Wake Up and Smell the Coffee

Verkaufsrang: 91694 (Musik)
Artist: the Cranberries
Audio CD
EAN: 0008811270728
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Mca Record (Universal)
UPC: 008811270728
Preis: EUR 4,74

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn man zehn Jahre lang Hit-Platten abliefert, dann sollte man doch meinen, dass die Cranberries-Sängerin Dolores O'Riordan den Dreh endlich raus hat, wie man brauchbare Rocktexte schreibt. Aber bereits nach weniger als zwei Minuten entlädt sich dann im fünften Album dieser irischen Gruppe ein Geistesblitz von unvergleichlichem Niveau: "Birds in the sky/they look so high" ("Die Vögel am Himmel/Die sehen so hoch aus) gurrt sie bei dem Eröffnungstrack "Never Grow Old", bevor sie dann fortfährt "I feel the breeze/I feel at ease" ("Fühl ich die Brise/fühl ich mich wohl"). Tja, so hört es sich an, wenn sie erbarmungslos clever daher kommt. In dem Titeltrack scheut sie sich noch nicht einmal, ihre in der Grundschule gelernten Literatur-Lektionen in Dichtung umzusetzen. Sie wiederholt ganz einfach jeden Vers und reimt so jeden Gefühlsausdruck mit sich selbst.

Diese nachlässige Schreiberei ist wirklich eine Schande, denn sie versperrt einer der letzten wirklich klaren, ungekünstelten Stimmen der Rockszene den Weg. Das musikalische Können der Cranberries mag bei diesem fünften Album zwar weitgehend intakt geblieben sein, denn es präsentiert kräftige, heftige Rhythmen und symphonischen Elan bei Tracks wie "I Really Hope" und "This Is The Day". Aber es fällt einem schon schwer, seine Zuneigung aufrecht zu erhalten, wenn man ständig über diese peinlichen Texte stolpert. --Jaan Uhelszki

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Wake Up and Smell the Coffee'

Leicht gewandelt - aber immer noch Cranberries (9. Februar 2007)

Zugegeben: ich brauchte auch etwas Zeit bis ich mich an dieses Album gewöhnt hatte. Wenn man zunächst die alten Alben im Ohr hat, mag "Wake up and smell the coffee" zunächst etwas seicht rüberkommen.

Mich jedoch haben sie auch mit ihrem nun etwas gesetzteren Stil, der noch lange nicht ruhig und langweilig sein muss (siehe die energetisch-rockigen Tracks "Wake up and smell the coffee", "This is the day", "I really hope", "Analyse") gefangen nehmen können. Die Stärke dieser Scheibe mag allerdings tatsächlich mehr in den leiseren Tönen liegen, welche ich, dank der immer noch Cranberries typischen, eingängigen Gitarren-Melodien und Dolores mega-intensivem Gesang, sehr schön finde.

Also mein Tipp: einfach mal reinhören und wirken lassen !

Kalter Kaffee neu aufgewärmt ! (8. Februar 2006)

Warum nur haben die Cranberries diese CD gemacht? Sie klingt weit unter dem bekanntlich sehr hohen Niveau aller 4 bis dato erschienenen CDs der Band, und neben einem Meisterwerk wie "Bury the Hatchet" verblasst sie förmlich.
Alles klingt so als ob die Band ein Album als reine Pflichterfüllung aufgenommen hat, ohne Emotionen, grandiosen Einfällen und Höhen und Tiefen, wie man sie sonst von allen anderen Veröffentlichungen der Cranberries kennt. Damit ist für mich Album Nummer 5 ein echter Reinfall geworden. Auch die Texte, die ja schon in den anderen Rezensionen alles andere als gut wegkamen, klingen wirklich belanglos. Eben gute Laune Texte, die zwar hin und wieder ganz nett sein mögen, die aber nach anhören der CD gleich wieder in Vergessenheit geraten. Überhaupt klingt diese CD als ob der Band die Ideen ausgegangen wären. Hier wäre wohl die "Metallica Masche" am besten gewesen: Wenn einer Band halt nichts mehr Einfällt, lieber ein Live-Album oder eine Cover CD machen!
Als Fan der Band bin ich richtig enttäuscht und kann auch nicht verstehen wie Leute behaupten können, dies wäre ein gutes oder gar klasse Album. Da bleibt nur noch zu hoffen, daß die Cranberries sich wieder auf ihre Wurzeln zurück besinnen. Aber ein Meisterwerk wie "Bury the Hatchet" werden die wohl nicht mehr hinkriegen. Schade, kann man da nur sagen!

