Quills - Macht der Besessenheit

Verkaufsrang: 7278 (DVD)
Actor: Geoffrey Rush
Actor: Kate Winslet
Actor: Joaquin Phoenix
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Autor: Doug Wright
Binding: DVD
Director: Philip Kaufman
EAN: 4010232008213
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: AVU
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: AVU
Verlag: AVU
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 13. Dezember 2001
Spielzeit: 119
Studio: AVU
TheatricalReleaseDate: 15. Dezember 2000
von: Geoffrey Rush (Hauptdarsteller), Kate Winslet (Hauptdarsteller), Stephen Warbeck (Komponist)
Preis: EUR 12,98

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit seinem Schlafzimmerblick und dem schadenfrohen Lächeln des unersättlichen Lebemanns ist Geoffrey Rush (Haunted Hill, Mystery Men) die perfekte Wahl, den Part des Marquis de Sade in Quills zu übernehmen. Philip Kaufman (Rising Sun, Henry und June) führte Regie nach dem Drehbuch von Doug Wright, der sein eigenes Bühnenstück adaptierte.

De Sade, ein erhabener Hofnarr in liederlichem Zustand, ist um die Wende des 18. Jahrhunderts ein Gefangener der Anstalt von Charenton in Frankreich, und Rush erfüllt die Rolle mit dem wilden Drängen eines Schriftstellers, dessen sexuelle Fantasien seine einzige verbleibende Verteidigung gegen Unterdrückung und Heuchelei darstellen. Nachdem man ihm Tinte und Feder genommen hat, schreibt er mit Wein, mit Blut, dann den eigenen Exkrementen -- ein Abstieg in den Wahnsinn oder eine leidenschaftliche Auflehnung dagegen, zum Schweigen gebracht zu werden? Quills plädiert für die Freiheit des Ausdrucks ("welche Schönheit, welche Abscheulichkeit", wie einer der Charaktere vermerkt) während er anmerkt, dass alle Freiheit ihren Preis hat.

De Sade schmuggelt Manuskripte aus Charenton hinaus, wobei ihm Madeleine (Kate Winslet, Heavely Creatures, Titanic) hilft, eine jungfräuliche Waschmagd, die an de Sades skandalöser Prosa Geschmack findet -- eine göttliche Ironie, da ihr das Lesen vom Abt der Anstalt, Coulmier (Joaquin Phoenix, Gladiator, 8 mm), beigebracht wurde, dessen Verlangen nach Madeleine von der katholischen Obrigkeit unterdrückt wird. Die delikate Dynamik dieses Trios wird zusätzlich aufgeladen durch die Ankunft von Royer-Collard (Michael Caine, Gottes Werk und Teufels Beitrag, Miss Undercover), einem rechtschaffenen Heuchler, der de Sade ein für alle Mal zum Schweigen bringen soll. Als Theaterstück (worum es sich immer noch handelt, trotz der eleganten Filmarbeit von Kaufman) ist all dies sehr fesselnd, und obwohl Wrights literarischer Dialog de Sade auf scharfe Gegenäußerungen und höhnische Perversitäten beschränkt, so bestätigt doch die Intensität von Rushs Spiel, dass die Lage des Marquis keineswegs zum Lachen ist. Quills hat seine Aussage, macht diese ohne herablassend zu werden deutlich und kennt den Unterschied zwischen Wahnsinn und Leidenschaft. --Jeff Shannon

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Quills - Macht der Besessenheit'

Verstörend und zugleich faszinierend! (4. November 2008)

Dieser Film besticht durch sein Drehbuch und durch seine Schauspieler!!! Joaquin Phoenix beweist auch in diesem Film, dass er zu den besten Schauspielern unserer Zeit gehört! Der am Anfang sehr beschwingte und einer Komödie gleichender Film entwickelt sich nach und nach zu einem sehr verstörenden, die menschlichen Abgründe aufzeigenden Werk. Mich hat aber gerade diese Mischung dabei so fasziniert!!! Der Film regt zum Nachdenken an - jeder Mensch hat alle Facetten in sich, und glaubt er sie unterdrücken zu können, werden sie doch irgendwann hervortreten...

