Actor: Sean Gullette
Actor: Mark Margolis
Actor: Ben Shenkman
Actor: Samia Shoaib
Actor: Pamela Hart
Binding: Videokassette
Director: Darren Aronofsky
EAN: 5011531896548
Format: Box-Set
Format: Schwarz-Weiß
Format: PAL
Format: Import
Label: Pathe Distribution
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Pathe Distribution
NumberOfItems: 1
Verlag: Pathe Distribution
Erscheinungsdatum: 28. Juni 1999
Spielzeit: 81
Studio: Pathe Distribution
TheatricalReleaseDate: 10. Juli 1998
von: Sean Gullette (Hauptdarsteller), Mark Margolis (Hauptdarsteller)
Aus der Amazon.de-Redaktion
Es ist geradezu eine Binsenweisheit, dass Genie und Wahnsinn Hand in Hand gehen. In Darren Aronofskys Film-Parabel Pi ist dieser alte Widerspruch in wirkungsvollem Schwarzweiß und mit sicherem Gespür für Symbolträchtiges in Szene gesetzt. Schnittstelle dreier Energiefelder ist der Mathematiker Maximillian Cohen. Cohen ist nahe daran, den Zahlencode des Lebens zu knacken und den Verstand zu verlieren. Von seiner Arbeit besessen, ist der Mathematiker dem körperlichen und psychischen Kollaps nahe. Er schluckt Unmengen dicker Kapseln. Paranoid verrammelt er seine Tür mit vielen Schlössern, bevor er sich allnächtlich an die Arbeit macht. Das Leben soll draußen bleiben, verschafft sich aber doch immer wieder Einlass.Während sein Computer kryptische Zahlenreihen ausspuckt, hört er seine Nachbarin laut stöhnen und seufzen. Riesige Ameisen machen sich an seinen Chips zu schaffen und hinterlassen eine klebrige Spur. Der Mathematiker untersucht sie unter dem Mikroskop. Da ist es wieder, die Spirale, das Muster des Lebens. "Gehe nach Hause und nimm ein Bad!" empfiehlt ihm sein ehemaliger Lehrer, der einst selbst dem Geheimnis der mysteriösen Weltformel auf der Spur war. Nun ist er überzeugt, über seinen Zahlengrübeleien einen Schlaganfall erlitten zu haben. Und er erzählt Cohen die Geschichte von Archimedes, dem im Bad die Lösung für seine königliche Aufgabe dämmerte. Ein kabbalistischer Geheimbund und ein Clan von Börsenspekulanten haben von Cohens Forschungen Wind bekommen und wollen den Mathematiker für ihre Zwecke vereinnahmen. Schließlich kann Cohen nicht widerstehen, als ihm die Börsianer den entscheidenden Chip anbieten, mit dem er seine Forschungen zu Ende bringen kann.
Immer wieder durchlebt er dieselbe obsessive Erinnerung seiner Jugend: Er blickt ins gleißend weiße Licht, kurze Erleuchtung, ein Blitz absoluter Klarheit und dann der Kollaps. Schmerzhafte Anfälle überkommen das Genie immer häufiger. Der Lehrer, sein letzter Freund, stirbt. Im U-Bahn-Schacht liegt ein Gehirn, in das er mit einem Stift hineinbohrt und augenblicklich das weiße Licht sieht. Wahn und Alltagsrealität lappen ineinander. Schließlich zerdeppert Cohen seinen Computer und setzt während eines Anfalls die Bohrmaschine an seine Schläfe. Dann sitzt er auf einer Parkbank und blinzelt in die Baumkrone über ihm. Seine kleine Nachbarin leistet ihm Gesellschaft. Sie hält ihren Taschenrechner auf den Knien und will ihm, wie schon zu Beginn des Films, eine Rechenaufgabe stellen. Früher hätte der Mathematiker sie im Vorbeigehen gelöst. Nun schüttelt er den Kopf und lächelt.
