Aus der Amazon.de-Redaktion
Wo war Leonhard Cohen während der letzten neun Jahre? Der legendäre Songwriter hatte sich lange Jahre in ein Zen-Kloster zurückgezogen, hört man, und dort die Texte dieses Albums verfasst, immer wieder umgeschrieben und verfeinert. Ten New Songs ist allerdings genauso eine Platte von Sharon Robinson wie ein Cohen-Werk -- sie zeichnet für die Musik auf dem Album verantwortlich und spielte die meisten Instrumente (vor allem den etwas geschmacklosen 80er-Jahre-Synthie), und sie begleitet Cohen auch stimmlich. Dies ist die gedämpfteste Platte, die Cohen je gemacht hat, und das will etwas heißen. Es scheint als hätte der Meister keine Zeit mehr für irgendetwas in Musik und Vortrag, das die Bedeutung und die Kraft seiner Worte modifizieren könnte. --Douglas WolkKundenrezensionen zu 'Ten New Songs'
Ein sinnlicher Musikgenuß, der unter die Haut geht (8. Juni 2008)
Früher brachte Cohen bei den Songs teilweise recht engagierte Botschaften in einer eindringlichen Stimme rüber.Auf 'Ten New Songs' dringt er mit seiner tiefer und rauchiger gewordenen Stimme unter die Haut. Ein sinnlicher Musikgenuß, den ich mir speziell während des Malens des öfteren gönne.
Mein erklärter Favorit dieser wundervollen CD ist 'You Have Loved Enough'.
Kaufen, reinhören und die Gedanken gleiten lassen!
Keineswegs schlecht ist dieses Album (26. November 2007)
Liest man manche der vorstehenden Kritiken, kommt es einem vor, als hätte Cohen seine Identität aufgegeben und würde nur für seine Produzentin Sharon Robinson, die ja auch mitsingt, tätig sein.Das kanns ja wohl nicht sein. Leonard Cohen ist in allen Songs präsent, unverkennbar mit eigener Stimme vertreten und immer im Vordergrund zu hören. Dass ein Mann seines Alters nicht mehr stimmlich rumtobt, sondern verhalten singt -wen wundert das eigentlich?
Wichtig ist doch nur, wie diese 10 Songs ankommen. Und die sind einfach nur schön anzuhören, z.B. im 8. Song "You have loved enough", wo es u.a. heißt: "And when the hunger for your touch rices from the hunger...." , begeleitet von einer einfühlsamen Melodie, wie auch in "Boogie Street", der nächsten Aufnahme. Disco-Fans haben da sicher keine Freude dran, aber wir alten Freunde von Cohen schon.....
cohen
Meisterwerk - trotz musikalischer defizite ! (25. September 2007)
Leonard Cohen ist mit seinem 2001 erschienen Album TEN NEW SONGS erneut ein Meisterwerk gelungen. Dass er sich musikalisch zu sehr in die Hände seiner Produzentin begeben hat, keine Frage - hier liegen die Defizite dieses Werkes. Die Songs sind genial ("Alexandra leaving" oder "Boogie street", meine Favoriten), urban und eiskalt. Ich habe mir ständig die Frage gestellt, wie sie live klingen würden, mit Band, mit einer rohen E-Gitarre, einem echten Schlagzeug und einem leicht "verschleppten" Bass. Dort hätte man es hören können, das Meisterwerk. 2001 bestand ja noch die Hoffnung, dass Cohen irgendwann wieder einmal auf WORLD TOUR geht. Diese Hoffnung habe ich mittlerweile aufgegeben.Cohen nach der Gehirntransplantation (9. August 2007)
Bah,ist das langweilig! Was ist aus meinem Meister geworden, der mich einst mit Gitarren-Songs wie "One of us cannot be wrong" oder "Chelsea Hotel" so glücklich gemacht hat ? Mit dem Alter soll man doch reifer und besser werden, aber der neue Cohen ist ein völlig anderer Musiker geworden, an dem mir rein gar nichts mehr gefällt. Ich tröste mich damit,dass man ihn womöglich einer (öffentlich nicht bekannt gewordenen) Gehirntransplantation unterzogen hat - das spricht dann für seine Unschuld und entschuldigt dieses völlig unnötige Comeback-Album.