Brillante Schauspieler, tolle Kulisse (19. November 2006)

Wer kennt sie nicht die Geschichte des berüchtigten Autors Marquis de Sade! In diesem Film wird sein Leben, sein Leiden und seine Geschichten erzählt. In der Hauptrolle finden wir Oscarpreisträger Geoffrey Rush,welcher so gut spielt, dass er als Ebenbild von dem Schriftsteller gilt. Auch Joaquin Phoenix und Michael Caine spielen ihre Rollen gewissenhaft. Vor allem erfreut mich aber die schauspielerische Leistung Kate Winslets, welche die hin- und hergerissene Madeleine verkörpert. Die Kulisse in diesem Epos ist fabelhaft. Sie trifft ganz genau die Zeit und man fühlt sich mit jeder Minute mehr und mehr der Geschichte zugehörig!!!
Fazit: Grandios!

Very good! (14. November 2006)

Other reviewers have detailed the plot, so I will just say that although the subject is quite hefty (and perhaps not for everyone as it can be quite vulgar in places!) the film is really very good, very well made and acted. Geoffrey Rush really steals the show as the extravagant Marquis de Sade and Michael Caine seems to take pleasure in his role as the conservative doctor who sets about to 'tame' the Marquis. Both Kate Winslet and Joaquin Phoenix are good in their roles of the unrequited lovers, the latter squeezing in his trademark lip-wobbling weep towards the end of the film. Although there are (apparently) a few historical inaccuracies, it seems to give a good flavour of the time. Worth a watch in any case!

Beängstigend gut! (30. September 2006)

Frankreich im frühen neunzehnten Jahrhundert:
Der, wegen seiner perversen und abgrundtiefbösen Niederschriften, in Charenton, einem Irrenhaus, eingelieferte Marquis de Sade (Geoffry Rush) vergeht unter der, dennoch überaus gütigen Hand des Verwalters von Charenton (Joaquin Phoenix). Über das Dienstmädchen Maddelaine (Kate Winslet) gelingt es ihm, seine Bücher in die Außenwelt einzuschmuggeln, wo sie sich bestens verkaufen. Doch die Regierung empfindet seine Bücher als Beleidigung des humanitären Verstandesw und sendet den brutalen und hinterlistigen Irrenarzt Royer Collard (Michael Caine) aus, um de Sade zum Schweigen zu bringen.
Soviel zur Handlung. Na, neugierig geworden? ;-)
Dieser Film ist wirlich ein warres Meisterwerk. Die Atmosphäre, die Kameraführung, die Musik, die Kostüme, alles stimmt. Schon die Anfangsszene, in der eine Aristokratin 1794 auf dem Place de la Révolution hingerichtet wird ist schlichtweg großartig.
Doch wirklich getragen wird das ganze von schauspielerischen Leistungen, wie ich sie nebeneinander nahezu in keinem Film gesehen habe.
Geoffry Rush, für mich ein ganz großer Charakterdarsteller spielt den kranken Marquis so überzeugend... so mitleiderregnd... so teuflisch, dass es dem Zuschauer Schauer über den Rücken treibt. Ihm zur Seite die absolut brilliante Kate Winslet in ihrer besten Rolle. Herrlich, wie sie die Zerissenheit und die Neugier eines jungen, unbedarften Mädchens, das die Welt nicht kennt, in Szene setzt.
Kein Wunder, dass sie vom Abbé de Coulmier, den Joaquin Phoenix herrlich eindringlich verkörpert. Ihm gelingt eine perfekte Darstellung des lebenslustigen, liebenden Mannes, der doch von seinem Glauben in Schach gehalten wird. Fast ein "sehr gutmütiger" Frollo im positiven Sinn. ;-) Bravo, Joaquin Phoenix!
Das Juwel in der Krone schließlich ist Michael Caine als abgrundtiefböser Antagonist. Einfach unbeschreiblich mit welchem Witz und mit welcher Energie er sich in diese dämonische Rolle stürzt und den Zuschauer mit einem Blick erzittern lässt. (Ganz stark die Szene, in der er mit der Frau de Sades zusammen gegen den Marquis intrigiert!). Wunderbar!
Alles in allem einer der besten Filme die ich je sah!

