Terria

Verkaufsrang: 3669 (Musik)
Artist: Devin Townsend
Audio CD
EAN: 4001617416426
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Inside Out (SPV)
Preis: EUR 7,17

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Eines kann man dem kanadischen Multi-Instrumentalisten und Sangesgenie Devin Townsend ganz bestimmt nicht nachsagen: der Mann ist auf gar keinen Fall berechenbar! Seine ersten Sporen verdiente er sich als Sänger bei Steve Vai, knüppelte dann mit dem Erstlingswerk seiner eigenen Band Strapping Young Lad alles mit wüstem Industrial-Grindcore nieder, überraschte nur wenig später in Form seines Ocean-Machine-Projekts mit eingänigem, modernem Hardrock, um Anfang dieses Jahres mit dem Physicist-Album sämtliche stilistische Ausrichtungen seiner bisherigen musikalischen Karriere innerhalb einer Platte verschmelzen zu lassen.

Derart zugänglich ist das neueste Werk des sympathischen Weirdos indes nicht, allerdings wächst dieses Album mit jedem Hördurchlauf, weil endlos viele versteckte Nuancen darauf zu entdecken sind. Generell lässt es Meister Townsend diesmal wieder etwas gemächlicher angehen, serviert uns zehn bombastreiche Tracks im Breitwandformat, die man in keine Kategorie einordnen kann. Towsends Ziel war die Vertonung seines Heimatlandes Kanada und in der Tat kann man beim intensiven Hörgenuss dieser Platte unter dem Kopfhörer bei gedämpften Licht förmlich die Landschaften dieses nordamerikanischen Staates an sich vorbeiziehen sehen.

Seien es die endlosen Wiesen und Felder, die zahlreichen, massiven Bergformationen oder das hektische Treiben der Großstädte, alles wurde hier perfekt in ein zeitgemäßes, schwermetallisches Soundkostüm transferiert, das man nur schwerlich in Worte fassen kann. Terria bietet großartige, harte Musik, die auch und gerade außerhalb klassischer Heavy-Metal-Kreise zahllose Liebhaber finden müsste, wenn es in diesem Geschäft noch so etwas wie Gerechtigkeit geben sollte. Ein Meisterwerk! --Frank Albrecht

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Terria'

Genial ; genialer : Townsend (27. September 2007)

Ich bilde mir ein etwas von Musik zu verstehen , bin auch schon 44 Jahre alt doch was diese CD geschafft hat , hätte ich nicht für möglich gehalten : Sie hat mich infiziert und "Townsend-abhängig" gemacht !!! Ich habe mir innerhalb kürzester Zeit auch die anderen Scheiben besorgt und kann nur sagen : Es war nie schöner , "süchtig" zu sein !!!

Wow (22. Juli 2007)

Kann man die Landschaft Kanadas vertonen? Man kann! Also zumindest Devin Townsend kann es und er dürfte wohl einer der wenigen sein, denen solch ein Projekt überhaupt in den Sinn kommt. Über den verrückten Professor der Metal-Szene noch großartig Worte zu verlieren ist ohnehin sinnlos, lasst mich nur sagen, dass er sich mit "Terria" selbst übertroffen hat. Ein darart wuchtiges, aber doch filigranes, wütendes aber doch entspanntes Album hat diese Welt noch selten gesehen. Man sieht schon, ich verzettle mich beim Beschreiben des Albums bereits in Widersprüchen und das Ding ist auch eine widersprüchliche Angelegenheit. Man merkt eben, dass der leicht durchgeknallte HevyDevy hier am Werk war. "Terria" ist ein Gesamtkunstwerk, das sich nicht einmal in irgendwelche Songs unterteilen lässt. Es gibt meist fließende Übergänge, was das ganze tatsächlich zu einer Achterbahnfahrt werden lässt. Wie eben auch eine Fahrt durch die beispiellose Landschaft Kanadas eine solche ist. Es werden hohe Berge (Mountain), einsame Straßen (Down and Under), karge Landschaften (Deep Peace), und mit Earth Day die etwas zwanghafte aber doch lohnenswerte Naturverbundenheit dieses Landes (bzw. Dave's Heimatstadt Vancouver - wer mal dort war weiß was ich meine) besungen. Es ist ein beispielloses Konzept, an das sich Devin Townsend herangewagt hat und wie es sich für ein Musikgenie gehört, gibt es Erfolg auf der ganzen Linie. Dass die Scheibe anfangs extrem schwer zu fassen ist, versteht sich dabei von selbst, doch nach ein paar Hördurchläufen hat man zu den Gedankengängen des Komponisten aufgeschlossen. Veredelt wird das Ganze noch dazu von einer äußerst wuchtigen und absolut raumfüllenden Breitwandproduktion, die die Energie der Musiker auch auf noch so schlechten Boxen spürbar macht. Schwierig, einzigartig, teilweise brachial, aber im Herzen doch verträumt und zufrieden tönt dieses Album, das jedem der sich manchmal die Zeit nimmt, ein Album mit Kopfhörer und geschlossenen Augen anzuhören, schwerstens ans Herz gelegt ist.

