Verkaufsrang: 20602 (DVD)
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Binding: DVD
Director: Ruth Käch
EAN: 5450270006267
Format: Dolby
Format: DTS
Format: PAL
Label: TDK
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: TDK
Anzahl Medien: 1
Verlag: TDK
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 7. November 2001
Spielzeit: 100
Studio: TDK
TheatricalReleaseDate: 1999
Preis: EUR 29,44
Product Description
Oper von Engelbert Humperdinck im Opernhaus Zürich nach dem Märchen der Gebrüder Grimm Inszenierung Frank Corsaro.Kundenrezensionen zu 'Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel'
Ich muss andreas Czerney recht geben... (30. Juli 2006)
Dieser Rezensent hat bereits alles gesagt, was wichtig ist, und ich kann sie nur ergänzen durch ein paar Details. Zuerst mal muss ich, wenn jemand diese Oper noch nie gesehen hat (weder live noch auf der anderen Fassbaender Dvd) unbedingt vom Kauf abraten, weil man sonst ein falsches Bild von dieser Oper bekommt, denn diese Inszenierung ist sowas von daneben! Auch sollte man sie auf Schallplatte oder Cd (wie eigentlich jede Oper) schon ein paarmal gehört haben, damit man mehr von einer solchen DVD hat, wenn man sie zum ersten mal sieht.Diese Dvd lohnt sich!
Aber nur wegen Hänsel und Gretel selber, die beiden Sängerinnen spielen wirklich 1A und sehr glaubwürdig.
Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass die gesamte Inszenierung totaler Mist von vorn bis hinten ist. SÄMTLICHE Anweisungen von Adelheid Wette, der Schwester Humperdincks, die das Libretto schrieb, werden ignoriert.
Zum Beispiel die durchinszenierte Ouvertüre. Die Hütte des Besenbinders sieht überhaupt nicht so aus wie vorgeschrieben. Hänsel und Gretel sind nicht allein, Gretel strickt keine Strümpfe etc.
Das ganze geht dann bis zur Hexe. Wenn selbige ihren Hexenritt singt, dann soll sie ums Haus fliegen. Was passiert hier? Richtig, genau das nicht! Hier setzt sie sich auf einen Servierwagen, der von zwei Katzen mit Kochhauben geschoben wird!! Wenn das der Humperdinck gesehen hätte! Und noch schlimmer! Hänsel sollte eigentlich in einen Stall gesperrt werden, so nicht hier: Hier wird er verzaubert, so dass er wie ein Hund auf allen vieren herumläuft. Was soll das? Will man mit solchen Aktionen die Oper für kleine Kinder attraktiv machen? Wie gesagt, die gesamte Inszenierung hält sich so ziemlich überhaupt nicht an die vorgeschriebenen Hinweise von Humperdincks Schwester.
Jedoch gibt es zwei Ausnahmen, die ich auch nennen möchte: Die Szenen im wald, wo ausnahmsweise mal KEINE 20 Kinder herumlaufen, und die sich sehr genau an die Vorgaben halten, und der Abendsegen. Hier hatte der Regisseur einen tollen Einfall: Im gesamten Mitschnitt werden immer wieder (bei Duetten zum Beispiel) Schnitte, Kameraschwenks, Kamerabewegungen etc. gemacht, doch beim Abendsegen bleibt die Kamera, völlig bewegungslos. Es gibt keine Schnitte, auf die viel zu bunte Kulisse beispielsweise, keine Schwenks, die Kamera bewegt sich überhaupt nicht, und gezoomt wird auch nicht. Sie bleibt einfach die ca. 3 Minuten voll drauf auf den beiden Hauptdarstellerinnen, was einen tollen Konstrast zur restlichen, lobenswerten Kameraarbeit bildet und diesem Stück die nötige Intimität und Wärme verleiht.
Doch danch kommt etwas, was mich am allermeisten geärgert hat an dieser Inszenierung. Anstatt dass Hänsel und Gretel während der gesamten Pantomime liegenbleiben, und die 14 Engel auf einer Treppe herniedersteigen, sich um die beiden stellen und (Zitat Wette)"...zu einem malerischen Schlußbild ordnen" bis die Pantomime vorbei ist, kommen hier auf einmal wieder die Kinder herein, legen sich zu dem inzwischen wieder aufgestandenen Geschwisterpaar dazu, dann kommen die vierzehn Engel NICHT von der besagten Treppe herab und tragen eines der Kinder, das gestorben sein soll, weil es sich nicht mehr rührt, hinaus!!! Das ist nicht rührend oder so, das ist peinlich und nicht so vorgeschrieben. Hänsel und Gretel müssen im Freien übernachten, die Engel kommen und passen auf die beiden auf, und mit diesem Hintergedanken hat Humperdinck dann auch seine Pantomime komponiert. Sonst ist im Wald keiner. Und da stirbt auch keiner! Weil 2 Kinder allein im Wald Beerensuch gehen, stirbt auf einmal jemand. Egal.
Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich es schade finde, dass es von so vielen (auch von nicht soo bekannten Opern wie Tannhäuser oder den Freischütz z.b. lauter Dvds erschienen sind, es von dieser Oper gerade mal 2 Stück gibt, wovon eine (nämlich diese hier) total vermurkst ist. Doch nicht nur dieser Oper geht es so. Es gibt Don Giovanni Aufführungen, die zum Teil an einem modernen Flughafen spielen, mit Sängerinnen, die wie Stewardessen gekleidet sind etc. Schade das. Die Technik ist allerdings nicht schlecht: hier gibt es deutsche Untertitel, die den gesamten Text einblenden, sodass man keine probleme haben wird, selbigen zu verstehen. Auch gibt es hier dts Sound, ebenfalls positiv zu verzeichnen. Und toll auch, dass das Bild in 16/9 anschauen kann, besonders die Projektorbesitzer wird es freuen!
Fragwürdige Inszenierung - fragwürdige Stimmen (1. Februar 2006)
Tja - da hat man so viel Positives über diese Produktion gelesen und sie sich auch gekauft.Leider haben mich von Anfang an die vielen Kinder gestört, die auf der Bühne zu sehen waren - nicht, dass ich etwas gegen Kinder hätte, aber dramaturgisch sind sie für mich ebensowenig begründbar, wie so vieles Andere in dieser Produktion. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob die Musik Humperdincks denn so schwach ist, dass man die Overtüre unbedingt durchinszenieren muß. Mich haben die Aktionen auf der Bühne eher von der Musik abgelenkt - wie schön ist da doch ein geschlossener Vorhang, bei dem man sich einfach in das Stück fallen lassen kann!
Liliana Nikiteanu und Malin Hartelius bilden wirklich das einzige Paar, wegen denen sich die Oper anzusehen lohnt. Schöne, ausdrucksvolle Stimmen, leichte Beweglichkeit, gute und überzeugende Bühnenpräsenz. Die mimischen und gestischen Feinheiten bestechen bei beiden.
Der anfänglich positive Eindruck, den Alfred Muff erweckt, wird im Verlauf seiner Partie völlig zunichte gemacht. Mehr und mehr verliert er seinen Stimmsitz, wirkt stimmlich überfordert und forciert am Ende des ersten Aktes dermaßen, dass es nicht mehr anzuhören ist - dramaturgisch wohl kaum begründbar, ich halte es eher für einen Mangel an Kraft und Kondition.
Gabriele Lechner hat für die Mutter aus meiner Sicht eine zu schwere Stimme. Ihr dramatischer Mezzo-Sopran wirkt im Vergleich zu den übrigen Sängern zu wuchtig. Die Idee, sie als 'weitere Hexe' darzustellen wird durch die Besetzung der Hexe mit Volker Vogel nicht unbedingt plausibel. Selbst, wenn man eine gewisse Ironie in der Figur zugrundelegt, passen Text und szenische Umsetzung der Figur nicht übereinander - heraus kommt eine totale Fehlinterpretation der Figur.
Volker Vogel als Hexe spielt interessant und singt ebenso. Leider höre ich immer den Tenor-Mann in einer Rock-Rolle - Geschmackssache.
Franz Welser-Möst gefällt mir gut und überhaupt nicht. Seine musikalische Leitung zeigt einen transparenten Orchestersatz, der weitestgehend mit den Sängern konform zu sein scheint. Ich habe bei ihm Phrasen gehört, die mir bisher entgangen waren. Leider überzieht er die Tempi meistens maßlos - 120 Viertel sind nicht mehr 'wuchtig' (Hexenritt, Anfang 2. Akt), dadurch klingt nahezu die gesamte Oper gehetzt und verliert ihre Romantik ebenso, wie Bühnenbild und Regieführung von Frank Corsaro. Verstärkt im 2. Akt, aber auch in der Overtüre (warum eigentlich?) wechselt das Bühnenbild ständig durch auf- und abfahrende Prospekte und Hänger. Auch wenn man nicht ständig die Totale sieht, so wirkt diese 'Zauberwald-Imitation' völlig nervös und überflüssig. Erschwerend kommt hinzu, das - abgesehen von Stube (1. Akt) und Hexenhaus (3. Akt) die meisten Prospekte eine ausgesprochen comic-hafte Gestaltung aufweisen, was natürlich dem romantischen Grundgedanken Humperdincks keineswegs zugute kommt. Leider werden auch kompositorische Elemente, die entweder eindeutig sind oder direkt als Regieanweisungen in der Partitur stehen, nicht umgesetzt. Die absteigenden Linien im Orchester nach dem Auftritt des Sandmännchens werden von Humperdinck mit der Anweisung an das Sandmännchen 'versinkt' kommentiert; der Höhepunkt in der Engelspantomime (zweimal im eintaktigen Abstand ein Forte-Ausbruch des Orchesters, leider ohne die von Humperdinck vorgeschriebenen Becken gespielt) als Auftritt der Schutzengel sind Beispiele dafür.
