Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Mumie
Wenn Sie eine in Bandagen gewickelte, herumtorkelnde Mumie vom Typus eines Boris-Karloff-Bösewichts zu sehen erwarten, haben Sie die falsche Kassette in den Videorekorder geschoben! Wenn Sie jedoch tolle Effekte, einen coolen Helden und einige wirklich gute Gags sehen möchten, wird Ihnen die 1999er-Version des Klassikers Die Mumie verdammt gut gefallen. Die Kritiken nannten den Film billig, wertlos und blass. Doch diese Bewertung ist ungerecht. Mag die Inszenierung manchmal ein wenig dazu neigen, die eigentliche Geschichte aus den Augen zu verlieren und mögen die Schauspieler manchmal Gefahr laufen, Klischees darzustellen -- wen interessiert das, wenn der Film eine einzige Achterbahnfahrt ist, die die zwei Stunden Spielzeit wie im Flug vergehen lassen?
Die Prämisse des Filmes ist der des Originals nicht unähnlich. Die Ägyptologin Evelyn (Rachel Weisz) entdeckt eine Karte der verlorenen Stadt Hamunaptra. Um nach Hamunaptra zu kommen, engagiert sie den kleinen Ganoven Rock O'Connel (Brendan Fraser), der von sich behauptet, schon einmal in der Stadt gewesen zu sein. Er lügt nicht und er führt Evelyn tatsächlich nach Hamunaptra. Dort kommt es jedoch zu einem kleinen Unfall und ohne es zu wollen, öffnet Evelyn das Grab des Imhotep (Arnold Vosloo), einem Mann, der vor 3000 Jahren bei lebendigem Leib eingemauert wurde, da er die Frau des Pharaos geliebt hat. Als reichte diese Bestrafung nicht aus, hat man ihm noch eine Armee von fleischfressenden Käfern unter die Haut gesteckt, die durch diesen Vorfall ebenso zu neuem Leben erweckt werden wie Imhotep selbst. Einmal wiederbelebt, begibt sich Imhotep daran, seine einzig wahre Liebe zu neuem Leben zu erwecken, wofür er unter anderem ein Menschenopfer benötigt.
Trotz der nicht gerade unblutigen Prämisse hält sich der Film in Sachen Gewalt sehr zurück. Die Mumie bezieht ihre Magie vielmehr aus den unglaublichen Spezialeffekten, zu denen im Besonderen der zum Leben wiedererweckte Imhotep gehört, der sich erst im Laufe des Filmes in seine alte, menschliche Gestalt zurückverwandelt und vorher stets ein wenig "unfertig" wirkt. Doch Vorsicht, auch wenn es sich nicht so anhören mag: Die Mumie ist in erster Linie eine Komödie und kein Horror- oder Abenteuerfilm. Wer liebevoll ausgestattete, etwas altmodische Filme mag und eine Vorliebe für Komödien hat, wird von dieser modernen Version des alten Filmklassikers nicht enttäuscht werden. --Jenny Brown
Die Mumie kehrt zurück
Eines der immer wieder gerne propagierten Kino-Vorurteile lautet: Fortsetzungen sind grundsätzlich schlechter als das Original. Eine gewisse Wahrheit liegt natürlich schon in dieser Behauptung -- dafür sind die Produzenten viel zu schnell dabei, wenn es darum geht, einen großen Erfolg so weit wie möglich auszuschlachten --, aber eben nicht die ganze. Star Wars -- Das Imperium schlägt zurück und Indiana Jones und der Tempel des Todes sind nicht nur Ausnahmen, die diese Regel dann bestätigen würden. Sie wie auch Stephen Sommers' Die Mumie kehrt zurück und alle anderen überlegenen Fortsetzungen bauen auf der Mythologie des Originals auf und erreichen damit Höhen, die ansonsten undenkbar wären.
Etwa neun Jahre sind vergangen seit der Abenteurer Rick O'Connell (Brendan Fraser) und die Ägyptologin Evelyn Carnahan (Rachel Weisz) die Mumie des Priesters Imhotep (Arnold Vosloo) zurück ins Reich der Toten geschickt haben. Die beiden sind inzwischen verheiratet und haben einen achtjährigen Sohn namens Alex. Dieser wird von Imhotep, der von Meela (Patricia Velasquez), der Reinkarnation seiner großen Liebe Anck-su-Namun, ins Leben zurückgeholt wurde, entführt. Der Junge soll die Mumie zum legendären Scorpion King (The Rock) bringen, mit dessen Armee Imhotep die Welt erobern könnte.
