Gran Paradiso - Aufbruch ins Leben

Verkaufsrang: 3179 (Video)
Actor: Ken Duken
Actor: Frank Giering
Actor: Gregor Törzs
Actor: Regula Grauwiller
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: Videokassette
Director: Miguel Alexandre
EAN: 4012878117557
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Label: Warner Home Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Warner Home Video
Verlag: Warner Home Video
Erscheinungsdatum: 20. September 2001
Spielzeit: 102
Studio: Warner Home Video
TheatricalReleaseDate: 2000
von: Ken Duken (Hauptdarsteller), Frank Giering (Hauptdarsteller)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Und ewig ruft der Berg. Doch hinauf gelangen nur die Zähesten. Der schneebedeckte Gipfel des Gran Pardiso ist der große, unerfüllbare Traum des querschnittsgelähmten Marc (Ken Dukan), der in einer Anstalt für geistig Behinderte "zwischengelagert" ist, wie der kaltherzige Heimleiter es der neuen Physiotherapeutin Lisa (Regula Grauwilfer) erläutert. Lisa muss schnell lernen, dass mit dem arroganten Marc, der sich hier in einer Art Splendid Isolation eingeigelt hat, nicht gut Kirschenessen ist. Denn bald wird er wieder laufen können. Doch als die Untersuchungsergebnisse keine Hoffnung auf Besserung zulassen, ist Marc am Boden zerstört und will sich vom Dach der Anstalt stürzen. Lisa zieht in dieser Situation den einzigen Trumpf aus dem Ärmel: "Ich bringe dich auf den Gran Paradiso."

Leichter gesagt als getan. Doch dank ihrer Beharrlichkeit und mit Hilfe eines alten Freundes, der in einer Justizvollzugsanstalt mit jugendlichen Straftätern arbeitet, gelingen die mühsamen Vorbereitungen. So sitzt schließlich eine Reisegruppe im roten Bus Richtung Alpen, die dem Lehrbuch für Gruppentherapie entsprungen zu sein scheint: drei "Knackies" mit lockeren Fäusten -- einer von ihnen türkischer Abstammung, ein anderer mit neonazistischer Gesinnung -- zwei geistig Behinderte und zwei Therapeuten, von denen einer vor allem mit dem Kopf, die andere mit dem Herzen entscheidet. Da bedarf es eigentlich nicht mehr der zwei chauvinistischen Idioten hinter dicken Sonnengläsern, die ständig den Weg der eigenwilligen Expedition durchkreuzen, um die Konflikte auf den Gipfel zu treiben. Ressentiments und Feindseligkeiten eskalieren mit jedem Meter und erreichen ausgerechnet ihren traurigen Höhepunkt, als der ersehnte Gipfel nur noch vier Stunden Fußweg entfernt ist. Und daran ist auch noch Marc schuld, dessen Traum vom Gran Paradiso diese Expedition erst in Gang gesetzt hat. Aber da hat er bereits alle mit seiner Vision infiziert.

Erinnerungen an Einer flog über das Kuckucksnest stellen sich zwangsläufig ein. Nur ist hier der Held kein verwegener McMurphy, der die Gruppe gegen die unmenschliche Anstaltsleitung in einen kurzen Triumph führt. Hier triumphiert die Gruppendynamik selbst. Die Akteure, bis auf die Leitung allesamt Randfiguren, begreifen schließlich, dass sie gemeinsam jeden Gipfel nehmen können. Leider kann Gran Paradiso sich aber auch mit dem erzählerischen Schwung und den schauspielerischen Glanzleistungen des Klassikers nicht messen. Das mag daran liegen, dass die guten Darsteller ein wenig zu idealtypisch daherkommen. Trotzdem ist Regisseur Miguel Alexandre hier ein recht unterhaltsamer Film mit Gespür für menschliche Zwischentöne gelungen. Und die Ausblicke auf die schneebedeckten Gipfel sind allemal beeindruckend. --Frank Kukat

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Gran Paradiso - Aufbruch ins Leben'

100% unrealitisch (21. November 2008)

War sehr gespannt auf diesen Film und wurde bitter enttäuscht. Eine schlechtere Beschreibung über die Besteigung eines 4000er kann ich mir kaum vorstellen. Falls Ihr Euch nicht die ganze Zeit darüber aufregen wollt wie unrealistisch dieser Film ist und Ihr außerdem auf eine Überdosis Kitsch keinen Wert legt, dann lasst lieber die Finger davon.