Die bereits anderweitig erwähnte Darstellung des 'gestorbenen Kindes' ist vielleicht gut gemeint, entbehrt aber jeder Grundlage und wirkt dadurch aufgesetzt. Dieses Phänomen, das Aktionen inszeniert werden, die durch ihren nicht erkennbaren Zusammenhang zu Füllobjekten degradiert werden, tritt leider allzu häufig auf, obgleich es auch wirklich packende Einfälle gibt. Einer davon ist die Szene, in der der Vater mit einer Laterne vergeblich die Kinder sucht, denen im nächsten Moment klar wird, dass sie sich verlaufen haben. Dieses so-knapp-verfehlen beinhaltet eine Trakik, die wirklich anrührt.
Ich kann mir Vorstellen, das etliche dieser Kritikpunkte damit zusammenhängen, dass die Oper expliziet für Kinder inszeniert wurde. Aber wenn man sich vor Augen hält, das Kinder auditiv sehr intensiv und phantasievoll wahrnehmen können - sofern man sie läßt -, dann lassen sich etliche Spezialeffekte auf das nötigste Beschränken. In Zeiten der allgemeinen Geldknappheit an den Theatern vielleicht eine Idee...
KInderoper - quicklebendig und spannend (28. Dezember 2005)
Schön, dass es in unserer Comedy-verseuchten Zeit auch noch ernstzunehmende qualitätsvolle Unterhaltung gibt.Die DVD sagt leider nicht, dass die Originalsprache Deutsch ist. Man könne Englisch vermuten. Die Untertitel sind trotzdem auch für Deutschsprachige Hörer nützlich, weil besonders Kinder mit der Artikulation der Opernsänger Probleme haben könnten.
Die Inszenierung selbst - quicklebendig, überzeugend bis zum letzten Takt und mit hübschen Einfällen. Gott sei Dank verzichtet der Regissieur auf moderne Experimente.
Die Szenen sind plausibel, spannend und grundfröhlich gespielt, gesungen, inszeniert.
Einzig der Preis könnte manchen abschrecken, der dann doch wieder zum fast-food von Hollywood & Co. greift.
Einfach nur traumhaft! (24. Februar 2005)
Jeder Cent für diese DVD war sehr gut angelegt. Eine traumhafte Inszenierung mit liebevoll gestaltetem Bühnenbild und fantastischen Sängerinnnen und Sängern sowie Musikern. Schön fand ich es außerdem, dass auch Szenen im Publikum und im Orchestergraben gedreht wurden. So hat man das Gefühl, Teil der Aufführung zu sein. Schade eigentlich, dass man so aufwändig gestaltete Opern nur selten findet. Das Auge will schließlich auch umschmeichelt werden...Himmlisch (19. Januar 2005)
Zu meiner Person: Bin Mutter von zwei Kindern und kann nicht behaupten ein Opernfan zu sein, höre sonst auch keine klassische Musik, etc. ABER :Ich habe diese Oper vor 20 Jahren im Kasseler Staatstheater gesehen(habe mich überreden lassen)und fand sie traumhaft, im Dezember 04 im Kasseler Kuppeltheater und war maßlos enttäuscht, da es eine total moderne Inszenierung war (die Hexe im roten Frack, die in einen Sarg sprang..)und dann auch noch kein Wort verstanden,alle anwesenden Kinder fanden es blöd. Sie haben sich das so vorgestellt, wie es auf dieser DVD gezeigt wird.( Die habe ich mir übrigens erst gekauft, nachdem ich die vorherigen beiden Rezesionen gelesen hatte .)
Der Text ist supergut zu verstehen,das ist mir sehr wichtig und Hänsel und Gretel spielen ihre Rollen hervorragend echt, man kann sich so richtig hereinfühlen !!
Die Hexe ist die Krönung,selten hat mich eine Figur so gefesselt, drumherum die Kinder, allesamt in ärmlichen Anziehsachen und dann: Märchenhaft gruselig und doch so anziehend das Knusperhäuschen. Ein gelungenes Werk in super Qualität, die Kameraführung absolut gelungen !!
Meine Kinder (5 und 8 ) haben sich in diese DVD verliebt,ich kann sie nur wärmstens empfehlen, wenn man Kinder an Theater und Musik heranführen möchte und einfach nur so , ein himmlisches Vergnügen.....Leider gab es zwar keine Himmelstreppe,wie ich es vor 20 Jahren gesehen habe, aber die Szene mit dem kleinen Mädchen , das vom Engel herausgetragen wird treibt einem die Tränen in die Augen, somit ein winziges Detail mit viel Liebe erdacht.




