Aus der Amazon.de-Redaktion
Die ultimative Live-Bedienung für Dream-Theater-Fans kommt in Form eines Dreifach-CD-Sets daher, das phänomenal gespielten Progressive-Metal bis zum Abwinken bietet.Live Scenes From New York enthält das komplette, überlange Konzert, das die Prog-Meister am 30. August 2000 im ausverkauften Roseland Ballroom im heimischen New York spielten. Während die mittlerweile ebenfalls erhältliche DVD mit einem gekürzten Programm auskommen muss, wird hier die vollständige Setlist vom ersten bis zum letzten Ton dargeboten.
Neben dem kompletten letzten Album Scenes From A Memory, das mit diversen famosen Solo-Improvisationen glänzt, wird auch das Mammutwerk "A Change Of Seasons" in voller Länge inszeniert, und dazwischen sorgen die Amis mit einem bunten Best-Of-Programm für Auflockerung. Neben dem allein schon aus konzeptionellen Gründen unverzichtbaren "Metropolis Pt.1" und vereinzelten Solo-Einlagen kommen noch unter anderem "The Mirror", "Just Let Me Breathe", "Another Day", "Erotomania", "Voices", "The Silent Man" und "Learning To Live" zum Einsatz. Zugreifen ist hier allererste Proggie-Pflicht! --Michael Rensen
Kundenrezensionen zu 'Live Scenes from New York'
Gutes, aber nicht perfektes Livealbum der Prog-Götter (20. Juli 2006)
"Live Scenes From New York" bietet eigentlich alles, was das Fan-Herz höher schlagen lässt: eine geniale Darbietung des gesamten "Scenes From A Memory"-Albums (inklusive einer tollen Solo-Performance von John Petrucci und Theresa Thomason), grandiose Versionen der Longtracks "Learning To Live" und "A Change Of Seasons", ein cooles "Caught In A New Millenium" sowie eine unschlagbare Gänsehaut-Version von "The Silent Man" (man höre sich nur mal den tollen Gesang Petruccis an!!!). Die technische Umsetzung ist (wie nicht anders zu erwarten) fast perfekt. Bis jetzt also ein geniales Livealbum.Warum ich "nur" 4 Sterne vergebe? Einerseits ist die Gesangsleistung von James LaBrie teilweise unter aller Kanone. Ich bin absolut kein Gegner LaBries und mag seine Stimme sehr, finde auch, dass sie perfekt zur Musik passt, aber was er hier zum Teil live von sich gibt, ist schon fast erschreckend. Eigentlich singt der Mann ziemlich gut, doch bei manch hohen Passagen zieht es einem doch tatsächlich die Schuhe aus.
Zum anderen ist die künstlerische Gestaltung, nach der ein solches 3CD-Set verlangt, ein absoluter Witz und preislich absolut nicht gerechtfertigt. Eine Papphülle ohne Booklet, in der alle CDs stecken, mit Fotos, die aussehen, als wenn sie von der "Metropolis 2000"-DVD abfotografiert und dann in dieser unstabilen Papphülle collagiert wurden. Ein ganz, ganz schlechter Witz!!! Hätte ich die CD nicht extrem preiswert bekommen, ich wäre noch nicht mal bereit, den Standardpreis für eine Doppel-CD von 20€ für dieses Dreifach-Machwerk auszugeben.
Fazit: Musik top, Gesang durchwachsen, Verpackung flop!
Dream Theater No. 9 (23. April 2004)
Live Erfahrungen No. 3. Nach "Live At The Marquee" und "Once In A LIVEtime" ein komplett Packet auf 3 CDs.Das eigentliche Programm "Metropolis Pt 2: Scenes From A Memory" ist verdammt gut gespielt und muss sich auf keinen Fall hinter dem Studio Album verstecken. Im Gegenteil, teile davon sind noch viel druckvoller und schöner gestaltet.
Am Hauptprogramm lässt natürlich schon mal nichts kritisieren. Tontechnisch wie spielerisch einfach super!
Doch nach dem "Hauptteil" des Live Mitschnittes gehts in Runde 2. Natürlich darf "Metropolis Pt 1" nicht fehlen. Doch das Highlight der Box ist für mich eindeutig "The Mirror". Wer die Boxen aufdreht und den Subwoofer bis zum Anschlag woofen lässt wird einfach weggeblasen. Um einiges Druckvoller und härter platzt "The Mirror" durchs Zimmer. Eindeutig besser als die Studioversion!