Stephen Sommers hat nicht nur alle wichtigen Darsteller des ersten Teils wieder verpflichten können, auch hinter der Kamera arbeitet das gleiche Team zusammen. So konnte er ganz auf den Erfahrungen von Die Mumie aufbauen und das Original praktisch in jeder Hinsicht übertreffen. Die Spezialeffekte sind noch perfekter, die Action-Sequenzen noch rasanter, die Gegenspieler von Brendan Fraser und Rachel Weisz noch komplexer. Zudem folgt Sommers dem Weg, den schon sein großes Vorbild Steven Spielberg mit dem zweiten Indiana-Jones-Film beschritten hat. Die Mumie kehrt zurück ist deutlich düsterer und melodramatischer als sein Vorgänger.
So ist aus dem ironischen Sommerspaß, der sich selbst nie ganz ernst genommen hat, hier ein grandioser Abenteuerfilm in der Tradition der Klassiker aus Hollywoods goldenem Zeitalter geworden. Das scheinbar Unmögliche ist Sommers gelungen: Jules Verne trifft Lawrence von Arabien. --Sascha Westphal
Amazon.de DVD-Bewertung
Eine wirklich überragende DVD, die im Prinzip einen Standard für sorgfältig gemachte DVDs und Collector's Editions setzt. Der Bildtransfer ist überragend, die Tonqualität makellos (Dolby Digital 5.1), der Audio-Kommentar von Regisseur Stephen Sommers und Cutter Bob Ducsay gehört zu den witzigsten und kurzweiligsten überhaupt. Die fast 50-minütige "Making of"-Doku verrät beinahe schon zu viel über die Spezialeffekte. Außerdem gibt es noch einige geschnittene Szenen, wunderschön animierte Menüs, Trailer und ein paar ganz detailierte Einblicke, wie einige der aufwendigsten Effekte realisiert wurden. --Jenny BrownKundenrezensionen zu 'Die Mumie 1+2 - Box Set'
Imhotep's Erwachen. (18. Dezember 2008)
Nur mit knapper Not kann der Abenteurer Rock O'Connel von der verfluchten Stadt Hamunaptra fliehen, um alsbald in dem nächsten Schlamassel zu stecken. Die Archäologin Evelyn hat eine Karte gefunden und sucht nach der Stadt Hamunaptra. Sie wird auf Rock aufmerksam und rettet sein Leben. Dafür soll er sie nach Hamunaptra führen.Vor Ort öffnen sie das Grab von Imhotep, einem verurteilten Priester, der die Frau des Pharao begehrte. Mit Imhotep's Erwachen setzt sich eine Lawine von bösen Ereignisse in Gang. Denn Imhotep will auch seine Geliebte erwecken und benötigt dafür ein Menschenopfer. Zudem hat das Archäologenpärchen windige amerikanische Konkurrenten und furchtsame Grabbeschützer auf den Plan gerufen. Die widerstreitenden Kräfte steuern auf den unvermeidlichen Showdown zu.
Die Geschichte wird flott und spannend erzählt. Überraschende Wendungen und pfiffige Lösungen wechseln einander ab und halten den Zuschauer bei Laune. Pittoreske Szenarien und wohldosierte Action runde das Bild ab. Regie und Schauspieler leisten gute Arbeit.
spitzen Film! (14. Oktober 2008)
Den Film schaue ich mir auch beim 100-ten mal gerne an! Er hat alles, was ein fantasievoller Actionfilm haben muss :-) Super Schauspieler, tolle Idee und wahnsinns Effekte. Genial!Flottes Filmchen! (27. September 2008)
Der Film ist ein Remake des Klassiker Die Mumie aus dem Jahre 1932. Zumindest laut Beschreibung, denn auch wenn der Film einige Stellen des Klassikers zitiert, hat er mit dem Vorbild doch wenig gemein. Stephen Sommers ließ es sich angelegen sein, seine Version des Stoffs mit einer großen Portion Humor zu würzen. Der Spannung tut dies keinen Abbruch. Mehr noch durch die erheiternden, entspannenden Momente wirken die nächsten Schock-Effekte umso besser.Der Film ist, wie Popcorn-Kino im Jahr 1999 zu sein hatte. Laut, schnell und mit einer großen Menge Computeranimationen versehen. Die glaubwürdig dargestellten Charaktere agieren souverän, die Trickspezialisten lieferten eine nicht minder gute Arbeit ab. Obwohl der Film in mehreren Epochen angesiedelt ist, wirkt er wie aus einem Guss. Die Geschichte gewinnt nach dem Intro rasant an Fahrt, um sich bis zum furiosen Finale zu steigern. Dass am Ende das Gute über das Böse triumphiert, ist kaum anders zu erwarten. Und auch nicht, dass letztlich alles in sich zusammenstürzt, was die Handwerker mühsam aufgebaut hatten. Dies gehört scheinbar in jedem Action-Film unabänderlich dazu. Reaktoren, Pyramiden oder Stollen sobald das Böse besiegt ist, muss das Gute noch einmal um sein Leben laufen, springen, ducken oder kriechen, weil um die Darsteller herum alles in Schutt und Asche geht. Ob dies logisch ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle.
