Aus der Amazon.de-Redaktion
Vielleicht muss man einfach Otto-Fan sein. Ich gebe zu, dass ich das früher durchaus war, ich besaß das Otto-Buch, habe den Otto-Film gesehen und ihn bei jeder unpassenden Gelegenheit rezitiert -- nur heute kann ich nicht mehr viel mit dem ostfriesischen Blödelbarden anfangen. Und das, obwohl Otto nun sogar die seriöse Richtung eingeschlagen hat: Er spricht den Erzähler-Part in Prokofjews musikalischem Märchen
Peter und der Wolf. Und außer einer leidlich lustigen Einleitung, bei der Otto ein wenig über den Komponisten und seinen musikalischen Lebensweg erzählt (dabei einen großen Spaß am "Ausspucken" von russischen Namen hat), sowie einer Kurzfassung des Stückes in ostfriesischer Sprache, gibt er sich eigentlich recht normal. Nur ist mir allein seine Stimme zu viel: Sie passt einfach nicht recht zu diesem Stück. So putzig und streckenweise witzig es auch daherkommt --
Peter und der Wolf ist keine Comedy. Und diese Sparte verbinde ich immer noch mit Otto, erwarte jeden Moment, dass er in sein merkwürdiges Lachen ausbricht oder sonstige Geräusche fabriziert. Für meinen Geschmack würde sich hier eine leisere und prägnantere Stimme besser einfügen. Sorry, Otto.
--Anja Buchmann