"Caught In A New Millenium" ist ein Mix aus "Caught In A Web" dessen Refrain benutzt wird und "New Millenium". Sehr gut gelungen wenn auch etwas sperrig. Erfrischend hell und endlich als Live Track im Programm, "Another Day".
Da das Keyboard Solo auf "Once In A LIVEtime" etwas zu kurz kam gibts hier satte 6:40 Minuten von Jordan Rudess.
Und wer denkt das wars schon liegt ziemlich falsch, denn das komplette "A Mind Beside Itself" (enthält: Erotomania, Voices, The Silent Man) wird ebenfalls einzigartig gespielt. "The Silent Man" gefällt mir ebenfalls besser als die Studioversion.
Gen Ende wird nochmal alles ausgepackt was die Set List hergibt. "Learning To Live" und das komplette "A Change Of Seasons" (in welches mittendrin noch kurz als Gag die Simpsons Theme eingebaut wurde).
Doch alles geht zuende, und wenn diese 3 Live CDs zu ende gehen bleibt man bestimmt nicht mit unerfüllten Erwartungen zurück. Hier wurde alles gegeben was möglich war.
Fazit: Hier ist der Live Mitschnitt auf den ich gewartet habe. Hier sind so ziemlich alle genialen Tracks drauf und alles hervorragend gespielt. Eine Laufzeit von über 3 Stunden und James LaBrie entschuldigt sich am Ende von "A Change Of Seasons" noch mit einem nichts ganz ernst gemeinten "Sorry for the short set" :D.
Dream Theater live in New York - Heimspiel des Prog Metal (1. März 2004)
Dream Theaters nunmehr drittes Livealbum ist auch für die letzten Ungläubigen der Beweis für die überirdisch gute Live-Präsenz der New Yorker Prog Metal-Götter. Nach dem perfekten "Live At The Marquee" mit 1:1-Wiedergabe der technisch schwindelerregend hochstehenden Studioaufnahmen und dem instrumental umwerfenden "Once In A Livetime" mit leider etwas schwächelndem James LaBrie am Mikrofon lässt "Live Scenes from New York" kaum Wünsche offen. Höchstens könnte man monieren, dass das Debütalbum "When Dream And Day Unite" in der Songauswahl leider nicht berücksichtigt wurde. Was kann man aber ernsthaft zu bemäkeln haben, wenn auf sage und schreibe drei CDs eine komplette, mehr als drei Stunden lange Show der Extraklasse geboten wird?!Das frische Album "Metropolis Part 2 - Scenes From A Memory" präsentieren Dream Theater gleich zu Beginn in bester "Operation: Mindcrime"-Tradition komplett und am Stück. Wie auf dem Studioalbum von 1999 ist sogar der Hypnotiseur mit von der Partie, der die emotional packend wiedergegebene Story mit seinen Auftritten umrahmt. Sogar der Gospelchor mit der hervorragenden Solistin Theresa Thomason ist dabei. Die Liveversion variiert gegenüber der Sudiofassung durch einen Soloauftritt von Theresa Thomason zur verträumten Sologitarre von John Petrucci. Sie übernimmt auch am Ende von "The Spirit Carries On" die ekstatischen, hohen Vocals und bildet ein klasse Duett mit James LaBrie - ihre Gastauftritte gehen einfach unter die Haut!
Auf CD Nummer zwei folgen eine bunte Mischung an Einzelsongs, darunter das Maßstäbe setzende Wunderwerk "Metropolis Pt.1". Bei der Gänsehautballade "Another Day" hat Jay Beckenstein einen Gastauftritt, der schon in der Studiofassung von 1992 das Saxophon eingespielt hat. "Caught in a New Millennium" ist eine interessante Verschmelzung von "Caught in a Web" und "New Millennium". Schließlich spielt Jordan Rudess noch ein ausgedehntes Keybard-Solo, von klassischem Klavierspiel bis zu modernen Synthesizer-Sounds.
