Verkaufsrang: 731 (DVD)
Actor: Omar Sharif
Actor: Geraldine Chaplin
Actor: Julie Christie
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Autor: Boris Pasternak
Binding: DVD
Brand: Warner Home
Director: David Lean
EAN: 7321921655715
Technische Details: FSK 16
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Warner Home Video - DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Warner Home Video - DVD
NumberOfItems: 2
Verlag: Warner Home Video - DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 22. November 2001
Spielzeit: 189
Studio: Warner Home Video - DVD
TheatricalReleaseDate: 22. Dezember 1965
von: Omar Sharif (Hauptdarsteller), Geraldine Chaplin (Hauptdarsteller), Maurice Jarre (Komponist)
Preis: EUR 6,47
Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit Doktor Schiwago konzentrierte Regisseur David Lean sein ganzes Können als Monumentalfilmer auf den überragenden Roman von Boris Pasternak über einen Arzt und Dichter im revolutionären Russland. Das Ergebnis mag zwar gelegentlich stark in Richtung Seifenoper ausscheren -- besonders bei den bildfüllenden Nahaufnahmen von Omar Sharif und Julie Christie -- aber das Talent des Regisseurs, die Leinwand mit Spektakulärem zu füllen, lässt sich nicht abstreiten. Die Straßen des alten Moskau, die verschneiten Steppen Russlands, das vom Eis in Besitz genommene Haus auf dem Lande -- sie sind allesamt mit Leans untrüglichem Sinn fürs Großartige nachgeschaffen worden. Der Film ist derart üppig ausgestattet und so lang, dass man am liebsten darin eintauchen würde, auch wenn die Logik gelegentlich darunter leidet -- wie bereits bei Vom Winde verweht davor und Titanic Jahrzehnte später.Sharif, der durch Leans vorherigen Film Lawrence von Arabien zum Star wurde, kommt meist edel daher, aber die Nebenfiguren sind ganz schön widerliche Zeitgenossen: Rod Steiger als politisch einflussreicher Geldsack, Tom Courtenay als selbstgerechter Revolutionär, sowie Klaus Kinski und Alec Guinness in kleineren Rollen. Geraldine Chaplin, in ihrem Debüt als erwachsene Schauspielerin, spielt die willfährige Frau des Doktors. Robert Bolts Drehbuch brachte dem Film einen seiner fünf Oscars ein, und ein weiterer ging an das wahrscheinlich am meisten wiedererkennbare Element von Doktor Schiwago: Maurice Jarres romantischer Soundtrack mit der immens populären Erkennungsmelodie "Lara's Theme", die sich immer wieder durch die Handlung schlängelt. --Robert Horton
Amazon.de DVD-Bewertung
Im edlen Schuber ist die DVD wirklich ein Schmuckstück für jede Sammlung. Das gilt auch für die Ausstattung, die mit Zusatzmaterial wahrlich nicht geizt. Zusätzlich zum Film enthält die erste DVD eine persönliche Einführung von Omar Sharif, der neben Sandra Lean, David Leans letzter Ehefrau, und Rod Steiger auch den Audiokommentar bestreitet. Die zweite DVD ist eine wahre Schatzgrube für Cineasten: Es gibt Original-Tonaufnahmen von der Filmpremiere, die durch Interviews ergänzt werden, sowie Film-Interviews mit Julie Christie und Omar Sharif am Tag vor der Premiere. Wahrhaft historische Dokumente!Am eindruckvollsten ist die Dokumentation "The Making of a Russian Epic", die sehr ausführlich von der Entstehungsgeschichte des Films und den Dreharbeiten berichtet. Endlich einmal ein Making Of, das diese Bezeichnung verdient und wirklich hervorragend ist. Abgerundet wird das Ganze durch weitere Featurettes, die sich mit verschiedenen Aspekten beschäftigen: David Leans Kameraarbeit sowie seine Bearbeitung der literarischen Vorlage, Boris Pasternak und sein Werk, Madrid als Drehort für Moskau. Außerdem enthält die Bonus-DVD Kurzporträts von Geraldine Chaplin, Julie Christie und Omar Sharif, Trailer und Informationen über die Auszeichnungen des Films. Als kleine Schmankerl kann man über die Mikros in den einzelnen Menüs weiteres Material abrufen und sich die Probeaufnahmen von Geraldine Chaplin ansehen. --Birgit Schwenger
Kundenrezensionen zu 'Doktor Schiwago (2DVDs)'
einer der größten der bisherigen Filmgeschichte - besser als die meisten Klischees, die über ihn existieren (16. November 2008)
Dieser Film ist mit Sicherheit einer der besten der bisherigen Filmgeschichte, kein Wunder von einem Regisseur, der z.B. auch den legendären Lawrence von Arabien drehte. Zugleich ist es eine gelungene Verfilmung der gleichnamigen Romans von Boris Pasternak, manche sagen sogar, besser als die "Vorlage" (ich will das nicht beurteilen, da ich so gut wie gar nicht Russisch kann, geschweige den Roman ganz (im Original) gelesen habe).Der Film hat historische, kultursoziologische, philosophische, psychologische und vieler andere Facetten.
