Aus der Amazon.de-Redaktion
Fettgetränkt, honigsatt, und unbezwingbar. Elvin Jones ist das erste, was ins Ohr sticht -- der sagenhafte Schlagzeuger swingt, als ginge es um die Goldmedaille im Olymp; und als hätte er sie nicht längst gewonnen.In schreitender Andacht walzt er das Becken, und braucht nicht mehr als das: Bill Frisells Tonkunst ist durchsichtig, ist eine sparsame Kammermusik voll genießerischem Charme und kalkulierter Behäbigkeit. Sie beginnt in dunkler Ruhe, pirscht sich von hinten an und tritt mit schleichendem Crescendo ans Licht. Die kurzen Themen sind diesmal weniger Country-lastig als sonst, bleiben aber schlicht und bestechen mit melodischer Eleganz.
Frisell braucht keine Aufforderung, um avantgardistische Raffinesse in einfache Formen zu gießen. Das ist seine Bastion, schon seit langem. Viel Blues, Folklore, auch mal Latin erstrahlen in eigenwillig verklärter Abstraktion, die beinahe unerklärlich bleibt. Der Ausdruck ist ganz und gar Frisell, ein Hauch von goldfarbener Melancholie berührt das durch und durch romantische Abenteuer. Akustische Klangwolken überlagern sich mit elektrischen, die wabernde Intonation des Gitarristen schwebt im Raum wie ein Kokon, schmeichelnd, streichelnd.
Bill Frisells neue CD ist voller Wärme und Verführung. Keine Besetzung wäre perfekter gewesen als diese, so scheint es, kein Toningenieur hätte es vollmundiger auf den Punkt bringen können. Drei Jazzikonen haben hier etwas Unvergleichliches geschaffen -- es ist dies vielleicht Bill Frisells Meisterstück. --Katharina Lohmann
Kundenrezensionen zu 'Bill Frisell with Dave Holland and Elvin Jones'
Eine Reise durch die USA (25. Dezember 2003)
Mit dieser CD kann man musikalisch ein Amerika erleben, dass jenseits von schlechten Wahlen und noch schlechterer Politik liegt. Bill Frisell hat ein Album kreiert, dass beim Zuhören die Landschaften und schlichte Schönheit blosslegt. Blues und Jazz wunderbar vereint, zieht vor dem inneren Auge so manches Bild vorbei: eine alte Jazz-Kaschemme im Mittleren Westen, ein melancholischer Trip durch karge Valleys, groovigere Sequenzen lassen den Hörer in einer Bar in NYC stehen. Das unverkennbare Bass-Spiel Dave Hollands ist das i-Tüpfelchen auf den Arrangements, die oldschool und new jazz miteinander verbinden. Meine tophits sind "Twenty Years" und "Smilin' Jones" - krasse Gegensätze, die die Bandbreite dieses Trios nur verstärken. Schade nur, dass die Reise so abrupt endet, wenn sie gerade in Fahrt kommt - etwas mehr Speed gen Ende hätte den Gesamteindruck noch mehr verbessert. Trotzdem: super Scheibe,Ein Meisterwerk (6. Februar 2002)
Die vorliegende CD unter der Federführung von Bill Frisell ist vom ersten Ton an eine Reise in die unergründlichen Tiefen des dunkel gefärbten Jazz. Das Trio erreicht eine ungeheure Komplexität in seltener Weise.Diese CD ist eine echte Bereicherung für jeden Hörer, der dem weiten Bereich des Jazz immer neue Ausdrucksformen entlocken will.
Ein absoluter Hörgenuss, ein Meisterwerk!