An der Stelle, an der andere Bands längst die Bühne in Richtung Dusche verlassen hätten, folgt bei dieser außergewöhnlichen Dream Theater-Show noch die Parade der ganz großen, epischen Kompositionen. Bei "A Mind Beside Itself" glänzen Portnoy, Petrucci, Myung und Rudess mit dem bestechend tight gespielten "Erotomania". Mit "Voices" beweist danach James LaBrie, dass auch er an jenem Abend hervorragend aufgelegt war und singt streckenweise anstelle der Standard-Gegsangslinien die hohen Backing Vocals der CD-Version. Und aus dem eigentlich introvertierten "The Silent Man" hat die Band gleich eine waschechte Powerballade geschmiedet.
Nach "Learning to Live" folgt sogar noch das überlange "A Change of Seasons" in Komplettfassung. Nach einer umwerfenden Show 'entschuldigt' sich schließlich James LaBrie noch beim Publikum: "Sorry about the short Set!" und erntet von überglücklichen Fans beistimmendes Lachen.
Besser als "Live Scenes from New York" kann ein Live-Album wohl kaum ausfallen: Sensationelle Musiker in Topform, ein grandioses Publikum, hervorragende Setlist und ein super Sound gemixt von Kevin Shirley, der die Live-Atmosphäre richtig gut auf CDs gepackt hat.
Das ursprüngliche Erscheinungsdatum des Albums war übrigens der 11. September 2001; das originale Cover zeigte eine in Flammen stehende New Yorker Skyline. Die CDs wurden nach dem 11. September augenblicklich wieder aus den CD-Regalen genommen und das Cover Artwork geändert. Die Originalversionen mit dem "Flaming Apple" haben inzwischen einen ansehnlichen Sammler-Wert.
Genial - mit Abstrichen (14. Januar 2004)
Nachdem diese Liveaufnahme hoch gelobt wurde, habe ich sie mir ebenfalls gekauft.Die dargebotene Performance ist wirklich beindruckend, vor allem Jordan Rudess am Keyboard (das Solo ist einfach unmenschlich gut!).
Den Anfang macht "Scenes From a Memory". Spielerisch sehr gut dargeboten. Allerdings gefällt mir hier James' Gesang teilweise nicht. Er übertreibt es manchmal und singt unglaublich hoch.
Auch gefällt mir "Metropolis Pt.1" gesangstechnisch nicht.
Ansonsten gibt es wenig auszusetzen. Der Gastautritt einer Gospelsängerin bei "The Spirit Carries On" ist gut inszeniert.
Der dickste Wehrmutstropfen erfolgt bei "The Mirror".
Das absolut grandiose Finale, wie es auf "Awake" gespielt wird, ist hier nicht zu finden. Stattdessen wird "improvisiert".
Das finde ich sehr schade!
Fast einén Ausgleich schafft das grandios gespielte "A Change Of Seasons".
Alles in allem aber ein sehr gutes Konzert und deshalb ein Pflichtkauf!
Mein Klassiker (25. Oktober 2002)
Sie suchen nach einem guten Maßstab einen Livemitschnitt einzuordnen ... hier ist er!Ein grandioser Sound von grandiosen Musikern, drei CD's vollgepackt mit einer sehr guten Auswahl an Dream Theater (und einem Liqiud Tension Experiment) Songs und ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk am Ende - Change of Seasons komplett und live - unglaublich.
Solche Stücke sind wahrscheinlich der Hauptgrund, warum die Jungs eher seltener gecovert werden. Das ist Musik auf höchstem Niveau, die aber immer wieder unter die Haut geht. Die Teile "Innocence" oder "The darkest of winter" mit einem großen Finale sind eine eigene Klasse. Dieses Stück steht auf einer Stufe, die nur die wenigstens Bands überhaupt je erreichen und ist einer der Gründe, warum diese CD zu meinem Klassiker wurde. Sie stellt die perfekte Verbindung von der Change of Seasons zur Scenes from a Memory her (oder umgekehrt).
Nach meinem ersten Live-Erlebnis mit Dream Theater war ich sprachlos, nach dem ersten Konzert erst recht und ich freue mich jetzt schon auf das November-Konzert.
Wer sich progressive Rock-Fan nennt und diese Scheibe nicht hat, sollte über seine eigene Definition nachgrübeln. Auf dieser Scheibe ist für jeden etwas dabei. Seien es Teile der Scenes from a Memory (Metropolis Pt. 2), Metropolis Pt. 1, Another Day oder a Silent Man. Von hart bis zart ist alles in Perfektion vertreten.
Bei Dream Theater heißt es : kaufen, hören und staunen.