Dieser Science-Fiction-Thriller ist ein eigenwilliges minimalistisches Meisterwerk und ein außergewöhnliches Debüt. Die klaustrophobische Stimmung erinnert ein wenig an David Lynchs Eraserhead. Dennoch hat Pi seine unverwechelbare Ästhetik und Dramaturgie. Wie Eraserhead ist dieser Film eine Reise durch die Tiefen des Innern. "Outer space ist tot", sagt Regisseur Aronofsky, "das Publikum hat schon alles in die Luft fliegen sehen -- Raumschiffe, den Death Star, gigantische Insekten, die Erde..." Die nächste Reise heiße nun "inner space". --Frank Kukat
Kundenrezensionen zu 'Pi [UK IMPORT]'
Das Leben besteht aus Mathematik (1. Juni 2005)
„Pi" trifft sicher nicht den Geschmack des Durchschnitts-Hobby-Filmeguckers, denn „Pi" ist schon ein sehr außergewöhnliches Werk. Das erste für viele abschreckende Merkmal mag wohl sein, dass der Film komplett in Schwarz-weiß abgedreht ist. Dann mag die musikalische Untermalung wohl einigen auf die Nerven gehen, weil sie doch sehr markant und stellenweise auch sehr ungewöhnlich und laut ist. Dann die Handlung an sich...keine 08/15-Handlung, sondern mal etwas ganz außergewöhnliches und faszinierendes. Zudem sind einige Szenen doch recht widerlich und rasant. Aber: man sollte den Film dennoch gesehen haben und vielen wird er sicherlich auch außerordentlich gut gefallen. Dieser Film ist mal etwas ganz anderes. Es geht um den Mathematiker Max, der sein Leben damit verbringt, mathematische Muster zu entdecken. Sein Hauptziel ist es dabei, ein Muster in der Welt der Börse zu entdecken und entschlüsseln. Max ist genial. Aber Max ist auch krank. Immer häufiger hat er Anfälle, die ihn mit heftigen Kopfschmerzen und Wahnvorstellungen quälen. Dazu noch ist Max ein sehr ängstlicher und menschenscheuer Mensch. Zu seinem Pech wird er dann auch noch von einem sehr gläubigen Juden in einem Café angesprochen und von diesem in das Geheimnis der Tora eingeführt, in der es seiner Meinung nach auch einen Code gibt, der aus genau 216 Zahlen besteht. Diese Zahl soll Max von nun an nicht mehr aus dem Kopf gehen. Von einem Freund, der vor seinem Schlaganfall an dem gleichen Projekt gearbeitet hat wie Max, hat er kurz zuvor die gleiche Zahl gehört und ebenfalls unmittelbar zuvor hat sein Computer eine ziemlich lange Zahl ausgespuckt, die er kurzerhand in den Müll geworfen hat, aber die im nachhinein wohl ziemlich wahrscheinlich aus genau 216 Nummern bestand. Zudem passten die ersten Zahlen, an die er sich erinnerte auch zu den neuesten Börsen-Ereignissen. Hatte er da etwa die Zahl erfunden, die alles auf der Welt erklärt? Das Problem war nur: wo ist diese Zahl? Im Müll war sie nicht mehr. Ehe sich Max versieht wird er von zwei Parteien verfolgt: Börsenleute, die diese Zahl wollen, um die Börse für sich arbeiten zu lassen und jüdische Gläubige, die meinen, dass diese Zahl von Gott persönlich auf der Welt hinterlassen wurde. Max erinnert sich nach und nach an die komplette Zahl, wodurch seine Anfälle aber immer schlimmer werden. Die Zahl scheint ihn allmählich umzubringen. Schließlich und letztendlich läßt er ab davon und läßt alle Mathematik hinter sich, um ein Leben zu entdecken, dass jenseits von Mustern, Codes und Zahlen liegt.Wenn man die Handlung so kurz zusammenfasst, klingt es fast so, als wäre der Film ein ganz normaler Film. Aber das ist er keineswegs. Dominierend an diesem Film ist die Erzählperspektive von Max, die immer wieder anhand von persönlichen Notizen in einzelne Szenen eingespielt werden. Dabei wiederholen sich einige Sätze hin und wieder. Manche Szenen bestehen auch nur aus rasanten Kamerafahrten und stechender Musik. Realität mischt sich mit den Visionen in Max' Anfällen. Alles wird zum Ende hin immer rasanter und immer verworrener, so dass man sich letztendlich wie Max selbst fühlt, auf den nummerische Erleuchtung so plötzlich einströmte.
Am Anfang habe ich erwähnt, dass einige Szenen recht widerlich sind. Das kann schwache Nerven im ersten Moment schon etwas aufschrecken und wegsehen lassen. Der Film ist in dieser Hinsicht sehr direkt, aber keineswegs abartig oder blutig. Der Film ist ein einziger Strudel, der den Zuschauer immer weiter und immer schneller einsaugt. Da der Film nicht nur durch seine brilliant ausgetüftelte Handlung interessant ist, macht auch ein erneutes Sehen genausoviel Spaß wie das erste Mal. Auch wenn sich dieser Film vorwiegend um Mathematik dreht, ist er dennoch nicht nur etwas für Mathe-Freaks, sondern vor allem für Leute, mit einem guten Filme-Geschmack, die mal etwas anderes sehen wollen als das übliche Hollywood-Kino.
