Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Versuch des einstmaligen Ost-Pop-Exportschlagers Die Prinzen, mit ihrem aktuellen Werk D wieder an alte Nachwende-Erfolge anzuknüpfen, geht leider knapp daneben. Was, wie man weiß, nun mal auch daneben ist. Zugegebenermaßen kann der Hörer auch auf dem neuesten Longplayer aus dem Hause der Leipziger Chorknaben wieder feinste Vokalakrobatik bewundern (gelernt ist eben gelernt). Doch auch die jahrelang im Thomanerchor geschulten Stimmbänder können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Rotschopf Tobias Krumbiegel und seine Mannen auf dem achten Studioalbum immer noch im selben Tümpel fischen.Konnte die Melange aus vokalem Pop-Ensemble, Synthetik-Grooves und pfiffigen Texten 1991 noch die Massen von Kiel bis Bad Reichenhall in kollektives Schwärmen versetzen, ist der Zug für derartige musikalische Ergüsse mittlerweile schon jenseits der Staatsgrenze. Paradebeispiel für die gebotene Hausmannskost: die erste Single-Auskopplung "Deutschland". Gut gemeinte Kritik, verpackt im populärmusikalischen Wattebausch. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint, hat zu solchen Kritikansätzen die Hamburger Kapelle Tocotronic mal gesungen. Irgendwo zwischen Comedy, Attitüde und Guter-Laune-Mucke liefern Die Prinzen Altbekanntes in nicht wirklich neuem Gewand.
So schlingert das Quintett durch das gesamte Album und kann auch mit Nummern, wie "Gut im Bett" oder "Pech gehabt", das fehlende Spaßmoment nicht retten. D ist sicherlich eine lohnenswerte Anschaffung für Fans, dem Rest sei aber wirklich aktueller deutscher Pop, wie die Sofaplanet-CD Sternzahl Unendlich ans Herz gelegt, der nun mal um einiges besser ins Jahr 2001 passt als das Leipziger Allerlei auf D. --Michael Dannhauer
Kundenrezensionen zu 'D'
immer mehr Synthetik... (28. August 2004)
Die Prinzen werden synthetisch - eine Tendenz, die sich über die letzten Jahre auf ihren CD's schon angedeutet hat. Auf "D" haben sie es nun fast geschafft, endgültig verwechselbar zu werden. Die perfekte Stimmkultur blitzt oft nur noch im Hintergrund auf, im Vordergrund dagegen spielen scheppernde Synth-Grooves. Dabei geht leider häufig die Textaussage flöten. Stücke wie "Königin", eine eher nachdenkliche Nummer über Schattenseiten des Star-Seins, oder "Deutschland", eine herrliche Aufzählung so ziemlich aller Klischees, die man Deutschen gegenüber pflegen kann (und die wir selbst ja auch tapfer hochhalten!), haben ein solches Umfeld eigentlich nicht verdient. Viele Texte sind aber auch nur noch flach und beliebig. Im Hintergrund durchaus gut zu hören, weil im ganzen anspruchslos. Fans des klassischen a-capella-Gesanges sind bei anderen Formationen, z. B. King's Singers, Wise Guys, Sechszylinder o. ä. besser aufgehoben - oder sollten sich mal die ersten Prinzen-CD's zu Gemüte führen!Prinzen bleiben Prinzen (29. August 2002)
In altbekannter Qualität haben die Prinzen wieder ein geniales Album geliefert. Fans dieser Gruppe kommen sicherlich voll auf ihre Kosten. Geniale und oft sehr zynische Texte wunderschön und abwechslungsreich vorgetragen. Kein Wunder dass es von den Prinzen schon mehrere a-capella Alben gibt. Die können Singen. Und wir singen lauthals mit!Top !!! (21. Dezember 2001)
Schön abwechslungsreichund trotzdem mit dem qualitativen Prinzensound..
Immer wieder mutig.. sich von den verschiedensten Instrumenten unterstützen zu lassen.. Einigen Leuten kann man es nie recht machen.. Hätten die Prinzen ein Album gemacht .. so wie früher.. hätten die gleichen meckerer gesagt: Wie langgweilig,, die treten auf der stelle" Naja ich sage weiter so..
Typisch Prinzen (12. Dezember 2001)
Auch hier haben die Prinzen wieder ein Meisterwerk geschaffen. Der typische Prinzen Stil ist auf dem Album enthalten, auch wenn von Zeit zu Zeit immer mehr Instrumente dazukommen. Dennoch, die Prinzen haben nicht nachgelassen und die Ironie in ihren Songs ist wie immer einzigartig und toll. (5. Dezember 2001)
Ich moechte mal was sagen! Das Lied "Deutschland" haetten sie sich echt sparen koennen. Anstatt stolz auf sein eigenes Vaterland zu sein machen sie ihr EIGENES Land runter!P.S: Ich bin keine Nationalsozialist!