Die Charaktere sind interessant, die Kulissen atemberaubend, die Musik zauberhaft und aussdrucksstark, die schauspielerische Leistungen großartig.
Der Film ist besser, als die meiste Werbung, die für ihn gemacht wird, bzw. gemacht worden ist (Trailer) und besser als die meisten Klischees, die über ihn existieren.
Ich habe viele Filme gesehen, von denen ich sagen würde, sie sind - soweit solche Vergleiche überhaupt sinnvoll sind - ähnlich gut, aber noch keinen einzigen, von dem ich sagen könnte, er sei eindeutig besser.
Wer den Schluss übrigens als "Beschönigung des damaligen Stalinismus" deutet, überspannt damit meies Erachtens den Bogen der Angemessenheit,
da diese Szenen stimmig in die Handlung integriert sind und nicht mit dem Anspruch auftreten, eine allgemeine Aussage über alle Facetten der damaligen Sowjetunion treffen zu wollen. Zudem passt diese Deutung schlecht zu den vielen offenkundig kritischen Tönen bzgl. den Revolutionen (ab 1905), Kriegen/Bürgerkriegen etc. mit so manchen Fragwürdigkeiten (konkret auch dem Charakter des Intellektuellen, der zum Revolutionsgeneral wird (vgl. historische Entsprechungen Lenin, Trotzki u.a.), bemerkenswert kritisch, aber sicher sehr authentisch dargestellte vorrevolutionäre Zarenzeit (einige Szenen, z.B. wie hungernde, frierende, unbewaffnete Demonstrierende niedergeschossen und niedergesäbelt werden, sind beinahe Verfilmungen von Tagebuchaufzeichnungen von damaligen Zeitzeugen, z.B. von Maxim Gorki - und vieles vieles andere historische 'Kolorit' wäre zu erwähnen, neben den oben schon erwähnten psychologischen und anderen Aspekten).
Der am Ende im Fluss zu sehende Regenbogen ist eher als ein Symbol der Hoffnung (auch des Friedens - zu denken an die Bürgerkriege am Anfang des Films) zu deuten, und zwar - wie ich David Lean verstehe - als ein unsiverselles, allgmein bezogen auf die Zukunft der ganzen Menschheit.
Unterhaltung vom Feinsten ! (7. November 2008)
Auch diesen Monumentalfilm Mitte der 60er hab ich mehrfach im Kino gesehen und war jedesmal tief beeindruckt wenn ich das Kino verließ.Im Fernsehen kommen diese Art Filme gar nicht richtig zur Geltung!
Das wird jetzt mit den Großbild-Fernsehern deutlich besser! Ist aber immer noch ein sehr teures Vergnügen sich einen sehr großen anzuschaffen!
Es gibt eben meiner Meinung nach Filme, die wirken auf einer großen Fläche deutlich besser!
Dieser Film ist ein absoluter Hollywood-Klassiker - einer der BESTEN!
