Aus der Amazon.de-Redaktion
26 Mal Pink Floyd bietet der Doppel-CD-Sampler Echoes -- The Best Of Pink Floyd, so bunt durcheinander gewürfelt, als hätte Harry Potter den Zauberstab über dem Pink Floydschen Gesamtwerk geschwungen. Bei aller Freude über diese Compilation einer Band, die nach dem Ausscheiden von Roger Waters zumindest immer gutes Mittelmaß und handwerklich Perfektes abgeliefert hat, beschleicht einen der Verdacht, dass die teils verkrachten Bandmitglieder bei dieser Zusammenstellung allesamt durch Abwesenheit glänzten. Wie sonst kann es angehen, dass die ersten beiden Singles "Arnold Layne" und "See Emily Play" chronologisch seitenverkehrt auf Seite eins und Seite zwei der CD erscheinen, die Jahrzehnte wild aufeinanderfolgen?So macht der Pink-Floyd-Fan im wahrsten Sinne des Wortes eine Vor- und Rückwärtsreise, dem Neueinsteiger wird hingegen die stilistische Einordnung über vier Dekaden praktisch unmöglich. Denn die verspielt psychedelischen Kinderreime des Gründungsmitglieds Syd Barrett haben mit den düsteren, experimentierfreudigen und hymnischen Psycho-Trips von Roger Waters auf "Wish You Were Here" oder "Another Brick In The Wall" so wenig Gemeinsamkeiten wie die späteren flächendeckenden Space-Open mit Mainstream-Charakter à la "High Hopes". Sorgfältig hingegen ist das Booklet mit allen Songtexten und Besetzungslisten.
Wer sich auf den Zickzackkurs einlässt, entdeckt mit "When The Tigers Broke Free" ein bislang unveröffentlichtes Stück aus der The Wall-Verfilmung -- ein atmosphärisches, verzweifeltes Chor-Gebet zu den Posaunen von Jericho. Sozusagen ein Echo von Waters. --Ingeborg Schober
Kundenrezensionen zu 'Echoes - The Best Of Pink Floyd'
pink floyd - "echoes" oder eher: "milestones"... (20. November 2008)
... hätte man dieses cd-set betiteln sollen, denn auf diesen 2 silberlingen befindet sich, wenn auch nicht, logisch!, das "oevre", so doch mindestens ein passabler "überblick" bzw. eine "werk-schau" (wie man es manchmal in klassik-fachzeitschriften liest) der floydschen kunst...schon der "opener" ("astronomy domine") reisst einen aus dem hocker.. "neulinge", jenen-welchen "pink floyd" noch-nicht so geläufig ist, mögen sich am kopp kratzen, und fragen: "was, das ist auch von pink floyd?" - und ganz-ähnlich verhält es sich mit "echoes" an sich..
man kann sich jetzt, nachdem man sich dieses doppel-cd-set ins haus geholt, und die cd in den player gefriemelt hat, überlegen und sagen, okay, jetzt hab ich mal ein bißchen "reingeschnuppert" in "pink floyd", aber ich denke, diese "echoes" ist so gewaltig, so vielschichtig, da mag man sich anfangs denken, als "neuling", soviel "floyd" solls vorerst mal gewesen sein, aber man wird sich dabei ertappen, daß man flugs ins nächste cd-regal marschiert, und nachsieht, na, was haben die mannen von "pink floyd" denn sonst noch an guten und schönem so geschaffen?
und man wird erkennen, einmal angefangen, "angefixt", kommt man erst vom "floydschen fieber" wieder runter, wenn man auch "the wall", "obscured by clouds", "wish you were here" und (natürlich!) "final cut" sein eigen nennen darf.. aber bis es einmal so-weit ist, und man sich an dutzenden genialer pink-floyd-preciosen erfreuen darf, sollte doch "echoes" bis auf weiteres genügen.. wie-gesagt, es ist nur ein kleiner "einblick" ins faszinierende, bedrückende, melancholisch-wabernde pink-floyd-universum..
