Aus der Amazon.de-Redaktion
Dass die zweite Folge besser ist als die erste, hat Seltenheitswert. Doch genau das trifft auf den Soundtrack Bridget Jones - Diary Two zu! Dabei handelt es sich um eine abwechslungsreiche, in sich stimmige Compilation aus Klassikern, Oldies, aktuelleren und relativ unbekannten Liedern, welche musikalisch perfekt die Geschichte zum verfilmten Single-Tagebuch von Helen Fielding nacherzählen!Zwischen beiden Alben gibt es allerdings auch drei Überschneidungen, was die Künstler betrifft. Wieder dabei ist beispielsweise Superstar Robbie Williams, der diesmal "Angels" singt. Oder Marvin Gaye ("Let's Get It On") und Diana Ross ("Ain't No Mountain High Enough") -- solo. Sie geben bei der ersten Folge das Duett "Stop, Look, Listen (To Your Heart)" zum Besten. Nicht zu vergessen: Gabrielle, die jetzt ihr "Out Of Reach" in einer akustischen Version vorträgt. Das war's dann mit den Parallelen.
Gleich am Anfang steht die Soul-Ballade "Me And Mrs. Jones" -- nicht in Billy Pauls populärer Version aus dem Jahr 1972, sondern der Interpretation von The Dramatics (1975). Genau jener Song ist wie kein anderer ideal geeignet zur Untermalung dieser ebenso liebenswerten wie realitätsnahen Komödie um eine 32-jährige, übergewichtige und frustrierte Londonerin auf der verzweifelten Suche nach dem Partner für's Leben. Aber man muss nicht Bridget Jones heißen, um zu spüren, dass die Tracks allseits bekannte Gefühle und Stimmungen optimal widerspiegeln! Während Neneh Cherrys "Woman" und En Vogues "(My Lovin') Never Gonna Get It" ausdrucksstarke Plädoyers für (weibliches) Selbstbewusstsein und Selbstverständnis sind, dokumentiert "Will You Still Love Me Tomorrow" (The Shirelles) den gängigen Zweifel über den Fortbestand einer Beziehung. Ist diese in die Brüche gegangen, werden Trauer und Tränen am besten in "Waterfalls" (TLC) sowie mit der Verlassenen-Hymne "Without You" von Nilsson ertränkt. Wer wegen eines/einer anderen auf das Abstellgleis geschoben wurde, findet bei Yvonne Fairs "It Should Have Been Me" Linderung. Und wenn verständnisvolle Freunde Herz- und Schmerz-Leid mit seelischer Nonstop-Fürsorge unter dem Motto "Lass uns mal darüber sprechen" lindern wollen, empfiehlt es sich, ihnen durch ein Lied bisweilen mitzuteilen: "I Don't Want To Talk About It"!
Dank ihrer Zusammenstellung ist diese CD also nicht nur äußerst unterhaltsam, sondern -- und das kann wohl nahezu jeder aufgrund eigener Erfahrung bestätigen -- auch ein sehr nützlicher Soundtrack für das individuelle Stimmungsbild während der meist bewegten Berg- und Talfahrt in einer Partnerschaft zwischen Frau und Mann! --Thomas Hammerl