Die Hoffnung stirbt zuletzt. (5. November 2008)
Anfang der 70er Jahre sah ich diesen Film als so genannter Teenanger gemeinsam mit Freundinnen im Kino. Ich war damals sehr berührt von der Filmhandlung, von der Musik und von den Bildern . Sofort verliebte ich mich in Dr. Schiwago, nicht zuletzt wegen seiner vielen guten Eigenschaften. Jahre später erst las ich das hervorragende Buch des Nobelpreisträgers Boris Pasternak.
Ich weigere mich allerdings einen Vergleich zwischen Buch und Film anzustellen. So weit nur: der Film ist großartig, auch wenn er nicht alle intellektuellen Facetten des Romans berücksichtigt.
Mittlerweile habe ich das Epos einige Male im Fernsehen und gestern auf DVD angesehen. Noch immer bin ich bewegt von der Filmhandlung und stimme Leander Hausmann zu, der in seiner Filmbeschreibung resümiert: - " Dr. Schiwago " ist ein großer Film. Ob er nun gefällt oder nicht. Denn er ist keine Geschmackssache.-
Gezeigt wird die Vita des russischen Arztes und Lyrikers Dr. Schiwago ( Omar Sharif) , der vor dem Hintergrund der Oktoberevolution seine Lebenserfahrungen sammelt, die Abgründe der Menschen kennen lernt und nicht zuletzt aufgrund besagter Untiefen in große Schwierigkeiten gerät. Schiwago verliert bei der Bewältigung seiner Lebensprobleme seinen feinen Charakter nicht!
Schiwago steht zwischen zwei Frauen, die er beide liebt, die nachvollziehbar beide gleich liebenswert sind und die ihn dazu noch beide intensiv lieben . Dass diese Gegebenheiten sein Herz nahezu zu zerreissen drohen, ist nur verständlich. Man leidet mit ihm.
Omar Sharif spielt die Rolle dieses russischen Arztes überzeugend . Die beiden weiblichen Hauptdarstellerinnen Julie Christi und Geraldine Chaplin verkörpern ihre Rollen gleichfalls vortrefflich.
Die bildschöne Lara (Julie Christie) ist die Frau , die möglicherweise dem Lyriker Schiwago näher steht, aber im Herzen dieses Mannes wohnen unzweifelhaft beide Frauen. Kein leichtes Los!
Schließlich entscheidet das Schicksal über den Verlauf der jeweiligen Beziehungen... Fest steht: die beiden Frauen betrachten sich nicht als Konkurrentinnen, sie halten beide viel voneinander und begegnen sich mit großer Wertschätzung.
Der Film wartet mit sehr gegensätzlichen Bildern vom Vorabend der Oktoberrevolution auf, er präsentiert Schlachten und Stadtbilder, zeigt den Wechsel der Jahrzeiten und weist auf die immerwährende Veränderung der Natur und der menschliche Schicksale hin.
Beeindruckende Rollen spielen übrigens Alec Guinness und Rod Steiger, die beiden Realisten des Films.
Mich fasziniert die menschliche Größe Schiwagos und der zwei Frauen.
Sie ist der Hauptgrund, weshalb ich mir diesen Film von Zeit zu Zeit immer wieder ansehe. Hier wird wirklich bedingungslos geliebt, fernab von kleinkrämerischem Egoismus, fernab von kitschiger Sentimentalität!
Dokumentationen zur Oktoberrevolution werden anderweitig besser dargeboten, darum geht es aber nicht. Hier geht es um ganz große Gefühle , nicht solche , die zu Krokodilstränen rühren, sondern solche, die das eigene Herz weiten.
Immer noch empfehlenswert!
Meisterhafter (31. August 2008)
Epos über die Zeit vor und nach Novemberrevolution in Russland. Omar Sharif spielt der feinsinnigen und sensiblen Arzt und Schriftsteller Dr. Schiwago und seine unsterbliche Liebe zu Lara.Erzählt wird der Film von Schiwagos Halbbruder Jewgraf, der obwohl treuer Kommunist starke sympathien für seinen träumerischen Bruder hat.
Ein viel zu sensibler Mann wird in einer Zeit voller Umbrüche zu Grunde gerichtet und verliert alles. Der Film ist ein absolut bewegendes Drama und sollte wirklich gesehen werden.
Die Umsetzung auf DVD ist auch gelungen.
