Verkaufsrang: 1574 (DVD)
Actor: Sir Anthony Hopkins
Actor: Emma Thompson
Actor: James Fox
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Autor: Kazuo Ishiguro
Binding: DVD
Director: James Ivory
EAN: 4030521196650
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Sony Pictures Home Entertainment
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Sony Pictures Home Entertainment
Verlag: Sony Pictures Home Entertainment
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 9. Oktober 2001
Spielzeit: 129
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
TheatricalReleaseDate: 5. November 1993
von: Sir Anthony Hopkins (Hauptdarsteller), Emma Thompson (Hauptdarsteller), Richard Robbins (Komponist)
Preis: EUR 7,97
Product Description
England, dreißiger Jahre. Seit Jahrzehnten dient der Butler Stevens Anthony Hopkins auf dem herrschaftlichen Landsitz Darlington Hall. Präzise wie ein Uhrwerk verrichtet Stevens seine Pflichten. Und merkt dabei nicht, welche Zeitbomben in seiner Umgebung ticken Die unheilvolle Kumpanei seines Dienstherren Lord Darlington James Fox mit den Nazis. Und die neue, attraktive Wirtschafterin. Miss Kenton Emma Thompson verliebt sich schon bald in Stevens. Doch der Butler gestattet sich keine Gefühle ... Ein weiteres Meisterwerk von James Ivory "Wiedersehen in Howards End" mit sensationeller Star-Besetzung.Amazon.de
Dieser ausgezeichnete Film lässt sich vielleicht am besten mit den Worten "von subtiler Eleganz" umschreiben. Der Film spielt in der Gegenwart und befasst sich in Rückblicken mit dem Leben in einem englischen Landhaus kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs. Wiedervereint mit den Machern von Wiedersehen in Howards End sind Emma Thompson in ihrer Rolle als Hausdame Miss Kenton sowie Anthony Hopkins als Mr. Stevens, der untadelige Butler. Die bittersüße Geschichte dreht sich um Stevens und dessen bedingungslose Ergebenheit seinem Herrn, Lord Darlington, gegenüber (gespielt von einem angemessen beflissenen und verschmitzt gespreizten James Fox). Stevens fasst seine Lebensauffassung so zusammen: "Ich bin der Ansicht, dass ein Mann sich erst dann als völlig zufrieden erachten kann, wenn er alles getan hat, seinem Dienstherrn nützlich zu sein."Stevens' Welt wird zunehmend eingenommen vom bevorstehenden Krieg mit Nazi-Deutschland, von Darlingtons schrecklich fehlgeleiteten Interessen an diesem Krieg und -- am allerstärksten -- von seiner Beziehung zu Miss Kenton. Stevens ist das Musterbeispiel eines Unterdrückten, aber -- von Hopkins so dargestellt -- wirkt er weder mitleiderregend noch selbstgerecht. Wie schon sein Herr, wird auch Stevens in seiner Treue fehlgeleitet, obwohl seine Entbehrungen emotionaler Natur sind und möglicherweise dazu führen werden, dass er sie ein Leben lang bereuen wird. In diesem Film passiert derartig viel, dennoch wird die Handlung geschickt dargestellt durch verständnisvolle und wissende Blicke und durch Gefühle, die nur via Augenkontakt ausgedrückt werden. Wie bei anderen Zusammenarbeiten von Ismail Merchant, James Ivory und Ruth Prawer Jhabvala, ist Was vom Tage übrig blieb eine einzige Augenweide und fängt die Zeit, in der er spielt, höchst wirkungsvoll und voller Hingabe ein. Drehbuchautorin Jhabvala hat sich dem Roman von Kazuo Ishiguro voller Respekt genähert. Christopher Reeve, Ben Chaplin und Hugh Grant sind in hervorragenden Nebenrollen zu sehen. --N. F. Mendoza
Kundenrezensionen zu 'Was vom Tage übrigblieb - Special Edition'
hmmm (29. September 2008)