Ziemlich zerpflückt (14. November 2008)
Die besten Studio-Songs von Pink Floyd auf einer Doppel-CD zu veröffentlichen, ist eine Überlegung wert. In diesem Falle hat es aber leider bei der Umsetzung gehapert, und das betrifft die Songauswahl und die Programmierung der Songs. Entweder waren die vier Floyds nicht beteiligt oder aber nur am Rande interessiert.Zur Songauswahl: Jugband Blues soll doch wohl ein Witz sein - oder jemand meinte, aus Mitleid Syd Barretts Tantiemenanteil aufstocken zu müssen (was nicht wirklich nötig war). Marooned, schon auf "The Divison Bell" nur eine sphärische Überleitung, ein Albumfüller, um mehr als die Hälfte zu kürzen und hier noch dazwischen zu quetschen... zum Haareraufen. Vor Comfortably numb wurde aus unerfindlichen Gründen noch die Ausblende von Bring the Boys back home gepappt. The Fletcher Memorial Home kann Roger Waters nur unter Drohungen durchgesetzt haben. Wenn schon, dann hätte von "The final Cut" die fetzige Single Not now John hier drauf gemusst! When the Tigers broke free ist ein nach mehrmaligem Hören sehr ergreifender Song aus dem "The Wall"-Film; ich hätte aber auch noch warten können, bis er dann 2004 offiziell auf dem Remaster von "The final Cut" untergebracht wurde.
Mir fehlen Julia Dream und Careful with that Axe, Eugene. Die Alben "More" (okay), "Ummagumma" (logo), "Atom Heart Mother" (nachvollziehbar) und "Obscured by Clouds" (unverzeihlich) wurden völlig übergangen: es fehlen Free four oder Wot's...uh the Deal. Von "Dark Side of the Moon" hätten Brain Damage und Eclipse das Album schön abgerundet. Von "Animals" hätte mir Dogs am besten gefallen, aber aus Platzgründen muss halt irgendwo Schluss sein. Mother (aus "The Wall) war eigentlich unerlässlich. Von "A momentary Lapse of Reason" fehlt On the Turning Way. Im Übrigen geht die Songauswahl aber wirklich in Ordnung.
Oft wird bemängelt, die Songs auf "Echoes" seien aus dem Kontext gerissen - ja, was denn sonst, das liegt ja wohl in der Natur der Sache. Das Hauptproblem liegt eher in der Programmierung: hier wurde auf Biegen und Brechen versucht, die Songs nur ja nicht in eine sinnige Reihenfolge zu bringen. Dabei hätte z.B. eine chronologische Sortierung eine angenehme Homogenität ergeben - eben das, was gute Floyd-Alben immer schon ausmachte. Diese wilde Springerei ist bestenfalls ganz witzig (z.B. von High Hopes ('94) auf Bike ('67)) - aber wozu??
Die Schwierigkeit, die sich daraus ergab, war, dass man, um den Fluss klassischer Floyd-Alben zu spiegeln, jetzt an den unmöglichsten Stellen Übergänge bauen oder Lieder ineinander überblenden musste. Hier wurde viel halbherzige Bastelei betrieben. Dass die meisten Songs dadurch - schon aus Platzgründen - in gekürzten Versionen auftauchen, ist zu verschmerzen. Immerhin sind die Schnitte, die den Titelsong von 23:30 auf 16:29 runterkürzen, wirklich genial gesetzt. Der neue Edit, der Shine on you crazy Diamond Part 1 & 2 (mit Kürzungen in Part 2) zu einer neuen Version macht, ist immerhin auch noch interessant. (Schon für "A Collection of Great Dance Songs" wurde 1981 an dem Song herumgeschnippelt.) Witzig ist, dass Bike nur hier mit einer Fahrradklingel anfängt - und (wie schon weiland "Relics") das Album beendet!
Drei Gründe sprechen trotz allem für "Echoes": 1. die unbestrittene Qualität der Musik, 2. das wirklich geniale Cover- und Bookletdesign mit allen Songtexten und Besetzungsangaben, und 3. das Mastering: bis 2001 hatte noch keine Floyd-CD so schön transparent und weich, so vinyl-nah geklungen wie hier.
Für Einsteiger ist "Echoes" eine gelungene Zusammenstellung zum Kennen lernen, und Kenner können sich von der zugegeben unorthodoxen Songabfolge zumindest überraschen lassen - was mir meistens gelingt...!
Das soll ein "Best of " sein????? (1. Juni 2008)
Guter Witz, was uns hier als Pink Floyd "BEST OF" angepriesen wird.Echte Floyd Fans werden wohl nicht mehr aufhören zu Lachen.
