Das Reich und die Herrlichkeit

Verkaufsrang: 12293 (Video)
Actor: Wes Bentley|Nastassja Kinski
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Michael Winterbottom
EAN: 4010324506085
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Concorde Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Concorde Video
Verlag: Concorde Video
Erscheinungsdatum: 6. November 2002
Spielzeit: 90
Studio: Concorde Video
TheatricalReleaseDate: 2000
von: Wes Bentley|Nastassja Kinski (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 5,22

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Michael Winterbottom und sein Drehbuchautor Frank Cottrell Boyce haben für ihr äußerst lebendiges Drama, das seine Deutschland-Premiere während der diesjährigen Berlinale hatte, dort aber ungerechterweise von der Jury übergangen wurde, die Handlung von Thomas Hardys Roman Der Bürgermeister von Casterbridge in die nordkalifornischen Berge verlegt. Auch wenn die Werbung für den Film vornehmlich auf Jungstars wie Wes Bentley und Sarah Polley setzt, wird Daniel Dillon, die zentrale Figur dieses außergewöhnlichen Westerns, von dem viel zu wenig bekannten Peter Mullan (Trainspottig und My Name is Joe) gespielt.

Dillon herrscht über das Goldgräber-Kaff Kingdome Come beinahe wie ein König. Doch als im tiefsten Winter des Jahres 1867 drei Fremde in der kleinen Stadt ankommen, verändert sich sein Leben für immer. Einer der Ankömmlinge ist Donald Daglish (Wes Bentley), der kühl kalkulierende Kopf einer Gruppe von Eisenbahn-Ingenieuren und -Arbeitern, die darüber entscheiden sollen, wo die neue Eisenbahnlinie gebaut wird, und damit bestimmen, wer aus diesem Projekt wirtschaftlichen Gewinn ziehen wird. Die anderen Fremden sind eine Mutter und ihre Tochter (Nastassja Kinski, Sarah Polley), zwei Menschen aus Dillons Vergangenheit, die wissen, wie er einst zu seinem Reichtum gekommen ist. Die Ereignisse nehmen -- wie immer in den Geschichten von Thomas Hardy -- ihren tragischen, schicksalhaften Verlauf, und Dillon muss sich schließlich entscheiden, welchen Weg er nun weitergehen will. Nur einer kann ihn zur Erlösung führen.

Die gesamte Darstellerriege ist einfach brillant. Allerdings muss man zwei von ihnen noch besonders hervorheben: Peter Mullan, der das dramatische Gewicht des Films trägt, und Wes Bentley, der in seiner Rolle, die übrigens eine völlig andere ist als in dem Film American Beauty, der ihm den Durchbruch verschafft hat, unglaublich gefasst und konzentriert erscheint. Regisseur Michael Winterbottom, der mit Herzen in Aufruhr schon einmal einen Roman von Thomas Hardy verfilmt hat, und sein Kameramann Alwin H. Kuchler haben Das Reich und die Herrlichkeit nach dem Vorbild von Robert Altmans McCabe und Mrs. Miller gestaltet. Wie dieser Meilenstein des Genres wird auch ihr Film von einem natürlichen, schon fast erdigen Gefühl für eine Stadt am Rand des Westens beherrscht. --Doug Thomas

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Das Reich und die Herrlichkeit'

langatmig (31. Oktober 2008)

Nach 15 Minuten wußte ich nicht mit welchen Schauspieler ich mich identifizieren soll. Man kann sich also in keiner der vielen Rollen hinein versetzen.

Im gesamten Film kommt KEINE Spannung auf. Nun gut, es gibt viele schöne Filme, die auch ohne Spannung gut sind. Aber dazu zählt dieser hier leider nicht.

Das, was die Vorredner sagen, mit den schönen Landschaften und Schauspielern mag ja alles schön und gut sein, aber ich hab die ganze Zeit gebetet, dass der Film ein Ende nimmt. Es passiert eben die ganze Zeit NICHTS!!!! Garnichts!!! Alles was in dem Film passiert, das erlebt man in vielen anderen Filmen ALS NEBENSACHE, also so nebenbei.

///// Hier jedoch fehlt einfach der Knaller am Anfang, wo man den ganzen Film über mitfiebert bzw. wissen will wie er ausgeht. /////

Langatmig (30. Oktober 2008)

Natürlich muss ich meinen Vorpostern schon Recht geben, dass die Schauspieler in 'The Claim' rundherum gut besetzt sind und ihre Sache an sich gut machen. Das bewahrt den Film, meiner Meinung nach, aber nicht davor viel zu langatmig und zäh zu sein. Bei einer Lauflänge von fast
2 Stunden kam für mich kaum Spannung oder überhaupt ein Gefühl auf.
Schöne Landschaftsaufnahmen hin oder her, die Geschichte hat mich einfach an keinem Punkt gepackt.
Schade eigentlich.