Vielleicht sollte man keine Filme rezensieren, dessen Buch man vorher gelesen hat. Ein Buch ist ein Buch, ein Film ist ein Film. Man kann sich vom Gelesenen nur sehr schwerlich trennen; allzuoft werden die eigenen Gedanken und Vorstellungen, welche die Zeilen begleiten, von den Bildern nur unzureichend wiedergegeben oder gar zerstört. Ich habe mich in diesem Falle bewusst darauf eingelassen, da die Verfilmung von "Was vom Tage übrigblieb" sehr gute Kritiken erhielt. Jedoch wollte ich mir das Buch auch nicht entgehen lassen und habe es vorher gelesen.Der Film kommt überraschenderweise zumindest an meine bildlichen Vorstellungen sehr nahe ran. Er zeigt zudem alle im Buch beschriebenen wichtigen Ereignisse. Natürlich kann ein Film nicht die Tiefe eines Buches erreichen, und so ist es auch hier. Während sich das Buch (in der Ich-Perspektive des Butlers verfasst) hauptsächlich mit dem Innenleben des Protagonisten befasst, versucht der Film eher ein Gleichgewicht zwischen den im Hause stattfindenden politischen Ereignissen und der Beziehung von Mr. Stevens zu Ms. Kenton herzustellen.
Was mir gleich von der ersten Szene an aufgefallen ist: Anthony Hopkins spielt den Butler nicht so, wie ich ihn durch das Buch wahrgenommen habe. Zweifelsohne beachtenswerte Schauspielkunst. Jedoch erscheint mir sein Verhalten als zu aufgeregt und unruhig. Im Buch wirkt er sehr viel bedächtiger und zurückhaltender, fast autistisch. Die Würde, von der so viel die Rede ist, kommt filmisch nicht wirklich rüber.
Trotz allem ein unaufdringlicher Film mit schönen Bildern und durchwegs guten schauspielerischen Leistungen, welcher mich letztlich aber nicht berührt hat. Man sollte es sich wohl verkneifen, die Verfilmung eines gelesenen Buches anzuschauen.
Über ein sinnlos vergeudetes Leben (22. April 2008)
Das ist eins der wenigen Beispiele, bei denen der Film mindestens so gut ist wie die literarische Vorlage. Das liegt natürlich vor allem an dem wunderbaren Anthony Hopkins, der dafür auch zu Recht für den Oscar nominiert war (und ihn meiner Meinung nach auch verdient hätte). Was er ganz ohne Worte ausdrücken kann, ist schon sehr beeindruckend. Emma Thompson ist die perfekte Partnerin, und auch der Rest der Darsteller ist vorzüglich. Ein wunderbarer, todtrauriger Film zum Immer-Wieder-Anschauen. Schnief.Paraderolle für Sir Anthony Hopkins. (22. Januar 2007)
Was ist es das einen Menschen dazu bewegt sich bis zur vollkommenen Selbstaufgabe aufzuopfern? Dieser Film gewährt einen Blick in die selbst gewählte Aufopferung eines Butlers, der sein Selbst aufgibt um die traditionell vorgegebenen Erwartungen zu erfüllen, die man in England an einen loyalen Dienstboten stellt.Und so verbietet es ihm die selbst auferlegte strenge Disziplin, seine ureigensten Gefühle im Angesicht von Tod und Liebe nach Außen zu zeigen. So ist es nur logisch konsequent, dass der eigene Vater einsam auf dem Totenbett stirbt während der Sohn unten im Haus seiner Pflicht gehorchend Suppe serviert und Stühle rückt. Das ist psychische Selbstkasteiung in reinster Form und zeichnet ein Bild von Herr/Diener-Beziehungen des traditionellen Englands. Sir Anthony Hopkins spielt wie immer brillant, erfüllt seine Rolle mit Tiefe und Ernst. Pflicht und Normerfüllung sind Lebenszweck seiner Butler-Rolle, Liebe und Emotion Versuchungen denen es auszuweichen gilt. Und so enden auch die unübersehbaren Liebesbeweise der Haushälterin an seiner Mauer aus Selbstverneinung und angelerntem Pflichtgefühl. Beide wissen genau um den Preis, den ihnen ihr Beruf abverlangt. Beide sind trotz aller innerer Konflikte bereit ihn zu zahlen - jedoch am Ende der Butler mehr als die Haushälterin. Die findet zwar nicht zu dem Mann den sie tatsächlich liebt, aber doch zu einem erfüllten Leben mit Ehemann, Kindern, Enkelkindern. Der Butler jedoch bleibt letztlich allein zurück - das eigene Leben verschenkt an den Dienst an der Herrschaft statt an die Liebe zu nahestehenden Menschen.