Wenn das ein "Best of " sein soll, was machen dann solche schwachen Songs wie Keep Talking, Marooned,Jugband Blues, Bike,Sorrow darauf???
Andererseits fehlen Kracher wie Atom Heart Mother,Welcome to the Machine, Have a Cigar, Pigs,Dogs, Careful with that Axe Eugene,Brain Damage etc.etc.
Die Krönung ist dann noch das die beiden Meisterwerke "Shine on you crazy Diamond" und "Echoes" in gekürzten Fassungen reingepappt wurden.
Dann versuchte man noch die Songs, die aus verschiedenen Schaffensperioden der Band stammen , miteinander zu verschmelzen um den Eindruck eines Konzeptalbums zu erwirken. Lächerlich.
Die Scheiben ist wirklich nur für Floyd Fans zu empfehlen die alles haben müssen. Neulingen empfehle ich lieber "Wish You were here" oder "Dark Side of The Moon.
Gut für Einsteiger - Grauenhaft für Fans (7. April 2008)
Dieses BestOf-Album zu bewerten fällt mir schwer. Ich persönlich wurde überhaupt erst durch "Echoes" auf Pink Floyd aufmerksam, und da es einen recht gelungenen Querschnitt durch das Werk der Band bietet, blieb ich hängen, interessierte mich immer mehr, hörte in weitere Alben hinein und glaube mich mittlerweile als großen Fan bezeichnen zu dürfen. Insofern hat das Album bei mir einen Stein im Brett. Man muss allerdings sagen, dass sehr viele Songs schlichtweg verhunzt wurden. "Shine on you crazy diamond" ist (man mag es ob der immer noch stattlichen Länge von 17:32 min kaum glauben) kräftig gekürzt, genauso wie mein Lieblingssong "Echoes". Und das sind nur wenige Beispiele. Dazu kommt, dass eigentlich zusammengehörige Songs, z.B. vom selben Album, auseinandergerissen und unsystematisch angeordnet wurden (ich hätte mir zumindest eine chronologische Reihenfolge gewünscht).Fazit: Wer bisher nicht viel mit Pink Floyd zu tun hatte, dem bietet "Echoes" einen gelungenen Einstieg. Wer bereits Fan ist, kann getrost auf den Kauf verzichten.
(un-)Comfortably Numb!! (27. September 2007)
Von King Crimson gibt es (gab es) eine Collection "A young persons guide to King Crimson". Ich weiß nicht, ob die Collection damals diesem Anspruch gerecht geworden ist, aber in diesem Still hätte ich mir eine Pink Floyd Best off VIELLEICHT (!!!!) vorstellen können, aber sooooo ??? Wer soll den die Zielgruppe für eine Best of von Pink Floyd sein? Doch höchstens eine "jüngere" Generation, die zu jung ist, um Pink Floyd von ihren Eltern zu kennen und zu alt, um mit dem Namen mit Pink Floyd mehr als leichtes "da war doch noch was" zu verbinden.Mit anderen Worten, sinnvoll wäre eine Art Pink Floyd Greatest Hits for Beginners. Alle anderen haben sowieso das eine oder andere Pink Floyd ALbum zu Hause und da die Platten sich im Zeitalter der CD nicht mehr "abnudeln", gibt es auch keinen Grund, ausgewählte Stücke neu zu kaufen.
Aber was gibt es hier? Pink Floyd mit dem Holzhammer. Ausgewählt vermutlich nach den Playlists amerikanischer "Classic Rock" Radio Stations und bunt zusammengewürfelt ... OUCH!
Über die Auswahl der Stücke läßt sich streiten, sie ist aber so schlecht nicht (abgesehen davon, das Greatest Hits zumindest für Pink Floyd bis Animals Schwachsinn ist). Aber die Reihenfolge. Wenn man wenigstens à la Rod Stewart eine "slow" side und eine "fast" side gemacht hätte, in diesem fall natürlich eher long bzw short ... aber soo ... NEE.
Selbst fürs Auto nicht zu gebrauchen!
Daher ein Stern für die Zusammenstellung. Die Musik soll hier nicht bewertet werden, Leute kauft die "echten" Alben. Und wenn die zu stark sind, dann seid ihr zu schwach !
;-)






