Verkaufsrang: 14344 (DVD)
Actor: Kevin Costner
Actor: Bruce Greenwood
Actor: Steven Culp
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Director: Roger Donaldson
EAN: 4006680023304
Format: Dolby
Format: DTS
Format: PAL
Format: Surround Sound
Format: Widescreen
Label: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Kinowelt Home Entertainment/DVD
NumberOfItems: 2
Verlag: Kinowelt Home Entertainment/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 18. Dezember 2001
Spielzeit: 140
Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
TheatricalReleaseDate: 12. Januar 2001
von: Kevin Costner (Hauptdarsteller), Bruce Greenwood (Hauptdarsteller), Trevor Jones (Komponist)
Preis: EUR 9,39
Aus der Amazon.de-Redaktion
Als der Film in den USA veröffentlicht wurde, trommelten haufenweise Kritiken auf ihn ein, weil Thirteen Days sich bei der Darstellung der Fakten in der Krise um die kubanischen Raketenstationierungen einige Freiheiten heraus nahm, und weil die Hauptstars die spannende Geschichte mit ihrem dümmlichen Bostoner Akzent beinahe erstickten. Tolerantere Kritiker feierten den Film als einen der besten des Jahres und dieser Meinung sollte jeder Glauben schenken, der straff erzählte, intelligente politische Thriller mag. Für diejenigen, die noch zu jung sind, um die Bedeutung der Krise zu erfassen, die sich an 13 Tagen des Oktobers 1962 abspielte, schließt sich Thirteen Days der TV-Dokumentation The Missiles Of October (1973) an, die ebenfalls dieses Thema behandelt und eine eindringliche, nachdenklich machende Studie über politische Führerschaft unter dem Druck einer nationalen Krise liefert.Der Film geriet hauptsächlich in die Kritik, weil die Rolle des Beraters des Präsidenten im Weißen Haus, Kenneth O'Donnell, fiktional ein wenig mehr Gewicht verliehen wurde. Aber auch wenn Costners Bostonakzent absolut nervtötend ist, enthüllt der O'Donnell im Film Expertenwissen über die Krise, ihre Nerven zerfetzende Eskalation und die Bemühungen von John F. Kennedy (Bruce Greenwood) und Robert F. Kennedy (Steven Culp), eine friedliche Regelung mit Russland auszuhandeln. Während die russischen Raketen auf Kuba einsatzbereit gemacht werden, macht Regisseur Roger Donaldson (der schon bei No Way Out mit Costner zusammen arbeitete) einen Schnitt zu den aufregenden Flügen der US Navy über die Raketenstationen und treibt damit die historisch belegte Spannung auf die Spitze.
Dass Donaldson hin und wieder schwarzweiße Bilder verwendet, ist hingegen nur selbstsüchtig und ablenkend. Darüber hinaus hat der Regisseur es zu verantworten, dass manchmal eine überzogene Schrillheit (sich wiederholende ominöse Nuklearexplosionen) die Eindringlichkeit von David Selfs Drehbuch unterwandert. Dennoch ist Thirteen Days, wie bei Hollywood-Geschichtsstunden üblich, ein packender Film. Man fragt sich, was geschehen wäre, wenn sich dieses historische Szenario unter einer weniger intelligenten politischen Führung noch einmal wiederholt hätte. --Jeff Shannon
Kundenrezensionen zu 'Thirteen Days (2 DVDs)'
Spannendes Kammerspiel (15. Oktober 2004)
Ich muß es zugeben. Ja, ich bin ein Kind der 80er. Das heißt nicht, das ich in dieser Dekade geboren wurde, wohl aber in dieser unsäglichen Zeit aufgewachsen. In meinem Freundeskreis, allesamt im beginnenden Teenageralter, lebte keiner in ständiger Angst vor einer Umwandlung des "Kalten Krieges" in einen heißen. Dennoch bestimmte die Möglichkeit eines atomaren Angriffs der Sowjets nicht selten unsere Gesprächsthemen. In dem die Bundesrepublik Deutschland nur eine Barriere, ein Hindernis auf dem Weg der vorrückenden Truppen des Warschauer Paktes sein konnte. Die NATO-Verbündeten gingen davon aus, das der Feind 24 Stunden davon abgehlaten werden könne den Rhein zu überschreiten. Verwüstung und Verheerung inklusive dem Bauernopfer BRD. Alles Vergangenheit. Eine längst vergessenes Aufatmen, nach Ende dieser Epoche.So nahe an einer Auseinandersetzung zwischen Ost und West kam es nie wieder in der zweiten Hälfte des 20 Jahrhundert. Die Rede ist von der Kuba-Krise.