La-la-la.... (15. Februar 2004)

Fällt relativ schwer, dieses Album mit jener Band in Verbindung zu bringen, die mit "No need to Argue" eines der besten Alben der Neunziger zustande brachten. Müsste ich dieses Album mit einem Wort beschreiben, fiele mir nur "uninteressant" ein.

Man wird das Gefühl nicht los, das die Cranberries hier was abgeliefert haben, mit dem Sie einen Plattenvertrag oder so erfüllen mussten...schwache Texte, schwache Melodien, schwache Songs...Man kann nur hoffen, das die Zukunft wieder besseres nachbringt!

Eine gepflegte Songsammlung (11. Juli 2003)

Bei den Cranberries ging es zu wie an der Börse. Nach Hits wie "Zombie" oder "Linger" ging der Kurs ganz nach oben, das Potential der Band wurde ausgeschlachtet und Frontfrau Dolores O`Riordan Burton und Band schossen in ihren missionarischen Bemühungen um Hilfe und Verständnis für die Welt weit über das Ziel hinaus und wurden mit fallenden Umsätzen abgestraft. Nach diesem schwierigen Anfang kam eine Konsolidierungsphase, in der sie sich immer noch befinden und fast wieder Musik machen wie in ihren unbeschwerten Anfangstagen, angefangen mit ihrem letzten Album "Bury The Hatchet". Das bedeutet leichte Akustiksongs (Wake Up), gebremster Rock ("This Is The Day") und unbeschwerte Uptempo Songs ("Analyze"). Was diesem Album fehlt, sind die zwingenden Songs bzw. die Hitsingles, was den letzten Push für dieses Werk bedeuten würde. So hören wir nur (?) eine gepflegte Songsammlung der Iren ohne nennenswerte Höhepunkte oder Schwächen. Das Einzige, was auffällt sind die Themen der Songs. Weg vom Politischen hin zum Privaten. Kein Wunder, ist doch ein Großteil der Band privat Mitglied einer trauten Familie.

So klingt's wenn man vor guter Laune schwachsinnig wird! (22. Februar 2003)

Ok, ich habe nun alle Alben der Cranberries bewertet. Bei diesem ist der Tiefpunkt der Qualität und auch meiner Stimmung erreicht. Konnte man auf Bury the hatchet wegen einiger guter Songs den generellen Drift Richtung Gute-Laune-Lala-Pop noch stellenweise entschuldigen, so hört es hier wirklich auf. Man kann sich nur noch wehmütig an solche Hammeralben wie No need to argue oder To the faithful Departed erinnern, in der Dolores stimmlich, textlich und musikalisch soviel Schmerz und Energie freisetze dass man sich als Hörer gar nicht entziehen konnte. Mit Bury the hatchet dann wurde es irgendwie schal und mainstreamig da der Dame offenbar ihr stabiles Familienleben nicht bekam, und hier wird es nun richtiggehend peinlich. Allein die Texte sind ein Graus, wer da nicht weghört, erlebt garantiert ein Trauma. Am Ende des Albums fragt man sich ob man sich an irgendwas erinnert, aber es bleibt partout nichts haften, ausser einem schalen Nachgeschmack: dem von Kaffee.

dkb.de

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