Aus der Amazon.de-Redaktion
Es wird ihm oft nachgesagt sein warmer, gedämpfter Trompetenton klinge deutlich nach Miles Davis -- der Trompeter, dessen Sound er neben dem von Chet Baker und Paolo Fresu sehr liebt. Ähnlichkeiten zu Davis' Spiel sind sicher nicht von der Hand zu weisen, zumal der Franzose Eric Truffaz ähnlich wie der große amerikanische Innovator seine Phrasen sehr gezielt einsetzt: Er spielt nicht viele Noten, sondern achtet darauf, im rechten Moment präsent zu sein und nur das wirklich "Notwendige" zu geben.Genau das tut er auch auf Mantis, seinem äußerst überzeugenden dritten Album für das Label Blue Note. Truffaz und seine Mitmusiker bedienen sich keiner elektronischen Hilfsmittel (mal abgesehen von gezielt eingesetzten Instrumentaleffekten wie Hall und Ähnlichem), es gibt keinen Sampler, keinen Drumcomputer, noch nicht mal flächige Synthesizersounds. Was bleibt, ist ein warmer Klang von Trompete, Gitarre (exzellent: Manu Codjia), Bass (wunderschöner warmer Akustiksound von Michel Benita) und Schlagzeug (vertrackte Drum'n'Bass- und Jungle-Rhythmen genauso wie unterstützendes "Weniger ist mehr"-Spiel von Phillipe Garcia).
Zwei Gäste hat sich Eric Truffaz eingeladen, die seine sich oft aus der Stille entwickelnden Stücke bei zwei Nummern verstärken: Der tunesische Oud-Spieler Anouar Brahem sowie sein Landsmann, der Sänger Mounir Troudi.
Zwei Anspieltipps: Für Fans der ruhigen Trompetenimprovisation zur akustischen Gitarre ist "Yasmina" angesagt, wer eher knackige Rhythmen und energetisches Spiel mit arabischem Sprechgesang mag, sollte sich "Magrouni" anhören. --Anja Buchmann
Kundenrezensionen zu 'Mantis'
Nerviger E-Gitarren-Sound (10. März 2002)
Leider kann ich Alexander nicht zustimmen.Denn als Hoerer der beiden letzten Truffaz-CDs stoert einen die neue Besetzung schon. Vor allem diese, t'schuldigung, Bratgitarre nervt extrem, und passt meineserachtens ueberhaupt nicht zum warmen Trompetensound, deswegen nur drei Sterne.
Moderner Jazz (5. März 2002)
Das ist zeitgenössischer Jazz vom Feinsten. Kein Anbiedern an Trends, aber trotzdem neu; keine Note zuviel. Truffaz bietet traumhaft schöne Arbeit an der Trompete, wobei die anderen Musiker um nichts nachstehen. Unbedingt anhören!gewohnte, ausgezeichnete kost aus belgien (18. November 2001)
als besitzer aller seiner bisherigen CDs und alter fan wie erwartet hohe qualität.wer ihn kennt, weiß was das heißt, allen anderen sei probehören empfohlen.