Chrustschow und Castro fanden es überaus schlau und clever, schnucklige Mittelstreckenraketen mit Atomsprengköpfen oben drauf geschraubt auf die Karibikinsel zu platzieren. Ein bißchen den kapitalistischen neoimperialistischen Erzfeind necken, dafür ist der Maximo Leader immer zu haben. Solange der US-Geheimdienst nichts merkt, gut. Wenn er's dann doch spannt vielleicht noch besser. Ein Faustpfand, ein Druckmittel, eine gute Verhandlungsbasis.
Erzählt wird aus Sicht der Amis. Das meiste spielt sich in den Konferenzräumen des Weißen Hauses ab. Diplomatische Verwicklungen, Anstrengungen den nuklearen Holocaust zu vermeiden, Grabenkämpfe zwischen den Tauben und Falken.
Okay ohne ins Fachsimpeln abzudriften, was sind diese Vögel für schräges Geflügel?
Es gab und gibt sie in jeder Amtszeit jedes Präsidenten. Die Greifvögel sind die Kriegstreiber, die glauben alles mit der militärischen Stärke der hochgerüsteten Armee im Rücken zu ihren Gunsten regeln zu können.
Der Gegensatz dazu. Die Ratten des Himmel. Die auf's-Denkmal-Kacker. Von Clauswitz (Autor eines preußischen Lehrbuches Thema Kriegsführung) meinte einmal "Wo Displomatie aufhört, sprechen die Waffen". Sie wollen durch Verhandlung und Beschwichtigung Einigungen herbeiführen.
Mein Fazit
Es ist ein Kammerspiel. Viele Palaver, sehr viele interessante Charaktere. Über den damaligen Präs JFK, seinen Bruder, außenpolitische und militärische Berater bis zu seinen engsten Freunden.
Verdammt interessant und irre spannend. Obwohl jeder weiß, das 1961 die Bombe nicht fiel und zu guter Letzt die Abschußrampen demontiert wurden.
Einziger Wehrmutstropfen: Ich hätte liegend gerne etwas über die Beweggründe der UdSSR erfahren. Was ging hinter den Kulissen des Kremel vor sich. Das bleibt leider ausgeklammert.
Charakterfilmkino.
Meine Wertung
8 von 10
Spannendes Historiendrama (26. Januar 2004)
Der Film gibt auf sehr spannende Art die Sichtweisen und Entscheidungsfindungsprozesse im Weißen Haus während der Kuba-Krise wieder. Natürlich handelt es sich um einen Spielfilm, deshalb ist nicht jedes Detail auf die Goldwaage zu legen. Aber wichtige Fakten sind historisch richtig dargestellt. Übertrieben ist die Rolle des Kennedy-Beraters, den Kevin Costner spielt. Alle anderen Personen sind nicht nur optisch sehr gut getroffen, sondern auch inhaltlich.Die Perspektive des Kremls fehtlt zwar aus dramaturgischen Gründen völlig, aber besonders spannend sind die Diskussionen im Weißen Haus. Die gegensätzlichen Positionen, in der Falken wie die Armee-Chefs und Sicherheitsberater Bundy und Acheson vehement eine harte Linie vertreten, Adlai Stevenson für Verhandlungen eintritt und Kennedy versucht, einerseits einen Krieg zu vermeiden, andererseits einen einstimmigen Beschluss zur Vorgehensweise zu erreichen, sind sehr gut nachgezeichnet.
Dass bürokratische Prozeduren die Welt fast in den Atomkrieg getrieben hätten, macht dieser spannende Film auf beklemmende Weise deutlich!
Nicht an der historischen Realität orientiert (29. Dezember 2003)
Nachdem ich den vorliegenden Film zweimal gesehen habe, muss ich konstatieren: dieser Film mag spannendes Hollywood-Kino sein, er ist jedoch leider nicht an der historischen Realität orientiert. Leider sind die wichtigen Entscheidungsprozesse des Kreml, die man aus dem Buch von Braunburger über die Kuba-Krise nachlesen kann, nicht dokumentiert. Meines Erachtens wird auch die Rolle des Kennedy-Beraters Kevin Costner völlig überzogen dargestellt. Diesen Berater hat es zwar gegeben, aber er spielte eine weit weniger entscheidende Rolle, als es der Film suggeriert. Außerdem fehlt - wenn ich den Film richtig bilanziere, die wichtige Tatsache, dass der UN-Botschafter Stevenson, der ja wichtiger Gegenspieler von Kennedy innerhalb der Demokratischen Partei gewesen ist, eine Verhandlungslösung mit Chruschtschow favorisiert hat. Im Ex-Comm, dem von Präsident Kennedy zusammengerufenen Entscheidungsgremium, gab es folglich nicht nur 2 Meinungen (Bombardierung Kubas oder Blockade), sondern ganze 3 Auffassungen. Stevenson vertrat die Meinung, man solle das Problem der Raketen durch direkte Verhandlungen mit der Sowjetunion und Chruschtschow beseitigen.All dies fehlt im Film, den ich daher nicht empfehlen kann. Man kann doch nicht historische Fakten einfach weglassen, um einem Schauspieler, hier Kevin Costner, eine wichtigere Rolle einzuräumen, als er sie in der Realität hatte - wie die vorhandenen deutschsprachigen Publikationen über die Krise, von Braunburger bis Beschloss: Power-Game belegen.