Atmosphärisch dichter Western-Geheimtipp (19. August 2007)

Hört man den Namen Winterbottom, hat man unwillkürlich das Bild eines versnobten Engländers vor Augen, der ohne seinen Fünfuhrtee verloren ist, erst recht in der Wildnis. An den Wilden Westen denkt dabei wohl niemand. Das kann sich, nachdem man "Das Reich und die Herrlichkeit" gesehen hat, leicht ändern. Dem englischen Filmemacher Michael Winterbottom ist damit nämlich ein Western gelungen, von dem viele US-Regisseure nur träumen können. Ein Western, in dem nicht primär die Colts und Winchesters rauchen, sondern die Innenleben der Charaktere brodeln.

Ort der Handlung ist die verschneite Bergstadt Kingdom Come im Norden Kaliforniens. Dort regiert der durch Gold zu Reichtum und Macht gekommene irische Einwanderer Daniel Dillon wie ein Monarch. Sein Wille ist Gesetz für die 1.200 Einwohner. Man schreibt das Jahr 1867, von Küste zu Küste ist die Zeit des Schienenbaus angebrochen. Der junge Eisenbahn-Prospektor Donald Dalglish kommt im Namen der Central Pacific Railroad nach Kingdom Come. Er muss überprüfen, ob die Stadt ans Netz angeschlossen werden soll. Zwischen Dillon und dem Eindringling entwickelt sich ein Machtkampf. Der alte Patriarch hat zudem noch andere Sorgen. Frau Elena und Tochter Hope, die er Jahre zuvor gegen Gold verkauft hatte, sind zurückgekehrt. Dillon trachtet nach Vergebung und Wiedergutmachung. Zur weiteren Komplikation der Lage verliebt sich Dalglish ausgerechnet in Hope und beginnt ganz nebenbei eine Affäre mit Dillons Ex-Geliebter Lucia.

Gedreht wurde der für den Berliner Goldenen Bären nominierte Film im winterlichen kanadischen Alberta. Daher hat der Western kein staubiges Texas-Flair, sondern eine Alaska-Atmosphäre à la Jack London. Die Schauspieler/-innen sind bis auf Nastassja Kinski (Elena) und Milla Jovovich (Lucia) kaum bekannt. Geschadet hat es dem Film nicht; die No-names spielen gut. Ins Ohr geht der Soundtrack von Michael Nyman. "The Claim", wie "Das Reich und die Herrlichkeit" im Original heißt, ist ein Geheimtipp, vor allem, wenn man Milla Jovovich auf Portugiesisch singen hören möchte. Eine Ukrainerin, die portugiesisch singt? Noch so eine schwer vorstellbare Sache. Aber gut!

Das dünne Eis unter einem Lebenswerk. (4. Juli 2007)

Des Goldes wegen wurde Kingdom come aus dem eisigen Boden Nordkaliforniens gestampft. Es wird beherrscht von dem in die Jahre gekommenen Daniel Dillion. Ihm gehören Hotel, Bordell und die Kneipe mit Spielbank. Bahnvermesser tauchen auf und wenn die Eisenbahn an Kingdom come vorbeiführt, bedeutet das den Aufstieg zu einer Stadt und weiterer Wohlstand. Natürlich setzt Dillion alles daran, die Vermesser bei Laune zu halten und sie von einer Bahntrasse an seiner Stadt vorbei zu überzeugen.

Mit den Vermesser kamen zwei weitere Fremde in die Stadt, eine Frau mit ihrer Tochter. Es ist Dillion's ehemalige Frau und es ist auch seine Tochter. Er hat sie vor fast zwei Jahrzehnten für einen Claim an einen Fremden verkauft. Die unvermeidliche Aussprache erfolgt und Dillion pflegt seine todkranke Frau in ihren letzten Tagen. Bei seiner Tochter hat er weniger Erfolg. Sie kann das Verhalten des Vater nicht verstehen.

Die Entscheidung fällt und die Eisenbahn nimmt einen anderen Weg. Damit ist der Niedergang von Kingdom come beschlossen. Die Bewohner verlassen Dillions Königsreich und siedeln sich in der Nähe der Bahn neu an.

Der Film erzählt eine tragische Geschichte. Die einzelnen Charakteren werden fein herausgearbeitet und wirken für sich. Dillion ist der Dreh- und Angelpunkt. Ein gelungener Film der nachwirkt.

beeindruckende Stimmung (8. August 2006)

Schon nach wenigen Minuten hat mich der Film unheimlich beeindruckt. Die Schauspieler, die Bilder, die Stimmung - klasse!

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