Ein Genuss (8. Dezember 2004)
Es gibt jene Menschen. Und solche Menschen. Wenn sie zu jenen Menschen gehören, die es lieben das Geniale zu beobachten, dann werden sie hier fündig. Denn dieser Film stellt auf eine eindrucksvolle Weise dar, wie das Leben eines Autisten aussehen könnte. Natürlich ist dieser Film geschmackssache, und natürlich habe ich auch schon abweisende Stimmen gehört. Gerade für Menschen, die Kunstfilmen von Natur aus abgeneigt sind ist dieser Streifen nicht zu empfehlen. Er ist weit außerhalb jener Spannung, die der normale Geist als Adrenalin Pusher versteht. Viel mehr ist er ein Happen für Menschen die sich gerne als Psychologen betätigen, sei es aus Spass oder beruflich, denn in diesem Film wird eine einzigartige Perspektive auf einen genialen Wahnsinnigen ermöglicht.Der erste Spitzentitel des Darren Aronofsky (21. März 2004)
Nach seinem Erfolg Requiem for a Dream, von dem ich mehr als nur geschockt aber gleichzeitig auch fasziniert war (siehe mein Review), interessierten mich natürlich auch die anderen Werke des Darren Aronofosky. Erstaunt musste ich feststellen, dass er bis auf 2 Studentenarbeiten, die niemals als fertiger Film veröffentlicht wurden, bei nur einem weiteren Film Regie führte. Und zwar Pi - faith in chaos.Max, gespielt von Sean Gulette, ist Mathematiker, der nahezu wie ein Autist abgeschnitten von seiner Außenwelt lebt. Der einzigste Bezugpunkt, dem er traut und mit dem er wirklich redet, ist sein ehemaliger Lehrer der auch in seinem Haus lebt, der über sein Problem haargenau bescheid weiß. Er ist von einer fixen Idee überzeugt: Er sucht einen mathematischen Code, eine Zahlenfolge, welche die geheime Ordnung der Welt mit Hilfe der Zahl Pi erklärt. Er sieht diese Suche als seine Lebensaufgabe an, die er bereits in den letzten zehn Jahren seines Lebens ersucht hat zu finden. Diese will er mit seinem selbstgebauten Computer „Euklid" diese Zahlenformel zu finden. Als Max auf die Spur einer Lösung kommt, und nebenher an Juden und die Kabbala, eine geldgierige Wall Street Firma, die sein Können ausnutzen will, gerät, wird er bei seinem teuren Abenteuer wahnsinnig und dreht durch. Geplagt durch schwerste Kopfschmerzen versucht er mittels Medikamenten seine Probleme immer wieder zu verhindern, schafft dies aber immer nur kurzfristig so dass er sich dadurch nur noch mehr ins Chaos stürzt.
Nachdem Max nach einem heftigen Anfall größter Kopfschmerzen und Verzweiflung, da sein Computerprogramm nur noch eine Zahlenfolge mehrerer Reihen von 0000... usw. liefert, sich sogar sein Gegenmittel in den Kopf jagt, entschließt er sich, die Haare abzurasieren. Auch muss er feststellen, dass immer mehr Leute sein Vorhaben spitz bekommen, und er sich so immer mehr verfolgt fühlt. Und dies nicht nur von einem Fotografen, sondern natürlich auch von der Kabbala.
Glücklicherweise trifft er auf seinen Freund, den Juden, der ihn noch mal vor den Kabbalas rettet.
Jedoch stellt sich auch hier raus, dass diese nur hinter seiner Zahl her sind. Die Juden wollen ihm sogar verklickern, dass seine Zahl der Schlüssel zu Gott sei. Seine unkontrollierbaren Zahlenfolgen in seinen Kopf die wie unendlich Ketten von Zahlenfolgen eingespielt werden, lassen ihn trotz des Streits noch mal zu seinem Lehrer flüchten. Jedoch muss er feststellen, dass dieser das Zeitliche gesegnet hat. Zurück zuhause, beginnen seine kranken Visionen wieder. In einer kurzem Szenenausschnitt, der nicht länger wie 2-3 Sekunden geht, wird dem Zuschauer endlich auch deutlich gemacht, dass sich Max im ins geheimen doch zu seiner Nachbarin angezogen fühlt, die ja schon den ganzen Film über seine Nähe gesucht hat. In seiner schlimmsten Attacke, betroffen von der Erkenntnis die Zahl niemals zu erlangen, beschlisst er sich schließlich, zu einem folgenreichen Schritt: Er jagt sich an der Stelle seines Kopfes, an der seine Kopfschmerzen immer den Ausschlag geben, die auch mit einer Narbe bedeckt ist, eine Bohrmaschine in den Kopf. In der Schlussszene wird dann seine Heilung dermaßen offenbart, in dem gezeigt wird, dass er auf Mathematikaufgaben, die ihm ein Kind aus seiner Nachbarschaft wie bereits zu Beginn des Filmes stellt, keine Lösungen mehr hat, und auch wieder glücklich darüber sein und es ihn nicht weiter stört.