Daher kann ich mich leider den positiven Rezensionen nicht anschließen. Mir hat der Film daher nicht gefallen. Ein seriöser Film hätte die historische Wahrheit stärker beleuchten müssen und den Ablauf der Krise korrekter darstellen sollen.
hervorragender real-thriller fuer die einsame insel (24. Mai 2003)
mikrofone im bild sind mir bisher noch keine aufgefallen, mag sein dass da welche sind, aber darauf kommt es nun wirklich nicht ander film ist eine hervorragende aufbereitung der ereignisse, viele dialoge entsprechen nahezu originalgespraechen, es ist alles sehr authentisch rekonstruiert, und dabei findet man sich entgegen meinen ersten befuerchtungen in einer sehr spannende filmatmosphaere, es hat nicht ansatzweise den anschein einer dokumentation (und ist auch nicht so gefilmt)
die schauspielerischen leistungen sind allesamt gut, sicher bei manchen mehr bei manchen weniger gut, man wird richtig in den film hineingezogen
also keine zeit mehr auf mikrofone zu achten, ist alles viel zu spannend...
ton, bild schwanken zwischen akzeptabel (manche specials) bis sehr gut (film), das bonusmaterial ist ebenfalls ueberdurchschnittlich gut
einer der besten filme die ich gesehen habe, und wenn ich fuenf filme auf eine insel mitnehmen duerfte, dieser waere dabei, und er wird es sicher auch noch in ein paar jahren sein!
***** A MUST SEE ***** (5. Mai 2003)
This is an excellent and unfairly overlooked movie that should have at least generated Oscar nominations, if not Oscars, twelve months ago. Unfairly criticised for fictionally enhancing the White House role of presidential aide Kenneth O'Donnell and taking liberties with the facts, this is the kind of Costner bashing that its star and co-producer must be pretty familiar with by now.Centring around the Cuban missile crisis of October 1962, this is an excellent movie that gives many of us too young to remember an insight into the terrifying events that all so nearly led to WWIII and mutually assured nuclear destruction by the superpowers, of the world as we know it. Criticised for exaggerating the role of white house aid Kenny O'Donnell, you have to question whether or not their would have been the same fuss if it were not for the fact that the aforementioned white house aid was played by Kevin Costner. It always bemuses and frustrates me that the critics are very selective in their criticisms of movies and their historical inaccuracies. How come movies such as the cringeworthy Titanic and Braveheart can take such enormous liberties with the truth and win so many Oscars without barely a whisper of criticism and yet Denzel Washington can be deprived of an Oscar for 'Hurricane' because of an unsubstantiated whispering campaign about its historical accuracy? Wouldn't it be much preferable if we lived in a world without such petty jealousies and vendettas, where credit was given where credit was due? In Thirteen Days the character of Kenny O'Donnell is central to the telling of the story and that aside, the depiction of the historical events are beyond reproach.
Director Roger Donaldson should be congratulated (and should have been Oscar nominated) for successfully serving up a genuine edge of your seat historical political pot-boiler of a movie. Even though I know that we didn't go to war in 1962 and that it was all resolved amicably in the end (well, nearly), I was still riveted and anxious throughout the whole movie. I almost had my fingers crossed, praying that everything worked out, even though I knew it did. Now that's great film-making and quite an achievement to exact that effect. Kudos also for Bruce Greenwood and Steven Culp for their understated performances as JFK and Bobby and for Kevin Costner for avoiding the showy role (of JFK) and returning to form. Costner also deserves praise just for bringing this personal project of a movie and history lesson to our screens, as does David Self for the excellent screenplay. Thirteen Days is the type of thought-provoking and intense movie we could with seeing Hollywood make more often.
What is more, if you buy the Infinifilm edition, you can enjoy watching it again and again and (with infinifilm enabled) in the process learn more about the historically crucial thirteen days in October 1962 when the world stood still. Partly because of its historical significance but mainly because its an excellent and very intelligent movie, Thirteen Days is a must see!



