zäune und scharfe Bewachung gäbe, und man "Geld wie Heu" machen würde).
Aber - wie gesagt -: kein Mensch interessiert sich mehr für eine "Jurassic-Welt", Folge 3, und so überholen die Marketingwerte der Filmindustrie die Inhalte der "Filmrealität".

4. Was an allen drei Filmen auffällig ist: kein Mensch frägt sich, wer denn nun eigentlich die Verantwortung für die Toten trägt. Also im ersten Film haben wir einen toten Rechtsanwalt, einen Verwaltungsleiter, einen Programmierer und einen Großwildjäger, im zweiten sind es gleich mehrere "Expeditionshelfer", den Ingen-Vorstandsvorsitzenden, einen "Expeditionsspezialisten" u.a.. Und schließlich im dritten: die ganze ausbedungene "Expeditionscrew".

Nur ganz am Anfang des ersten Teils wird von einer Schadenersatzforderung der Angehörigen des bei der Verladung des Raptors verletzten Helfers gesprochen, sonst nicht.

Am Ende sind die Überlebenden "froh" überlebt zu haben, es tut ihnen "leid", daß andere gefressen worden sind, und das Filmleben geht weiter, ohne daß sich irgendwer großartige Gedanken macht.


Ich sage ja nicht, daß es in diesen Filmen viel um "Sinn" geht, auch wenn das - wenn wir uns erinnern -, gerade das, als Qualität des ersten Filmes gesehen wird, nämlich daß man sich nach Sinn, Rechtfertigung und Konsequenzen der Neuerschaffung von Dinosauriern frägt, was im letzten Film dann noch mit Grants sarkasticher Bemerkung "So spielt man Gott." "im Sand verläuft".

- Quintessenz dieser 4 Punkte ist also: sind wir uns bewußt darüber, welche Werte hier transportiert und gepflegt werden?


Fazit: der Film ist nicht schlecht, bietet gute Action, etwas "fürs Herz", aber durchgängig sehr fragliche Werte. - Um was geht es denn nun eigentlich letztlich? - Ist es mehr als "Geldmachen"? - Selbst Action benötigt in der Regel etwas Sinn, um aufgenommen zu werden. Was nutzt es, wenn der Sohn gerettet wird, und bei Universal die "Kasse klingelt"? - Ist das die Botschaft?

Der Action würde ich 4 Sterne geben: für die Handlung gibt es einen Abzug, und für die zweifelhafte Botschaft noch einen.

dkb.de

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