Und hier sind wir auch schon bei dem wohl größten Kritikpunkt des Films die Logik. Dies beginnt bereits im Intro. Hohepriester Imhotep wird lebendig mumifiziert, doch seine Organe befinden sich später in kleinen, goldenen Gefäßen. Die Frage, wie lebendig ein Mensch sein kann, wenn man ihm seine Organe entnommen hat, stellt man besser nicht. So wenig wie man sich wundern sollte, warum plötzlich die Einwohner von Kairo Imhoteps Sklaven sind und dumpf seinen Namen sagend durch die Straßen wanken.
Auch sollte man es vermeiden, nach den geschichtlichen Fakten des Films zu fragen. Denn obwohl Sethos der Erste und auch Imhotep gelebt haben, kann der eine unmöglich zum Mörder des anderen geworden sein. Schließlich war Imhotep der Baumeister von König Djosers Stufenpyramide in Sakkara. Zwischen ihm und Sethos dem Ersten liegen demnach gute 1500 Jahre. Abgesehen davon war Imhotep kein Unhold, sondern ein Architekt und Heiler, den man später ob seiner Taten vergöttlicht hat. Doch hier hält sich der Film an die Vorlage von 1932, und damals war manches unklarer als heute. Schließlich hatte Carter erst zehn Jahre zuvor das Grab von Tut-Anch-Amun gefunden.
der universal klassiker schlechthin (29. August 2008)
wenn man an vergangene glanzzeiten des horrorkinos denkt - und im besonderen an die universal studios - dann fallen mir spontan zwei namen ein - bela lugosi und boris karloff .letzterer schlüpft hier nun - nachdem er von dr. frankenstein erschaffen wurde ( smile ) - in die rolle der bandagierten mumie um dem geneigten kinobesucher vergangener tage das fürchten zu lehren.
"die mumie" aus dem jahre 1932 unter der regie von karl freund ist in meinen augen ein vortrefflich gelungener schwarz weiß schinken ( so darf man ihn in anbetracht des alters wohl nennen ) der in keiner klassiker - sammlung fehlen sollte.
der streifen hat von allem etwas zu bieten - romantik - tragik - spannung - grusel und vor allem natürlich das unvergleichliche flair der filme aus dieser zeit.
boris karloff mit seiner hageren großen erscheinung ist wie geschaffen für die rolle des im-ho-tep und liefert hier eine seiner besten leistungen ab - aber vorsicht , der film besitzt keine deutsche tonspur und muß deshalb im original genossen werden - evtl. mit dt. untertiteln.
ich hab`s getan und mich hat`s in keinster weise gestört - im gegenteil so kommt man schon in den genuß der unheimlichen sonoren stimme des herrn karloff.
die extras auf der zweiten scheibe sind gut geraten und somit: klare kaufempfehlung.
Klassiker in netter Aufmachung... (24. August 2008)
...aber immer noch ohne deutschen Ton. Würde ein kleineres Label so etwas machen, würde ich ja nichts sagen, aber Universal, die bereits synchronisierte Filme ("Frankensteins Sohn", "Traum ohne Ende", "Augen der Angst", ...) unnötigerweise neu synchronisieren, stellt sich hier selbst ein Armutszeugnis aus. Allerdings scheint es sich ohnehin nur um ein Repack der alten Auflage zu handeln, denn Disc 1 hat das gleiche grüne Label, und die VOBs datieren von 2002. Wer also schon die Erstauflage besitzt, sollte von einem Neukauf Abstand nehmen, denn die 3 Dokumentationen auf Disc 2 sind auch nicht gerade Gold. Die erste befaßt sich mit Universals damaligem Makeup-Guru Jack Pierce und stellt auch gleichzeitig den Höhepunkt dar. Die zweite ist eher ein Werbefilm für "Die Mumie kehrt zurück", die dritte dagegen kaut dem Genrefan hinreichend bekanntes über den Werdegang von Universal im Horror-Genre wieder.Der Film an sich ist über jeden Zweifel erhaben, und einen Vorzug hat der fehlende dt. Ton - man MUSS sich Karloff im Original geben, und hier ruft er eine seiner ruhigeren, nichts desto trotz aber besten Leistungen ab. Da ich den Film bisher nur als VHS besaß, habe ich zugegriffen und es auch nicht bereut, ein schlechter Beigeschmack bleibt allerdings, denn eine "Special Edition" sollte nicht nur ein schönes Cover haben, sondern auch wirklich "Special" sein. Dies hier ist ein Repack mit beigefügter Bonus-Disc, die allerdings keinen wirklichen Mehrwert darstellt, wenn man die Erstauflage schon besitzt, denn die besten Extras sind auf Disc 1.
Fazit: Wer den Film noch nicht hat, sollte hier zugreifen, zumal der Preis günstiger ist als der der Einzel-DVD. Einen wirklichen Mehrwert zur Erstauflage stellt sie aber nicht dar.




