Dead or Alive

Verkaufsrang: 15963 (DVD)
Actor: Sho Aikawa
Actor: Hitoshi Ozawa
Actor: Riki Takeuchi
AspectRatio: 1.66:1
AudienceRating: Freigegeben ab 18 Jahren
Binding: DVD
Director: Takashi Miike
EAN: 4026621350818
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Label: M.I.B. - Medienvertrieb in Buchholz
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: M.I.B. - Medienvertrieb in Buchholz
NumberOfItems: 1
Verlag: M.I.B. - Medienvertrieb in Buchholz
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 30. August 2005
Spielzeit: 105
Studio: M.I.B. - Medienvertrieb in Buchholz
TheatricalReleaseDate: 19. Juli 2001
von: Sho Aikawa (Hauptdarsteller), Hitoshi Ozawa (Hauptdarsteller), Koji Endo (Komponist)
Preis: EUR 2,99

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Kundenrezensionen zu 'Dead or Alive'

Krank,spannend,pervers...... (15. Mai 2008)

So langsam kennt man den Namen von Japans Enfant Terrible Nummer 1 auch bei uns: Takashi Miike.Und hier haben wir einen der besten Filme die er gedreht hat.Der skrupellose Ryuichi (Riki Takeuchi), Sohn chinesischer Einwanderer, sucht Macht und Geld in der Unterwelt des Tokyoter Vergnügungsdistriktes Shibuya. Als Kopf einer kleinen, schlagkräftigen Gang, deren Morde und Raubüberfälle die alteingesessenen japanischen Yakuza und die chinesischen Triaden provozieren, steht er schnell im Mittelpunkt eines blutigen Bandenkrieges. Der unterbezahlte Cop Jojima (Show Aikawa) soll in diesem Chaos der Kriminalität für Ordnung sorgen. Auch in seinem Privatleben könnte es besser laufen: seine Frau ist ihm fremd geworden, vermutlich weil beider Tochter sterbenskrank ist. Nur noch eine teure Operation kann ihr helfen. Auch Ryuchi hat eine schwache Seite: seinen aus den USA zurückgekehrten Bruder, der erst jetzt realisiert, wie sein Auslandsstudium finanziert wurde.
Der Kampf um Macht und Moral eskaliert, bis der Yakuza und der Cop sich am Ende gegenüberstehen, aber nicht mehr dieselben sind...

Der Anfang ist grandios: Zwei am Wasser sitzende Gangster zählen den Film ein wie einen Rocksong und zu tosender Musik kommt gut zehn Minuten lang alles, was der liebe Herrgott verboten hat (Kokainberge/Stripshow/Vielfraß/Vergewaltigung/Mord/Selbstmord/Mord während Vergewaltigung etc.), bevor der Film stehen bleibt und in einen Yakuza-Thriller gleitet, fast so ruhig wie ein Film von Takeshi Kitano (dessen Kameramann bei "Hana-bi", Hideo Yamamoto leistet sowohl im unterkühlten Handlungsteil wie bei den grellen, gleißenden Exzessen ganze Arbeit). Aber eben nur fast: In beruhigendem Abstand entscheidet sich Miike immer wieder für Schockbilder, die den lethargischen Pessimismus der Handlung durchbrechen (drei beliebig heraus gepickte Flashbacks: Tiersex/Kinderplanschbecken voll Scheiße - immerhin ist es kein Kind, das drin ist/manischer Wiederholungszwang im Abzugsfinger beim Russischen Roulette).

Und vom Ende des Films wollen wir gar nicht erst reden...das muß jeder selbst gesehen haben so absurd ist das....

Fazit: Streckenweise brillant provokative, zumeist eher deprimiert-zynische Gewaltorgie.

provokant, ekelhaft,... einfach gut (25. Mai 2007)

Dieser Film ist wirklich etwas ganz besonderes.
Im groben geht es um den unterbezahlten Polizisten Jojima, der sich neben
seinem Job auch noch mit seiner Familie rumplagen muss und um Ryuichi,
einen Rabauken chinesischer Abstammung, der die japanische Unterwelt auf
den Kopf stellt. Jojima ist eigentlich durchgehend schlecht drauf, da die
Beziehung mit seiner Frau nicht mehr richtig funktioniert und seine Tochter
krank ist und eine teure Operation benötigt. Ryuichi hat wiederum Probleme
mit seinem jüngeren Bruder, der herausfindet, dass sein Auslandsstudium
durch Mord und Raub finanziert wurde. Zahlreiche Schicksalsschläge bringen
den Polizisten und den Mafioso immer näher zusammen, bis ein Showdown
unvermeidlich scheint. An sich wäre das ganze eine recht normale
Geschichte, doch was Miike daraus macht ist einfach unbeschreiblich.
Bereits die ersten Minuten sind einfach nur der Wahnsinn. Wie in einem
Musikvideo wird ohne Worte zu Rockmusik mit wilden Schnitten und scheinbar
fast zusammenhanglos der Beginn der Geschichte präsentiert. Der Rest des
Films ist dann zwar die meiste Zeit über recht ruhig, doch lässt es sich
Miike nicht nehmen, den Zuschauer immer wieder zu schocken, unter anderem
mit Zuhilfenahme einiger Tabubrüche. Das ist auch der Grund, weshalb Dead
or Alive nichts für Leute mit schwachen Mägen ist, denn wenn eine Frau in
einem mit Fäkalien gefüllten Planschbecken ertränkt wird, kann einem schon
mal was hoch kommen. Die Geschichte wird erzählt, ohne dabei wirklich
Spannung aufzubauen, trotzdem bleibt die Handlung interessant aufgrund
interessanter Gespräche, sehr gut eingesetzter Musik, des seltsamen bis
makabren Miikehumors und der großartig koreographierten Actionszenen. Und
schließlich kommt ein Ende, das jeder Beschreibung spottet. Allein deswegen
muss man diesen Film fast schon gesehen haben. Nach Ansehen dieses Films
wird dieser einem erst einmal schwer im Magen liegen und es wird ein
weiteres mal klar: Miike ist ein filmischer Terrorist, der alles auf den
Kopf stellt, was er in die Finger bekommt und den Zuschauer zum Narren
hält. Und genau das macht den Film so grandios: Er ist einfach provokant
und anders.
Wer also meint, dass er ein paar wirklich hässliche Ekligkeiten über sich
ergehen lassen kann und zudem noch Lust auf was neues hat, sollte sich Dead
or Alive auf jeden Fall mal ansehen.

dkb.de

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