Jetzt schon ein Klassiker (17. Juli 2007)

Seit drei Jahren bin ich stolzer Besitzer dieser Scheibe und möchte nun auch einmal etwas über sie schreiben.
Ich gehe davon aus, dass alle meine vorherigen Rezensenten selbst über kreatives Potential verfügen. Wie Hesse sagt, "die eine Dimension zuviel", oder wie ich meine, nur ein ausgeprägtes, sinnliches Wahrnehmungsvermögen, welches den Künstler vom Dutzendmenschen unterscheidet, "sieht" und fühlt die Landschaften, die D.T. hier arrangiert. Eine unglaublich wuchtige, beeindruckende Rockscheibe, episch, zeitlos und immer wieder gerne gehört, auch noch nach Jahren. Sicher eine Rockscheibe, die in fastfood-musikalischen Zeiten jede Sammlung bereichert.

Nicht schlecht gemacht ! (14. Juni 2007)

Gar nicht schlecht gemacht das Ganze - Respekt !
Wer sich für Metal mit etwas intellektuellem Anspruch interessiert und unter Umständen gerne mal was von "Deadsoul Tribe" oder "Psychotic Walz" hört, sollte sich durchaus mal mit diesem Album befassen.
Devin Townsend versteht es sehr schön brachiale Gitarrenerruption stimmig mit filigranen Soundtüfteleinen zu verbinden.
"Terria" ist eine von diesen CDs, die einem bei jedem Hördurchlauf mehr in ihren Bann zieht.

WER ZUM HENKER... (21. Oktober 2005)

...ist Devin Townsend und was zur Hölle ist es, dass seine Musik so brachial gefühlsgeladen wirken lässt? Ich kannte diesen Menschen bis vor einer Woche nicht. Jetzt kenne ich dieses Album und liebe ihn! Man muss von vornherein sagen: Als Zuhörer darf man keine Abneigung gegen Hard Rock oder Metal haben, sonst schrecken einige Tracks wie "Mountain" spontan ab.
Wenn man sich das Ganze mal an einem ruhigen Abend alleine via Kopfhörer anhört, verlässt man diese Dimension... und kehrt so schnell nicht wieder zurück. Das ist Musik zum Abheben. Die Bass- und Gitarrengewaltigen Melodien scheinen vor emotionaler Kraft nur so zu strotzen. Ich gebe zu, es dauert ein, zwei Durchgänge, bis man diese doch sehr unkonventionelle, da nicht sehr einheitliche Art der Musik ganz an sich heran lässt, aber man wird es. Und es lohnt sich. Beschreiben kann man diesen Sound nicht, es sind einfach blanke Gefühle in musikalisch-epischer Form wiedergegeben. Wer es liebt in seine eigene Fantasiewelt abzutauchen, Tagträume zu erleben, im Stillen zu philosophieren oder zu reflektieren, findet mit dieser Platte die geeignete akustische Stütze.

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