Fantastisch und einfühlsam! (7. Dezember 2007)

Ein sehenswerter Film, der einfühlsam die Themen Behinderung, Schuld, Gemeinschaft, Vorurteil, Lebensmut und Lebenswillen vereint.

Die Charaktere werden klar gezeichnet, die Handlung ist logisch und gut nachvollziehbar, die schauspieler überzeugen und vor allem in der 2. Hälfte des Filmes sind fantastische Aufnahmen zu sehen. Natürlich gibt es ein Happyend, trotzdem ist der Film keinesfalls schnulzig oder klischeehaft, sonder zeichnet feinfühlig auch Abgründe, Versagen und Leid.

Einen Stern Abzug gab es für die im ersten Teil teilweise etwas schleppende Handlung und die anfangs schwer zu verstehenden Schauspieler (undeutliche Aussprache), aber wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, kommt man nicht mehr davon los.

Gran Paradiso - Das Abenteuer Mensch zu sein (7. November 2007)

Weder die Behinderten noch die 'Knackis' schenken sich anfangs etwas, obwohl beide Gruppen unter Vorurteilen zu leiden haben. Auch innerhalb der Gruppen treten Spannungen auf. Je größer die Hindernisse, um so deutlicher erkennen die Gipfelstürmer jedoch, dass sie ihre gegenseitigen Ressentiments überwinden müssen, wenn sie das hoch gesteckte Ziel erreichen wollen.
In der Inszenierung zeigt der gebürtige Portugiese Alexandre erstaunlichen Mut zu großen Bildern und Gefühlen: Imposante Landschaftsaufnahmen, die teilweise unter schwierigen Bedingungen auf fast 4000 Meter Höhe entstanden, entsprechen den existenziellen Konflikten der Protagonisten auf der visuellen Ebene. Auch wenn der emotionale Bogen gelegentlich sehr strapaziert wird, etwa wenn Lisa nur durch eine unglaubwürdige Heldentat Marks nicht in die Tiefe stürzt, gelingt es dem Regisseur insgesamt, ein Abdriften in den Kitsch zu vermeiden. Wesentlichen Anteil daran haben die lebensnahen und humorvollen Dialoge und der Off-Kommentar Marks, der den Gipfelsturm in der Diktion von Raumschiff Enterprise mit eine Prise Ironie würzt. Nicht zuletzt die durchweg überzeugenden Leistungen des Darstellerensembles, das beträchtliche Strapazen auf sich nahm, machen Gran Paradiso zu einem mitreißenden Kinostück, das auch dem Vergleich mit Hollywood-Reißern locker standhält.

langweiliger Film (20. August 2006)

Der Film Gran Paradiso fand ich ziemlich langweilig und vorhersehbar. Zwei "Außenseitergruppen" lernen in dem Film durch den Aufstieg eines Berges miteinander auszukommen was für mich sehr vorhersehbar war. Das einzige was mir an dem Film gefallen hat, waren die Landschaftsaufnahmen. Wenn ich ihn mir zu Hause im Fernsehen angesehen hätte, hätte ich nach den ersten 5 Sekunden wieder ausgeschaltet, aber da er in der Schule gezeigt wurde, blieb mir ja nichts anderes übrig als den Film zu ertragen. Einen Stern gibt es also für die Landschaftsaufnahmen und 0 Sterne für die Story.

Fantastische Bilder und eine super Story (21. September 2005)

Dies ist keine Schnulze, sonder ein wirklich geitsreicher anspruchsvoller Film, der durch wahnsinnig schöne Bergaufnahmen und eine klug durchdachte Story besticht.
Ken Duken spielt den querschnittgelähmten Mark und man merkt, dass er sich sehr intensiv auf seine Rolle vorbereitet hat. Wer den deutschen Film mag, muss den hier unbedingt gesehen haben.

dkb.de

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