Großartiger Film mit großartigen Schauspielern! (5. April 2006)

Auf der Suche nach früheren Filmen von Joaquin „Cash" Phoenix bin ich auf diesen Film aus dem Jahr 2000/2001 gestoßen und muss ein großes Kompliment aussprechen. Sicher nicht der erste Film über den sadistischen Marquis de Sade, aber trotzdem sicher der film-, ausstattungs-, und besetzungstechnisch beste.
Zur genauen Story:

Der Marquis de Sade, der inzwischen dank seiner pornografischen Schriften in einer psyschatrischen Anstalt einsitzt - eingewiesen von seiner Ehefrau, mit der ihn immer noch eine Art Hassliebe verbindet - versucht er seine literarischen Ergüsse zwanghaft niederzuschreiben und zu veröffentlichen, wobei ihm das Wäschemädchen Madeleine tatkräftig unterstützt, indem sie seine Manuskripte mit der Schmutzwäsche herausschmuggelt.
So kommt es wie es kommen muss und de Sade zieht mit seinem neusten, provokativen Werk „Justine" den Unmut von Kaiser Napoleon auf sich und ruft den Nervenarzt Royer-Collard auf den Plan, der ausgesandt wird, um den unliebsamen Literaten zum Schweigen zu bringen.
Selbiger Arzt versucht mit mittelalterlichen Foltermethoden psychisch Kranke zu heilen oder bestenfalls gefügig zu machen, worauf er bei dem Leiter der Anstalt, einem jungen Geistlichen, der versucht mit Mal-, Schreib-, und Spieltherapie seinen Schützlingen zu helfen, auf unerwarteten Widerstand stößt.
Bedroht von der möglichen Schließung seines Hospitals muss der junge Abbé trotzdem versuchen, den exzentrischen de Sade zum Schweigen zu bringen und gleichzeitig seine Liebe zu Madeleine zu verheimlichen, der er das Lesen beibringt und die tragischerweise dieses Können einsetzt, um de Sades pornografische Schriften zu lesen, was ihr letztlich zum Verhängnis werden wird.

Geoffrey Rush beweist hier, dass er nicht umsonst als exzellenter Schauspieler gilt. Mit seiner Darstellung des Marquis de Sade lässt er den Zuschauer gefesselt innehalten und verstört die Beweggründe des Literaten halbwegs erahnen. Niemals wirklich sympathisch und niemals wirklich abstoßend erscheint er heute als Künstler, der in unserer Zeit bestenfalls als exzentrisch gelten würde, zur damaligen Zeit aber den reinen Hass von Kirche und Politik auf sich zog.
Ein wirklich toller Schauspieler, der gerade mit Phoenix brillant spielt.
Michael Caine als kaltblütiger Arzt und Ehemann ist unantastbar gut und zeigt auch mal in einer etwas unliebsameren Rolle, dass er ein schauspielerisches Genie ist. Kate Winslet als unschuldiges und trotzdem verruchtes Wäschemädchen spielt leicht und sympathisch, sodass man ihr das Happy End unter allen Umständen Wünschen möchte. Auch ohne großes Make-up und Kostüm vermag sie den Zuschauer durch ihre Natürlichkeit zu überzeugen und hat mir sehr gut gefallen.
Und Juaquin Phoenix spielt hier wirklich umwerfend gut. Seine Mimik ist wirklich einmalig, er versteht es die Naivität des Priesters genauso dazustellen, wie seine Gutherzigkeit, den Glauben an das Gute und die Liebe oder das Verzweifeln an seiner Aufgabe. Wirklich außergewöhnlich gut, vor allem in der zweiten Hälfte des Filmes kann man nicht die Augen von seinem Gesicht nehmen.
Eine Schande, dass der Film so wenig von den Medien und dem Publikum gewürdigt wurde, weil er nicht nur Drama ist, sondern gleichzeitig auch gesellschaftskritisch, sowie humoristisch ( z.B. wenn der Marquis ein komplettes Manuskript auf sein Bettlaken schreibt ).

An Extras bietet der Film keine überragenden Errungenschaften. Ein Audiokommentar ist mit drauf, Extras in Bezug auf den Marquis de Sade, sowie das Hospital, Trailer und TV-Spots, Filmfacts....nichts großes eben, was sehr schade ist.
Das DVD-Menü ist ansprechend gestaltet, der Ton und das Bild sind beide scharf und lassen keine Wünsche auftauchen.
Alles in allem ein toller Film, der durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Ich war jedenfalls schwer beeindruckt.
Und noch ein Tipp: Unbedingt im Originalton ansehen, es lohnt sich.

dkb.de

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