Ein stiller Film, der auf stille Weise wirkt und zum Nachdenken anregt. Voll ruhiger Szenen, die ganz von Mimik und Gestik leben und das Ambiente des riesigen herrschaftlichen Anwesens einfach wirken lassen. Ein Werk, das von seinen vorzüglichen Schauspielern lebt. Eine DVD auf die man sich einlassen muss, die einem den Zugang nicht eben leicht macht - aber nur Wertloses bekommt man geschenkt, alles andere bedarf etwas Mühe.
Sir Anthony Hopkins und Emma Thompson - grandios! (24. November 2006)
Ein wunderbarer, aber kein einfacher Film! Nichts für die, die alles auf schnelle Art wollen. Dringend empfehle dieses Meisterwerk allen Zuschauern, für die zwischenmenschliche Beziehungen interessant sind, die in den Augen lesen können! Das Paar Anthony Hopkins - Emma Thompson lässt keinen unzufrieden. Die beiden begeistern mit ihrer Schauspielkunst! Vor allem, natürlich, Sir Anthony Hopkins, der gar nicht zu sprechen braucht, so gefühlvoll sind seine Augen!Allen, die es noch besser wollen, rate ich diesen Film ( wie auch jeden anderen mit Hopkins ) auf Englisch zu gucken, da der deutscher Sprecher kann Stärke und Gefühl seiner Stimme nicht übermitteln. Keiner kann ihn nachmachen - daran erkennt man den GROSSEN Schauspieler!
Grossartiges, atmosphärisch dichtes Drama (14. September 2006)
Der Film handelt von einem Mann, der seine Dienste bedingungslos seinem Herrn zur Verfügung gestellt und sich selber dabei auf ein Minimum reduziert hat.Sein Herr ist ein Ehrenmann, so glaubt der Butler James Stevens- auch noch am Schluss. Aber seinem Brötchengeber fehlte wohl doch etwas politisches Fingerspitzengefühl und als Kriegsveteran von WW I die nötige Objektivität um die Dinge in eine vernünftige Richtung zu lenken.
Sir Anthony Hopkins in einer seiner stärksten Rollen. Er spielt nicht den Butler, der sein Leben zu 100% der Sache verschreibt. Er ist es! Ebenso großartige Leistung von Emma Thompson als Wirtschafterin, deren Liebe zum Butler Stevens unerwidert bleibt und James Fox als sympathischer, aber eben fehlgeleiteter, zeitweilig fast infantil anmutender Lord Darlington.
Es ist ein Film, der an die Nieren geht und trotz der leisen Töne nicht eine Sekunde langweilig wird.
Anmerken möchte ich noch, dass der von mir heissgeliebte Hopkins-Synchronsprecher Rolf Schult, so genial er ihn auch in "Schweigen der Lämmer" gesprochen hat, in diesem Film nicht so gut passt.
Ich habe den Film noch einmal in englischer Sprache gesehen und finde, dass mit der deutschen Synchronisierung viele Emotionen des Butlers verschwinden.
Trotzdem ein grandioser Film, der nur wegen seiner unglücklichen Geburtsstunde keinen Oscar bekommen hat.