Im Gegensatz zu seinem Werk Requiem for a Dream betrifft hier das Schicksal lediglich nur eine Person, die jedoch auch wieder auf Grund von Nichterlangen eines Zieles dem Wahnsinn verfällt. Sean Gulette spielt meiner Meinung nach perfektes Schauspiel, er spielt sowohl zum einen den perfekten Autisten, zum anderen den verrückten Mathematiker, der geplagt von seinen physischen Problemen geplagt nicht sein Ziel erreichen kann. Zudem wirkt er paranoid, hat Tagträume und fühlt sich ständig verfolgt. Aber auch sein Wandel wird perfekt dargestellt, nachdem er sich die Haare abrasierte: Innerlich gespalten, zum einen angsterfüllt aber auch endlich so mutig, sich gegen das System derer Leute zu wehren, die seine Lösung für die Ordnung der Welt ebenfalls haben wollen.
In kranken Visionen wird immer wieder dargestellt, wie Max gegen sein Gehirn, dass er z.B. mal auf dem Bahnhof, ein anderes Mal in seinem Waschbecken auffindet, ankämpft um seinen kranken Psychosen zu bekämpfen. Der Fortlauf seines Zustandes wird dem Leser unter anderem während des Films durch nebenbei vorgetragene Tagebucheinträge offenbart. Dies ist auch nötig, da Max bis auf die wenigen Ausnahmen bei seinem Mathematiklehrer keine großartigen Sprechrollen hat, die sein innerstes offenbaren und ein gutes Nachvollziehen seines Innersten zuließen. Nicht nur durch die Darstellung des Films im schwarz weiß Format bekommt der Film eine eigene Marke, die genial dargestellten Visionen kombiniert mit der genialen Kamerafahrten wie man sie als D.Aronofsky Fan bereits aus Requiem for a Dream kennt, lassen dem Zuschauer nicht nur in Schock versetzen, sondern auch extrem gut mit dem fantastisch spielenden Sean Gulette mitfühlen. Die visuellen Effekte sind nicht nur in rasanten Ton und Bildfolgen konzipiert, um den Wahnsinn des Max Cohen deutlich zu machen, sondern verwischen die anwachsenden Tagträume mit der Realität so dass er schlussendlich den Boden der Realität verliert und sich nur mit besagtem Mittel aus seinem Schlamassel befreien kann.
Darren Aronofskys Debutwerk Pi steht seinem Nachkömmling Requiem for a Dream in nichts nach, kann sogar schauspielerisch und visuell gesehen den Nachfolger übertrumpfen. Natürlich ist dies nicht das Popcorn Kino, dass man sich wünscht: Die Psychosen übertreffen teilweise, wie auch schon Requiem for a Dream, den guten Geschmack und lassen den Zuschauer eher abschrecken. Alles in allem aber spitze.
Überraschend und vielschichtig (18. September 2003)
Pi erzählt die Geschichte eines Genies, der fest davon überzeugt ist, die Welt lasse sich mit Zahlen erklären. Immmer mehr steigert er sich in seinen Glauben hinein, hat brutale Visionen und zieht schliesslich das Interesse zwielichtiger Organisationen auf sich. Was er sich einbildet und was wirklich geschiet wird meiner Meinnung nach nie 100% aufgelöst, es bleibt Raum für eigene Überlegungen.Das der Film in Schwarz/Weiss gedreht wurde hat wohl finanzielle (Budget 60'000 Dollar!) wie auch künstlerische Gründe gehabt. Ich denke, die Atmosphähre kommt besser rüber, und ausserdem wird der Zuschauer nicht durch Details abgelenkt, sondern konzentriert sich automatisch auf das wichtige im Bild.
Alles in Allem ein grandioser Film, für alle die sich auf etwas Ungewohntes einlassen wollen ein Erlebnis
Muss man gesehen haben (13. August 2003)
Wer genug von all dem ganzen PopCorn-Kino hat und mal etwas abseits des Mainstreams sehen möchte, ist bei PI genau richtig. Dieser Film bewegt sich sogar extrem weit ab des Mainstreams, denn es liegt an der Art wie Max und seine Umgebung gezeigt wird. Der Film ist komplett in Schwarz/Weiss gehalten, was mir persönlich nicht so gut gefällt. Das ist aber Geschmackssache. Der Hauptcharakter sucht die ultimative Formel für die Welt und das Sein, dafür arbeit er fast immer in seiner kleinen Wohnung und hat kaum Kontakt zur Aussenwelt, bis sich die Dinge überschlagen und Max kurz vor dem Wahnsinn und der Entdeckung der ultimativen Formel steht. Dann ändern sich jedoch die Dinge...Es ist schwer den Film zu erklären, aber eins kann ich sagen: diesen Film muss man gesehen haben!
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